SIGUSA redet mit Daniela Mahr Teil 1
Shownotes
Daniela Mahr hat die Reflecta gGmbH gegründet. Sie bietet unter anderem eine Plattform, auf der sich alle vernetzen und finden können, die Zukunft sozial und gemeinwohlorientiert mitgestalten wollen. In dieser Folge berichtet Daniela von den Anfängen von Reflecta und erklärt auch, wie die Plattform funktioniert.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Reflektor ist eine Plattform, auf der ihr euch vernetzen könnt wenn ihr die Zukunft sozial und gemeinwohl orientiert mitgestalten wollt.
00:00:07: Daniela Ma hat Reflector gegründet.
00:00:09: Angefangen hat sie aber ganz anders – Mit Filmfestivals in Spanien!
00:00:14: Wie das zusammenpasst erklärt sie Jan Wagner in dieser Folge.
00:00:18: Außerdem geht es darum wie Reflektor funktioniert wer das überhaupt nutzt und um den Fördermittelkompass den Reflechter anbietet.
00:00:26: Was sollten denn die Zuhörerinnen über dich wissen?
00:00:29: Was denkst du?
00:00:31: Ja, die Kurzform ist ich bin Gründerin und Geschäftsführerin von Reflektor.
00:00:37: Reflector ist eine gemeinnützige Organisation, die sich seit ja seit Jahrzehntausendzehn jetzt schon hat sich dem verschrieben zukunftsgestalteren leichteren Zugang zu Wissen, Netzwerk und Ressourcenfinanzierung zu verschaffen.
00:00:54: Und das machen wir seit Zweitausendzehnten in verschiedenen Formaten.
00:00:58: Seit zwei tausend neunzehn haben wir angefangen und zu digitalisieren.
00:01:05: Und ja über mich noch, ich habe ursprünglich Philosophie studiert und Soziologie um die Welt zu verstehen.
00:01:13: Das ist vielleicht auch als Mitteanegdote so.
00:01:17: was denn dahinter steht?
00:01:19: Genau!
00:01:19: Ich wollte die Welt verstehen und dann wollte nicht an der Uni bleiben und gerechtere Strukturen sprechen, sondern ich wollte in die Handlung gehen.
00:01:30: Und das habe ich mit Reflektor gestartet – in verschiedenen Formaten.
00:01:37: Jetzt sind wir bei den Fördermittelkompass gelandet aber der Weg dorthin war länger tatsächlich.
00:01:43: Aber die Motivation ist warum stehe ich morgens auf?
00:01:47: Wie wollen wir Zukunftsgestalten?
00:01:49: Warum machen wir das alles hier?
00:01:51: Und ich fand es ganz erstaunlich, auch bei der Recherche noch mal zu sehen.
00:01:54: Das ist jetzt eigentlich Jahrzehnteinzehn erst schon angefangen habe was irgendwie für mich sich aktuell bezogen auf dieses Thema soziale Innovation gemeindloriertes Unternehmertum Social Entrepreneurship wahnsinnig früh anfühlt.
00:02:06: also bei dem was ich sonst so treffe bei den Menschen die ich sonst zur Organisation den ich sonst zu begegnen ist, Jahrzehn wirklich sehr sehr früh.
00:02:14: Wie kam's denn damals eigentlich dazu?
00:02:17: Ja, wie kam es dazu?
00:02:19: Also genau.
00:02:20: Long story short muss ich da was machen.
00:02:24: Wie wir mit Reflektor insgesamt angefangen haben.
00:02:27: Genau das kam auch durch meine Uni-Karriere.
00:02:30: Ich habe mich ganz viel mit sozialer Gerechtigkeit befasst.
00:02:36: Ich hab mich mit Machtstrukturen geschafft.
00:02:39: Ich war besessen von Foucault.
00:02:44: Ganz viel darüber gelesen und darüber gesprochen, wie wir Gesellschaft gestalten können.
00:02:48: Wie wir selbstwirksam werden können.
00:02:51: Und genau dann habe ich längere Zeit hier in Spanien studiert, kam dort in Kultur-Künstlerkreise und war in so einer Findungsphase.
00:03:04: Dann hat man mir auf die Schulter geklopft und gesagt ja was willst du denn eigentlich machen?
00:03:08: Was willst Du bewegen?
00:03:09: Wie kannst Du denn etwas
00:03:10: machen?".
00:03:12: Hab dann dort angefangen mit, ja das war damals was wirklich noch Kulturarbeit eher.
00:03:17: Also wir haben Festivals organisiert.
00:03:20: Wir haben Filmfestivals mit Workshops kombiniert und das immer thematisch also thematich zum Thema Arbeit.
00:03:28: wie wollen wir die Arbeit der Zukunft gestalten?
00:03:30: Haben dort spannende Akteure eingeladen Filme gezeigt, Workshobs Praxisbeispiele, was gibt's schon vor Ort?
00:03:38: Von wem kann man sich etwas abgucken?
00:03:40: von anderen Städten und allen.
00:03:42: Und das fand ich persönlich mega inspirierend auch natürlich weil ich da irgendwie ganz viel gelernt habe, ganz viele spannende Leute kennengelernt hab.
00:03:49: Wir haben das in Spanien gestartet, haben es dann aber schnell von Valencia nach Mainz-Wiesbaden Frankfurt gebracht und wurden auch in anderen Städen eingeladen und das war immer so thematisch Und das hat sich dann immer weiterentwickelt.
00:04:05: Also tatsächlich auch der persönlichen Motivation, aus dem ich will was machen und da habe ich auch schnell andere Menschen zum Brennen gebracht dass der Funke übergesprungen ist weil ja doch viele einfach nicht nur in dem Nachdenken und Forschen bleiben wollen sondern was machen wollen.
00:04:23: am Anfang haben wir damit überhaupt kein Geld verdient.
00:04:25: Das war genau so für Die Kunst an der Freude, für die Freude an der Kunst.
00:04:31: Man macht was und man sammelt Erfahrungen und man schafft es irgendwie.
00:04:36: Man lernt wie man Sponsoren ranholt, man lernt, wie man die Kosten deckelt.
00:04:41: Aber tatsächlich sind dann nach und nach auch mit der Idee... Wir haben gesehen Dass es ja vor Ort viele Lösungen gibt schon, die wollten wir sammeln.
00:04:53: Da war zur erste Idee ... Wir bringen das ins Programmheft rein.
00:04:57: War natürlich eine Schnapsidee, weil so was wieder weggeschmissen wird?
00:05:01: Dann ist aus dem Programmhefteidee ein eigenes Magazin und Buch entstanden.
00:05:05: Die Green City Guides, die wir dann für vier Städte rausgegeben haben über mehrere Jahre!
00:05:09: Und plötzlich habe ich irgendwie Magazinen um Bücher raus gegeben und hatte Europaletten vor der Tür stehen und musste damit händeln.
00:05:15: Das heißt man hat da irgendwie so einen Learning by Doing tatsächlich auch.
00:05:19: Ich habe dann einen Verlag gefunden, mit dem zusammengearbeitet.
00:05:26: Mit Partnern und da einfach irgendwie sehr viel Erfahrung gesammelt.
00:05:31: Dann, als wir angefangen haben und dann ist daraus die Idee entstanden wiederum.
00:05:35: Aber es wäre doch großartig wenn sich die Akteure, die sich da immer wieder versammeln und die reisen ja auch von überall an... Wenn sie sich Orts ungebunden vernetzen könnten, wenn sie sich treffen könnten?
00:05:46: Wenn die sich austauschen könnten weil das ist ja so du hast dann einem Ort hast du Hast du vielleicht eine Idee, um etwas umzusetzen?
00:05:57: Dass ne andere Person hundert Kilometer weiter so ein richtig gut gemacht hat.
00:06:03: Aus der Idee aus dieser Motivation heraus, dass man Netzwerk und Ressourcen findet und Weiterbildung und die passenden Personen ist dann die Idee zur Reflektor-Network entstanden.
00:06:18: Und so das erste Mal haben wir, so im Jahr zwei tausend siebzehn und achtzehn darüber gesprochen.
00:06:22: Dann im Jahr zweitausend neunzehnt haben wir So ein Prototypen online gestellt.
00:06:27: Das war irgendwie damals genau das alles ohne KI damals natürlich noch her.
00:06:32: Dann habe ich mich überzeugen lassen, an einem Inkubator teilzunehmen und dann habe ich noch einen Accelerator-Teil genommen.
00:06:39: Da waren wir plötzlich Startup, da sind wir plötzlich in diese Welt reingeraten.
00:06:45: Dann waren wir Sozialunternehmen plötzlich – was ist ja Jahr zwei Tausendzehn wie du sagst?
00:06:50: Hat man da nicht so von Sozialunternehm gesprochen?
00:06:53: und als ich zum ersten Mal in die Social Business Blase reinkam ... und in die Sozialunternehmerblase reinkam, war ich natürlich total gepackt davon.
00:07:02: Weil da hab' ich mir gedacht, ja klar hätte ich das zu der Zeit!
00:07:04: Also Philosophie war mir zu sehr verkopft nur.
00:07:10: Nur Wirtschaftsstudien wäre es damals auch nicht gewesen.
00:07:13: Das heißt, er hat das irgendwie damals schon so ein soziales Unternehmertum als Studiengang gegeben.
00:07:19: Irgendwie hätt' ich das auf jeden Fall gemacht.
00:07:21: Es hat mich total gepACKT, als ich das gehört habe.
00:07:23: Ich dachte, dass ist es ja, also das verbinden.
00:07:28: Und genau diese Teilnahme an irgendwie diesen Inkubator-Programm, das hat schon was gebracht.
00:07:35: Irgendwie weil es einen so gepeitscht hat.
00:07:37: So einen irgendwie noch mal mehr motiviert hat.
00:07:42: Dann haben wir seit dem Jahr zwei tausendundzwanzig als GGMBH weitergemacht und dann dazu entschieden das dann so aufzustellen ... das Network-Gelaunch, das Matching-Gelounge.
00:07:59: Dort sind über Zehntausend Zukunftsbedarter... Kannst
00:08:02: uns da gleich gerne noch mal in Ruhe reingehen?
00:08:04: Ich würde gerne nochmal kurz einmal quasi aus auf die erste Phase auch noch mal eingehen.
00:08:08: Weil du hast gerade so erzählt wie wir damals angefangen mit so ganz analogen Kulturveranstaltungen auch und ich habe mich dann gefragt so also im Vergleich zu dem was ihr heute macht.
00:08:18: Wir kommen nachher aufs Thema KI noch und den Vordermittelkompass.
00:08:22: Das ist in der Form hat sich das natürlich total gewandelt und du hast doch gerade erzählt, dass du auch natürlich da eine Entwicklung durchgemacht hast.
00:08:29: Aber von den Zielen mit denen ihr damals gestartet sei so ganz am Anfang wie unterschiedlich ist es überhaupt zu heute?
00:08:35: oder würdest du sagen eigentlich ist es immer noch das Kind oder die Form ist anders?
00:08:39: Ja also was drüber steht ist schon das Gleiche.
00:08:42: natürlich, dass wir dabei helfen wollen Zukunft zu gestalten, dass wird aber helfen wollen, dass richtig gute Projekte ins Rollen kommen.
00:08:51: Es hat sich insofern ein bisschen gewandelt, dass bei den Festivals, bei großen Festivals – da waren zum Teil nur fünftausend Leute an einem Wochenende da.
00:09:02: Und da hat sich so'n bisschen die Zielgruppe verändert.
00:09:05: natürlich weil das waren jetzt Das war das Lehrer-Eöpa, dass ich spannende Filme angucken wollte und sich inspirieren lassen wollte.
00:09:13: Von denen hat nicht jeder danach seinen Job gekündigt und ein so schönes Startup gestartet.
00:09:18: Hast du ja auch gar nicht damit im Fokus gehabt, dass Leute jetzt startups gründen?
00:09:24: Tatsächlich haben sich, also deswegen habe ich das so gesagt.
00:09:26: Das haben sich tatsächlich nach diesen Festivals... Das war total schön!
00:09:29: Tatsächlich so eine Rückmeldung, dass man so dieser Mensch zu Mensch, das hat man ja schon näher wenn man da vor Ort ist, dass sich da schon Leute zurück gemeldet haben.
00:09:37: Irgendwie bei der nächsten Veranstaltung da waren plötzlich auf mich zukam die ich nie gesehen hatte und mich umarmt haben und gesagt habe ich hab mein Job gekündigt und ich mache jetzt was komplett anderes und ich mach jetzt das was mich erfüllt.
00:09:49: Oh, das ist auch so okay.
00:09:51: Krass!
00:09:52: Und es hatte dann damit was zu tun, dass sie dort genau mehr Inspiration bekommen haben und darüber nachgedacht haben, was ihr täglich tun bewegt.
00:10:03: Das ist natürlich das Ideale wenn du vom Anfang an anfängst weil ja wirklich jeder mit seiner Arbeit etwas beitragen kann.
00:10:10: Also du musst nicht unbedingt gründen, du kannst ja als mitarbeitende Person oder möglich machen usw.. Also es hat sich von der Zielgruppe minimal verschoben, dass wir halt bei Reflektor Network ist das eher dieses Empowering Changemakers.
00:10:28: Wenn du schon tick weiter bist da ist es nicht... Bei den Festivals kamen auch die reingelaufen, die einfach sofort freuten wurden, die immer mit reingebracht sind.
00:10:37: Wir haben gesagt ja, wir gehen mal gucken und genau das war halt noch mal niedrigschwelliger als ich bei einer Plattform anzumellen weil die Plattform eigentlich der nächstes Schritt Genau.
00:10:47: Deswegen, es wäre eigentlich für mich mal wieder so ein Festival machen weil man da den Bogen schließt einfach zu ich starte und wo geht's dann weiter danach?
00:11:02: Ja, irgendwie das hat sich da.
00:11:03: Aber dann auch zu dem Fördermittelkompass, dass wir die Leute mit mehr Finanzierung, mit leichterem Zugang zur Finanzierung befähigen.
00:11:11: Das ist ja einfach nur so ein Schritt von.
00:11:13: ich entscheide mich was zu tun.
00:11:15: Das eine gibt dir halt wirklich mehr Informationen, leichteren Austausch und das war der physische Austausche.
00:11:22: Und da haben wir mit den gleichen Freuden und Herausforderungen auch zu tun gehabt wie tatsächlich auf der online Plattform.
00:11:29: Da haben wir genauso bei Der Netzwerkplattform haben wir genauso drauf geachtet.
00:11:33: Wie in einem physischen Raum, wie kommst du hier rein?
00:11:36: Wie möchtest du empfangen werden?
00:11:38: Wie schaffen wir einen wertschätzenden Ort?
00:11:40: Das ist ja total wichtig, ne?
00:11:41: Dass man weiß, wie man sich hier benehmt weil im digitalen Raum ist halt einfach die Gefahr dass Menschen ihren moraligen Kompass verlieren und plötzlich so wie eine Katase alles rauslassen irgendwas mit den Tasten hacken Und plötzlich also Wahnsinn was da passiert und sowas wollte ich auch nie etwas zu tun haben.
00:11:58: deswegen haben wir ein Feed der so echt im Hintergrund ist.
00:12:02: Und dann habt ihr das Digitale.
00:12:04: irgendwann, also total nachvollziehbar, man macht die Analogen Sachen, macht die immer in zwei Städten und merkt irgendwann wie kriegen wir den Leute zusammen?
00:12:10: Das ist ja auch ein Thema was wir zum Beispiel in Sachsen anhalten jetzt gerade total merken.
00:12:14: Großes Bundesland und manchmal sind die Leute nerviert, in Halle sind manchmal den Leipziger näher als den Magdeburgern, die Leute oben in der Altmarkt, die sind halt Berlin und Wolfsburg Genau, in Wendland vielleicht mehr verbunden als uns jetzt im Südensachs-Anhalt.
00:12:31: Und dann denken wir immer wieder, wenn man einen digital muss das muss digital sozusagen, muss diese Brücke geschlagen werden und dann habt ihr dann sofort auch die analogen Sachen gelassen.
00:12:40: oder weswegen habt ihr denn?
00:12:42: irgendwie kam es dazu dass die analogensachen dann komplett irgendwann weggelassen wurden?
00:12:46: Dass das Festival nicht mehr da waren.
00:12:49: Ja, das hat so Freude und Trauer gleichzeitig.
00:12:52: Weil man kann sich halt nicht zerschneiden.
00:12:54: Das ist eine ganz pragmatische Sache.
00:12:55: Also es hätten wir jetzt einfach unendliches Budget dann irgendwie können wir es noch viel mehr aufteilen.
00:13:01: aber so mussten wir gucken wo wir die Ressourcen hinpacken.
00:13:04: also... Ich habe schon den Traum und da haben wir eine Förderung gestellt.
00:13:09: Mal gucken wie.
00:13:09: in so ein zwei Monaten bekommen wir Rückmeldungen.
00:13:12: Wenn die durchgeht, dann wird es viele hybride Veranstaltungen wieder geben Deutschland.
00:13:17: Und da habe ich eine Vision, dass das nicht an einem Ort... Also es ist zum einen so eine Impact-Frage wie viele Ressourcen draufgehen menschliche und finanzielle wenn ich ein drei Tagesfestival in einem Ort mache.
00:13:29: Frankfurt im Berlin irgendwo, was da drauf geht und wie viel Impact ich gleichzeitig irgendwie andererweise mit der gleichen Ressource erreichen kann weil es verpufft halt oft wieder.
00:13:42: Deswegen habe ich die Vision, in kleineren Formaten, die sich dann irgendwo wieder zusammen treffen.
00:13:51: Das wäre total schön wenn wir das umsetzen können und aber tatsächlich nicht mehr mit so viel wie sage ich fröhlicher Selbstausbeutung wie früher.
00:14:00: Ich habe auch ein bisschen anderes Leben.
00:14:02: mittlerweile weiß ich bin nicht mehr Mitte Ende zwanzig.
00:14:07: So dass man das gemacht hat einfach so egal wie ja mit viel Wahnsinn auch.
00:14:11: also da war es nicht.
00:14:12: Wir haben den Stift hingelegt Die Finanzierung vorbei war, wir haben einfach weitergemacht.
00:14:19: Und ja jetzt habe ich auch andere Hobbys durch.
00:14:22: Ich brauche Family und so... Also es ist genau so.
00:14:25: Es sind ein bisschen mehr Vernunft reingekommen.
00:14:30: Der Wahnsinn ist schon immer noch da aber in einer gesünderen Art und Weise dass man das vernünftiger macht und wenn hier die Förderung durchgeht dann wird das Genau, das wird voll schön glaube ich.
00:14:43: Das wird aber auch nachhaltiger als so ein großes Fest dir will nur aufzuziehen sondern an vielen verschiedenen Orten die sich dann nochmal zusammentreffen.
00:14:50: es wird mega cool.
00:14:52: also ich hoffe dass das klappt.
00:14:55: Du hast gerade gesagt, wie die Vernunft kam rein und du hast vorhin auch erwähnt dass du dann angefangen hast ein bisschen unternehmerischer zu denken.
00:15:01: Und gleichzeitig habt ihr auch von einem Verein zu einer GGMBH gewechselt.
00:15:05: Hängt das alles drei zusammen oder sind das alle drei verschiedene
00:15:08: Schritte?
00:15:12: Wie war das denn für dich dieses Unternehmerin sein?
00:15:16: Wann hast du das gemerkt?
00:15:17: Super!
00:15:17: Ich denke jetzt auf einmal unternehmerischer.
00:15:20: Ja, war jetzt kein Blitz der da in einen eingeschlagen ist.
00:15:23: Sondern so die Mischung aus... Was machst du denn?
00:15:28: Wovon isst Du auch?
00:15:29: Also man lebt ja nicht nur von Luft und Live allein und man guckt wie man sich weiter rumschlägt.
00:15:36: und ich hatte am Anfang diese Zwischenform zwischen reflektere Sachen organisieren, da ein bisschen was reinkriegen und ich bin noch Freelancerin selbstständig.
00:15:48: Wird irgendwo dazu gebucht?
00:15:49: Macht Beratungen macht dies und das und auch so verschiedene Standbeine und dann einfach ne ich will das hier machen und zwar mit vollem Herzblut und mit voller Innbrunst mich nicht dafür schämen müssen, dass wir alle dafür Geld verlangen auch und dass wir das... irgendwie haben ja oft so Menschen die eigentlich was Gutes in der Welt machen wollen.
00:16:10: Die haben dann oft ein Problem mit Geld oder über Geld zu sprechen auch.
00:16:14: Und dass man irgendwie darüber sprechen kann, dass sie Sachen halt auch Geld kosten.
00:16:18: Und dann einfach gemeinschaftlich schaut wie man das am besten umsetzen kann.
00:16:22: Das kam so Stück für Stück also auch im Austausch mit vielen tollen Menschen für mich einfach Mentoren und Mentorinnen waren.
00:16:31: Ob sie es wissen oder nicht, aber der Austausch mit ihnen hat mir viel gebracht und war ich sehr dankbar dafür.
00:16:37: oder wie bin ich immer noch sehr dankbaar?
00:16:39: Ja und dann habt ihr diese digitale Plattform geschaffen.
00:16:43: und wenn die am Anfang dafür da sind weil die Leute aus euren Projekten erstmal zu verbinden Wann habt ihr an oder wie war das dann zu denken?
00:16:50: Okay, wir machen jetzt eigentlich eine Plattform für ganz Deutschland.
00:16:52: Oder vielleicht für den deutschsprachigen Raum oder vielleicht sogar darüber hinaus.
00:16:56: Das
00:16:56: haben wir direkt gemacht.
00:16:58: Und was ist... Wie denkt Ihr Reflektor heute also?
00:17:01: Wie viele Menschen sind da unterwegs auf der Plattform?
00:17:04: Wächst die gerade noch?
00:17:07: Was ist so der Zustand von Reflektor heute?
00:17:10: Ja, also die Netzwerkplattform läuft.
00:17:13: Die funktioniert.
00:17:14: Da kommen täglich neue Nutzerinnen dazu und das ist halt Wahnsinn!
00:17:18: Weil wir nämlich keinen riesen Werbebudget haben oder weil wir da auch echt nicht viel Werbung gerade machen.
00:17:24: Und das ist mega cool dass wir das Summo dahin stellen konnten.
00:17:27: Das System bricht nicht zusammen, es funktioniert.
00:17:32: Die Leute verbinden sich da sind über Zehntausend Mitglieder weit über, es sind glaube ich jetzt fünfundfünfzigtausend erfolgreiche Verbindungen geschaffen wurden.
00:17:43: Da haben wir ein System da hatten wir mal so'n Forschungsprojekt, dass wir das irgendwie anonymisiert messen können.
00:17:50: Irgendwie wenn du dich wie oft hast du geschrieben?
00:17:52: Hast du dich dann getroffen und wiedergeschrieben usw.
00:17:55: Wann war was erfolgreich?
00:17:56: Wann waren Match erfolgreich?
00:17:58: Das müssen wir in unserer Wirkung da messen Und das heißt ja, dass läuft.
00:18:06: Die Leute finden sich da, die finden Austausch und schaffen neue Projekte.
00:18:11: Die finden Mitgründerinnen... Genau!
00:18:15: Da ist aber auch die Zukunft, weil wir haben jetzt natürlich durch das neue Projekt durch den Fördermittel herkommt, der halt unerwartet einfach mega durch die Decke gegangen ist.
00:18:25: Also was wirklich krass war auf eine andere Art und Weise noch mal sehr gut funktioniert, einfach uns dafür sorgt dass wir das Team erweitern konnten.
00:18:34: Dass wir mehr Gehälter zahlen können, dass wir mehr Leute einstellen können usw.
00:18:40: Und deswegen haben wir uns auch jetzt da ein bisschen mehr darauf konzentriert.
00:18:45: Ziel ist aber, dass es Ende des Jahres Reflektarnetwork nochmal einen ganz anderen Schub geben, genau auch KI-Technik weiter ausbauen.
00:18:55: Wer ist diese Community, die da jetzt sind?
00:18:56: Die Zehntausend Menschen.
00:18:57: Weil als jemand der jetzt vor allem ich mache ganz viel analog gefühlt lerne ich neue Leute kennen also digital meistens weiß erfahre ich irgendwie digital von den Leuten und dann nimmt man irgendwie Kontakt auch persönlich direkt im eins zu eins Natürlich jetzt auch bei uns, vor allem für Sachsen-Anhalt.
00:19:15: Aber es gibt ja auch diese SIU-Plattform treffen in den letzten Jahren in Berlin und dann lernt man Leute irgendwie so kennen.
00:19:22: aber wahrscheinlich ist das noch mal eine ganz andere Gruppe an Menschen die da bei euch kommen weil ihr dir nicht direkt alle anspricht sondern wie du gesagt hast sie kommen einfach so dazu.
00:19:30: Und was würde ich sagen?
00:19:31: Was sind das für eine Community?
00:19:33: Sind das alles Gründerinnen?
00:19:34: Sind dass alles die alten Hasen?
00:19:35: Sind dies die Idealisten?
00:19:38: Wer ist die Community?
00:19:40: Ja, so eine Mischung ist auch ganz spannend zu beobachten.
00:19:42: Wer dann auch besonders aktiv ist und wer nicht?
00:19:47: Das heißt wir haben das auch mal aufgezeichnet und in der Mitte ist die Person, die eine Idee verwirklicht.
00:19:59: Es kann sein dass du eine Gründung umsetzt also dass du ein Gründerin bist oder dass du das innerhalb einer Kommune machst vielleicht auch.
00:20:10: Also du bist die jene, der Person den Projekt umsetzt und sei es jetzt als ein Sozialunternehmerin das auch auf eine nächste Stufe bringst.
00:20:20: Genau also in der Mitte ist die Person, die etwas umsätzt dass Lösungen für gesellschaftliche Herausforderung erzielen hat.
00:20:32: Das sind die Mitte und drum herum einfach eigene Interessen haben, aber die letztlich dabei helfen dass diese Idee erfolgreich wird.
00:20:44: Also da ist zum einen die Person die dann für den Pi austauscht bereit ist.
00:20:48: also das heißt die Person, die sagt hier ich bin ja auch an einem Punkt irgendwie lass uns doch mal austauschen und irgendwie da haben wir beide was von.
00:20:57: Dann ist er aber auf die Person darin die vielleicht aktuell in einem Unternehmen arbeitet als, keine Ahnung, UX-Designerin.
00:21:06: Als... was auch immer und aber sagt, ich habe eigentlich viel also ich würde viel viel lieber in der Impact Szene arbeiten.
00:21:14: Ich hab das entdeckt und ich weiß nicht wie ich da reinkomme Und ich wohne vielleicht nicht in Berlin und bin die ganze Zeit auf Netzwerk treffen.
00:21:24: Die Person kommt rein will den Zugang zur Szene und das heißt, die freut sich darüber.
00:21:30: Das ist so unsere Personeehrenamt in Anführungszeichen wenn sie einem jungen Start-up dabei helfen kann ihren Prototypen zu entwickeln und ein bisschen Feedback zu geben dabei.
00:21:42: Und die ist aber prinzipiell auch offen für eine potenzielle Mitgründung Wenn man sie gut umwirbt und wenn man da gute Argumente hat am besten man hat am Anfang ein bisschen Budget von dem Accelerator dann steigt die Person auch mit ein.
00:21:55: Das ist so unsere, ich meine mal im Typ Personals gemacht und die dann abgeglichen mit denen, die auch da drauf sind.
00:22:01: Dann haben wir ... Und die, die ich dir gerade nenne, sind sehr aktiv.
00:22:04: So!
00:22:05: Und dann haben wir immer natürlich die... Wann werden sie aktiv?
00:22:08: Wenn Sie vielleicht grad eine Start-Next-Kampagne am Laufen haben, dann schreiben die auch bei uns Fehler an und sagen, komm irgendwie hilf mir mal, irgendwie sei mal dabei.
00:22:16: Aber das ist bei uns nicht so ne ekelhafter LinkedIn Geschichte dass du da also Also die Leute werben nicht oder das sind keine Handelsvertreter mit dem Aktenkoffer unterwegs.
00:22:28: Du hast auch die Expertinnen und Experten, die sagen hier ich bin hier und möchte meine Events bewerben.
00:22:36: Ich möchte meine Expertise hier zeigen.
00:22:39: für die haben wir auch einen Marktplatz extra geschaffen Und wir haben auch ein Eventkalender.
00:22:44: da ist tatsächlich auch KI mit drin.
00:22:46: also der crawlt das Internet nach allen Impact-Events und sammelt die da schon rein.
00:22:54: Und du kannst aber selbst ein Event natürlich eintragen, und du kannst die Events auch die so Nachrichtigungen irgendwie so abonnieren.
00:23:02: Kannst du die Events?
00:23:03: So das ist auch so ein Teil zum Beispiel.
00:23:05: Das heißt wenn ihre Workshops bewerben wollen, wenn sie das da rein bringen wollen dann sind die da drin ja.
00:23:10: Die kommen aber manchmal einfach nur rein.
00:23:12: stellen ihre Sachen da rein gucken dann passt alles.
00:23:14: Ja.
00:23:15: und dann haben wir Man muss immer gucken, wer ist da drin und in der Woche öfter aktiv.
00:23:21: Und warum?
00:23:21: Das ist auch ganz spannend!
00:23:23: Dann haben wir die schon drinnen... ...die auch wirklich ein gefülltes Portemonnaie mitbringen und die mal so beobachten und mal so gucken und mal anschreiben.
00:23:33: Aber sie schreiben halt eher oft nicht so viel an sondern sind da drinnen und beobachten.
00:23:37: Die wollen die Szene beobachen.
00:23:38: So, die wollen wissen, wer isst denn hier alles?
00:23:41: und die sind potenziell.
00:23:42: wenn man die gut Um wirkt oder wenn man die fragt, dann sind sie bereit Feedback zu geben.
00:23:47: Dann sind die bereit Mentoring zu geben und dann sind die... Bereit auch irgendwo mit einzusteigen und zu investieren auch?
00:23:54: Da muss man halt gucken immer wie fragt man da, wie an.
00:23:58: Also... Genau!
00:24:00: Wir haben die verschiedenen Vertreterinnen, die auch zum Teil einfach wissen wollen was passiert denn hier?
00:24:05: Wie ist dann die Szene so aktiv?
00:24:07: Wer ist dann da?
00:24:10: So dass immer so ein groben Blick zu geben.
00:24:13: Ich fand spannend, dass du jetzt an mehreren Stellen so von der Impact-Szene geredet hast.
00:24:17: Weil ich hab immer das Gefühl, es ist sowas wenn man sehr aus der Förder mit Logik sehr in der Theorie unterwegs ist wo wir auch noch nicht relativ neu als Organisationen im Thema drin sind Wo ich merke, da wird dann viel darüber geredet.
00:24:30: Dass es diese Szene gibt.
00:24:32: und dann ist die Erfahrung in der Praxis häufig... Na ja!
00:24:34: Die einen, die gute Ideen haben, die sehen sich gar nicht als Teil von irgendeiner Szene.
00:24:38: Die, die in der Szene sind, sind ganz viele auch so Meta-Akturinnen, die gar nichts mit der Praxis irgendwie Kontakt haben.
00:24:43: Und jetzt finde ich aber spannend bei euch ist das Ergebnis quasi, dass die Leute kommen also es gibt da scheinbar irgendetwas.
00:24:50: Ich find's spannend, dass du auch trotzdem noch von dieser Impact-Szene redest.
00:24:54: Wie nimmst Du die Ware?
00:24:55: Es gibt nicht die eine
00:25:00: Szene, genau.
00:25:01: Also ich habe es jetzt so genannt.
00:25:04: Ist auch gut dass du nochmal drauf hinweist.
00:25:08: Es gibt viele verschiedene Bubbles Und bei uns sind ein paar aktiver, ein paar weniger aktiver und da muss man auch unterscheiden.
00:25:18: Also wer ist im Reflekt der Network aktiv?
00:25:20: Und werden wir zum Beispiel mit dem Fördermittel Kompass?
00:25:22: Das sind auch noch mal andere Akteure oder können wir auch nochmal drüber sprechen gleich?
00:25:25: Oder wer sind... Wer sind auch Leute die bei unseren Events sind?
00:25:29: Oder wie beobachte ich insgesamt die Szene an Akteuren, die Lösungen für gesellschaftliche Herausforderung schaffen?
00:25:35: Ja das sind ja... Da gibt es natürlich so wie du sagst, da gibts die in der Meta-Ebene, in ihrer Metabubble sich über Meterlösungen besprechen, immer weiter.
00:25:47: Und es gibt aber also genau in dem irgendwie Netzwerk sind das wirklich ganz vielschichtig und da sind aber meistens dann schon so die innovativen Köpfe aus den einzelnen Punkten aus den einzelnen Bereichen, wenn jetzt jemand aus einer Kurbine da ist.
00:26:07: Dann sind das diejenigen, die wirklich was bewegen wollen und neue Sachen kennenlernen wollen.
00:26:14: Wir haben auch tatsächlich versucht in der Beschreibung – wir haben es immer wieder angepasst – wenn wir die Leute ansprechen auf der Lendingpage überall, dass wir so verschiedene Akteure abholen.
00:26:29: gemeinsame Ziel setzen.
00:26:33: Und ja, deswegen ist das... Also genau es ist nicht wenn ich jetzt nochmal überlege also was?
00:26:44: Es gibt viele Blasen die aber zum Teil auch nicht so viel miteinander sprechen und werden wir jetzt noch mal über.
00:26:51: Wenn du mich fragst, wer ist denn die Community?
00:26:54: Also es gibt die Sozialunternehmerinnen auf der einen Seite und dann gibt es diese Bezeichnen.
00:27:00: Und die eigentlich sind, die sich aber nicht als das bezeichnen aus diversen Gründen.
00:27:04: vielleicht weiß ich's nicht kennen weil sie sich damit nicht identifizieren wollen also dich ja auch schon in eine sehr kleine Nische drücken lässt.
00:27:12: Das ist ja auch so der Punkt.
00:27:13: Weil das ist schon einfach eine kleine Niche, wenn wir das sehen.
00:27:16: Dann gibt es die klassische Wohlfahrt, dann gibt's die modernere Wohlfahrt, da gibts Vereine Stiftungen, die kommunalen Akteure und man muss auch sehen dass jede dieser was ja schon irgendwie Blasen sind hat eine eigene Sprache, hat auch eigene Förderlogigen, hat eigene Finanzierungsloggen, hat irgendwie bindlichen Geschäftsmodell mit an oder nicht?
00:27:38: Die haben eigene Konferenzen Aber die verbindet ja einfach irgendwie ganz, ganz viel die Akteure.
00:27:46: Und das ist ja das Spannende!
00:27:48: Deswegen freue ich mich zum Beispiel immer auch über Orte an denen sie zusammen da sind – also das ist auch immer schön wenn man darauf achtet.
00:27:58: Wir haben jetzt noch eine kleine Überraschung für euch.
00:28:02: Wenn ihr unserem Link in den Show Notes zum Fördermittel-Kompass von Reflektor folgt, erhaltet ihr für drei Monate fünfzehn Prozent Rabatt.
00:28:10: Der Fördermittel-Kompass bündelt über Zehntausend Programme und hilft mit Alerts, Checks und KI-Unterstützung die passende Förderung für euch nicht nur zu finden sondern auch erfolgreich einzureichen.
00:28:21: So bleibt ihr nicht an Bürokratie hängen, sondern könnten mit dem Kopf voll in eurem Projekt bleiben.
00:28:26: Jedes Jahr bleiben tatsächlich Milliarden an Fördernitteln ungenutzt weil der Zugang so kompliziert ist.
00:28:35: Also folgt unserem Link in den Show Notes und holt euch fünfzehn Prozent Rabatt für drei Monate.
00:28:41: In unserer nächsten Folge wird der Fördermittel-Kompass dann noch mal ausführlich besprochen!
00:28:46: Wenn ihr eine Idee für ein sozial innovatives oder gemeinwoll orientiertes Projekt habt, aber noch ganz am Anfang steht oder euch zumindest nicht mit Fördernitteln befasst, dann schreibt uns eine Mail an beratungetsiguser.de.
00:28:59: Wir helfen euch gerne und kostenlos.
00:29:02: Sigusa ist das Netzwerk für soziale Innovation und gemeinwohl orientierte Unternehmen in Sachsen-Anhalt.
00:29:07: Mehr Infos gibt es auf sigusa.de.
00:29:10: Folgt uns auch gerne auf Insta und LinkedIn.
00:29:13: Bis dann, bei Sigusa redet mit!
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