SIGUSA redet mit Jonas Drechsel Teil 2

Shownotes

Jonas Drechsel ist Zukunftsforscher und bringt als Projektleiter der Missionswerkstatt Menschen ihre eigene Zukunft näher.

Missionswerkstatt
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Jonas auf Linkedin
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D230-Szenarien
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Alte Grenzen - neue Gefahren 2035
https://d2030.de/alte-grenzen/

NEUE HORIZONTE 2045
https://d2030.de/neue-horizonte-2/

INFO: Wegen eines Mikrofonausfalls klingt Jan zu Beginn der Folge anders. Ab Minute 9 ist das Problem behoben.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Es gibt einen berühmten Clip aus einer Zeichentrickserie, in dem eine Figur quasi still steht und um sie herum passiert ihr Leben.

00:00:07: Morgen, Mittag, Abend aufstehen, Arbeitsweg, Arbeit, Heimweg schlafen gehen – hilflos gefangen an den Zwingen des Alltags!

00:00:17: Vielleicht geht es dir ja auch so?

00:00:19: Aber Jonas und sein Team vom Verein D-Zwanzigdreißig haben ein Format entwickelt, um Menschenkontrolle über ihre Lebensgestaltung zu geben.

00:00:28: Mein Name ist Jan Wagener und ich führe im Podcast.

00:00:31: Siegusa redet mit Gespräche über soziale Innovation, gemeinwohl orientierte Unternehmen und Sachsen-Anhalt.

00:00:38: Dies ist die zweite Folge mit Zukunftsforscher Jonas Drexel.

00:00:42: heute sprechen wir über das Projekt der Missionswerkstätten seines Vereins D-二zig dreizig.

00:00:47: Die Gruppe unterstützt Menschen in vier Stunden dabei ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.

00:00:52: viel Freude beim Zuhören Jonas, wir haben ja schon einmal jetzt gesprochen in der letzten Folge zu der Frage von Zukunft im Sachsen-Anhalt und welche Fragen man sich auch stellen könnte um zu einer positiveren Zukunft zu kommen als jetzt vielleicht manchmal der Ausblick ist.

00:01:09: Und waren sehr bei uns hier vor Ort in Sachsen Anhalt.

00:01:12: aber ihr und du und dein Team... Du kannst doch gleich nochmal sagen was das heißt?

00:01:17: Dein Team dass ihr arbeitet, da ja auch nicht nur jetzt oder in Podcasts als Gäste und Gästinnen sondern ihr seid dann mit einem konkreten Projekt gerade unterwegs.

00:01:29: Das heißt Missionswerkstatt.

00:01:32: Kannst du dazu gerne nochmal erzählen?

00:01:34: Zum Einfall nochmal kurz was zu dir?

00:01:36: ein zwei Sätze aber vor allem Was ist das für ein Projekt und mit wem bist Du da zusammen unterwegs?

00:01:42: Ja danke Jan!

00:01:44: Next round, in der ersten haben wir ja sieben Fragen erst mal geöffnet ohne dann irgendwie Patentantworten zu geben.

00:01:52: Aber eine Konsequenz die ich auf jeden Fall bei mir sehe ist einfach über Jahre und inzwischen seit drei Jahren wirklich an einer Sache zu arbeiten, die die Logik ernst nimmt das gut Dingweile haben will.

00:02:08: Ja, Missionswerkstatt ist ein Format das wir aufgebaut haben gegen Widerstände verschiedenster Art.

00:02:14: Also es war jetzt nicht so dass da irgendwie der rote Teppich ausgerollt war oder wir uns nur an das angedockt haben was jetzt irgendwie gerade gut funktioniert sondern eher im Gegenteil Es war einfach einen Folgeformat an quasi die großen Szenarienreports, die unser Verein D-二zig dreizig Deutschland neu Denken eV entwickelt hat.

00:02:38: Insbesondere die sozusagen positiven Zielszenarie für Deutschland im Jahr zwanzig fünfvierzig die Open Source verfügbar sind und auf eher sag ich mal in der Fachsprache anskizzieren ja was passiert sein könnte wenn in Deutschland die nächsten zwanzig Jahre einiges gut gegangen sein wird, eben Szenarien als unterschiedliche Zielbilder vielleicht auch.

00:03:06: Und unsere Frage war, gut andockend eigentlich an unser aus dem Gespräch?

00:03:11: Wenn das Zielbilder sind, wo es hingehen könnte und dass einige Fragen sind wie wir sie ja auch angesprochen haben was müsste denn dann passieren damit diese Zielbildern wahrscheinlicher werden, damit wir uns in diese Richtung bewegen?

00:03:25: Und daraus hat sich eben eine Gruppe von Menschen gefunden, ganz entscheidend war am Anfang Johannes Würz beteiligt.

00:03:35: Die Begrüße mit dem ich zusammen die Methode ehrenamtlich dann auch entwickelt habe nachdem wir intern im Verein... die anderen Aktiven befragt hatten, was sie sich denn wünschen als Übergang.

00:03:47: Dann haben wir das zweimal ehrenamtlich probiert.

00:03:49: Das zweite war dann schon zusammen mit Georg Jännchen der auch später Design und Website verantwortet hat Methoden-Test laufen von einem vierstündigen Workshop Format.

00:04:04: Haben wir dann eine erste Förderung bekommen und konnten diese Werkstatt dann weitervertesten, beobachten und konnten dann vor einem guten Jahr ein Methodenhandbuch dazu rausbringen was dann unter anderem dazu geführt hat dass ich sollte sagen liebe Grüße auch an Maria Reimer, die bei uns für die Fördermittel zuständig ist und ohne das auf jeden Fall nicht möglich gewesen wäre.

00:04:34: Und dann ist das Handbuch draußen gewesen.

00:04:37: und mit dem Handbuch haben sich einige Moderatorinnen gefunden oder Menschen gefunden, die gesagt haben sie wollen auch gerne lernen so eine Missionswahl statt zu moderieren.

00:04:49: Bevor wir jetzt vielleicht weiter in die Geschichte einsteigen nochmal ganz kurz was ist denn?

00:04:53: Was ist denn so ne Missionswerkstatt oder was ist überhaupt eine Mission?

00:04:59: Ich würde sagen, wir haben oft ein Übersetzungsproblem zwischen abstrakten Zielen und dem Anfangen hier und jetzt.

00:05:09: Und es stapeln sich vielleicht Ideen oder irgendwelche Strategie Empfehlungen oder Wünsche oder Forderungen aber die Bewegung im Alltag bleibt doch oft dann selten.

00:05:20: also der Deutsche und sein Mekamodus sind ja legendär Und unsere Diagnose war, dass die meisten Beteiligungsformate halt mit langen Diskussionen und Minimalkonsens enden.

00:05:36: Aber am nächsten Tag im Büro dann die Energie schon wieder verflogen ist.

00:05:42: Das haben wir als Anspruch genommen sozusagen zu sagen das es häufig auch ein Architekturproblem der Formate wie.

00:05:48: sie sind überzeugt, dass Menschen eigentlich was Gutes tun wollen.

00:05:53: Und ja, wir sehen Missionen sind da eine gute Brücke.

00:05:56: Weil sie einerseits stehen in der Mitte von der Vision.

00:05:59: also wo soll es hingehen und dem konkreten tun?

00:06:03: Also Sie übersetzen große Ziele zu persönlicher Wirksamkeit.

00:06:14: Politische Missionen, die sind wieder auf einer sehr hohen Flughäbene.

00:06:18: Ich weiß nicht wahrscheinlich, ich habe dir beim Steinberg auch eine eigene Mission kann ich mir gut vorstellen.

00:06:24: Die sind dann sozusagen eher dieses Organisationstag wo sagt dafür stehen wir und wir wollen aber vor allem individuelle Missionen entwickeln in unseren Werkstätten so dass einzelne Menschen wirklich anfangen und ins Machen kommen.

00:06:43: Und ja, sozusagen die Handlung des kleinstmöglichen Systems zu ermöglichen von dir als Mensch.

00:06:53: Und genau da sind wir jetzt inzwischen viel Förderung bekommen.

00:06:58: Sind irgendwie zwölf dreizehn Leute, die daran mitwirken, die das moderieren und jetzt seit neuerstem eben auch eine Community Managerin im Team, die dann die Menschen nach einer Werkstatt begleiten Und das vielleicht erst mal so als erster Groberwurf.

00:07:17: Fünf Minuten Monolog fühlt sich nach einem Punkt an.

00:07:21: Du hast gerade eben gesagt, ihr habt es auch gegen Widerstände gestartet, das Projekt.

00:07:27: Kannst du ein bisschen was dazu erzählen?

00:07:31: Welche Widerstande bekommt Ihr mit diesem Gedanken oder auch mit dieser Projektentwicklung?

00:07:37: Ich glaube es ist einfach nicht so konzipiert, dass das jetzt per se anschlussfähig an bestehende Systeme ist.

00:07:45: Einerseits quasi die Missionsorientierung auf politischer Seite hat nicht mehr so.

00:07:51: das Momentum hatte es noch nie so ganz in Deutschland aber viele wissen es nicht.

00:07:56: in der Ampelregierung gab's eine Zukunftsstrategie mit sechs übergreifenden Missionen, die ziemlich viele relevante Themen behandelt hat und dafür war auch irgendwann auch Geld davor gesehen.

00:08:10: Das einerseits und auf der anderen Seite eben einfach dieses beim Individuum starten also das einzelne Menschen anfangen sollen.

00:08:20: Das ist ganz interessant.

00:08:22: Also ich glaube Einfaches Beispiel mit der Misionswerkstatt gar nichts zu tun, aber bei einem Kunden wo ich demnächst einen Workshop gebe.

00:08:37: tatsächlich die haben eingeladen zu einem hochdelevanten Thema und dann haben sie ziemlich viele Anmeldungen bekommen.

00:08:45: Und dann haben sich nachgeschoben dass es ein Workshop ist und keine Keynote und dann gab's wieder ziemlich viele Abmeldung ... so im Sinne von bedieselt werden, finden wir gut.

00:08:55: Aber wenn es jetzt wirklich darum geht... ... jetzt persönlich auch was machen zu sollen dann ist es ja also anstrengend und ich glaube das ist ein bisschen... Das einerseits und von Unternehmensseite ist es immer so ein bisschen so.

00:09:11: warum sollte ich in... ... ins Individuum investieren.

00:09:14: Ich will in mich investieren, dass am Ende bei mir als Unternehmen mehr rauskommt und quasi diese Brücke dann zu schlagen das eben ein motivierter einzelner Mensch der im Sinne der Dachmission auch eine persönliche Teilmission davon verfolgt.

00:09:31: Das ist auch noch nicht so angekommen.

00:09:33: was würde ich mir auf jeden Fall in Zukunft anders

00:09:36: wünschen.".

00:09:37: Wie reagieren denn Menschen dann darauf, wenn sie da so eine persönliche Mission entwickeln?

00:09:42: Denn ich kann mir vorstellen dass es euch nicht darum geht.

00:09:45: Dass jetzt alle ihr eigenes Startup gründen sondern finanziell sind die meisten Menschen ja insystem drin.

00:09:51: Die sind in einer Arbeit, in einer Familie... im sonstigen Leben in Systemen drin, die es auch nicht immer möglich machen, dass ich alles tun kann was ich möchte.

00:10:02: Im Teilsfall gibt's da das System Strafrecht und mich daran hindert alles zu tun, was ich vielleicht möchte.

00:10:07: Und

00:10:09: trotz... Du hast Ideen, Jan?

00:10:10: Ich

00:10:11: mehr eher ja!

00:10:12: Also wenn ich sage auch ich würde jetzt einfach gerne irgendwo hinfliegen dann kann ich nicht einfach ins Flugzeug gehen sondern ich muss schon Ticket kaufen und dann wirds schon schwierig mit meinen persönlichen Träumen.

00:10:21: Aber darum geht es euch wahrscheinlich nicht.

00:10:24: Sondern wie können Menschen so Träume entwickeln oder Visionen entwickeln, Missionen entwickeln und in ihrem System aber bleiben?

00:10:33: Wie überwindet man diesen Widerspruch?

00:10:39: Ganz einfaches Beispiel, wo wir zum Beispiel bei einer Missionswerkstatt in Leipzig erfahren haben.

00:10:44: Da war eine Wissenschaftlerin da die halt in ihrem relativ starren Wissenschaftssystem gerne an der Sache forschen würde schon seit Jahren aber eben nicht... Also immer so das Gefühl hatte sie darf das eigentlich nicht und dann hat sie eben in diesen vier Stunden eine Klarheit ... darüber entwickelt, wie sie sich selbst die Erlaubnis geben kann.

00:11:04: und dann hat sie eben... ... nächste Woche eine dankbare E-Mail geschrieben im Sinne von Sie.

00:11:08: Hat jetzt direkt bei einem Call for Paper irgendwie das Thema eingereicht was sie schon längst eigentlich seit Jahren mit sich herum trägt?

00:11:17: oder auch ein Podcast ist auch ein gutes Beispiel dass eben jemand zu seinem Herzensthema auch über Jahre tatsächlich schon ein Podcast starten wollte und da dann diese Klarheit entwickelt hat.

00:11:29: vielleicht nochmal ein anderes Beispiel, bisschen ausführlicher wo eben auch direkt mit Sachsen-Anhalt noch mal zu tun hat.

00:11:35: Ihr habt jetzt einen selbst organisierten Skatepark, einen neuen dastehen der auch auf einer Missionsorientierung basierte, also auf eine Missionswerkstatt und da sind eben Menschen hingekommen die sowieso schon in der Skate Community dabei waren.

00:11:52: aber wo es so darum ging Was ist denn Skatepark für dich?

00:11:57: Und das sind ja unterschiedliche Sachen.

00:11:59: Also manche wollten eben ein bestimmtes Obstickel, also eine bestimmte Halfpipe oder sowas dann da haben und haben dann das weiter für sich ausformuliert was es dafür... ...für einen technischen Bedarf einfach noch gibt.

00:12:13: und an der haben eher an so dritten Orten gearbeitet und da ging's dann eher um Kultur- und Wissensweitergabe und auch einfach so einfache Sachen wie Sicherheit und Wasser vor Ort, und solche Sachen.

00:12:27: Das war vielleicht das schönste Feedback, dass ich überhaupt bekommen habe in der Missionswerkstatt am Ende von einem, der meinte Arbeit in so kollektiven und in solchen Vereinen fühlt sich oft dann eben wie... Es ist sehr anstrengend, weil es sich wie so Streiten um irgendwie so einen Minimalkonsens halt anfühlt.

00:12:52: Man ist so erschöpft, weil man einfach so wild lange durcheinander geredet hat, um irgendwo dann rauszukommen.

00:12:57: und er meinte diese vier Stunden haben ihn auch total erschöpt aber er hat jetzt eine ganz andere Macherenergie, weil für sich... Also er musste sich jetzt nicht mit allen irgendwie die ganze Zeit dafür rechtfertigen, sondern dieser Anteil den Ehrheit zu diesem Skatepark beitragen will.

00:13:12: Der ist in den vier Stunden viel viel viel klarer geworden.

00:13:16: Das klingt als Gelb vor allem eine ganz große Gruppe oder eine Gruppe ich bin gespannt ob du sagst ob es ne große Gruppel ist Die sagen man die schon so wünsche hat die Missionen hat die die Idee hat aber die sozusagen ein bisschen die Erlaubnisbrauch Vor sich oder eben vielleicht vor den Systemen und indem sie stecken diese Mission dann auch umzusetzen.

00:13:37: Welche Gruppen triffst du denn noch?

00:13:38: Gibt es die Leute, die gar nicht darauf reagieren und vielleicht eine ganz andere Richtung nehmen?

00:13:48: Also ich würde sagen der Mensch ist per se, zeichnet sich dadurch aus dass er Ideen hat.

00:13:54: also Menschen haben immer Ideen.

00:13:56: Und dann ist die Frage wie sehr sie gelernt haben dass die auch zählen und das sie auch sein dürfen.

00:14:04: Und, dass sie die auch vielleicht aussprechen dürfen oder vielleicht sogar angehen dürfen.

00:14:10: aber das rauszulocken ist eine Aufgabe an der wir tatsächlich noch nie gescheitert sind.

00:14:15: Es gibt auf jeden Fall einen Anteil von Menschen ich würde sagen so zwei von zehn für die in der Missionswerkstatt nicht direkt in die Handlung führt weil sie quasi also bei ein paar Brücken davor gegangen werden müssen.

00:14:28: Aber der Denkprozess wird dann trotzdem angestoßen und die Ideen werden halt konkreter.

00:14:33: Ich glaube, ein großes Problem ist halt dass es einfach zu viele Ideen und zu viele Richtungen gibt und man sollte ja das gemacht haben und in der letzten Folge auch über Social Media gesprochen.

00:14:46: Du scrollst durch und siehst irgendwie überall Leute, die schon ganz tolle Sachen gemacht haben.

00:14:50: Und eben überhaupt dieses Anfangen und Kleidern und ehrlicherweise bin ich da auch nicht besonders gut darin in einigen Bereichen jetzt irgendwie ein Instrument oder Tanzen zu lernen.

00:15:03: Oder so ist es wahnsinnig schwierig für mich, weil ja erstmal also das ist eigentlich so einen Schampunkt als jemand der es gewohnt ist einige Sachen die ich mache ziemlich gut zu können dann festzustellen oh ich kann das ja noch gar nicht halt und ich glaube da fängt Lernen dann auch an um

00:15:22: etwas zu können muss man erst mal nicht können.

00:15:24: das ist immer die Herausforderung.

00:15:26: Gibt es auch, weil du gerade angesprochen hast so Social Media und die Träume gibt's auch auf der anderen Seite.

00:15:33: oder gab's Missionswerkstätten wo du gemerkt hast.

00:15:35: Die Menschen haben ganz andere Richtungen als du oder als du dir auch vorstellen konntest und wusst ihr schwer viel das entweder wo du so überrascht warst dass du erstmal gebraucht hast zu identifizieren wo von dir reden aber auch wusste vielleicht schwer viel ... bestehen zu lassen oder bist du einfach immer erst mal begeistert?

00:15:56: Oder ist das mit der Zeit auch irgendwann vorhersehbar, was die Range ist und was Menschen wollen.

00:16:04: Wir haben einen Wertekorridor innerhalb dessen ich nicht bewerte ob Ideen gut oder schlecht sind sondern sie sind immer richtig wenn sie aus dem Menschen kommen... Und wir hatten halt bei über hundert Teilnehmenden bisher genau eine Person, die außerhalb dieses Wertekolidors ... dann fantasiert hat und das wurde dann halt entsprechend auch, also er hat uns in dem Moment überfordert aber wurde dann auch nicht weiter gefördert... ...dass das dann wirklich realisiert werden kann und soll.

00:16:35: Aber ansonsten ist das quasi so.

00:16:36: die Grundhaltung.

00:16:37: wir vertrauen den Menschen und darin dass da viel Gutes schlummert und acht geben.

00:16:42: ... und begleiten sie sozusagen dadurch.

00:16:45: Vielleicht ist das auch noch mal eine Gegenfrage, wir haben ja auch... ...eine der Missionswerkstätten bei euch vor Ort gemacht.

00:16:50: was hast du denn gehört über die... ...Missionswerkstätte?

00:16:52: Hast du irgendwas mitgekriegt?

00:16:53: Irgendeine Anekdote wie du teilen kannst oder magst?

00:16:56: Ich bin

00:16:56: tatsächlich da nicht so nah dran gewesen muss ich sagen.

00:16:59: Und ich glaube dass wir als Organisation also der steile Berg, einer der drei Partner in Sigusa ist,... ...der ist ja auch ganz neu als Organisationen in der Form als Verein.

00:17:11: Wir machen das auf jeden Fall auch gerade durch so dieses eine Mission zu entwickeln, dran zu bleiben sich nicht zu verzetteln.

00:17:19: Sich trotzdem aber anzupassen.

00:17:21: ich glaube diese diesen Mix aus einer große Vision haben sich anzupassen oder sich anzupassen und dass was geht und was nicht geht und gleichzeitig aber auch zu sagen, dass etwas nicht geht ist teils vielleicht aber machbar.

00:17:32: Ich weiß, da ist die große Herausforderung.

00:17:36: Und ich würde sagen, ob ich als Einzelpersonen kann das total nachvollziehen Man manchmal so Träume hat, also ich habe da auch zum Beispiel immer eine Vision wo ich sage aber das würde ich gerne mal machen.

00:17:47: Aber es kommt irgendwie nie so richtig ist der richtige Zeitpunkt ist immer nicht da und ich dann mich auch mal denke naja gibt's denn diesen richtigen Zeitpunkt überhaupt?

00:17:57: Und in dieser Verhandlung mit mir selbst bin von muss man das irgendwann mal das Risiko eingehen zu sagen man setzt jetzt alles auf diese Mission die einen irgendwie eigentlich umtreibt.

00:18:09: Genau und ich glaube, ich bin eigentlich grundsätzlich ein Mensch der an vielen Stellen auch Risiko oder bereit ist, Risiko einzugehen.

00:18:15: Aber dann so mit seinem Beruf auf alles auf eine Karte zu setzen fällt mir das z.B.

00:18:20: auch total schwer.

00:18:23: Ja, mit Ufis natürlich immer eine ganz besonders große Frage, dass dann zu verändern... Will mir jetzt auch noch kein Beispiel bisher bekannt, wo dann jemand an einer Missionswerkstatt irgendwie sein Job an Nagel hängt und was ganz anderes macht.

00:18:37: Ich glaube das ist auch gar nicht die Absicht unbedingt das schon heute auf morgen zu machen sondern wirklich eher so die Vision klarzuhaben, wo will ich in fünf Jahren stehen?

00:18:45: Was will ich beigetragen haben zu einer gewissen Veränderung?

00:18:49: Die Mission ist dann also das Zielbild und die Mission ist denn eher die Handlungsleitlinie, worauf achte ich auf dem Weg unter?

00:18:57: genau das, was du mit der Anpassungen gesagt hast Man kann es nicht, also das ist kein Plan den man einfach so abarbeitet sondern da steht Orientierung mit drin in der Mission.

00:19:08: Da stehen vielleicht auch Werte mit drinnen.

00:19:10: was warum?

00:19:11: Warum ist dir das Thema wichtig?

00:19:13: und als dritten Aspekt in unserem wir nennen das Golden Circle.

00:19:17: Das ist kein Begriff von uns ist dann eben, womit fange ich morgen an und das können ja einfache kleine Sachen sein.

00:19:25: Dass man sich noch mal ein Buch zu dem Thema raus sucht oder irgendwo mal hingeht und mit jemandem spricht der vielleicht da schon mehr Erfahrung gemacht hat und solche Dinge oder einfach sich nochmal eine halbe Stunde hinsetzt und irgendwie runterschreibt Warum eigentlich?

00:19:40: Also was reizt mich eigentlich wirklich daran.

00:19:43: Und was ich direkt nochmal anknüpfen würde, weil sonst sind wir da wieder auf der individuellen Ebene die ist total wichtig.

00:19:48: das so die Startrampe auch bei uns.

00:19:50: und wie gesagt wir setzen da total drauf dass einzelne Menschen anfangen zu handeln und gleichzeitig wollen wir aber auch einen Rahmen schaffen.

00:19:59: Wir wollen einfach Menschen auch begleiten im Nachgang und dann bleibt es vor kurzem erst die eben unsere vierte Förderung bekommen.

00:20:07: Da sollte ich noch mal ergänzen, die Skateparkgeschichte war gefördert von der DFL-Stiftung.

00:20:13: Vielen lieben Dank dafür.

00:20:15: und jetzt die neue Förderung, die eben darauf abzielt dieses ein Jahr also da machen wir jetzt fünf Werkstätten im Energiewende Sektor und begleiten eben die Community auch im Anschluss ein Jahr lang.

00:20:32: Und haben dann verschiedene Formate in Sachen Future Skills, wie kann ich jetzt KI nutzen?

00:20:38: Wie soll ich kommunizieren?

00:20:40: Wie mache ich verschiedene Dinge um mit meinem Thema weiterzukommen aber eben auch so desiliens psychologische Faktoren was sind so Handlungshemmnisse wo kann man sich vielleicht gegenseitig mal einen kleinen Tipp geben wieder aufzuhören oder so.

00:20:55: und das dritte dann eben Netzwerkeffekte.

00:20:59: mehr sind noch andere die vielleicht ein ähnlichen Themen arbeiten, die dann auch zusammenzubringen.

00:21:03: Und wie du schon gesagt hast es ist wir sind da nicht.

00:21:10: Also unser Spektrum ist da nicht unbedingt wirtschaftlich orientiert im Sinne von, es ist jetzt nicht der nächste Start-up Inkubator.

00:21:17: Und trotzdem würde ich davon ausgehen umso öfter wir das machen dass daraus auch wirklich Gründungen und Jobwechsel auch entstehen.

00:21:24: aber Die Wirtschaft ist dann ein Faktor unter vielen, sozusagen wie man das unterbringen kann.

00:21:30: Gibt es eine Branche oder eine Gruppe von Menschen mit denen du unglaublich gerne mal so eine Zukunftswerkstatt, Emissionswerkstatte durchführen würdest?

00:21:39: Genau also als Mission für dich, als Missionswerkstatz durchführenden sozusagen... Mit wem würdest du das wahnsinnig gerne noch machen?

00:21:48: Das ist eine schwierige Frage.

00:21:50: tatsächlich ja.

00:21:51: Ängig!

00:21:54: Ich bin da ein bisschen agnostisch.

00:21:56: Also ich finde es immer fantastisch, in unserer Stadt durchzuführen weil da zeigt sich halt so ein Kern von Menschsein irgendwie wenn man so ein bisschen auf sich zurück geworfen ist und sich damit beschäftigt Ein bisschen so ein Orientierungsthema, also unsere erste Phase heißt halt auch Suche.

00:22:20: Das heißt da ist man auch so ein bisschen lost dann mal zwischendurch und irgendwann kommt man dann in eine Mehrklarheit rein, dann darf man endlich mit anderen Menschen intensiver sich austauschen, dann kommt man in die Begeisterung rein und dann geht es in der letzten Phase darum, das konkret dazu zu ziehen.

00:22:35: Und dann wird das... Ja, dann sind Leute halt gehen da euphorisch raus.

00:22:45: Ja, so eine Ausstrahlung am Ende irgendwie.

00:22:47: Und jetzt habe ich mich gerne antwortet wie ein Politiker.

00:22:50: Ich hab einfach irgendwas anderes erzählt wo ich auch fand das war wichtig noch mal zu sagen.

00:22:53: Absoluter

00:22:53: Medienprofi auch.

00:22:56: Das heißt weil du gerade agnostisch gesagt hast jetzt zusammen mit dem Papst das Mal zu machen oder mit der Bundesregierung oder sowas da vielleicht wo man vielleicht manchmal würde ich mal die These in Raum stellen die manchmal nicht für ihre für ihre zukunftsgerichtete Haltung gerade bekannt sind ... Papst vielleicht sogar noch eher als die Bundesregierung.

00:23:18: Da juckt jetzt nicht, sondern würde ich wirklich sagen näher am Ende mit den Menschen, Hauptsache...

00:23:24: Es ist ganz faszinierend das tatsächlich... Ich bin ja eh an auf der progressiveren Seite des Spektrums verortet, würde ich jetzt mal selber so sagen,... aber dass tendenziell wirklich konservative Kräfte fast mehr anspringen auf das

00:23:40: Produkt.

00:23:41: Interessant!

00:23:42: Das sind wir jetzt zum Beispiel auch dann bald bei einer Stiftung, die da eher aus dem konservativen Milieu kommt.

00:23:53: Die letzte Förderung kommt eher aus den konservativen Milieux... Also es ist wirklich interessant!

00:24:01: Auch ja ein bisschen dahin und da sind wir noch mal... Wenn die Leute überhaupt noch dran sind, weil gerade im Osten kriegen wir halt oft die Rückmeldung dass Missionen eigentlich so negativ mit kürchlichen Themen verbunden werden.

00:24:18: Werden halt einige andere vielleicht auch eher positiv mit kürlichen Themen dann verbinden?

00:24:26: Das ist aber tatsächlich nicht damit gemeint.

00:24:28: Unser Missionsbegriff leitet sich einfach davon ab, dass es diese politische Missionsorientierung auf einer höheren Ebene gibt und kann man beispielsweise auch mal das also auf der EU-Ebene die zentrale Vorderdenkerin der Missions Orientierung Manjana Matsukato eine führende Beraterin.

00:24:47: Da sind zwischen verschiedenste Programme realisiert worden Wer sich das mal angucken will, zum Beispiel in der Zero City mit dutzenden Städten die eben voneinander lernen wie man Städte klimaneutraler gestalten kann und dafür auch von der EU gefördert werden.

00:25:02: Also dass ist quasi auch die größere Idee diese Gestaltungsfähigkeit die wir auf individueller Ebene verproben die zu begleiten und zu stärken und dann auch in kleinen Missions-Communities thematisch zusammenzubringen.

00:25:22: Und dann aber eben auch so lobbyieren für den Zukunftsgestaltungsraum durch Missionsorientierung, weil am Ende des Tages gibt es einfach wieder systemische Hürden und Grenzen wo Menschen und kleine Gruppen uns nicht weitermachen können.

00:25:40: und wenn sie ein gutes Ziel haben, dann sollten Sie ja irgendwie da gefördert werden und das wäre das, wo wir dann eigentlich wieder gerne hinwollen würden.

00:25:51: Meine große Vision ist tatsächlich nächster Bundestagswahlkampf, Missionsorientierung wird ein Thema und es geht wirklich darum zu sagen wer nach vorne guckt, wer Zukunft gestalten will.

00:26:08: Missions Orientierung ist ein Format dafür.

00:26:10: auf einer politischen Ebene ist Missionsorientierung vielleicht sogar das Format neben einigen anderen wie gelohnten Bürgerräten oder so, aber die haben noch mal eine ganz andere Ausrichtung.

00:26:23: Missions Orientierung diente vor allem dazu als Staat selbst zu hinterfragen wo wollen wir Geld rein investieren und was entsteht daraus?

00:26:32: Und dann erkennt man schnell dass viel Geld in Sachen fließen die nicht besonders zukunftsorientiert sind Und das sollte geändert werden.

00:26:41: Also da gibt es einfach viel zu wenig zukunftsorientierte Entscheidungen, viel zu viel im Sinne von hier und jetzt und schnell irgendwelche Probleme fixen und nochmal irgendeinen dysfunktionalen Markt am Leben erhalten.

00:26:57: Die große Erzählung kommt eigentlich quasi von der Mission Mundlandung von John F Kennedy die in vielerlei Hinsicht ja wahnsinnig vielen Gang gesetzt hat, also das Internet jetzt ohne dieser Mondmission beispielsweise nicht gegeben und so weiter.

00:27:14: Das war ein bisschen top-down.

00:27:15: Das finden wir tendenziell nicht so gut aber von der Grundidee kommt der Missionsansatz eigentlich her.

00:27:22: Ich finde total spannend dass du von erzählt hast.

00:27:24: Eigentlich habt ihr am Anfang gemerkt es gibt total viele Widerstände.

00:27:27: und jetzt an einem Punkt seit wo ihr sagt ... werdet ihr sehr häufig angefragt, weil er aus einem konservativeren Milieu ... ... wo ich das gar nicht vermutet hätte.

00:27:36: Also ich finde es total toll, dass die Entwicklung bereit war zu gehen und zu machen... ... euch da auch durchzukämpfen und euch da genau in Format entwickelt habt was sich jetzt so adaptiert werden kann auf die verschiedenen Zielgruppen,... ... wo sozusagen gerade die Tür

00:27:52: aufgeht.".

00:27:54: Sag uns gerne noch mal, wo man euch findet.

00:27:56: Wo man vielleicht auch dich findet auf Social Media und ähnlichen Plattformen wie man dich im Zeichen kontaktieren kann wenn man nicht in den sozialen Medien ist und insbesondere auch wo man eben euch ansprechen kann für die Missionswerkstatt.

00:28:10: Ja danke Jan!

00:28:11: Für die Bühne, die Marketingpart der Veranstaltung.

00:28:15: Das ist ganz einfach www.missionswerkstadt.de Und da gibt es dann auch entsprechende Kontaktformulare und E-Mail Adessen.

00:28:24: Man kann auch Open Source das Methoden Handbuch runterladen, wenn man interessiert ist wie das alles genau aufgebaut ist.

00:28:31: Genau und Social Media Seite.

00:28:34: ich bin nicht eigentlich vor allem auf LinkedIn aktiv und poste da auch regelmäßig zum Projekt Fortschritt also da auch gerne folgen oder connecten.

00:28:43: Wenn man Interesse hat würde mich sehr freuen die ein oder anderen Kennt ihn zu lernen.

00:28:50: Genau, und wenn ihr Jonas hier kennengelernt habt und dann Jonas bei LinkedIn schreibt, sagt ihm doch mal Bescheid dass sie ihn über uns kennenlernt habt Dann machen wir mal da in einem Jahr eine Wirkungsanalyse und fragen mal wie viel da angekommen ist auf dem Weg oder so.

00:29:04: Vielen Dank Jonas.

00:29:05: Dass ihr erst mit dieser Arbeit macht finde ich es total gut und wichtig Und ich bin total gespannt.

00:29:11: jetzt haben wir... Wie lange gibt's die Missionswerkstatt?

00:29:13: Die Missions-Werkstatt, auch wie lang gibts jetzt schon?

00:29:16: Naja, drei Jahre arbeiten wir dran.

00:29:18: Ja

00:29:18: dann sind wir ja in der Mitte zwischen dem einen Jahr wo man sich vielleicht überschätzende Wirkung und den fünf Jahren wo man es unterschätzt.

00:29:24: also ich bin total gespannt wo ihr dann in zwei Jahren sagt wo ihr rausgekommen seid so von dem von den Zielen und vielleicht auch was ab heute in fünf jahren dann da raus kommt.

00:29:35: Vielen Dank dir!

00:29:35: Und genau wieder hören und sehen uns.

00:29:38: Danke dir für die Einladung.

00:29:40: Hast du deine Mission schon gefunden?

00:29:42: Bist du vielleicht schon dabei, aus einer Idee Wirklichkeit werden zu lassen?

00:29:46: Wenn Du alleine oder mit anderen an eine Idee dran bist und Fragen dazu hast wie es nach der ersten Euphorie weitergehen kann, dann schreib eine Mail an beratung.sigusa.de.

00:29:57: Wir unterstützen Dich gerne und kostenlos!

00:30:00: Wenn Du mehr über Sigusa wissen willst, schaut doch mal auf sigusa.dee vorbei.

00:30:04: Oder folge SIGUNetzwerk Sachsen-Anhalt bei Instagram bzw.

00:30:07: Sigusa bei LinkedIn.

00:30:09: Ich hoffe das Gespräch hat Dir gefallen.

00:30:11: Bis zum nächsten Mal bei Sigusa.

00:30:13: redet mit.

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