SIGUSA redet mit Marcel Sitz Teil 2
Shownotes
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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen bei SIGUSA.
00:00:02: redet mit.
00:00:04: Ich bin Jan Wagener und rede in diesem Podcast mit Menschen über soziale Innovation, gemeinwohl orientierte Unternehmen und Sachsen-Anhalt.
00:00:13: Wenn du mehr über SIGUSA wissen willst, schau doch mal auf SIGUSA.de vorbei oder folge SIGU-Netzwerk Sachsen-Anhalt bei Instagram bzw.
00:00:21: SIGUSA bei LinkedIn.
00:00:23: In dieser Folge spreche ich nochmal mit Marcel Sitz, Gründungsberater bei dem Beratungsinstitut Hoffmann und Partner.
00:00:30: Hör gerne in Teil eins aus der vergangenen Woche rein, um zu erfahren, was seine Erfahrung nach erfolgreiche Gründungen ausmacht.
00:00:39: Heute geht es nun um gemeinwohl orientierte Gründungen.
00:00:43: Was ist hier besonders?
00:00:45: Welche besonderen Herausforderungen bieten sich für diese Vorhaben?
00:00:48: Und wie kann es in seinen Augen trotzdem zu etwas werden?
00:00:52: Viel Freude beim Zuhören.
00:00:53: Dann
00:00:54: lasst mal auf gemeinwohl orientierte Gründungen kommen.
00:00:56: Du hast vorhin schon angesprochen, so die Kreativen, das ist ja... Das war so eines der Klischees, was ich auch erlebt habe, als wir über sie Guse angefangen haben zu reden, dass ich Menschen erzählt habe, ah, gemeinwollorientierte Gründungen und Menschen, ah, die Kreativen.
00:01:11: Und ich habe immer gesagt, ah, nee, nicht ganz.
00:01:14: Was sind gemeinwollorientierte Gründungen?
00:01:17: Gute Frage.
00:01:18: Ich würde sagen, dass gemeinbeorientierte Unternehmen oder Gründungen mit einer sozialen Innovation als Antrieb gemein haben, dass sie nicht alleine darauf gucken, dass wirtschaftlich alles im Butter ist, dass sie also davon leben können und dass möglicherweise sie noch für ihre Kunden irgendwie den Mehrwert schaffen, sondern das über diesen Kunden nutzen hinaus noch mehr Nutzen entsteht.
00:01:43: ob das ein gesellschaftlicher Nutzen ist, ob das ein ökologischer Nutzen ist, ob das die Nachbarschaft unmittelbar da, wo das Unternehmen ansässig ist betrifft oder am Ende Stimmung erzeugt, die Leuten hilft, auf der ganzen, keine Ahnung, ja, also das ist eben sehr weit, kann man das fassen, finde ich aber auch gut, dass man das sehr weit fassen kann.
00:02:05: Aber im jeden Fall ist dieser Nutzen der über den eigentlichen Wert der Kundenleistung hinausgeht.
00:02:13: Und du hast gerade gesagt, dieses Gewinn machen, ist das trotzdem noch denkbar, dass man sagt, ja, das ist alles toll, ich habe meine Idee, die macht die Welt ein bisschen besser.
00:02:22: Aber am Ende in fünf Jahren irgendwie geht es dann, gucke ich ob Ilan um die Ecke kommt und mir die Milliarde dafür gibt, ist das trotzdem noch eine Option?
00:02:29: oder würdest du sagen, so eigentlich sollte das dann irgendwie auch abgesichert sein oder so oder wie siehst du diesen ganzen Skalierungsgedanken da drin?
00:02:37: Das ist eine gute Frage.
00:02:38: Es ist Skalierung ist natürlich schon per se schwieriger bei einer sozialen Innovation, weil sie schwieriger schon bezifferbar ist von vornherein.
00:02:47: Ich glaube aber, dass der Gedanke daran, dass das wachsen kann und dass jemand mir das auch irgendwann abnehmen kann.
00:02:54: Ja, bei einem klassischen Start-up, der Ablauf, das ist vielen Leuten gar nicht vertraut, aber ein klassischer Start-up-Grunde oder ein Grundungsteam plant den Exit schon, wenn sie anfangen.
00:03:06: Die haben nicht das Ziel, oder nicht alle, aber viele haben nicht das Ziel, ihre nächsten dreißigvierzig Jahre mit dieser Unternehmung zu verziehen, sondern die bauen etwas auf, das ihnen wichtig ist, von dem sie glauben, dass es marktfähig sein kann und bauen das bis zu einem Punkt auf, wo sie aussteigen können.
00:03:25: So wo jemand kommt und sagt, ja, das passt in mein Portfolio oder da würde ich investieren.
00:03:29: Und dann sind sie raus und dann können sie sich entweder dem nächsten Projekt widmen oder den Rest ihrer Zeit auf Bali verbringen, was auch immer ihnen da nahesteht.
00:03:37: Oder sie gründen keine Ahnung, eine Foundation und tun damit Gutes.
00:03:41: Es geht ja genauso.
00:03:41: Also ich halte das ... Ich halte diese Trennung für künstlich.
00:03:45: Und ich glaube, es ist ein ... Manche mir jetzt nicht nur Freunde, wenn ich das sage, aber ich glaube, es ist ein bisschen ideologisch motiviert, dass Gutes tun grundsätzlich ... mit viel Geld nicht zusammengeht.
00:03:57: Das kann ich so nicht ausmalen.
00:04:00: Ich glaube, andersrum wird ein Schuh draus.
00:04:01: Ist das ein grundsätzlich wichtiger Gedanke, den man erstmal überwinden muss zu sagen, Geld ist nicht
00:04:07: böse,
00:04:09: um zu verstehen, was gemeinwollorientierte Gründungen sind?
00:04:13: Ist das so ein Gedanke, den du viel bringen oder unterbringen musst, wenn Menschen hier reinkommen und sagen, ich habe eine Idee?
00:04:19: oder haben alle, die hierher kommen, schon mal verstanden, wo haben wir das Wort Gründung, steht bei euch irgendwo dran an der Tür, die haben schon mal überlegt, das wird was mit Geld zu tun haben oder wie viele Leute kommen und sagen, ich möchte einfach nur machen, ich möchte aber jetzt nicht Geld verdienen oder Geld ist ja irgendwas Bestinktes oder so.
00:04:35: Also das Problem mit der wirtschaftlichen Ausrichtung ist tatsächlich, was ich bei Sigusa vollkommen unterschätzt habe.
00:04:43: Als ich mich mit dem Thema angefangen habe auseinanderzusetzen, als die ersten Leute auch ganz klar gesagt haben, ich gründe jetzt etwas mit soziale Innovation und ich so, was machst du?
00:04:56: Oder ich bin werteorientiert in meiner Gründung.
00:05:01: Da habe ich das nicht gesehen.
00:05:02: Da habe ich gedacht, okay, das sind jetzt Leute, die haben irgendwie noch zusätzlich was, aber die verstehen die betriebswirtschaftlichen Bedingungen und so weiter.
00:05:08: Alles gut.
00:05:09: Aber gerade mit dem Beginn dieses Aufbaus der Strukturen ist es tatsächlich so, dass immer mehr Leute hier im Beratungskontext ... landen, die eigentlich ... ... nicht okay damit sind, dass es am Ende irgendwie ... ... eine ... ... Quantifizierbarkeit ihres Vorhabens gibt.
00:05:26: Ah.
00:05:26: Das heißt, das wirklich quasi, dass ... ... das ist eher so was Negatives, dass ich überhaupt ... ... am Ende irgendwie damit Geld verdiene, ... ... dass ich am Ende zu jemanden hingehe und sage, ... ... das ist eine tolle Idee, ... ... für die hätte ich jetzt gerne Geld von dir.
00:05:39: Ist das ... ... kann das trotzdem gut gehen oder wie ... ... wie macht man dann weiter mit so einem Gedanken?
00:05:45: Also, da gibt es natürlich mehrere Möglichkeiten.
00:05:47: Ich war da am Anfang, man soll ja Fehler auch eingestehen.
00:05:50: Am Anfang war ich noch so, dass ich dachte, ich muss sie nur überzeugen, ich muss nur klar genug reden.
00:05:53: Und dann, wenn die mich verstanden haben, dann sehen die das.
00:05:56: Oder wenn die unsere Perspektive ist ja nicht nur meine Perspektive, dann wird das schon.
00:06:00: Mittlerweile habe ich für mich gelernt, nein, es ist tatsächlich so, es gibt Menschen, für die ist es so und es ist vollkommen okay, die sind dann wahrscheinlich nicht für eine Unternehmung.
00:06:09: geschaffen, sondern die sollten und das machen wir mittlerweile auch im Beratungskontext, dann eher in Richtung einer Gemeinnützigkeit orientiert werden.
00:06:18: Das gibt es ja und da kann man durchaus auch ein Auskommen mit schaffen, je nach Größe, je nach Situation, je nach Möglichkeiten der Fördererquise, damit kennst du dich ja auch ein bisschen aus.
00:06:29: Kann man sicherlich dafür sorgen auf der anderen Seite und das wirst du auch wissen, ist natürlich dieses von Förderung zu Förderungrennen.
00:06:36: Das ist halt auch Arbeit.
00:06:37: Das ist nicht so, dass man da dann irgendwie nicht die ganze Zeit dieser Verwertungslogik unterworfen ist.
00:06:43: Das sind halt andere Bedingungen.
00:06:44: Da muss ich halt ständig, wird es heute morgen eine Coachie gesagt.
00:06:49: Ja, ich muss halt den Leuten ständig Honig ums Maul schmieren.
00:06:52: Ich muss halt Buzzwords benutzen.
00:06:54: hinter denen ich nicht wirklich stehe, damit ich Geld einwerbe.
00:06:57: Ja, Förderungen sind ja eigentlich sowas wie die Investitionen oder dass da jemand eine Aufgabe hat, die er selber nicht erfüllen kann oder möchte.
00:07:06: und deswegen sagt ich skaliere das indem ich sage hier alle ihr könnt jetzt quasi einen Batzen, einen kleinen Abschnitt von dem Geld bekommen.
00:07:11: Für euch ist das super viel, weil quasi ein kleiner Verein der hunderttausend Euro bekommt.
00:07:15: Der sagt unglaublich viel Geld.
00:07:17: Eine große Lotterie, die hat Millionen rumliegen.
00:07:20: Für die ist das vielleicht leicht zu geben.
00:07:22: Und dann sagt die, kümmert ihr euch mal darum, das in das zu machen.
00:07:25: Wir quasi haben uns noch das Thema allgemein auf die geschrieben.
00:07:28: Aber am Ende ist das ja wie ein Investor, den ich trotzdem noch zeigen muss.
00:07:30: Ich habe das zumindest erfüllt, was du haben möchtest.
00:07:32: Oder Investor sonst quasi möchte wahrscheinlich, dass das irgendwie mehr Geld wird.
00:07:37: Und die Person möchte einfach, dass diese Wirkung erzielt wird.
00:07:40: Genau.
00:07:41: Und ich muss ja quasi in so einem Vorderantrag... voraus ahnen und darstellen, mit einer Meinstellplanung oder sonst was, je nach Vorderbedingung, wie gut ich in der Lage sein werde, das zu erfüllen, wie viele Leute ich erreiche, wie viele Leute von denen gewisse Dinge erreichen.
00:07:57: Also das ist ja auch Kennzahlen abarbeiten, halt eine andere Kennzahlen.
00:08:04: Ich sehe da keinen großen Unterschied, es sind halt verschiedene Logiken und offensichtlich ist, und das muss man halt einfach konstatieren, dass gewisse Menschen dieser Logik besser irgendwie Verständnis entgegenbringen als der kapitalistischen Wirtschaftslogik, die dann eben ja natürlich auswüchse hat.
00:08:22: Ja, natürlich.
00:08:24: Das sehen wir ja.
00:08:26: Billiglohn, Urflugdeutsch, Niedriglohnsektor.
00:08:29: Und ich sehe hier die ganzen Probleme.
00:08:30: Ich mache ja nicht nur Gründungsberatung.
00:08:32: oder auch in der Gründungsberatung kommt es ja vor, dass Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt keinen Platz gefunden haben, gründen wollen.
00:08:38: Oder ich musste eben in der Arbeitsmarktintegration auffangen, nachdem sie zehn Jahre lang nur von einer Stelle zur anderen gewandert sind, mit Mindestlohn unter schwierigsten Bedingungen.
00:08:48: Also es ist ja nicht so, dass ich alles gut finde, was in der Wirtschaft passiert.
00:08:51: Ich glaube nur, dass Menschen wie du und ich, die wirklich was anderes machen wollen und auch wie die Gründer und Gründerinnen, dass die ja halt in der Wirtschaft gut aufgehoben werden, weil sie es anders machen können.
00:09:00: Dazu müssen sie aber ihre Angst vor den Strukturen, ihre Angst vor den Netzwerken und ihre Angst auch letztendlich vor... ... der Wirtschaft als solches verlieren.
00:09:09: Wie kommt das vor, dass Leute das tun?
00:09:10: Also wie viele Leute kommen rein und ... ... und sagen, ich möchte einfach nur irgendwie ... ... spenden oder Fördermittel.
00:09:16: Die haben das vielleicht, die sind das gewohnt, ... ... zum Beispiel aus einem Vereinskontext ... ... und gehen dann und stellen dann irgendwann fest, ... ... ach so, ich könnte tatsächlich was verkaufen ... ... und nehme das mit.
00:09:24: und wie viele Leute gehen raus ... ... und gründen dann tatsächlich einen Wirtschaftsunternehmen ... ... mit klassischem Cashflow.
00:09:31: Was ist ... ... ich würde sagen, es ist noch sehr wenig.
00:09:35: Die meisten tun sich sehr schwer damit.
00:09:37: Es passiert und ich glaube so, ich würde sagen, so ein Drittel der Leute, die hier ankommen und erst mal relativ unklar sind, biegen dann ein auf den Weg des Professionalisierens und eben mit Wirtschaft auseinandersetzen.
00:09:51: Die anderen professionalisieren sich auch, aber eben eher in dieser anderen Logik.
00:09:55: Wir haben ja gerade über Förderung geredet und dort, das sind ja Fördermittelgeber, das kann ja auch der Staat sein, das ist ja häufig auch der Staat, der sagt, ich brauche Leute, die Y umsetzen, sagen wir mal Kultur zum Beispiel, der nicht sagt, ich möchte alle Konzerte selber organisieren, der sagt mir ist wichtig, dass irgendwie so eine Bandbreite gibt.
00:10:12: Und das heißt, es gibt ja Menschen, die ein Interesse oder auch Unternehmen, Organisationen, die ein Interesse daran haben, das Menschen gemeinwohl orientiert denken.
00:10:23: Kann das nicht dann auch ein Vorteil sein, mit so einer Idee, also mit einem extra Mehrwert sozusagen zu gehen?
00:10:30: Gibt es Menschen, die zum Beispiel sagen... Ich möchte investieren, ganz normal Geld investieren, bei Banken habe ich das jetzt immer mehr, das sollte ich sagen, ich möchte mein Geld schon anlegen, aber ungern in Waffen investieren.
00:10:39: Gibt es Menschen, die genauso auch mit Venture Capital rumlaufen?
00:10:42: Ja, es gibt diese Social Impact-Fonds und auch im Bereich Venture Capital spielt das immer eine große Rolle, dass so Social Impact-Themen abgearbeitet werden.
00:10:55: Also das kommt gerade, ich glaube in Deutschland ist es... immer ein bisschen schwieriger, wie gesagt, aber auch in Deutschland fasst das langsam Fuß, weil es eben gewollt ist.
00:11:05: Was ich aber auf jeden Fall sagen kann, ist, dass es eben nicht nur diese Spitze betrifft, also nicht nur Adventure Capital und auch nicht nur Investition, sondern dass es eigentlich gerade in die Breite geht.
00:11:15: Und zwar sind wir in Europa in einer guten Situation, ja die EU wird ja oft auch von glimpft, aber da werden Regeln geschaffen, die sind dem meisten gar nicht bewusst, aber diese ISG-Regeln Was ist das?
00:11:28: Für Ökologie, Soziales und Governance, also Organisationen, die darauf abzielen, ein besseres Wirtschaften eben auch im Sozialen, im Gemeinwohlsinn zu ermöglichen.
00:11:47: Die haben relativ stark angezogen und vor allen Dingen wird es eben durch diese Rechenschaftspflichten, die banken jetzt ... in diesen Prozessen immer stärker gehen müssen, ... ... auch für alle Unternehmen, ... ... die von den Banken Kredite haben wollen.
00:12:01: Denn wenn so eine Banken Kredit vergibt, ... ... muss die nach ihren Regeln gucken, ... ... passt das, ja?
00:12:07: Und dann muss das Unternehmen eben ... ... der Bank zeigen, ... ... hey ja, du, wenn du ... ... dein Geld bei uns irgendwie reintunst.
00:12:15: Dann kannst du das in dein Nachhaltigkeitsbericht reinschreiben, weil wir sind eben auch nachhaltig.
00:12:21: Also es gibt so eine Kette, das ist eine relativ clevere Idee.
00:12:25: Und man denkt ja immer, ja, ist doch alles nur Greenwashing.
00:12:27: Ich war bei mehreren Veranstaltungen mit Bankern, wo man merkt, die nehmen das richtig ernst.
00:12:32: Die sehen das als schwierig.
00:12:36: politisch problematisch und mit Bürokratie.
00:12:39: Die lehnen aber gar nicht so die Werte selbst ab, sondern die haben vor allen Dingen Probleme mit der Bürokratie, die damit verbunden ist.
00:12:44: Sagen aber grundsätzlich, das ist das, was kommen wird.
00:12:47: Wir müssen uns damit auseinandersetzen und so müssen alle die Kredite haben wollen, das auch tun.
00:12:51: Das heißt, diese Gemeinwohner-Rentierung, die kommt dann vielleicht gar nicht der, das einzelne Person irgendwie sagen, ich bin jetzt irgendwie der große Investor, der nur noch sowas fordern möchte, sondern die kommt irgendwo oben einmal, wird die ein System reingesetzt, zum Beispiel in so ein Finanzsystem.
00:13:05: Und alle drunter haben das Thema auf einmal auf dem Schirm und machen es eben, wie du gesagt hast, nicht nur zu Greenwashing-Twecken, sondern haben tatsächlich, entwickeln tatsächlich einen Interesse daran da, irgendwie auch irgendwas, das ist irgendwie dann auch stimmt so, Neffen.
00:13:17: Das ist ja interessant, okay.
00:13:19: Also
00:13:20: genau, diese Regulatorik ist vielen Leuten nicht bekannt, aber wenn man da mal mit den Leuten zusammensitzt und da keine Ahnung, da sitzen dann eben auch renommierte Leute, die in Berlin darüber regelmäßig reden und auch mit der Politik.
00:13:31: Dann denkt man schon so, okay, es passiert ja was.
00:13:33: Auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass der einzelne Gründer, die einzelne Gründerin, die jetzt gemein beorientiert, was unternehmen will, trotzdem vor massiven Problemen steht.
00:13:43: Und das ist das, was ich halt noch so ein bisschen schade finde.
00:13:45: Ja, alles, was gut läuft, alles, wo was adressiert wird, auch, dass es uns gibt, dass wir Sachen machen können.
00:13:51: Alles ganz toll.
00:13:52: Wenn aber jetzt eine Gründerin mit einer Idee zu einem Hitchtail geht, der nicht... dezidiert, social oder ökologisch oder sowas ist, unter ihre Idee vorstellt, wird hier ausgelacht.
00:14:05: Also, oder noch schlimmer.
00:14:07: Ja, so weggeschickt, so mit verschwende unsere Zeit nicht.
00:14:11: Warum?
00:14:11: Weil die Leute sagen, naja, das hat ja überhaupt keinen Marktwert.
00:14:15: Ist ja vollkommen irrelevant, was du da tust.
00:14:17: Und auf der anderen Seite haben wir eben darüber geredet, wie unzufrieden auch viele Unternehmen einen Sinn, vielleicht auch, ich weiß nicht.
00:14:23: gerade in Deutschland, ob das in den Rahmenbedingungen liegt, oder in der Mentalität, dass wir grundsätzlich in Deutschland gerne unzufrieden sind mit Dingen.
00:14:31: Auf der anderen Seite haben die ja eigentlich so ein Faktor mehr, der außerhalb von ihrer, sagen wir mal, ganz eigenen kleinen Welt liegt, wenn es um darum geht zu sagen, ich bin zufrieden mit meiner Gründung, ich habe eine, ich erreiche was, also ich kenne ganz viel in meinem Freundeskreis, die in der klassischen Wirtschaft gelandet sind und die häufig sagen so, Ich würde gern was machen.
00:14:48: Ich würde gern was machen mit Sinn.
00:14:49: Und ich erlebe schon, dass viele aber dann am Ende diesen Schritt nicht gehen, weil sie sagen, ich möchte aber die Sicherheit haben.
00:14:53: Ich möchte mein höheres Gehalt haben.
00:14:55: Ich möchte dann doch die zweitausend Euro mehr auf dem Konto jeden Monat haben oder so.
00:14:59: Und jetzt könnte man sagen, wenn es die Leute, die diesen Schritt machen und die gründen tatsächlich gemeinvolientiert und die gehen dahin, die haben also einen ganz großen mentalhygiene Faktor eigentlich mit drin.
00:15:10: Erlebst du, dass die am Ende häufig zufriedener sind?
00:15:13: Oder sind die einfach anders unzufriedener, weil sie das vielleicht nie in die Welt nicht gerechnet haben?
00:15:18: Wie siehst du das?
00:15:22: Eigentlich ein bisschen deprimierend, weil ich das auch annehme.
00:15:27: dass das so sein müsste und sein sollte und sicherlich am Anfang auch ein Großteil der Motivation vielleicht sogar noch mehr ist und auch die mehr Aufgaben, die so ein gemeinbeorientiertes Unternehmen hat, ja eben nicht nur Wirtschaften, sondern eben auch noch gesellschaftlich wirken.
00:15:43: Das kann ein Schub sein, allerdings habe ich oft das Gegenteil erlebt, dass die Leute, die das beides gleichzeitig adressieren, sich darin aufreiben und nicht nur unglücklich, so wie vielleicht normale Unternehmer unglücklich sind, sondern sogar sich selbst gefährden damit.
00:16:01: Also in Richtung Burnout, in Richtung Depression oder in Richtung auch richtiger somatische Krankheiten.
00:16:10: weil sie dem allen nicht mehr gerecht werden können, weil sie ihren Wert so hoch schätzen, weil sie gleichzeitig versuchen zu überleben und damit struggling, ja, mit den wirtschaftlichen Faktoren.
00:16:21: Dazu kommen ja auch noch die privaten Probleme, die jeder Mensch hat, ja.
00:16:24: Das ist ja deine Freunde, bei meinen ist das ja auch so, die sagen, ja, ich habe meine Familie, dann gehe ich arbeiten, soll ich denn jetzt hier noch was machen, ja.
00:16:33: wie soll ich das überhaupt unter einen Hut kriegen?
00:16:35: Schon bei gesellschaftlichen Engagement ist es ja heute so, dass viele Leute sagen, das schaffe ich gar nicht mehr.
00:16:40: Wie kann das gelingen, dass man da nicht zerrissen wird, wenn man zusätzlich dieses große Thema Bewirkung und Gemeinwohlorientierung hat?
00:16:49: Hast du da einen Tipp?
00:16:50: Ich glaube, der wichtigste Tipp ist, dass man das nicht alleine macht, dass man sich nicht alleine hinstellt und sagt, ich rette jetzt die Welt, sondern dass man sich eben Leute sucht, sei es über eine Community, sei es über das Netzwerk, dass wir jetzt auch mit aufbauen wollen.
00:17:04: Das ist auf jeden Fall ein wichtiger Punkt.
00:17:06: Leute, die gleich gesehen sind, selbst wenn sie vielleicht andere Themen haben, dass man sich mit denen zusammensetzt.
00:17:12: Und dann auch einfach professionelle Beratungen, dass man einfach hingeht und erst mal guckt, wie kann ich denn überhaupt eine Basis aufbauen, mit der ich so wirtschaften kann, dass ich erst mal klarkomme und mit der ich dann die nächsten Schritte auch gehen kann.
00:17:26: Oder eben Geschäftsmodell oder ein Pitch Deck, um mit ich erst mal Geld einwerben kann oder auch bei dem ersten Förderantrag mir einfach Hilfe suchen, um nicht alleine mit den Sachen zu stehen.
00:17:37: Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:17:39: Leute, die nicht alleine sind bei ihrer Gründung, sei es indem sie im Team gründen, sei es indem sie gut in einer Community, in einem Netzwerk eingebunden sind und dazu vielleicht noch Beratungsinstitutionen im Rücken haben, die sind zufriedener, die sind erfolgreicher, die haben weniger Angst, die machen seltener Fehler, sind häufiger am Ende auch noch da.
00:17:59: Seid ihr so was dann manchmal für die Leute, seid ihr als Beraterin und Berater, manchmal am Ende die Menschen, ich weiß nicht wie lange ihr so maximal mit Leuten unterwegs sein könnt und dürft, ich weiß nicht ob ihr dann manchmal noch mit Leuten so halb privat noch irgendwie im Kontakt bleibt oder so, aber, aber, findet ihr euch dann häufig eher in so einer weniger beratenden als mehr in einer begleitenden Rolle wieder?
00:18:20: Das ist definitiv so.
00:18:21: Und so verstehen wir hier auch unsere Aufgabe.
00:18:24: Eine Gründung verzieht sich nicht in den zwei Monaten, in denen das Jobcenter z.B.
00:18:29: so ein Gutschein bezahlt.
00:18:30: Eine Gründung verzieht sich manchmal nicht mal im Rahmen der Dauer eines Projektes wie Frenau oder Sigusa.
00:18:37: Wobei das schon... gut terminiert ist.
00:18:39: und schön, dass man Leute jahrelang begleiten kann, aber tatsächlich mindestens mal diese jahrelange Begleitung ist bei uns eigentlich das übliche.
00:18:48: Oft natürlich, wie du schon gesagt hast, informell, dass die Leute hier nochmal kommen und sagen, hier, das ist meine Buchhaltung, würdest du mal gucken, habe ich das alles richtig gemacht und uns kostet das wenig Mühe oder jemand eben neues Produkt einführt.
00:19:02: dass irgendwie anders ist als das alte und mich dann noch mal fragt, hey, passt das irgendwie mein Portfolio?
00:19:07: und so weiter und so fort.
00:19:08: Einfach so Dinge, die Leute lernen uns ja auch kennen und wissen, an welchen Expertisen wir haben.
00:19:12: Und das ist schon so.
00:19:13: Und da entstehen auch Beziehungen.
00:19:16: Ja, deswegen geht bei uns auch der klassische pädagogische Leitspruch.
00:19:19: Deswegen sind Erwachsene in Bildung.
00:19:20: Wir sind nicht Unternehmensberatung.
00:19:23: Bindung vor Bildung.
00:19:24: Also wir wollen, dass die Leute was lernen, aber erst mal brauchen die Vertrauen zu uns.
00:19:28: Ja, sei es der ... Hemdsärmelig, im Marketing aufgestellte, sehr schüchterne Schneider, der total tolle Klamotten näht, aber dem ich überhaupt das mal entlocken muss, was sein Problem ist, oder eben auch die Person, die ganz groß rauskommen will.
00:19:44: Beide müssen erst mal irgendwie zu uns als Institution vertrauen haben und auch in zwei Jahren noch gerne herkommen wollen.
00:19:50: Hast du ein Beispiel, was du erzählen darfst?
00:19:54: Wahrscheinlich wird es schwer, ein ganz anonymes Beispiel zu erzählen, wenn es ein gelungenes Beispiel ist, aber für seine Gründung, vielleicht auch aus dem gemeinen, wo du orientiert ein Bereich, wo du, sagen wir mal, was du deinen, was du mit nach Hause nimmst, wo du denkst, yes, das ist es wert dir, das ist, das hat gut geklappt.
00:20:11: Also ich habe natürlich schon mehrere Gründungen begleitet, die geklappt haben.
00:20:15: Oftmals sind die, wo ich am zufriedensten bin, die wo tatsächlich auch so eine, so eine persönliche Bindung entstanden ist, wo ich auch stark ins Vertrauen gezogen wurde, ganz aktuell... Ich würde mal bei dem nicht gemeinbeorientierten bleiben, weil das trotzdem was ist, was ich sehr cool fand, weil da sehr viel Herzblut dabei war und deswegen halte ich das für ein ganz gutes Beispiel.
00:20:44: Ich gehe gleich mal noch auf was gemeinbeorientiert ist, was jetzt noch nicht so weit ist, aber also das Beispiel ist ein Oldtimer-Händler.
00:20:51: Der kam hierher und der hatte eigentlich schon alles gemacht.
00:20:55: Der war vollkommen orientiert, der wusste genau, was er machen möchte und den habe ich einfach nur... unterstützt dabei ein Businessplan zu erarbeiten, damit er noch die Förderung kriegt, die er auch verdient hatte.
00:21:08: Er hat halt die ganze Zeit gearbeitet.
00:21:10: So ein Nine-to-five-Job gehabt.
00:21:12: Und hat aber schon immer mit diesen Auto-Timer gehandelt.
00:21:15: Und er hat für dieses Thema gebrannt und war ein Nerd, ein Auto-Nerd.
00:21:18: Ja, ich bin selber, ich hab nicht mal einen Führerschein.
00:21:20: Autos per See.
00:21:21: Als Vorbewegungsmittel finde ich in der Stadt auch unpraktisch.
00:21:25: Ja, jeden Morgen sehe ich das ja.
00:21:26: Aber diese Liebe zu so einem... Design Gegenstand.
00:21:30: das Autos ja sind schön und irgendwie auch vollendet ja.
00:21:35: Das hat man eben total angemerkt.
00:21:37: und gleichzeitig war der aber und das mag ich mochte ich an ihm so sehr war der aber.
00:21:41: Ganz klar darin zu sagen naja natürlich habe ich gerne den.
00:21:44: ... sechziger Alfa Romeo da draußen stehen.
00:21:47: Ich gucke den auch gerne an, aber weißt du, dass ich mit ihm machen muss?
00:21:49: Da muss ich die Plane drüberziehen und dann steht der da Monate.
00:21:52: Und bin ich froh, wenn ich den, wenn ich den wieder irgendwie, wenn ich den nicht selber gekauft habe, sondern nur von, von Händler weitervertreibe, dass der dann wieder wegkommt.
00:22:00: Weil ich den dann auch irgendwann nicht mehr sehen kann, weil's mir weh tut im Herzen, dass ich den nicht verkaufe.
00:22:05: Was ich verkaufe, die ganze Zeit ist ... ... für acht tausend Euro Mercedes und BMW aus den neunziger Jahren.
00:22:11: Ja.
00:22:11: Youngtimer.
00:22:12: Weil die ... wertstabier sind, haltbar, immer noch was hermachen.
00:22:18: Das sind einfach Autos, die junge Menschen, junge Männer vor allen Dingen kaufen, um zu sagen, ich bin jemand.
00:22:26: Das war ein sehr eindrucksvoller Typ und er war gleichzeitig so gut vernetzt.
00:22:31: Da bin ich einfach glücklich.
00:22:32: nach Hause gegangen, wenn ich mit ihm reden konnte und zu sehen, dass sein Geschäft floriert, hat mich eben auch glücklich gemacht.
00:22:39: In dem Moment würde ich jetzt den Übergang zu dem relativ analogen Beispiel, geht halt nicht um Auto, sondern es geht um Kunst.
00:22:45: Ein Lehrer, Kunstlehrer in der Erwachsenenbildung, hat ein Konzept für so eine Art pädagogisches Malen.
00:22:57: Da muss man ein bisschen vorsichtig mit dem Begriffen sein, da eigentlich handelt sich nicht um Kurs oder so, sondern es geht eigentlich darum, einmal Spiel, so, ja?
00:23:05: Eine coole Sache.
00:23:06: Und das Coole an ihm ist genauso wie bei dem Oldtimer-Typen, der es brennt so fachlich für die Sache.
00:23:15: Er kann nach Stunden, Tage drüber reden und es gleichzeitig so erpicht darauf und so orientiert darauf, das richtig zu machen und finanziell die richtigen Bedingungen zu schaffen, den richtigen Ort zu haben, das alles sauber zu machen.
00:23:28: Dass ich von vornherein denke, du weißt schon, du brauchst eigentlich nur noch so eine sanfte Führung und nur noch vielleicht Leute, die dir sagen, jetzt geh mal dahin, jetzt brauchst du vielleicht noch dieses, jetzt machst du noch das.
00:23:41: Also gar nicht so sehr dieses, ich muss dich irgendwie in das Unternehmerische hinschubsen.
00:23:45: Also da wird auch schon meine Präferenz klar und deswegen vielleicht auch, warum waren das jetzt zwei Männer, dieses auch klassisch mit Männern Assoziierte, ich stehe jetzt hier und ich mach das jetzt, weil ich weiß, was ich möchte.
00:23:58: Ja, das ist etwas, was im Unternehmerischen natürlich... ziemlich stark ist.
00:24:02: Das heißt nicht, dass das Frauen nicht auch haben.
00:24:03: Ich habe auch schon tolle Künstlerinnen begleitet, die genau das hatten.
00:24:06: Die fünf Projektanträge geschrieben haben parallel noch drei Residencies und immer überall waren und total unwirkt.
00:24:12: Da ist es dann vielleicht so, dass mich die Sache als solche vielleicht nicht so gereizt hat und deswegen ist es nicht so hingeblieben.
00:24:17: Genau.
00:24:18: Was würdest du sagen, ist so das?
00:24:20: Also andersrum, wenn du quasi jetzt die Chance hättest als... Wirtschaftsminister oder als König von Sachsen-Anhalt sagen.
00:24:27: Vielleicht nur bezogen wir auf Sachsen-Anhalt, bleiben wir ein bisschen regional.
00:24:32: So eine Sache umzusetzen, das könnte Geld sein, das könnte ein Gesetz sein, das könnte ein Ort sein, der irgendwie geschaffen wird oder so.
00:24:39: Was würdest du sagen, würde vor allem jetzt gemeinwürdigierten Gründungen gerade den größten Boost geben?
00:24:48: Also ich hab... Einhebe, den ich seit Jahren pro Klamiere, der ist schwierig umzusetzen und wahrscheinlich gerade auch regional sehr schwierig umzusetzen.
00:24:55: Trotzdem wäre das das, was ich machen würde für Sachsen-Einheits, könnte sein, dass ich damit das Land ruiniere.
00:24:59: Bin ich mal darüber im Klaren.
00:25:01: Aber externalisierte Kostendeck.
00:25:06: Also Beispiel.
00:25:08: Egal was produziert wird, wo auch immer es produziert wird, muss jeden ökologischen und sozialen Schaden, den es anrichtet, ... Preis mit enthalten.
00:25:21: Ich glaube, das ist ein wesentlicher Punkt, ... ... um gemeinwohrorientiertes Wirtschaften ... ... konkurrenzfähig zu machen.
00:25:28: Das klassische Beispiel, ... ... und das ist auch das, womit ich mich am längsten ... ... auch persönlich beschäftige.
00:25:33: ist Lebensmittelproduktion ökologischer Landbau versus konventioneller Landbau.
00:25:38: Und dann diese nicht endenwollenden Diskussionen darüber, dass das ja nicht gesünder ist und dass man davon nicht länger lebt.
00:25:46: Was ist das denn?
00:25:46: Das ist doch nicht die Frage.
00:25:48: Ich kaufe doch meine Biogurke nicht, weil ich denke, dass ich davon länger lebe.
00:25:52: Ich kaufe meine Biogurke, weil ich weiß, dass der Bauer sich einen Kopf darüber gemacht hat.
00:25:57: dass er damit nicht den Boden kaputt macht, wenn er die anbaut.
00:26:01: Ich als Hobbygärtner weiß das.
00:26:03: Je weniger Chemie ich in den Boden tue, je besser ich mit dem Boden umgehe, desto lieber ist der zu mir und desto schönere Kürbisse kriege ich im nächsten Jahr.
00:26:11: Da baue ich jetzt Facelia an und lass das nicht unbedeckt und nächstes Jahr freut sich dann die Erbs, die da als erstes drauf wachsen kann oder was auch immer.
00:26:21: Und die Gedanken machen die sich extra und es kostet Zeit und es kostet Ertrag.
00:26:27: Sie können nicht konkurrieren.
00:26:29: Ja, es ging ja soweit, dass Frankreich so ein Typ mit seinem Metrescher über das... Reife Feld gefahren ist, weil er gesagt hat, hier, wenn ich das Zeug jetzt verkaufen würde, wär's günstiger als das Konventionelle.
00:26:40: Und nee, das mach ich jetzt nicht, mach das jetzt hier alles platt.
00:26:43: Und es liegt natürlich daran, dass der konventionelle Landbau externalisieren kann, die Chemie, die sie anbaut und so weiter.
00:26:48: Und das Gleiche gilt für jeden Jahr, überall wo Holz benutzt wird, das nicht nachhaltig angebaut wird, überall wo Sand illegal abgebaggert wird und so weiter und so fort.
00:26:57: Also es gibt dafür ja Bestrebungen, aber das ist das, was ich jetzt alle erstes machen würde, alles was... ... ökologisch oder sozial problematisch ist, ... ... muss mit in den Preis für die Sache rein.
00:27:07: Ja.
00:27:08: Und wenn ich das aber nur für Sachsen-Anhalt mache, ... ... würde das halt bedeuten, dass die Sachsen-Anhalt alles teurer würde.
00:27:12: Dann
00:27:12: würde der ganze Wirtschaftsstandort ... ... würde man nur schwächen, das wäre quasi wichtig, ... ... dass das überall so passiert, ... ... wahrscheinlich EU-weit oder ... ... der Traum natürlich weltweit.
00:27:19: Und dann sind wir
00:27:19: wieder in der Falle.
00:27:20: Und das ist ja das Argument für ... Genau die Leute, die sagen, wir müssen das schon alles so lassen, wie es ist und wir müssen nur mehr Wirtschaftswachstum und dann wird das von alleine kommen.
00:27:29: Ja, die Innovation kommt von alleine, was ja natürlich auch nicht so richtig ist.
00:27:34: Vielen Dank dir.
00:27:35: Ich glaube, wir sind relativ gut einmal so eingestiegen.
00:27:38: Super.
00:27:39: Ich bin sehr gespannt und ich glaube, was man festhalten kann, ist das, was zuvor gesagt hat, dass dieses Gemeinsamen, dass wir ja mit Sigusa dafür auch eine Struktur geschaffen haben, die genau das auch an verschiedene Stellen ... auf der Beratungsebene, ... ... auf der Begleitungsebene, ... ... auf der Vernetzungsebene, ... ... auf der Öffentlichkeitsarbeits-Ebene, ... ... auf der Sichtbarkeits-Ebene, ... ... genau in diesen Gedanken mit rein nimmt.
00:27:58: Also ich glaube, ... ... das ist wieder mal wieder die Einladung, ... ... auch zu sagen so.
00:28:02: Kommt auf uns zu, ... ... gerade wenn ihr in Sachsen-Anhalt unterwegs seid ... ... und ... ... genau lass uns da wirklich schauen, ... ... dass wir Menschen ... ... mit der Gemeinsamkeit schaffen ... ... überbringen.
00:28:10: Das wäre super, ... ... darauf freuen wir uns auf jeden Fall.
00:28:12: Danke dir.
00:28:13: Ja, ne.
00:28:14: Fällt dir eine Gründerin ein ... Die oder der vielleicht gar nicht weiß, dass ihr Vorhaben in die Kategorie Gemeinwohlorientierte Gründungen passt?
00:28:23: Oder bist du selbst allein oder mit anderen an einer Idee dran, die das Leben der Menschen um euch herum besser macht?
00:28:29: Hast du Fragen dazu, wie du oder ihr euer Vorhaben stabilisieren und finanzieren könnt?
00:28:34: Dann schreib eine Mail an beratungadsigusa.de und wir unterstützen dich gerne.
00:28:39: Ich hoffe, das Gespräch hat dir gefallen.
00:28:41: Bis zum nächsten Mal.
00:28:42: Bei Sigusa redet mit.
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