SIGUSA redet mit Helen Hahmann Teil 2

Shownotes

Wie kommt man eigentlich von einem gemeinnützigen Modell zu einer Business-Idee? Und wie viel Geld verlangt man dann für die eigenen Leistungen? Das und mehr fragen wir Dr. Helen Hahmann in unserer neuen Podcastfolge. Und sie erklärt am Beispiel des FamilienInterview, wie sie diesen Weg beschritten hat.

FamilienInterview
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Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und willkommen bei.

00:00:01: Sigusa redet mit.

00:00:02: Mein Name ist Jan Wagner, ich rede mit Menschen über soziale Innovationen, gemeinwohl orientierte Unternehmen und Sachsen-Anhalt.

00:00:10: in der letzten Folge habe ich schon mit Helene Hamann über ihre Gründung die das Familieninterview gesprochen wo Menschen über ihre Familiengeschichte oder Episoden aus ihrer Lebenszeit reden können und quasi ein kleines Herbuch eine kleine Podcast Episode aufnehmen können.

00:00:27: Und wir reden in dieser Folge darüber, wie es ist überhaupt so ein Produkt zu entwickeln und vor allem auch, wie's ist, darüber zu reden mit den Menschen.

00:00:35: Und Werbung für sich zu machen mit einem Produkt was man ja wirklich erstmal in erster Linie auch mit ganz viel Leidenschaft verbindet.

00:00:41: Helene, ähm... Wie gehts dir denn damit?

00:00:45: Wie ist das wenn man so einen Produkt hat wo man sagt, dass.. Das hat total viel mit Emotionen zu tun, das hat man auch wirklich aus Liebe zu dem Produkt entwickelt.

00:00:53: Dann geht man auf einmal zum Menschen sagt ich hätte da gerne Geld für.

00:00:56: Wie fühlt sich das an für dich?

00:01:00: Also bevor man beim Geld ist, passiert da noch so vieles vorher.

00:01:05: Ich glaube der erste Moment muss erst mal sein gerade bei dieser Idee Hörbücher mit Familieninnerungen zu machen die nicht veröffentlicht werden also für Privatleute dass man das überhaupt als Idee erstmal bekannt macht, dass Leute erstmal diesen Gedanken toll finden und sich vorstellen können das eben für sie oder ihre Angehörigen zu machen.

00:01:22: Das ist tatsächlich immer erst mal die erste Hürde, die es sozusagen braucht.

00:01:26: Und das muss ich sagen bei meiner Erfangenheit dachte, ach so!

00:01:29: Das ist gar nicht selbstverständlich für die Menschen.

00:01:31: also mein Background ist ja dass ich irgendwie seit zwei tausend fünf oder so in irgendeiner Form auch so in diesem Radiokontext unterwegs bin und so ein bisschen Vertrauter glaube ich auch Bin mit diesem Medium und mit diesen Moment Also mich relativ wohl auch inzwischen fühle.

00:01:46: und dann muss sich mich wirklich erstmal zurück erinnern Dass das vielleicht gar nicht so komfortabel ist oder zumindest Erst mal auf Skepsis stößt, wenn ich sage, ich möchte übrigens ein Interview über deine Familieninnerung mit dir machen.

00:01:58: Also dass man erst für so ein privates Moment kommt eine fremde Person und sagt hier dein ... Dein Sohn hat mich geschickt und er möchte sehr gerne deine Erinnerungen aufgenommen haben, weil du so toll erzählen kannst.

00:02:12: Und weil ihm das wichtig ist dass er eines Tages sich selbst nach erinnern kann an diese schönen Geschichten.

00:02:17: und sie sollen von dir erzählt sein und nicht das zagstückelt.

00:02:19: aber was man sich als Mensch so halt merkt schleicht hin.

00:02:22: ich habe gesehen du hast die Idee ihr hast ja auch ein bisschen dir ab geguckt.

00:02:28: Wir machen alles, was wir machen.

00:02:29: Wir eigentlich iterativ aufbauen auf etwas anderes, das inspiriert und bei dir habe ich rausgehört in die Inspiration war ja eine Organisation, die solche Interviews, solche Geschichten anbietet für Menschen wo klar ist sie werden einfach ihre Kinder nicht mehr lange erleben weil bei ihnen das Leben einfach zu Ende geht durch Krankheit oder andere Umstände die dann dem man das denn dass dann als gemeinnütziger Dienst angeboten wurde.

00:02:59: Hast du da irgendwann mal gedacht bei der Arbeit dort?

00:03:02: naja, das würde ich gerne auch anderen Leuten anbieten.

00:03:04: nur da gibt es natürlich ein wenig Grund das ganze irgendwie kostenlos auf Spendenbasis zu machen.

00:03:08: das muss dann einfach müssen Leute selber bezahlen.

00:03:10: oder wie kommt man von so einer Idee die sagen wir so gemein nützig erstmal ist.

00:03:14: Zu einem Produkt wo man sagt das ist einfach erst einmal ein Businessmodell

00:03:19: also tatsächlich Erstmal durch diese sinnstiftenden Moment eine Person aufgenommen zu haben, die tatsächlich am Ende des Lebensstand und deren Lebenseinrungen jetzt eben noch als Audiodatei da sind.

00:03:32: Diese Erfahrung habe ich eigentlich als erstes gemacht.

00:03:35: Und in diesem Umfeld hab' ich angefangen so ein bisschen zu recherchieren wie man das halt einfach auch tut wenn man sich für was interessiert und bin unter anderem auf die Familienhörbuch GGBH gestürzt wollte schon sagen also gekommen Das ist eine gemeinnützige GmbH, die tatsächlich Hörbücher für Kinder aufnimmt mit ihren Eltern.

00:03:56: Die eine lebensverkürzende Diagnose erhalten haben.

00:04:02: und in dem Kontext habe ich auch gesehen dass sie Leute ausbilden zu Audiobiografen und hab damals mich dort mit hin beworben das ich das gern machen möchte.

00:04:10: Und das ist ein Jahr ausgefallen das zweite hat stattgefunden und es war für mich Ja einfach einen ganz starker Moment.

00:04:18: erstens eben weil weil das so eine ganz innerlich gestärkte Community ist an Menschen, die eben diese Hörbücher für totkranke Menschen aufnehmen und da eben dieser Palliativaspekt so stark dabei ist.

00:04:34: Es ist ein sehr starkes Medium zum Aufnehmen, weil oft die Leute schon nach dem Weg suchen, die Erinnerungen darzulassen und irgendwie auch ein Stück von sich auf der Welt zu lassen Und das gelingt halt wirklich ausgesprochen gut mit diesen Hörbüchern.

00:04:50: Also ich habe dann so ein paar Sachen reingehört und reinhören dürfen, weil die sind in der Regel nicht öffentlich also klar, weil sie sehr persönlich sind und die sind halt überwältigend.

00:05:01: Wir reden ja auch über Leute, die vielleicht jetzt zwei drei Jahre alt sind und sich nicht mehr an einem Vater erinnern können.

00:05:07: Dann bleibt da diese ganze Lebensgeschichte da Und davon ausgehend war tatsächlich der Gedanke zu sagen, warum muss man das denn nur mit Leuten machen die also so in einem schwierigen kritischen Moment im Leben stehen.

00:05:21: Warum nicht auch für Menschen anbieten?

00:05:23: Die da eben einfach innerhalb ihrer Familien auch was hinterlassen wollen.

00:05:26: Also eigentlich ist es ein ziemlich kurzer Weg zu dem Gedanken

00:05:28: und eigentlich ja total Das kommt ja total vom Sinn her.

00:05:31: Also das höre ich auch raus, man könnte jetzt ja auch draufgehen und sagen also wer die letzte Folge hört hat wenn nicht sollte jetzt noch mal vielleicht nochmal nachhören um da auch noch ein bisschen besseren Einblick zu bekommen.

00:05:41: aber man könnt ja auch von außen drauf gehen und sagen cool da hat jemand gesehen da gibt es einen Geschäftsmodell du hast ganz viele Sachen immer gemacht inhaltlich für andere zu arbeiten, für Organisationen zu arbeiten Dinge zu entwickeln.

00:05:53: und wäre nachvollziehbarer Gedanke zu sagen die möchte endlich mal ihr eigenes Business haben nur ihre eigenen Entscheidungen treffen Und deswegen hat sie überlegt, was ist in das Geschäftsmodell?

00:06:01: Was ich anbieten kann.

00:06:03: Aber man hört ja heraus es geht dir um den Sinn dahinter.

00:06:06: Unglücklicherweise!

00:06:07: Ja genau

00:06:07: das ist

00:06:08: eine ganz große Bremse.

00:06:10: Das ist wirklich mental.

00:06:11: Ist das wirklich ne Bremsen glaube ich dass also mein Geschäftsgehen der Zug zum Tor im geschäftlichen Sinne ist tatsächlich nicht so stark bei mir und Ich glaube er ist auch deshalb nicht so stark ausgeprägt weil ich eben die letzten ... in diesem nicht kommerziellen Bereich unterwegs war und im Bereich der öffentlichen Förderungen... ... und Stiftungen, und Fördermittelgelder.

00:06:38: Sodass ich eigentlich gar nicht so sehr dieses Wirtschaftsmoment,... ... dass sich an den privaten Menschen meine Dienstleistung verkaufen möchte.

00:06:44: Das kenne ich an sich so gar nicht!

00:06:46: Kannst du mal darauf eingehen?

00:06:47: Ich glaube ganz viele Menschen kennen die ein oder die andere Welt.

00:06:52: Die einen Menschen kennen das sehr f*****g. Fördermittel orientierte, wo man mit dem Geld in der sächlichen Arbeit unterwegs ist.

00:06:59: Kaum was zu tun hat außer irgendwelche Regeln für die Abrechnung oder sowas.

00:07:03: aber mit dem geld selber das läuft sehr an den Menschen habe ich vorbei die in den Projekten häufig arbeiten.

00:07:08: Das macht dann irgendwer in der Organisation rechnet die Fördarmittel ab und für alle anderen diesen einfach froh wenn sie nichts damit zu tun haben.

00:07:14: Und dann gibt es ja auf der anderen Seite die Welt sagen wir Produkte, die verkaufen wenn der Dienstleistung.

00:07:19: Die sehr davon getrieben ist da muss auch Geld reinkommen.

00:07:22: ich muss was verkaufen sonst ist das alles.

00:07:24: am Ende bringt dass nichts und können wir unsere Arbeit nicht machen.

00:07:27: Kannst du mal beschreiben was das für dich macht jetzt quasi diesen Wechsel?

00:07:31: Was ist wo reibt sich das?

00:07:34: Also ich glaube der wechsel der sprungt mich total an das überhaupt weiter zu betreiben.

00:07:38: Ich finde es ausgesprochen reizvoll und interessant.

00:07:41: also ich habe das Gefühl da lernt man tatsächlich auf eine art noch meine neue welt kennen als ich lerne über diese Diese Gesprächsformate, die ich da anbiete wirklich auch völlig andere Menschen kennen.

00:07:52: Die mit denen ich sonst nicht in Kontakt gekommen wäre logischerweise auf eine Art aber Ich meine auch anderen Menschen außerhalb dieser nicht kommerziellen Kultur Community, in der ich eigentlich vor allem unterwegs gewesen bin und es immer noch bis heute.

00:08:07: Und das ist schon... Das schließt einen einfach nochmal den Kopf auf für eine andere Lebenswelt oder eine andere Realität also wo die die Parameter auch mit denen man eben im Leben unterwegs ist, auch nochmal ganz anderes sind.

00:08:22: Und dass das keine Bewertung braucht was jetzt nun besser oder schlechter ist sondern dass du eben merkst... ...dass für die Personen in der jeweiligen Situation eben total verschiedene Lebensumstände und Möglichkeiten sind wie sie sich halt wohlfühlen.

00:08:34: ich kann für mich inzwischen sehr klar sagen für mich ist diese Freiheit wirklich die geht vor der Sicherheit.

00:08:40: also zu sagen Ich habe einen festen Job wo ich immer mein Einkommen habe ist für mich tatsächlich viel weniger wichtig, als zu sagen ich habe diese Freiheit so einen eigenen Gedanken zu entwickeln und so ein schönes schönes Element den Menschen anzubieten Lebensänderungen auf irgendeine Art habhaft zu werden.

00:09:01: Und das ist aber eben bei Weitem nicht für alle Leute so und so ist eben auch der Umgang mit Geld total verschieden.

00:09:07: Also es gibt Leute die bieten dir sofort an und sagen guck mal ich weiß Geld spielt eine Rolle, dass ist was ich habe.

00:09:13: wie können wir da zusammenarbeiten?

00:09:15: Es gibt andere Settings wo du schon merkst das eben überhaupt über Geld zu sprechen ein Riesenthema ist weil man am liebsten das nicht thematisieren möchte weil man eigentlich noch nicht überzeugt ist wirklich Geld dafür anzufassen

00:09:29: Ja und ich glaube auch Geld häufig dann was sehr, das hat man so häufig was sehr sagen wir unreinig ist.

00:09:33: Ich habe von einem Vorgespräch gesagt da hat man häufig so Ideen diesen sehr idealistisch ideell geprägt... ...und dann fühlt sich es anders, ob man die jetzt verunreinigt mit so bösen Gewinnerzielungsabsichten aber dass der Gewinn auch einfach eben, dass ja gar nicht darum geht immer dass irgendwann später einen Amazon zu verkaufen sondern in erster Linie vielleicht darum geht zu sagen ich möchte einfach damit meine Miete bezahlen meinen Vielleicht müssen wir das mit einem Ruhestand zurücklegen und irgendwie in den Urlaub fahren.

00:09:58: Und dann ist es schon gut, dass das ja auch schon Gewinnerzielungsabsicht braucht weil sonst funktioniert das nicht.

00:10:06: Wie schwer fällt dir das wenn es jetzt um Themen geht wie?

00:10:09: Es geht darum den Cashflow zu planen oder es geht dir darum, neue Kundinnen zu gewinnen.

00:10:14: Und ich sage mal so über das was du beschreibst und anbiete nachzudenken wie zum Beispiel über ein Schreibtisch wo ich sage dass man sehr unemotionales Produkt also wahrscheinlich gibt auch Menschen für die der Schreibtische ein emotionales Produkt ist aber wir jetzt drauf gucken sagen wenn er da beinahe manche fahren hoch manche fern nicht hoch der ist also wie breit groß kannst du überhaupt nachdenken bei deinem Produkt?

00:10:33: Oder merkst du oh nee da zuckt alles zusammen.

00:10:36: Also wie ich drüber nachdenke ist so ein bisschen, was kann man den Leuten eigentlich abverlangen?

00:10:41: Also was kann für so einen Hörbuchaufnahme nehmen.

00:10:43: Das ist schon auf jeden Fall also jenseits dessen Ich kann natürlich ausrechnen was ich brauche klar Und das ist im Übrigen auch immer sehr individuell, weil die Aufnahme selbst ist das eine.

00:10:53: Die ist ziemlich gut abzustecken von der Zeit her, da weiß ich nicht bei fünf Stunden oder acht je nachdem.

00:11:00: und was eben nicht so ganz überschaubar ist, ist die Postproduktion.

00:11:05: Denn die kann sehr viel Zeit fressen also die kann ja noch mal manchmal das Zehnfahre brauchen an einer Aufnahmestunde.

00:11:11: Das ist eigentlich Faktor zehn wenn man wirklich einen elaboriertes Verbuch machen möchte.

00:11:17: Andersrum gedacht habe ich, okay jemand der eben ... Ich sag jetzt mal bei den Menschen die Pensionen beziehen.

00:11:23: Jemand der vielleicht... Achttausend hundert Euro Pension bekommt und das ist schon glaube ich eine ganz gute Rente.

00:11:27: Wie viel kann der eigentlich abgeben?

00:11:30: Damit er oder sie sagt ok das ist freies Geld, dass hab' ich zur Verfügung.

00:11:37: Und witzigerweise bin ich inzwischen immer wieder auch Da habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass das die falsche Denke ist.

00:11:46: Also ich brauche so überhaupt nicht anfangen weil wenn die Leute das echt Lust darauf haben das zu machen und wirklich da auch einen guten also eine gute Vorstellung haben und sich auch des Wertes, des immateriellen Wertes bewusst sind den sie da schaffen dann fassen Sie auch Geld an.

00:12:05: Und da ist wieder die Übersetzungsleistung eigentlich die Arbeit die man tun muss.

00:12:09: Ich glaube das ist total was Was ich kenne, ich kende das selber von meiner Arbeit.

00:12:13: Ich bin auch eine Selbstständigkeit.

00:12:15: aber was ich auch ganz viel erlebe im Gespräch mit den Gründern, mit denen wir so bei Sigusa unterwegs sind dass man eine bestimmte Zielgruppe vor Augen hat und sagt... ...ich möchte nicht nur das Produkt anbieten was Ideales!

00:12:25: Ich möchte auch ne Zielgruppen haben die idealistisch sozusagen geprägt ist.

00:12:29: Nicht dass die selber idealistische denken sondern dass sich aber eine bestimmten Zielgruppee erreichen möchte Und das führt dann dazu, dass man von vornherein sagt naja die können das Geld ja nicht was könnt ihr an?

00:12:38: Was könnt ihr denn bezahlen?

00:12:39: und ich glaube grundsätzlich würde ich sagen im Marketing wenn man so denkt wie bepreise ich mein Produkt.

00:12:45: Dann macht es Sinn sich zu überlegen was könnt du bezahlen?

00:12:48: aber da muss das natürlich auf der anderen Seite auch heißen wenn ich ein Produkt habe was ich für weniger Geld anbietet dann muss ich das Produkt häufiger verkaufen Und da wird es dann häufig schon schwieriger, weil das meistens der begrenzende Faktor ist.

00:13:02: Wie oft schaffe ich das Produkt zu verkaufen?

00:13:04: Dann muss man eigentlich eher häufig mit dem Preis hochgehen und dann ändert sich auch die Zielgruppe.

00:13:08: Du hast selber wahrscheinlich auch das Thema... Man möchte ja nicht immer die gleichen Menschen vor das Mikro bekommen.

00:13:18: die sehr gut verdienen, die eine bestimmte sozialen Hintergrund haben.

00:13:23: Sondern sagen wir mal auch, ich möchte eigentlich das der gesamten Gesellschaft anbieten.

00:13:26: aber wenn man es wahrscheinlich normal bepreisen würde in deinem Produkt und ganz stringent durchpreist dann ist man wahrscheinlich beim Produkt für die oberen fünf Prozent.

00:13:34: oder wie geht das dir?

00:13:36: Also ich habe auch das Gefühl dass läuft viel über dieses individuelle Moment.

00:13:41: das heißt Ich bin gerade Familieninterview Das heißt eine Person, die eben auf mich zukommt hat erst mal schon ein Gefühl mir gegenüber.

00:13:48: Weil ich bin eigentlich diejenige, die das vertritt und die das wirklich von vorne bis hinten aus einer Hand macht.

00:13:52: Also ich bin keine Firma, keine GmbH.

00:13:55: es gibt nicht noch drei andere Leute hinter mir.

00:13:58: Ich habe zwar tatsächlich hier und da noch einen Turntechniker, eine Fotografin oder auch jemanden der Webseiten macht, der mich unterstützt.

00:14:06: Aber an und für sich hat man nur mit mir zu tun!

00:14:09: Und das ist eigentlich so der Dreh-und Angelpunkt.

00:14:12: Also dieses springt der Funke über.

00:14:14: Ist man sich sympathisch?

00:14:15: Kann man sich vorstellen, mit mir was zusammenzumachen?

00:14:19: Oder ist es trotz allem, was ich dann alles erzählt hab, kriegt man ein komisches Gefühl und sagt ach nee lieber... Ich überleg's mir später noch mal.

00:14:27: Vielen Dank!

00:14:28: Wie oft kommen die Leute auf dich zu und sagen, ich hab Interesse?

00:14:31: Und dann sagst du einen Preis und dann sagen sie, ah sorry, nee.

00:14:34: So mach' ich nicht.

00:14:35: Ach so... Nee, das geht auch nicht.

00:14:38: Die Sache ist eher andersrum.

00:14:40: Wir unterhalten uns vor allem erst einmal kurz darüber was das Interesse ist.

00:14:44: für wen möchtest Du das Hörbuch machen Und was möchtest du erzählen?

00:14:49: Möchtest Du dein ganzes Leben erzählen und bist jetzt achtundachtzig Jahre alt oder bist du vor allem daran interessiert, dass das Kondensat aus den Dingen deine Überzeugungen.

00:15:00: Das was dir wichtig ist im Leben, dass du das festhalten kannst und wirst du gerne einfach wirklich deiner Enkel ansprechen und sagen lieber Johannes, lieber Paul Es ist für mich gerade ein komisches Format.

00:15:11: ich habe noch nie einen Mikrofon reingesprochen aber Ich hab so ein paar Dinge.

00:15:14: die will ich euch gerne sagen Das ist mir wichtig.

00:15:17: Und dann haben wir eine Aufnahme vielleicht von zwei Stunden und ne Schnittarbeit weiß ich nicht, nochmal von acht oder so.

00:15:22: Dann sind wir irgendwie in einem anderen überschaubareren Grad als zu sagen Wir machen übrigens ein Hörbuch kostet sechstausend Euro.

00:15:30: Kann ich zum Beispiel nur mal so als Richtlinie also die Familienhörbücher von der GGBH für die unheilbar kranken Eltern Die haben als Richtwert für die Produktion von einem Hör Buch sechsteusend Euro.

00:15:42: Und da sind Produktionskosten und Aufnahme dabei.

00:15:46: Und eben auch was man immer mitdenken muss, die ganze Verwaltung.

00:15:51: Man hat dann drei Tage an denen man zusammenarbeitet.

00:15:54: also das heißt als Audiobiographin gehe ich drei Tage zu den Menschen hin und wir nehmen dann etwa... Also ich bin etwa sechs bis sieben Stunden vor Ort und mit einer Pause zwischendurch natürlich und dann nehmen wir eben zwischen vier und acht Stunden etwa auf vier neun Stunden manchmal ein Ticken mehr, aber so um die Trähe und dann folgt die Postproduktion.

00:16:14: Und dann ist man etwa.

00:16:14: das ist so der Range in dem ich unterwegs bin.

00:16:18: Aber jetzt muss ich auch sagen selbst wenn du das günstigste wählst was du jetzt gerade beschrieben hast Dann ist das nichts was ich jetzt irgendwie.

00:16:25: wo ich jetzt sage ach Mensch dann kaufe ich heute mal die normalen Bananen statt den Biobananen und dann habe ich das drin.

00:16:30: irgendwie für diesen Monat

00:16:32: Ist eine Investition

00:16:33: genau deswegen.

00:16:34: also wie gehst du damit um?

00:16:37: Wie gehst du damit um, wenn Menschen auf dich zukommen und du eben rauskommst bei einem Punkt wo du merkst das eigentlich kann ich das dem Menschen nicht anbieten.

00:16:44: oder hast du von vornherein?

00:16:46: Du probierst einfach nur dieses Gespräch zu Menschen zu suchen.

00:16:49: Ich schräg

00:16:50: mit allen tatsächlich darüber weil man das immer am Endeffekt nicht weiß.

00:16:54: Und wie gesagt oft ist dann wirklich auch so...ich kriege ein Angebot oft gemacht und die sagen dann pass auf Helene.

00:17:01: Ich kann mir vorstellen achthundert Euro zu investieren.

00:17:03: was kannst du für mich machen.

00:17:07: Das funktioniert so, auf diese Art und Weise.

00:17:09: Schon finde ich gar nicht so schlecht... ...und somit bleibt es für mich auch auf eine sympathische Art.

00:17:16: Die Frage ist tatsächlich die, die du vorhin gestellt hast nämlich was kann?

00:17:19: Also ich habe einfach eine Zeitressource, die begrenzt ist.. ..und da muss sich schon sehr aufpassen dass sie eben sich ausgleicht das ich am Ende des Monats eben schaffe zu gewährleisten Sagen wir für dieses, ich sag jetzt mal einfach aus der Luft gegriffen Budget von acht hundert Euro eben die so das macht weil dann ist man doch am Endeffekt zwei Tage beschäftigt locker und dass es eigentlich zu wenig.

00:17:41: Das heißt man müsste für also für den.

00:17:43: Ich wollte

00:17:43: schon sagen für den Osten Für Sachsen-Anhalt ist das schon okay.

00:17:46: so Weil ich glaube hier sitzt wirklich auch das Geld nicht so locker.

00:17:51: aber Am ende muss sich halt gucken krieg ich das hin kriege ich das gestemmt.

00:17:56: Und Es ist auch so dass ich eben parallel nach wie vor auch noch Hörfunk mache und sogar auch kleinere Redaktionsprojekte.

00:18:05: Das ist so ein bisschen diese Vielfalt, diesen Vielfald-Luxus, den ich mir so ein bissel leiste.

00:18:10: Der hält mich auf Trap zu, macht mir einfach Freude.

00:18:14: Und dadurch sehe ich dass die Ressourcen wenn die Nachfrage steigt irgendwann nicht mehr da sind.

00:18:21: dann muss sich dann die anderen Sachen lassen würde ich aber machen und irgendwann wenn das noch wirklich durchgeht dann muss ich es einfach sagen für achthundert kann ich einen Tag Arbeit investieren und ich komme früh zu Ihnen und mache es abends fertig oder so.

00:18:33: Also, ich glaube man passt das am Endeffekt auch an weil wir müssen ja echt sehen.

00:18:36: Ich vielleicht sozusagen ein Produkt erstmal auch was wenig bekannt ist und ich bin in einem Netzwerk unterwegs.

00:18:43: Das ist kein Unternehmer-Netzwerk also ich bin nicht kommerziellen Netzwerken.

00:18:47: Das sind meine Kontakte und dessen muss man sich klar sein.

00:18:50: Ich glaube das ist aber, was wir beschreiben eine sehr der sehr wichtigen Unterschiede Zwischen den menschen mit denen wir bei sie gut so häufig arbeiten und das was viele Menschen die einfach rein aus dem Wirtschaftsbereich kommen, wie die denken.

00:19:03: Weil die würden wahrscheinlich.

00:19:03: da würde man wahrscheinlich sagen du hast ein Produkt dass ist total sinnvolles abgestecktes Produkt das ist klar beschrieben.

00:19:09: dann könnte man wahrscheinlich auch so zwei drei preis schildern auf die Webseitpacken sagen hier willst du acht hundert würze dreitausend oder sechstausend euros geben oder so.

00:19:17: Und dann könnte man sagen so und jetzt wo finde ich die Zielgruppe, die das bucht.

00:19:21: Jetzt könnt ihr mal noch überlegen gibt es Möglichkeiten das digital zu machen?

00:19:24: Es gibt immer wieder ganz Plattformen, die auch mit ganz guter Qualität auch Audioaufnahmen remote machen.

00:19:28: Man könnte eine Aufnahmegerät in die Post packen wahrscheinlich.

00:19:31: oder dass irgendwo nach Baden-Württemberg schicken und sagen dann nehme ich nochmal andere Preisgruppen mit oder so.

00:19:38: Aber was du beschrieben hast war ja schon dieses naja ich gehe erstmal mein persönliches Umfeld dass allen Menschen zur Verfügung stellen.

00:19:47: Und man denkt, wie kann ich meinen Preis an die Menschen anpassen?

00:19:50: Die mir jetzt in erster Linie vielleicht auch da sind, die meinem Umfeld sind.

00:19:54: was sich auch beeinflussen möchte und ich glaube das ist von der Denke was ein Riesenunterschied in dem was ich so einen typischen klassischen Gründungsmenschen oder Persönlichkeit manchmal lebe und den Menschen die viel zu tun haben und ich finde es eigentlich toll das sich zu erhalten.

00:20:07: und gleichzeitig haben wir ja auch im Vorfeld drüber gesprochen.

00:20:09: Ist das natürlich etwas Das ist ein Lernfeld, ne?

00:20:12: Also ich glaube da kann man auch mal so transparent sagen dass wir ja auch davor darüber geredet haben.

00:20:15: Dass du merkst das es für dich eine Herausforderung ist diese neuen Denkweisen reinzukriegen.

00:20:23: Gibt's da schon Sachen wo du für dich immer festgestellt hast oh das ist auf jeden Fall eine Grenze die du gerade bei dir siehst dann möchtest du nicht hin.

00:20:28: also... ...dass du zum Beispiel sagst oi du könntest vielleicht auch könntest du vielleicht jemand anstellen der für einen geringeren stundensatz als was du jetzt wirklich brauchst als unternehmerin diese interviews führt und dadurch wird es auf einmal günstiger.

00:20:39: ist nicht die ganzen skalierungsideen?

00:20:41: kannst du erst sowas schon mal durchgespielt?

00:20:42: oder sagst du ich habe schon sehr klare grenzen?

00:20:44: so das möchte ich nicht machen.

00:20:47: Also, man muss ja auch finde ich zu meiner Verteidigung so ein bisschen hinzufügen.

00:20:52: Ich bin halt auch keine Salesperson.

00:20:54: Also jemand der es gibt doch Sales heißt das glaube ich also Leute die im Sales arbeiten, die machen irgendwie im Monat sechshundert Anrufe und da bin ich halt nicht so.

00:21:06: Und ich glaube dass das ist schon mal das unterscheidet mich schonmal zu anderen Leuten.

00:21:10: natürlich macht mich schwächer auf jeden Fall wirtschaftlich.

00:21:13: definitiv ist es eine Schwäche gleichzeitig, also habe ich das Gefühl schon auch so gesettert zu sein inzwischen.

00:21:22: Also mit diesen twenty fünf Jahren oder zwanzig jahren Radio-Erfahrung und auch Leben letzten Endes.

00:21:29: Jenseits des Studiums dass sich mich nicht getrieben fühle.

00:21:33: Ich nehme gerne Anregungen auf.

00:21:35: tatsächlich finde es unheimlich spannend und bin auch ganz optimistisch, dass etwas ist was ich mir schön entwickeln kann und vor allem ... mit einer eigenen Stilistik entwickeln kann.

00:21:44: Und so würde ich auch deine Frage beantworten nach der Skalierung, also... Ich finde es ehrlich das ist schon ein Traum dass man sagt in zwanzig Jahren vielleicht auch in dreißig ne?

00:21:53: Dass es dann tatsächlich hier so eine GmbH gibt für mich ein Interview wo eben dann doch fünf Leute sitzen und nicht nur ich die eben an diesem Projekt arbeiten können weil eben inzwischen dieses Medium oder dieses Format bekannter ist und die Leute einfach da auch einen anderen Bedarf danach haben, wo man nicht mehr so eine langen Anbahnungswege hat.

00:22:20: Weil die viele Leute schon gebrieft sind.

00:22:22: Also Familien, Hürbuch GGBH mit den unheilbar kranken Eltern, die sind ja wirklich.

00:22:26: in den letzten drei vier Jahren haben sie unheimlich viel Öffentlichkeitsarbeit gemacht in diesem Bereich und haben dadurch überhaupt diese Hürbüche auch bekanntgemacht.

00:22:33: Es gibt inzwischen eine Hand von anderen Audiobiographen Die das auch privat anbieten aber wir sind echt weniger Und wir sind im Osten Drei oder so.

00:22:43: also es gibt noch jemanden oben an der Küste es gibt niemandem Wismar und mich.

00:22:46: Auch in Chemnitz gibt's auch noch jemand Und das ist ein schönes Potenzial.

00:22:51: Das bedeutet, dass es ein freies Feld und wir können uns da austoben und tolle Sachen zusammen entwickeln und Querverweise auch zu den Biografinnen knüpfen oder in andere Arbeitsbereiche rein.

00:23:06: Die Leute, die ich jetzt so verfolge und kennengelernt habe mit dem Paar, hab ich telefoniert auch.

00:23:11: Die sind wirklich alles sehr... Also für meine Begriffe echt sympathische Leute Also ein Gefühl haben dafür mit Leuten sich zu unterhalten.

00:23:22: Es ist einfach auch ein Typ Mensch, die sich entscheiden, Audiobiografien aufzunehmen, die schon auch einen Gefallen daran finden, sich in den Gespräch zu begeben und da eine Feinfühligkeit entwickeln, die man sonst vielleicht nicht ganz so oft im Leben hat.

00:23:36: Hast du irgendwie definierte Ziele.

00:23:38: als Unternehmerin sag ich mal?

00:23:39: Auf der unternehmerischen Seite wo du sagst das ist das wo du als nächstes hin möchtest

00:23:44: Ja also ich habe schon das Ziel tatsächlich noch mehr zu produzieren.

00:23:50: Das heißt also, zu gucken nach oben wie weit kann ich das alleine leisten?

00:23:55: So.

00:23:56: Das wäre so das nächste Ziel, dass sich soweit vergrößert, dass ich sage Ich bin ausgelastet und zwar auch zu hundert Prozent nur damit.

00:24:06: Ja.

00:24:06: Das würde ich schon als mein nächstes Ziel beschreiben wollen.

00:24:09: Und gleichzeitig gebe ich auch zu ist es auch mein Ziel dabei ... gesund zu bleiben und kräftig zu bleiben.

00:24:17: Ich hoffe,

00:24:18: dass das gebe ich zu.

00:24:19: Das ist ja halt wichtig!

00:24:20: Ich finde gerade ein schönes Unterbrecher, aber ich finde es so wichtig zu sagen... ...das ist ja nichts Schlechtes, das ist ja nicht wo man sich entschuldigen muss.

00:24:27: Ja, ich komme jetzt auf diesen Work-Live Balance Begriff, dann habe ich das extra nicht benutzt weil darum geht's mir nicht ganz, aber oft wird das ja damit beschrieben.

00:24:36: Aber das merke ich halt, weil die Ressourcen auch die Körperlichen und also psychischen auch einfach nur von von dem, was du was das gehören kann.

00:24:44: Also ich meine gar nicht so viel Emotionalität mit den Dingen komme ich recht gut klar sondern einfach nur was das Gehirn schafft weil am Ende des Tages einfach wirklich die Batterien leer sind plus eben dieses körperliche Moment dass man sich da schon auch auf eine Art App kämpft.

00:24:58: so weil ich bin viel unterwegs also ich nehme die Gespräche zum Beispiel eben immer außerhalb also ich nicht in meinen Räumen auf sondern oft bei in den Privatwohnungen.

00:25:07: Ich hab immer gedacht, die Leute kommen zu mir.

00:25:11: Aber dafür habe ich auch die Optionen das Gänge aber es ist eher so dass sich zu den Leuten in die Wohnstuben gehe und man muss auch sagen... Das erinnert mich sehr an diese Arbeit als Ethnologin weil du gehst an sich zu fremden Leuten aber brauchst die Stärke da ein schönes Gesprächsmoment herzustellen und das kostet auch.

00:25:32: also das heißt ich bin dann schon auch wenn ich einen Tag bei jemandem war.

00:25:36: wirklich Das merke ich, dass sich da was gemacht habe.

00:25:39: So wie man ist dann auch erschöpft und das ist ein bisschen... Ich muss ehrlich sagen du wirst bestimmt woanders noch hin.

00:25:45: aber ich erinnere mich sehr an diesen Gespräch, was ich mit einer Übersetzerin, einer simultanen Dolmetscherin mal geführt hab, wobei das noch herausfordernder ist.

00:25:53: Aber die hat halt auch gesagt also guck mal!

00:25:55: Ich mache einen Tag Simultant dolmetschen und ich brauche danach einen Tag Pause.

00:25:58: Ist bei mir nicht ganz so hart, also nicht so stark, aber es geht in die Richtung.

00:26:03: So, also die Ressource ist eben nicht unendlich.

00:26:06: Wenn ich in der Woche aufgenommen habe dann brauche ich drei vier Tage frei.

00:26:09: Ich

00:26:09: glaube das was Leute sich häufig nicht so vorstellen können dass sagen jetzt mal aus dem hinter die Kulissen den Blick das natürlich wenn ich ein Gespräch führe und da auch einen Auftrag haben und auch ein Produkt am Ende rauskommen soll hinten raus.

00:26:20: Dass ich ja immer das muss zuhören ich muss gleichzeitig auf der Metaebene mitdenken ich muss noch eine Uhr im Blick behalten.

00:26:26: Ich muss vielleicht noch die Technik im blick behalten Das sind alles Sachen woanders machen das dann beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk machen, wahrscheinlich gibt es für jede sehr rollend fünf Leute.

00:26:35: Da machen fünf Leute kümmern sich um die Technik, fünf Leute kümmern sich um inhaltliche Vorbereitungen, fünf Leuten gucken noch auf die Zeit oder so und dann sitzt du da und machst das alles alleine.

00:26:42: also ich finde das schon als wenn was du beschrieben hast ja kann mir vorstellen dass man am Ende des Tages durch ist.

00:26:48: Ja und es zeigt auch eher, dass der Weg sein muss, dass man sich vergrößert.

00:26:53: Also die Familienhörbuch GGMBH arbeitet beispielsweise mit Audiobiografen und mit Sounddesignern.

00:27:00: Das heißt, das Sound-Design dieser Hörbücher, d. h., der Schnitt, die Gestaltung musikalisch und alles macht ein Tontechniker meistens.

00:27:09: Und das machen wir als Audiobiographen nicht.

00:27:10: also in meinem Fall ist es tatsächlich so.

00:27:12: ich komme halt nun aus diesem wirklich handgemachten Radio hier sodass ich für gesamtliche Ebenen auch selber mache, deswegen kommt bei mir das aus einer Hand.

00:27:21: Aber wenn man wirklich das skaliert und sagt in zwanzig Jahren, dann glaube ich muss man da.

00:27:27: Muss man professionalisieren und sagen, dass sind deine Arbeitsbereiche?

00:27:31: Und das sind die von jemand anderem so?

00:27:34: Ich habe zwei Fragen mir im Vorfeld überlegt, weil ich mich gefragt hab so marketing technisch wie das eigentlich bei dir steht.

00:27:40: darf ich dir so ein zweit Marketing fragen stellen.

00:27:43: Meine erste Frage war Wer ist eigentlich die Menschen zu dir, was würdest du sagen, der gemeinsame Nenner?

00:27:51: Was sind so die aktuelle praktische Zielgruppe, die sich bei dir ergibt.

00:27:56: Ja es sind auf jeden Fall Familienmenschen und sehr Leute, die eben wirklich auch klar haben das sage ich jetzt mit meinen Worten aber dass es nicht nur darum geht ein Haus zu vererben oder einen Fondsparplan, oder ein Konto oder Geld oder Schmuckstück.

00:28:15: Sondern das ist auch eben darum geht es sich im Kopf zu machen wie man so dieses immaterielle Familienerbe irgendwie auf eine Art Erhält jenseits von einem Fotoalbum also dieses Bewusstsein und dass auch der Endlichkeit des Lebens sehr direkt in die Augen gucken zu können.

00:28:31: Das sind so die Leute die ich gerade den ich da begegne

00:28:35: Aber schon Leute, denen häufig wo das Wort Erbe auch schon grundsätzlich auf der Materie eben auch eine Rolle spielt aber die mehr hinterlassen wollen oder gar

00:28:42: nicht unbedingt.

00:28:43: Also es sind wirklich ... weil du kannst ja Werte orientiert ganz anders sein.

00:28:50: also für mich zum Beispiel auch dieses Gelddepot oder was wie man's nennen will ne?

00:28:56: Das ist gar nicht so dass allererst ich hab auch Zuerst immer wieder jetzt über viele Jahre immer gedacht, was weiß ich eigentlich über meine Familie?

00:29:03: Was gebe ich meinem Kind weiter.

00:29:05: Ich kann gar nicht sagen zu den Haarmanns verdammt!

00:29:07: Ich muss schnell jemanden fragen.

00:29:08: also das hat mich viel mehr zum Beispiel eben weil das wäre mir viel unangenehmer wenn ich die Fragen nicht beantworten könnte.

00:29:14: eines Tages Jetzt gerade kommt jetzt auch der Druck noch ach so Geld Kommt grade jetzt auch noch aber bei mir war er nicht so stark und ich glaube Also diese Komponente, dieses Immatriellen und das Familienmensch sein.

00:29:28: Und wirklich auch mit Herzen und mit Leib und Seele sich verbunden fühlen mit seiner Familie.

00:29:35: Das sind so vielleicht die Faktoren, die ich so sehe bei den Leuten.

00:29:38: Ist das Verbundenheit des Bedürfnis, was du erfüllst?

00:29:41: Oder welches Bedürfenes erfülltest du für die Menschen?

00:29:45: Was bleibt!

00:29:48: Wer ist deine Konkurrenz, habe ich mich gefragt.

00:29:51: Es sind wahrscheinlich nicht die anderen Biografinnen aus den anderen, weil deren Produkt hab' ich noch nie hier gesehen und das Produkt konkurriert man wahrscheinlich nicht.

00:30:00: mit wem konkurrierst du?

00:30:00: Mit den Büchern, die du beschrieben hast in der anderen Folge?

00:30:02: oder wer ist so das typische Konkurrentsprodukt zu dir?

00:30:06: Also als Konkurrente empfinde ich witzigerweise was aber eigentlich total surrealist diese ganzen KI-Sachen.

00:30:13: gerade also es gibt ja in den USA diese großen KI-Startups, die unendlich viel Geld in die Programmierung eines Klons von Menschen stecken.

00:30:24: Also das heißt wenn ich zum Beispiel eine lebensverkürzende Diagnose bekomme dann kann ich eine KI trainieren dass sie weiß wie.

00:30:31: ich denke also dass sie weiss okay also ich würde jetzt zb diese Entscheidung eher so treffen weil und fütterst du quasi mit deinen Gedanken?

00:30:40: Mit deiner Position.

00:30:42: Und das heißt, dass in zwanzig Jahren meine Kind dann sagen kann, Mama.

00:30:46: Ich bin schon tot seit zwanziger Jahren.

00:30:49: Also ich habe jetzt hier eine Stellenausschreibung gesehen und ich bin mir so unsicher, soll ich das machen oder nicht?

00:30:54: Was denkst denn du

00:30:55: dazu?".

00:30:55: Oder so ja!

00:30:57: Das ist die Idee, die jetzt diese großen Tech-Unternehmen zum Laufen bringen, die im Übrigen auch damit werben zu sagen, das macht eines Tages jeder von uns klons sich mal.

00:31:06: Und es ist mir einfach wahnsinnig unsympathisch als ... als Mensch, also es ist einfach ganz weit weg von mir und dem was ich mir wünsche.

00:31:14: Also ich bin da eher wirklich gekommen so aus, ganz authentischen.

00:31:17: Ich wünsch mir dass die Leute authentisch sind und was Authentisches dalassen und dass sie auch dem Leben nichts vormachen.

00:31:24: Es ist irgendwann nicht mehr da und irgendwann müssen die Kinder die Entscheidungen selber treffen.

00:31:30: Also es ist eine Spielerei, so einen Klon zu programmieren und wissen zu wollen.

00:31:35: Wie hättest du für mich entschieden wenn du noch da wärst?

00:31:37: Aber dann das würde auch immer bedeuten man guckt in die Zukunft und sagt was wie würdest du entscheiden?

00:31:43: aber diesen ehrlichen Blick den ganz persönlichen Blick in die Vergangenheit Den kann ja auch eine KI nicht geben, weil die KI sozusagen immer nur sagen kann aufgrund dessen was ich jetzt so habe.

00:31:54: So würde ich es machen aber das sozusagen den ganz ehrlichen und ganz persönlichen irrationalen Blick in die Zukunft also gerade das irrationale dass ja etwas höchst menschliches.

00:32:04: Der andere Link ist.

00:32:05: du kannst natürlich die KI dann fragen Großvater was hast Du eigentlich in Deine Kindheit gemacht?

00:32:08: Und dann antwortet sie dir das was der Großväter damals eingesprochen hat.

00:32:11: Das wäre die Dimension die schon ein bisschen weniger unsympathisch ist weil die basiert eigentlich auf solchen Interviews, wie wir sie aufnehmen.

00:32:18: Nur dass die Leute sich selbst einsprechen.

00:32:20: Das gibt also keine Person, die die Fragen stellt und danach ja irgendwie dann ein Schnittarbeit oder so muss zwar trotzdem gemacht werden aber das machen sicher alles die Kis so.

00:32:32: ich glaube da sind wir in fünf Jahren noch mal weiter auch Aber ich glaub das wird ich bin dann eher so diviniel eddischen okay

00:32:40: auch das netter wichtig genau zu wissen was ist denn dein Deinen Unique Selling Point zu sagen, bei dir ist es noch Handarbeit und dieses Handarbeitsding.

00:32:46: Ich glaube das bekomme ich häufig in der KI-Debatte auch mit dieser Gedanke.

00:32:49: In Zukunft werden nicht mehr Sachen gebrandet als dasses mit KI gemacht sondern in Zukunft werden Sachen gebrandet als dases handgemacht.

00:32:56: sowieso ein Bio Siegel sozusagen bekommen dann bestimmte Produkte und dann hast du quasi das Biosiegel

00:33:01: Ja, bio genau.

00:33:03: Und was ist das Hauptargument mit dem Menschen dir absagen aktuell wenn Menschen dich anfragen und was würdest du sagen?

00:33:10: Ist der Hauptgrund warum Menschen die einmal eigentlich einen Interesse an den Produkt haben, die das Produkt eigentlich gerne hätten am Ende nicht dein Produkt kaufen

00:33:17: in der Regel tatsächlich weil sie das Gefühl haben Sie sind noch nicht an dem Punkt erzählen zu können witzigerweise also dass das ist zum Beispiel auch so etwas finde ich ganz trügerisch.

00:33:30: Man hat das Gefühl, ich komme dann und da musst du das Ultimative hinterlassen.

00:33:34: Das eine nichts anderes und es verstehe den Gedanken, den hätte ich genauso.

00:33:38: Und das ist der meiste Grund weswegen Leute zurückschrecken vor den Aufnahmen weil sie das Gefühl haben dass sich die richtigen Sachen sagen müssen nicht vergessen dürfen nichts falsch sagen dürfen Nichts auslassen und so.

00:33:50: und das setzt viele also für einige Leute echt unter Druck.

00:33:54: manche sind da eben eher spontaner das ist auch ein bisschen ne Charaktersache.

00:34:01: Dann ist das vielleicht sozusagen, dass zu du mit dem wir rausgehen.

00:34:05: Dass da noch der Marketingbedarf bei dir ist, das Produkt noch niedrigschwelliger rüberzubringen.

00:34:11: Der Zielgruppe noch leichter oder noch klarer zu sagen, dass man quasi nicht groß viel mitbringen muss oder dass es ja nie so schwellig einfach ist?

00:34:20: Ja bzw ich glaube auch... das zu achten, wenn Leute eben da einfach genauer sich vorbereiten möchten und eher vielleicht mal zu überlegen wie man beraten kann.

00:34:31: Wie man sich gut auf so ein Gespräch vorbereitet.

00:34:33: also das mache ich in Ansätzen natürlich auch schon.

00:34:35: aber Ich habe das Gefühl Da ist tatsächlich nochmal so groß ob darf jemand der nicht so interview erfahren ist Und selbst leute die interviewe erfahren sind es ist noch mal was anderes Wenn du dein Leben erzählst für deine enkeltochter.

00:34:46: Also dass das glaube ich so ein bisschen eher das was die leute echt verunsichert und ein bisschen auch noch unzufrieden macht.

00:34:52: Und über den Punkt muss man weg.

00:34:55: Ich bin total gespannt, wie sich das weiterentwickelt bei dir?

00:34:58: Ich finde es total gut dass du diese Fragen stellst und auch diesen unternehmerischen Fragen dich mutig stellst, gerade weil du mit einer idealistischen Idee reingegangen bist oder mit einem sozialen Gedanken vielleicht eher.

00:35:09: Und ich bin total spannend wo das rauskommt.

00:35:12: Vielen Dank für das Spreech.

00:35:13: Ja, vielen Dank Jan!

00:35:15: Und allen anderen würde ich sagen wenn auch ihr sagt ihr habt seit in einer Gründung, ihr habt eine Idee die ihr anderen Menschen zur Verfügung stellen wollt, die ihr weiter in die Welt tragen wollt und wollt etwas gründen dann kommt doch gerne auf uns zu Sigusa.de und Sigunetzwerksachsen-Anhalt bei LinkedIn und Instagram.

00:35:32: Dort sind wir zu erreichen und wir haben ein kostenloses Beratungsangebot auch, wo Menschen total gut euch dabei beraten auf dem Weg hin zur eigenen Gründung.

00:35:41: Dafür am besten eine Mail an beratungenetzigusa.de.

00:35:44: Bis zum nächsten Mal bei Sigusa.

00:35:45: redet mit!

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