SIGUSA redet mit Cornelia Maiherzyk
Shownotes
Der SEND e.V.:
https://www.send-ev.de/
Die SIGU-Plattform:
https://sigu-plattform.de/
Die 17 SDGs:
https://www.bundesumweltministerium.de/themen/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsziele-sdgs
Der Social Economy Cluster Mannheim:
https://www.mannheim.de/de/wirtschaft-entwickeln/wirtschaftsstandort/social-economy-cluster
https://www.linkedin.com/company/mannheim-social-economy-cluster/
Die Start-up Beispiele aus dieser Folge:
https://www.dress2bless.de/
https://www.das-andere-schulzimmer.de/
https://www.vision-domes.de/
https://www.freikreathur.de/
Brauchst du Unterstützung bei deiner gemeinwohlorientierten Gründung? Dann schreib uns an beratung@sigusa.de!
SIGUSA findest du hier:
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen bei SIGUSA.
00:00:02: redet mit.
00:00:04: Ich bin Jan Wagner und rede in diesem Podcast mit Menschen über soziale Innovation, gemeinvolorientierte Unternehmen und Sachsen-Anhalt.
00:00:13: Wenn du mehr über SIGUSA wissen willst, schau doch mal auf SIGUSA.de vorbei oder Folge SIGU-Netzwerk Sachsen-Anhalt bei Instagram bzw.
00:00:21: SIGUSA bei LinkedIn.
00:00:23: In dieser Folge spreche ich mit Cornelia Mayhatschik.
00:00:26: Sie ist Projektmanagerin für Social Economy bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Mannheim.
00:00:32: Das Gespräch mit Cornelias unter anderem deshalb interessant, weil in Mannheim meint ihr es so
00:00:37: läuft,
00:00:37: wie wir es uns in Sachsen-Anhalt für die Zukunft wünschen.
00:00:40: Die Beispiele für Startups diese nennt, findet ihr übrigens in den Show Notes.
00:00:45: Außerdem ist Cornelia gut vernetzt in Deutschland und Europa und gibt uns auch einen Einblick in diese Ebene.
00:00:51: Viel Freude beim Zuhören.
00:00:53: Cornelia, toll, dass das hier klappt.
00:00:56: Vielleicht kannst du dich einfach zu Beginn des Gesprächs mal kurz selber vorstellen.
00:01:01: Wer bist du und auch in welcher Rolle bist du heute so hier?
00:01:04: Ja, sehr gerne.
00:01:05: Guten Morgen, lieber Jan.
00:01:07: Mein Name ist Cornelia Mayhatschik.
00:01:09: Ich arbeite für das Social Economy Cluster der Wirtschaftsförderung der Stadt Mannheim.
00:01:14: Und ja, bin seit inzwischen über fünfzehn Jahren in der Verwaltung, war unter anderem auch in der Arbeits- und Sozialverwaltung und der Schulverwaltung beschäftigt und bin so vor zweieinhalb Jahren nach zwei Elternzeiten in die Wirtschaftsförderung gewechselt.
00:01:32: und genau bin da Projektmanagerin im Social Economy Cluster.
00:01:36: Das ist eine ESF Plus geförderte Stelle gewesen und würde sagen, seid her brennig für das Thema Social Innovation.
00:01:46: Und jetzt noch kurzer Exkurs.
00:01:48: Ich habe gesehen, du warst Standesbeamtin.
00:01:52: Zeitlang ist das dann... Also hast du einfach Menschen verheiratet oder gibt es noch andere Rollen, die man als Standesbeamtin haben kann?
00:01:59: Ja, Mensch, da hast du gut recherchiert.
00:02:01: Das habe ich jetzt natürlich gerade übersprungen.
00:02:04: Und ja, in der Tat habe ich Menschen verheiratet, zum Teil sogar sechs bis acht Paare hintereinander.
00:02:11: Und es gibt aber auch eine Menge mehr Sachbearbeitung und Fallbearbeitung drum herum.
00:02:19: Man bearbeitet sozusagen alle Wechselpferde des Lebens, also von der Geburt über die Erschließung bis zum Sterben.
00:02:25: Und vieles andere mehr, Stichworte wie Vaterschaftsanerkennung, kommen da auch mit rein oder eben auch Anmeldung von Ehe-Schließungen im Ausland oder aus dem Ausland.
00:02:35: Also da ist eine Menge zu tun, ist relativ komplex.
00:02:38: Das denkt man sich immer gar nicht, wenn man standesbeamtin hört.
00:02:40: Hast du gemerkt, dass du an das Gesellschaft kennenlernst durch den Job als vielleicht, wenn man jetzt in der Wirtschaftsförderung vielleicht dann doch mit einer sehr... mit einem schönen Nischiz tun hat von Menschen?
00:02:50: Ich habe ganz viel schon mit Menschen gearbeitet, habe ja früher auch erwähnt, dass ich in der Arbeits- und Sozialverwaltung schon war, da habe ich auch in einer Jobbörse an der Front gesessen im Prinzip.
00:03:00: Also so der breite Querschnitt der Bevölkerung und direkt sozusagen auch am Bürger zu arbeiten, da bin ich total, habe ich total viel Erfahrung, also in vielen Bereichen.
00:03:09: Und ja, das stimmt.
00:03:11: In der Wirtschaftsförderung ist es ein bisschen was anderes und speziell jetzt eben bei uns in dieser Social Economy Nische macht es einfach so ganz besonders viel Spaß, weil man unheimlich viel mit motivierten, schlauen, smarten Leuten zu tun hat, die einfach soziale Innovationen verwirklichen wollen.
00:03:30: Das ist schon eine wunderbare Ecke, in der ich jetzt arbeiten darf.
00:03:36: Was war denn der Bereich, wo die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und sagen wir mal ganz normalen Bürgerinnen und Bürgern am besten funktioniert hat und am einfachsten war?
00:03:47: ich glaube die andere Frage das immer vielleicht noch leichter.
00:03:49: aber wer kann dann am besten mit Verwaltung umgehen?
00:03:53: wer kann am besten mit Verwaltung umgehen?
00:03:56: das musste noch mal die erste
00:03:57: von außen quasi.
00:03:58: also wer kommt an wer kommt von außen auf Verwaltung zu und und und kommt damit am besten klar oder akzeptiert das am besten oder Kann die besten Fragen stellen oder kann am besten mit euren Antworten dann auch umgehen.
00:04:14: Das ist eine sehr gute Frage.
00:04:17: Ich brainstorme jetzt einfach mal da so ein bisschen rein, weil ich so aus dieser Warte vorher noch nie gedacht habe.
00:04:21: Ich denke, wenn du einen relativ.
00:04:24: klar gut formuliertes Anliegen hast, auf das im Prinzip auch der Deckel der Verwaltungsmaßnahme passt, ist es sicherlich hilfreich.
00:04:33: Oder wenn du selber sozusagen eben auch Teil der Verwaltung bist, also ich habe auch mit natürlich Verwaltungsintern beispielsweise in der Schulverwaltung mit Schulen gearbeitet, mit Schulsekretariaten gearbeitet, die... die im Prinzip ja auch ein Teil des Systems sind.
00:04:50: Die kennen natürlich auch im Prinzip Verwaltungshandeln und können sich entsprechend darauf einstellen.
00:04:54: Das heißt, nicht immer auch sozusagen kritikfrei.
00:04:58: Aber dafür ist ja auch irgendwie gut, dass man da in den Austausch kommt, sei es eben wie mit Teilverwaltungs-, Mitarbeitungsbereichen oder eben auch mit dem Bürger an sich.
00:05:12: Aber klar, das war eine gute Frage.
00:05:17: Und jetzt sagst du, du bist vor allem auch mit der sozialen Innovation oder mit Sozial.
00:05:23: Welches Wort nutzt ihr gerade?
00:05:25: Was ist das, was ihr in der Kommunikation nutzt, um eure Zielgruppe zu beschreiben?
00:05:28: Wir sind das Social Economy-Klasse.
00:05:31: Genau.
00:05:32: Da wir ja auch in der Wirtschaftsförderung uns befinden und ich glaube ehrlicherweise, dass diese Bezeichnung noch so ein bisschen von Europa, also von dem europäischen Worlding her kommt.
00:05:43: weil da auch unsere Anfänge liegen so in der europäischen Vernetzung, genau.
00:05:47: Und da so dieser Social Economy Gateway auf der europäischen Ebene so auch betitelt ist oder war.
00:05:56: Ist das bei euch auch ein Thema geworden durch europäische Impulse, sei es durch Inhalte, sei es durch Fördermöglichkeiten?
00:06:04: Oder wie ist das Thema überhaupt bei euch aufgekommen?
00:06:07: Oder vielleicht bei dir auch aufbekommen?
00:06:09: Ich weiß ja nicht, weil du quasi auch dabei warst als das Thema sozusagen in der Stadt dann auch eine Rolle bekommen hat.
00:06:15: Das ist so seit fünf, sechs Jahren war das so ein bisschen in der Vorbereitung und wurde tatsächlich... Also noch vor meiner Zeit in der wirtschaftspolitischen Strategie der Stadt Mannheim verankert.
00:06:28: Ganz fest gewollt als Zukunftsbereich.
00:06:32: In dem Zug wurden auch Maßnahmen der Wirtschaftsförderung, die bis dato im allgemeinen Gründungskontext verortet waren, im Prinzip ganz explizit auf den Social Economy Bereich erweitert.
00:06:47: Also zum Beispiel unser Mannheimer Existenzgründungspreis, der einmal jährlich verliehen wird.
00:06:52: Der bekam dann zwanzig, zwanzig oder zwanzig, ein zwanzig, eine eigene Kategorie für Social Economy, die inzwischen tatsächlich auch Impact Economy heißt.
00:07:00: Also auch da hat sich wieder was verändert.
00:07:02: Genau.
00:07:03: Und wir haben einen städtischen Förderfonds für Investitionsvorhaben, Infrastruktur, Einkäufe und so weiter für Gründer eben auch und junge Startups.
00:07:17: Der auch erweitert wurde von CREA Techfonds zu CREA Soc Techfonds auch in dieser Zeit.
00:07:24: Und ab zwanzig wurde dann im Prinzip dieses Kompetenzfeld Social Economy und das Social Economy Cluster wirklich auch personell aufgebaut, was in der gleichen Zeit lief und sich mit Sicherheit auch gegenseitig bedingt hat, war, dass Mannheim Ausrichter war vom EUSIS.
00:07:44: Das war die Europäin Social ... Economy Summit, hat das Stadt gefunden, mitten in Corona.
00:07:50: Nachdem das vollumfänglich als Präsentstagung geplant war, musste man dann umswitchen damals und das ganze online durchführen.
00:07:59: War aber ein Riesen-Event, dem schon eine Road to Mannheim vorausgingen mit viertausend fünfhundert Teilnehmern und der Gipfel selber hatte auch noch mal dreitausend Teilnehmer aus hundert Ländern.
00:08:11: Da fanden achtzig Online-Events parallel statt und daraus hervorgegangen ist im Prinzip eine Mannheim-Declaration und Social Economy.
00:08:19: Die wurde damals vom Oberbürgermeister dann auch feierlich sozusagen in Brüssel der EU übergeben.
00:08:25: Und seither ist eigentlich Mannheim und Social Economy und eben auch gerade aber die europäische Ebene.
00:08:33: Das ist alles untrennbar verbunden.
00:08:35: Also mein Kollege, der Matthias Henel, der hat das durchgeführt diesen Summit und mit Partnern in einem Projektteam damals.
00:08:43: Und ist also auch total europäisch.
00:08:46: Und wir sind jetzt auch total europäisch vernetzt nach wie vor.
00:08:48: Und das ist für uns auch ganz wichtig.
00:08:51: Genau.
00:08:52: Und wie bist du dann?
00:08:54: Wie hast du zum ersten Mal von dem Thema erfahren?
00:08:55: Oder wann kannst du dich erinnern, dass du zum ersten Mal gemerkt hast, okay, das ist jetzt nicht irgendwie nur so ein Buzzword, was da aufkommt, sondern da.
00:09:02: kommt ein größeres Thema.
00:09:03: War das durch diesen Summit?
00:09:05: Nee, das war tatsächlich, also da war ich wirklich gerade zwischen zwei Elternzeiten, als der Stadt gefunden hat.
00:09:11: Es war tatsächlich einfach eine Stellenausschreibung.
00:09:15: Und ich muss sagen, ein Stück weit auch ein Sprung ins Anführungszeichen, das kalte Wasser.
00:09:19: Aber das Wording, das Thema und so die Beschreibung, das hat mich einfach direkt total angesprochen.
00:09:25: Und wie gesagt, bis heute auch lässt es mich jetzt auch wirklich nicht mehr los.
00:09:30: Egal, ob sich jetzt... oder irgendwelche Förder, Gelder oder Maßnahmen verändern.
00:09:36: Also ich denke, das ist einfach eine super wichtige Zukunftsbranche.
00:09:42: Oder ein Zukunftssektor, eine Branche ist es ja nicht.
00:09:44: Und die Protagonisten und Akteure, die gehören gefördert, unterstützt und es macht unheimlich viel Spaß, einfach in dem Bereich auch das Thema mit voranzutreiben.
00:09:54: Kannst du dich noch erinnern, was dann die größte Herausforderung so am Job anfangen war?
00:09:58: ... als du dann drin warst ... ... oder ich weiß vielleicht auch, ... ... hast du dich auch Bewerbungsprozess ... ... ja schon mehr reingearbeitet.
00:10:03: Aber was hat ... ... was hat es vielleicht ... ... schwieriger gemacht, ... ... auch sich dem Thema zu nähern?
00:10:09: Kannst du dich da noch dran erinnern?
00:10:14: Auch eine gute Frage.
00:10:16: Also ich denke, am Anfang ... ... ist es immer schwierig.
00:10:20: Ganz viel ist ja ... ... Netzwerk und ... ... also auch wirklich eine Präsenz bei ... bei Veranstaltungen, bei Tagungen, in irgendwie Meetings und ... da im Prinzip sich also auch einfach Geduld zu haben, am Anfang zu lernen, die Akteure und ihre Stimmen zu hören erstmal, die diese aktuellen Trends, Probleme, Herausforderungen überhaupt kennen zu lernen und richtig zu integrieren und auch abzugrenzen von eben anderen Bereichen, bevor man dann auch wirklich sagt, ich bring mich aktiv ein und gestalte damit, konzipiere eben auch mein Workshop, moderiere mal eine Veranstaltung oder gehe mal in eine Beratung und macht es, also dass man auch irgendwo erst mal wirklich, aber ich denke, das ist in jedem Bereich so, dass man sich erst mal ein Bild verschafft, bevor man auch mitredet.
00:11:15: Du hast die Akteur in den Akteuren gerade angesprochen.
00:11:20: Wie war das bei euch?
00:11:21: Habt ihr irgendwann gemerkt, da gibt's ein Thema und da laufen Schlauter drum, auf die trifft das eigentlich zu.
00:11:26: Die wissen's noch nicht.
00:11:27: Oder habt ihr auch eher bei euch den Fokus darauf, überhaupt erstmal Leuten diesen Gedanken reinzubringen, zu sagen, guck mal, man kann auch Wirtschaft anders denken.
00:11:38: In welche Richtung geht das eher bei euch?
00:11:40: Ja, du sprichst ein bisschen den Unterschied an zwischen ... Entrepreneurship und Intrapreneurship, vielleicht auch, weiß ich nicht, genau.
00:11:48: Ich persönlich bin da total offen, wie gesagt, begeistert vom Thema entsprechend missionarisch dann auch.
00:11:54: Also wir sprechen Zielgruppen total frühphasig schon an.
00:11:57: Mein Lieblingsbeispiel ist eigentlich immer, als ich irgendwie privat meine Allstiele saß oder so und hinter mir zwei junge Mädels am Tisch, die waren wahrscheinlich sechzehn oder sowas und haben sich unterhalten und die eine sagte zur anderen, ich möchte mal irgendwas machen, was Sinn ergibt.
00:12:10: Also und wo gar nicht nachher hingehen, wer kann mich da vielleicht bei Beraten oder unterstützen.
00:12:15: Ich habe schwer gezögert, mich umzudrehen und meine Visitenkarte auf den Tisch zu legen, hätte ich vielleicht auch machen können.
00:12:21: Genau also insofern.
00:12:23: Letzte Woche habe ich ein Workshop gegeben für Zwölftklässler, die in einem Entrepreneurship-Kurs im Prinzip einem Gymnasium hier in Mannheim auch einfach dieses Thema mal präsentiert bekommen haben nach einer schönen Zusammenarbeit mit den Lehrern.
00:12:37: Also da fängt es an.
00:12:38: Natürlich haben wir aber auch total gestandene Unternehmen, die es schon... jahrelang gibt und die im Prinzip uns auch in der im Aufbau und in der Entwicklung des Klasters von Anfang an mitbegleitet haben.
00:12:51: Die starke Partner sind, die wir auch einfach mitnehmen können, wenn wir auf Messen mal sind oder irgendwo in einem größeren Stil auch einfach damals zeigen wollen, was das Mannhame-Ökosystem so kann.
00:13:04: Ja.
00:13:04: Hast du so ein Beispiel für ein Unternehmen, mit dem man auch Leuten das gut erklären kann?
00:13:10: Also dieses Begrifflichkeiten ist ein großes Thema.
00:13:14: Und eine der Methoden, die ich immer am einfachsten finde, um diese ganzen Begriffe zu erklären, ist ja ein Beispiel, zu nennen, auf das alle zugreifen können.
00:13:20: Ich habe immer ganz viel Carsharing hier genutzt, weil wir einen großen Carsharing-Anbieter haben hier, der gemeinwollorientiert arbeitet.
00:13:28: Und dann konnten alle aus der Anfang mit Carsharing.
00:13:31: Gibt zum Beispiel, wo du sagst, das ist unser Beispiel, was mit dem du gerne rumgehst und wenn Leute fragen, was ist denn das jetzt, dieses Social Economy, wo du sagst, ja klar, hier.
00:13:41: Also ich denke, du möchtest ganz gerne auch vielleicht ein lokales Beispiel aus Mannheim haben, ne?
00:13:45: Gerne.
00:13:46: Genau, also mein Lieblingsbeispiel, was ich immer verwendet, ist die Aravind Eye Care, aber die sind halt in Indien, ne?
00:13:52: Genau.
00:13:53: Und hier in Mannheim haben wir natürlich Unternehmen ganz unterschiedlicher Genese, auch in unterschiedlichen Sektoren und so.
00:13:58: Also ich verwende zum Beispiel immer sehr gerne Dress to Bless.
00:14:02: Das ist eine Mode Designerin, die im Prinzip Nähkurse für für Frauen mit schwieriger, mit schwierigen Background anbietet, also sei es Fluchterfahrung oder Gewalterfahrung oder und so weiter.
00:14:18: Und für diese Frauen bietet die die Nähkurse im Prinzip als Ausbildung kostenfrei an.
00:14:23: führt aber auch ganz reguläre Nähkurse durch für, sag ich mal, die ganz normale Mama in Elternzeit oder sowas, die natürlich für diese Nähkurse bezahlen.
00:14:31: Und insofern hat sie im Prinzip wie Aravind Eye Care eigentlich so eine Quersubventionierung, was im Prinzip so ihr Geschäftsmodell ausmacht.
00:14:39: Sie hat auch ein Online Shop und verkauft textile Produkte.
00:14:43: wo durch dann im Prinzip auch noch mal Geld reinkommt und eine zusätzliche Finanzierungsstrategie noch mit dahinter steckt.
00:14:50: Und sie hat, das geht halt auch noch weiter, dass sie im Prinzip in ihrem Team auch Psychotherapeuten hat oder auch einfach ein großes Netzwerk, wo sie weiter empfehlen kann, dass das Ganze nicht nur eben wie eine Ausbildung oder ein Kurs ist und danach verpufft die Wirkung, sondern flankiert auch von Behandlungsmöglichkeiten, wo man dieses ganze, das ganze Background der Frauen noch ein bisschen besser aufgreift und die eigentlich im Prinzip in fit machen soll für Integration auch in den ersten Arbeitsmarkt.
00:15:15: Das ist so das Ziel.
00:15:17: Also ein Beispiel.
00:15:18: Genau.
00:15:18: Und die war halt auch bei uns in der Gründungsberatung und hat uns in Workshops begleitet.
00:15:23: Die kennen wir einfach von Anfang an.
00:15:24: Die Katrin und die macht einfach einen tollen Job.
00:15:28: Ich muss gestehen, dass ich mit Mannheim nicht so wahnsinnig viele so so Assoziationen habe.
00:15:33: Ich habe so ein paar Menschen, die ich kenne, die da mal gewohnt haben oder wohnt oder so.
00:15:37: Aber ich habe bei der Stadt jetzt nicht sofort könnte ich nicht sagen, was sind die großen Herausforderungen oder die großen Stärken von Mannheim?
00:15:44: oder was macht Mannheim aus?
00:15:45: Was würdest du da sagen, was ist so das Profil von Mannheim für Leute von außen, die jetzt zuhören und... Dienst also geht wie mir?
00:15:54: Also Mannheim hat eine total starke Gründerszene und eine super Unterstützung für junge Unternehmen.
00:16:03: Wir haben vier, fünf große Gründungszentren im Prinzip, wo du arbeiten kannst, wo du ... im Prinzip Unterstützung, Erfährst, Beratung, Erfährst, eben natürlich Co-Working und so weiter.
00:16:17: Das ist super.
00:16:19: Wir haben seitens der Stadtverwaltung die verschiedenen Cluster, Social Economies, eins davon.
00:16:24: Wir haben MedTech Cluster Smart Industries, Green Industries, mit denen wir natürlich viel zusammenarbeiten und jetzt auch nochmal ein Creative Industries Cluster mit dazubekommen.
00:16:34: Also da sind wir sehr breit aufgestellt und können viel bieten, auch gerade in den Medizinen.
00:16:42: Bereich gibt es Reallabore, in denen man arbeiten kann und Sachen ausprobieren kann.
00:16:46: Wir sind natürlich eine große Uni statt mit mehreren Hochschulen, haben da auch eine sehr enge Verzahnung mit unseren Netzwerken hier, was so den Hochschultransfer eben angeht und Ausgründung da angeht.
00:16:59: Entsprechend können wir dann auch fördern, seitens der Stadt die beiden Instrumente oder habe ich gerade auch schon so erwähnt für erste Investitionskosten, dass es dann Fonds gibt.
00:17:07: Und ansonsten versuchen wir natürlich so viel wie möglich auch den Unternehmen viel Aufmerksamkeit zu verschaffen, eine Bühne zu geben durch Existenzgründungspreis etc.
00:17:18: Genau.
00:17:19: Und wir haben, was gerade Social Economy angeht, eine super diverse Bevölkerung, total heterogen.
00:17:24: Zuwanderung ist ein Thema, Industrie ist ein Thema.
00:17:28: Und da findet man natürlich auch einfach seine Zielgruppen, muss man sagen.
00:17:32: Gerade im Social Economy Bereich finden da Produkt- und Dienstleistungen auch einfach wirklich direkt den passenden Boden zur Erprobung.
00:17:41: Ja, das hätte ich jetzt auch gerade gesagt.
00:17:42: Das ergibt ja total Sinn, dass dann so was die Dress to Bless rauskommt.
00:17:47: Weil ja typischerweise schon so Social Economy, so soziale Innovation irgendwie auch in erster Linie eine Reaktion auf Probleme sind.
00:17:56: Und das, was ... dass was quasi dann an Lösungen rauskommt, spiegelt dann ja irgendwie auch immer wieder was, was die Leute so an Problemen umtreibt oder Herausforderungen.
00:18:06: Total.
00:18:06: Ist das vor allem das große Thema der sozialen Innovation bei euch, die Vielfalt, die vielleicht irgendwie herausfordert oder die soziale Herausforderung oder soziale Schwierigkeiten.
00:18:19: dass durch ganz viele Bevölkerungsgruppen natürlich geht.
00:18:22: Wir haben mehrere Start-ups und Unternehmen, die sich mit Schulabbrechern beschäftigen und Dropouts und einfach schauen, wie kommen die doch noch an Schulabschluss oder eine Ausbildung und finden einfach irgendwie einen geschützten Raum vor, wo sie sich entwickeln können.
00:18:39: Das andere Schulzimmer, die machen... Diese Arbeit zum Beispiel haben dieses Jahr, ich weiß nicht, wie viele Preise schon abgeräumt, auch international eine ganz, ganz tolle Arbeit oder Vision Dome.
00:18:50: Das Konzept ist auch genial.
00:18:51: Im Prinzip werden geodätische Kuppeln aus Holz oder auch recyceltem Material hergestellt und verkauft ganz tolle Produkte inzwischen.
00:19:03: Auch Tiny Houses und Gewächshäuser und für jeden Zweck Event Dome.
00:19:09: Und refinanziert werden dadurch aber im Prinzip für Jugendliche und eben auch Schulabbrecher, die da einfach was über Teambuilding und zusammenstehen lernen.
00:19:19: Also da haben wir so einige.
00:19:20: Wir haben im Übrigen auch natürlich, wir haben eine JVA in Mannheim.
00:19:23: Ich weiß nicht, ob es auch deswegen ist, dass wir ein ganz tolles Start-up haben.
00:19:26: Die heißen Freikreatur und machen Theaterprojekte im Inn und nach der Haft, also mit der Zeit noch oder ehemals Inhaftierten im Prinzip.
00:19:36: machen Unternehmens- und Workshops- und Präventionsveranstaltungen in Schulen, nehmen dann eben ehemalige Heftlinge mit und zeigen den Schülern.
00:19:44: Hier schaut mal her.
00:19:47: Jeder kann seine Stärken entwickeln.
00:19:49: Schau her, wie du rausfinden kannst, was in dir steckt.
00:19:52: Wenn keiner mehr an dich geglaubt hat, das Theater ist vielleicht ein Medium, wo du dich entwickeln kannst.
00:19:57: Und im Prinzip soll so natürlich auch Kriminalität verhindert werden.
00:20:01: Und vor allen Dingen Rückfallquoten bei den Häftlingen selber.
00:20:03: Das ist deren im Prinzip Wirkungsmesser.
00:20:06: Die werden drastisch reduziert durch solche sinnvollen Freizeitbeschäftigungen.
00:20:12: Gibt es da zwischen euch als Verwaltung, die ihr irgendwie ja sehr viel ... Also da wird ja sehr viel Ressourcen offensichtlich reingesteckt, das Thema voranzubringen oder auch damit den Unternehmen zu helfen, dass diese Themen voranzubringen.
00:20:26: Gibt es da Erwartungen an die Wirkungsmessungen, dann aus der Politik zum Beispiel, wenn es eben um so Budget-Themen geht?
00:20:35: Ist das ein Thema bei euch?
00:20:37: Die Erwartungen haben wir eigentlich an uns selber im Prinzip.
00:20:40: Jedes Mal, wenn wir in die VdK ... Dezernentenkonferenz gehen, um ein neues Förderprogramm anzumelden.
00:20:47: Wenn wir in den Gemeinderat gehen, um uns zu präsentieren, dann brauchen wir gute Zahlen, die einfach zeigen, das ist ein Bereich, der wichtig ist.
00:20:56: Die Rambolt-Studie hat es gezeigt, so viele Unternehmen in Deutschland, so viele Mitarbeitende und auch ein großer, großer Jahresumsatz.
00:21:05: ist nicht nur in Mannheim der Fall.
00:21:07: Das muss man auch landesweit so sehen.
00:21:10: Mein Kollege sagt immer scherzhaft, in Baden-Württemberg sozusagen braucht es Räder, dann ist es Wirtschaft.
00:21:17: Weil die Autoindustrie einfach vorherrschend inzwischen kommen, dann natürlich auch die Rüstungsindustrie mit dazu, die einfach ja die große Lobby hat.
00:21:27: Und Social Economy sich nach wie vor da um Legitimation kämpft und sich behaupten muss.
00:21:32: Also... Ja, das ist nicht nur Stadtthema in Mannheim, sondern definitiv auch Landesthema in Baden-Württemberg.
00:21:40: Wie geht ihr das an?
00:21:41: Also arbeitet ihr eng mit der Wissenschaft zusammen?
00:21:44: Macht ihr selber Abteilung?
00:21:48: Wie löst ihr das?
00:21:49: Wir arbeiten vor allen Dingen mit dem Lehrstuhl für Wirkungsmessungen an der Uni Mannheim.
00:21:55: Ein wirkungsorientierter Lehrstuhl, genau.
00:21:58: Also das ist eine von unseren wichtigsten Stakeholders auch in unserem Netzwerk, die Dominika Vruck und ihre Kolleginnen.
00:22:05: Und genau, also da haben wir also ganz, ganz regelmäßigen Austausch im Prinzip, um denen unsere Praxisbeispiele zu geben, die aus unserer Gründungsberatung kommen, wo die dann im Prinzip wieder Interviews führen können und ihre Studien einfach weiter anreichern können und versuchen auch immer mal wieder ein gemeinsames Förderprojekt tatsächlich hinzubekommen.
00:22:27: Hat jetzt in der letzten Runde, glaube ich, auch über FONA war, das nicht geklappt gehabt.
00:22:32: Aber wir sind da dran, also der Bereich.
00:22:34: und auch tatsächlich bei uns an der Technischen Hochschule haben wir auch ein Professor, den Alex Pins, der auch total Wirkungsmessung und Wirkungsorientierung ganz, ganz vorne genau.
00:22:46: der sozialen Arbeit tatsächlich versucht, das da voranzutreiben und mit reinzubringen, der da selbst auch publiziert hat in dem Bereich.
00:22:53: Also da haben wir echt gute Partner, mit denen wir da regelmäßig im Austausch sind, um gemeinsam auch einfach zu gucken, wie können wir da lokal vielleicht auch mal belastbare Zahlen produzieren, genau.
00:23:08: Habt ihr das Gefühl, das gelingt euch gut, das Thema nach außen zu transportieren vielleicht auch gerade zu gruppen die jetzt nicht dann weiter tiefer einsteigen werden.
00:23:18: ich sage mal in einem.
00:23:19: In einem Budget Verhandlung oder in einem Budget Thema irgendwo mit anderen Abteilungen die vielleicht dann nur einmal kurz verstehen müssen das Thema gibt es oder auch nach außen zur Bevölkerung wenn man vielleicht.
00:23:31: Wenn Themen auskommen wenn man es nach außen mal repräsentiert habt ihr das Gefühl dass das Thema kommt.
00:23:36: Stück für Stück besser an oder gibt es eine Diskussion oder ein Unverständnis?
00:23:41: Wie reagieren Menschen so von außen, die nicht so tief einsteigen werden?
00:23:44: Ja, da kann ich ein ganz aktuelles Beispiel bringen, was zeigt, dass wir da inzwischen ziemlich gut... angekommen sind, also einmal verwaltungsintern und auch mit dem Bezug sozusagen auf die Stadtgesellschaft.
00:24:00: Wir wurden jetzt nämlich gerade angefragt für den Neujahrsempfang der Stadt Mannheim Anfang des Jahres bei uns in einem großen Messezentrum.
00:24:07: Das ist ein großes jährliches öffentliches Event da im Prinzip einen Beitrag zu geben und das ist wirklich ein sehr, sehr schönes Zeichen, weil die Haushaltslage in Mannheim momentan desolat schwierig ist.
00:24:20: Also ich bin jetzt seit fünfzehn Jahren irgendwie oder ja knapp fünfzehn Jahren bei der Stadt und das ist wirklich gerade sehr, sehr, sehr schwierig.
00:24:30: Und positive Akzente, positive Botschaften werden gesucht und insofern wurden wir jetzt angefragt, um uns damit im Stand unserem Ökosystem und auch mit einem Bühnenprogramm zu präsentieren, was uns natürlich total freut.
00:24:43: Das zeigt eben dass an uns gedacht wird beziehungsweise, dass wir da eine entsprechende positive Konnotation auch haben.
00:24:54: Auch für den, sag ich mal, Normalbürger, der dann am Neujahrsempfang ohne Hintergrund zu so einem Event dann geht.
00:25:02: Woran arbeitet ihr denn akut, dass gerade sagt ihr beantragt doch mal wieder neue Projekte, habt ihr so was, wo ihr gerade sagt, da geht es gerade hin, das ist gerade so der nächste Schritt für euch?
00:25:12: Ja, wir haben dieses Jahr in erster Linie mal eine eigene interne Evaluation gemacht.
00:25:19: Uns gibt es jetzt seit gut drei Jahren inzwischen.
00:25:24: Und wir haben dementsprechend mit unseren verschiedenen Stakeholdergruppen eigentlich Workshops durchgeführt.
00:25:32: Ja, also total relevante Ergebnisse eingesammelt, teils auch überraschend und sind jetzt im Prinzip so ein bisschen gerade dabei, das aufzubereiten und in der größeren Runde einfach auch nochmal zu präsentieren und die maßnah, also konkrete Maßnahmen abzuleiten.
00:25:44: Ein Beispiel ist jetzt, dass wir einfach eine eigene Website brauchen.
00:25:50: Wir sind bisher... in der städtischen Webseite einfach mitgeführt, die ist einfach entsprechend für manche Dinge geeignet, für andere eben nicht.
00:25:59: Und um unsere Clustermitglieder wirklich abzuholen, um denen auch eine Möglichkeit zu geben, da vielleicht ein Mitarbeiterbereich zu haben und ganz anders interaktiv auch mit uns in Kontakt zu kommen, da brauchen wir eine eigene Webseite.
00:26:09: Das ist also so ein dickes Brett, an dem wir aktuell waren.
00:26:14: Genau.
00:26:15: Ansonsten, genau, hast du es gerade schon angesprochen, neue Fördermittel.
00:26:19: Wir möchten einfach auch... Natürlich uns weiterentwickeln und dafür bräuchten wir noch ein bisschen mehr Spielgeld, habe ich ja gerade schon gesagt, die lokale Haushaltssituation ist schwierig.
00:26:30: Wir haben seit Anfang des Jahres auch ein eigenes Gründungszentrum für Social Economy in Mannheim, das bislang eigentlich ein Zentrum für Kreativwirtschaft war, das ist dann irgendwie umgezogen, umgezogen, wurde nicht mehr abgenutzt.
00:26:43: Und seit Anfang des Jahres haben wir Partner von unseren Freunden beim Starkmacher
00:26:48: e.V.,
00:26:48: ein lokaler Verein, die ganz viel tolle Jugendsoziale, Jugendarbeit, Jugendbegegnungen machen.
00:26:57: Impact Sektor haben und mit denen wir sehr eng zusammenarbeiten, die betreiben dieses Gründungszentrum jetzt im Prinzip, machen das Community Management dort.
00:27:05: Und das würden wir ganz gerne auch einfach noch ein bisschen mehr stärken und infrastrukturell besser ausstatten mit modernen Möglichkeiten.
00:27:12: Und da sind wir jetzt momentan, um da auch vielleicht so ein bisschen in Richtung Inkubationen, Accelerator-Programm zu gehen.
00:27:19: Das fehlt in Mannheim nach wie vor.
00:27:21: Wir haben es über die letzten Jahre immer mal wieder probiert tatsächlich, auch Landesmittel dafür zu bekommen.
00:27:27: geklappt.
00:27:27: Und jetzt im Prinzip gibt es gerade Horizon Calls.
00:27:32: Es gibt aktuelle Efrausschreibungen.
00:27:34: Also wir sind da in mehreren Bereichen gerade dabei, Anträge zu schreiben.
00:27:41: In der Hoffnung, dass wir da dann auch einfach nochmal eine neue Förderung bekommen, die so aus den kommunalen Haushaltsmitteln heraus uns dann ein bisschen mehr ermöglicht.
00:27:50: Das ist so ein großer Zeitfresser im Moment, würde ich sagen.
00:27:55: Ansonsten.
00:27:57: haben wir natürlich weiterhin Veranstaltungen, Netzwerkveranstaltungen, die wir organisieren, Workshops, die wir konzipieren und durchführen.
00:28:06: Vorlesungen, die wir halten auch an der Uni, waren wir dieses Jahr auch in einem BWL-Master, haben das Thema vorgestellt.
00:28:12: Also das ist einfach ein ständiges, auch immer wieder an die Zielgruppen gehen, im Prinzip das Thema einfach weiter, weiter tragen, weiter treiben.
00:28:22: Genau, unsere Netzwerke, die wir weiter ausbauen, Das europäische Netzwerk habe ich schon angesprochen, dass gerade auch sich geändert hat, weil es jetzt europaweit anders aufgehängt wurde.
00:28:32: Das war bisher was Social Economy und Employment Direktion General Ample beim Employment Bereich.
00:28:39: Und jetzt ist es umgezogen, sodass wir da neue Kontakte knüpfen können müssen.
00:28:45: Ich bin diese Woche jetzt auch in Brüssel und werde da ein paar bilaterale Gespräche noch führen in der Hoffnung, dass wir da auch dann nochmal ein bisschen näher wieder dranrücken, so wie das bisher.
00:28:55: der Fall war.
00:28:56: Wir haben ein bundesweites Städtenetzwerk von interkommunalem Austausch, das wir zweimal im Jahr im Prinzip pflegen und uns da treffen.
00:29:07: Da sind wir auch immer wieder dabei, irgendwo zu gucken, was bewegt die anderen, was sind jetzt Themen, die wir aktuell gerne diskutieren würden.
00:29:16: Das sind wir auch weiter dabei auszubauen und noch ein bisschen zu professionalisieren, dass es auch bekannter vielleicht wird.
00:29:22: Einstieg oder Zugang zu dem Netzwerk ein bisschen einfacher noch wird.
00:29:26: Wir haben jetzt also thirty-fünf, vierzig Mitglieder, das darf auch gerne noch wachsen.
00:29:31: Unser Impact- oder Impact-Investoren-Netzwerk ist definitiv auch, würde ich mal sagen, noch eine Baustelle, auf der wir noch eine Weile mehr oder ackern müssen auch, dass wir da im Prinzip für unsere Unternehmen... Möglichkeiten eröffnen, dass sie da auch Partnerschaften finden, irgendwo um weiter zu skalieren mit den richtigen Mitteln.
00:29:54: Das ist wirklich was.
00:29:56: Da sind wir noch ziemlich am Anfang, genau.
00:29:58: Letzter Punkt vielleicht noch.
00:29:59: Ich habe vorhin die landesweite Entwicklung angesprochen, dass wir gerade hier in Baden-Württemberg im Vergleich zu anderen Bundesländern leider feststellen, dass das Thema jetzt ein bisschen in den Hintergrund gerückt ist.
00:30:11: Und da engagieren wir uns auch sehr stark mit Partnern.
00:30:16: die wir landesweit haben, beispielsweise dem Social Innovation Lab in Freiburg.
00:30:20: Und sind dabei eine Petition im Prinzip auch einfach zu formulieren, zu unterstützen.
00:30:25: jetzt im Hinblick auf die Landtagsweite, die nächstes Jahr ansteht, wo wir die verschiedenen Hebel aufzeigen, an denen wirklich einfach gearbeitet werden sollte im Land, damit man da, was das Thema angeht, nicht komplett abgehängt wird und ins Hintertreffen gerät.
00:30:39: An dieser Stelle unterbreche ich mal.
00:30:41: In den kommenden zehn Minuten der Folge rede ich mit Cornelia über die Situation in Deutschland.
00:30:47: Dabei spricht sie auch einige Stichworte an, auf die wir in den nächsten Folgen näher eingehen.
00:30:51: Damit ihr trotzdem versteht, wovon sie redet, hier ein paar Erklärungen.
00:30:56: Die SIGU-Plattform ist die zentrale Anlaufstelle für das Thema soziale Innovation und gemeinwohl orientierte Unternehmen in Deutschland.
00:31:04: Sie wird vom Bund finanziert und in der kommenden Folge reden wir mit Markus Sauerhammer.
00:31:08: Leiter für Kooperation und Strategie bei der SIGU-Plattform.
00:31:12: Die SIGU-Plattform hat im April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, auch über die Grenzen von Bundesländern hinweg.
00:31:42: Der SEND EV ist der Interessenverband für Social Entrepreneurship und geht also von den Organisationen und den Unternehmen los Richtung Politik.
00:31:53: ESF und Navi sind europäische Förderprogramme.
00:31:58: SDGs steht für die siebzehn Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen.
00:32:05: Ihr kennt sie vielleicht auch unter dem Begriff Ziele für nachhaltige Entwicklung.
00:32:10: Alle diese Dinge findet ihr auch in Shownotes verlinkt.
00:32:15: Und jetzt geht's weiter mit Cornelia Mayhetschik.
00:32:18: Wie siehst du die Zusammenarbeit gerade in Deutschland?
00:32:21: Wie geht's dir mit der Struktur, so wie wir in Deutschland sind, auch mit dem Status quo vielleicht gerade?
00:32:27: Mit der neuen Regierung und sehr großen Veränderungen, vielleicht auch in der Struktur bundesweit?
00:32:35: Wie guckst du da drauf aus Mannheim?
00:32:39: Die Zeiten haben sich in vielfacher Hinsicht geändert.
00:32:44: Zum einen und zum anderen.
00:32:45: Also die große Unsicherheit, die so ein bisschen im Sektor entstanden ist, die wurde ja beim SIGU Forum im April schon sehr stark deutlich fand ich, also so kurz nach dem Regierungswechsel.
00:32:59: Das haben wir natürlich genauso auch aufgenommen und gesehen.
00:33:04: Das ist jetzt irgendwie ein paar Monate her.
00:33:06: Ich fand auch sehr interessant jetzt bei der Zukunftsfabrik zu sehen, dass da andere Stimmung eigentlich geherrscht hat.
00:33:14: Es war nicht mehr ganz so leidenschaftlich aufgeregt, sondern eher so ein bisschen gesettelt.
00:33:24: Mal gucken, Arbeitsatmosphäre fand ich.
00:33:27: habe ich eigentlich positiv empfunden, auch gerade durch den Teilnehmerkreis, also ich habe immer scherzhaft gesagt, dass die Zukunftsfabrik war im Prinzip so ein bisschen wie Siego, also die Torte ohne Sahnehäubchen, also die ganzen schillernden Start-ups haben ja gefehlt, bewusst gefehlt und insofern hatte man wirklich einfach mal diese Arbeitsatmosphäre und auch einfach mal Leute wie jetzt beispielsweise die Kommunalverwaltung da, die... Sonst haben wir bisher noch nicht zu Wort gekommen, das habe ich positiv empfunden.
00:33:58: Im Allgemeinen muss man sagen, ich habe es seit drei Jahren erlebt, mein Kollege noch ein paar Jahre länger, stellen wir fest, dass es eine wirkliche Vielfalt inzwischen der Trägerstrukturen und Projekte in den Ländern gibt.
00:34:14: was auch unter anderem natürlich mit der Vergabe von Fördermitteln zu tun hat, also Stichwort jetzt Navi, nachhaltig wirken, dass in der ersten Förderrunde ja an die strukturschwachen Regionen dann ging, wo dann im Prinzip für uns, die wir jetzt schon ein paar Jahre so... mit dabei sind.
00:34:30: Also wir haben von zweiundzwanzig bis fünfzwanzig Jahren landesweites ESF gefördert, das Projekt durchgeführt, den Exigrundungskutschern für soziale Entrepreneure, haben da achthundert Leute, weiß ich nicht, als Teilnehmer beraten und erreicht und also mit unseren Partnern in Freiburg und Stuttgart und haben da im Prinzip richtig was aufgebaut.
00:34:49: Für uns war es dann so in den letzten Jahren zunehmend so.
00:34:52: dass schon fast der Eindruck entsteht, dass jetzt auch eine Konkurrenz irgendwo da ist natürlich im Fördergelder, dass es echt viele neue Akteure gibt, die auch noch nicht lange dabei sind, die das im Prinzip den Sektor noch gar nicht so gut kennen.
00:35:09: Nichtsdestotrotz natürlich tolle Projekte entwickelt haben, konzipiert haben und auf der anderen Seite so dieses, ja, also viele Leute, die auch parallel an vielen Themen arbeiten.
00:35:21: Das muss man sagen, ob es jetzt irgendwo Plattformen sind oder Finanzierungslösungen für Social Start-ups oder eben Wirkungsmessungen, das ist auch gerade angesprochen.
00:35:32: Und auf der anderen Seite eigentlich immer das Selbstverständnis des Sektors.
00:35:34: Gemeinsam Wirken ist der große Slogan.
00:35:36: Also Cent und Social Impact, weiß nicht, die SIGU-Plattform machen da ja auch eine tolle Arbeit im Prinzip jetzt, um zu versuchen, die Kräfte zu bündeln.
00:35:48: Das sind so zwei so diametrale Punkte, die ich oder wir da im Moment so sehen.
00:35:54: Auf der einen Seite eine große Pluralität und auf der anderen Seite auch der Wunsch, nach gemeinsam stärker zu sein.
00:36:00: Und das ist schon ganz spannend zu sehen, welche Arbeit oder welchen Beitrag da jetzt beispielsweise die SIGU-Plattformen weiterhin leisten kann.
00:36:08: Es ist ja auch eine neue Konferenz schon angekündigt worden, viel dafür ist Frühjahr, sodass jetzt der Austausch auf der Ebene einfach da so weitergehen kann.
00:36:18: dass wir das Beste draus machen aus den Geldern, die dann da sind, die ja auch weniger geworden sind.
00:36:22: Aber mehr Leute, dass wir irgendwie gucken, dass wir vielleicht so ein bisschen gemeinsame Strategien dann auch wirklich bundesweit haben und wo alle so ein bisschen eher darauf zuarbeiten als nebeneinander her.
00:36:37: Habt ihr was als Kommune oder bei euch?
00:36:40: In der Region, wo ihr sagt, das ist was, was ihr beitragen wollt, so bundesweit dann zu diesem Dialog.
00:36:48: Ich sage mal, wenn du sagst, ihr habt das Gefühl, ihr geratet so ein bisschen ins Hintertreffen, weil der Fokus eben jetzt auf vielleicht etwas traditionelleren Industrien noch mal mehr liegt gerade, dann gucke ich ja aus Sachsen-Anhalt drauf und denke, Ich wäre glücklich, wenn wir eure Strukturen hätten.
00:37:06: Und gleichzeitig verstehe ich auch, warum man sich nicht zurückentwickeln möchte.
00:37:11: Oder dass sich viel schlechter anfühlt, als von sehr wenig zu ein bisschen was zu kommen.
00:37:19: Wie geht es euch damit?
00:37:20: Welchen Beitrag habt ihr das Gefühl, könnt ihr gerade leisten?
00:37:24: Oder seid ihr sehr bei euch und sagt, wir müssen uns auf uns fokussieren?
00:37:28: Wir sind seit Anfang des Jahres jetzt endlich auch, nachdem wir ... Wir sind jetzt eng im Austausch auch mit dieser SIGU-Plattform und nutzen eigentlich momentan so ein bisschen den bundesweiten Kanal um... die Baustellen im Land eigentlich aufzufangen beziehungsweise, um uns auch weiter inhaltlich damit einzubringen.
00:37:53: und auch gesagt europäische Ebene, das können wir auf jeden Fall einbringen und auch da dann neue Kontakte hoffentlich, die wir jetzt auch noch knüpfen, wieder mit einbringen und weiter geben.
00:38:05: Also da versuchen wir schon und ansonsten ist es momentan für uns, dass wir inhaltlich einfach trotzdem bei uns gucken müssen, wie kriegen wir unser Ökosystem weiterentwickelt, sei es jetzt eben mit diesem langersehnten Accelerator, Inkubationsprogramm oder ich will es nur vorsichtig mal ansprechen, diese ganze Bereich, auch KI-Anwendungen, das ist ja total der Zukunftsbereich, auch das nicht immer soziale Innovationen, einfach nur als... neben technologischen Innovationen gesehen werden, sondern dass das auch ein ineinander geht, dass das zusammengeht, dass man das fördern muss.
00:38:42: Dafür braucht man aber entsprechende Umgebungen und Hardware Software, keine Ahnung, wo man dann auch wirklich mal was testen kann, Prototypen ausprobieren kann.
00:38:50: Also das geht so ein bisschen so in die Richtung des F-Records, wo wir auch gerade hingucken.
00:38:55: Vielleicht kann man unser Gründungszentrum in der Richtung ein bisschen aufwerten, um dann einfach auch mal wieder da nochmal was Neues zu bieten, was ein bisschen Strahlkraft hat, so diesen Innovationsgeist.
00:39:06: natürlich auch gerne weiter aufgreifen und befördern.
00:39:09: Ja.
00:39:11: Ja.
00:39:13: Dann so vielleicht als Abschlussfrage.
00:39:15: Du hast erzählt, dass ihr bei dem Neujahrs-Empfang bei euch eingeladen wurdet, auch vielleicht ein bisschen die eine positive hoffnungsvolle Botschaft oder einen Akzent dort zu setzen.
00:39:25: Was würdest du denn gerade sagen, was macht ihr gerade Hoffnung oder was ist die positive Botschaft, mit der man gerade nach außen gehen kann oder mit der ihr nach außen gehen werdet vielleicht sogar?
00:39:39: Ich bin ein Optimist einfach und bin davon überzeugt, dass das Thema einfach da ist und wichtig ist und größer wird, egal was da im Prinzip der politische Wind gerade macht.
00:40:01: dass man auch eine Weile mal arbeiten kann und auch so Phasen überstehen kann, die vielleicht ein bisschen schwierig sind, weil die SDGs im Prinzip, die wurden, weiß ich nicht, wann wurden sie verabschiedet, vor zehn Jahren oder so.
00:40:16: Also sind aktueller denn je.
00:40:21: Alles sozusagen die Fakten und die Zahlen, die sprechen sprechen für uns.
00:40:24: Und genau das ist was, was stetig antreibt.
00:40:29: Und wenn man einmal so in dem Sektor inhaltlich angekommen ist, dann denke ich, kann man da gar nicht frustriert raus hervorgehen.
00:40:39: Schaust du auch manchmal über den Tellerrand zu Menschen oder Organisationen in anderen Bundesländern?
00:40:45: Und wie sieht es eigentlich bei dir aus?
00:40:46: Bist du allein oder mit anderen an einer Idee dran, die das Leben der Menschen um euch herum besser macht?
00:40:52: Hast du Fragen dazu, wie du oder ihr euer Vorhaben stabilisieren und finanzieren könnt?
00:40:57: Dann schreib eine Mail an beratung.sigusa.de.
00:41:01: Wir unterstützen dich gerne und kostenlos.
00:41:04: Ich hoffe, das Gespräch hat dir gefallen.
00:41:07: Bis zum nächsten Mal.
00:41:09: Bei Sigusa redet mit.
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