SIGUSA redet mit Jonas Drechsel Teil 1
Shownotes
Diese Fragen hat Jonas mitgebracht:
- Wenn wir davon ausgehen, dass demokratische Prozesse in Sachsen Anhalt gestärkt und zugleich modernisiert werden, wie könnte das Land im Jahr 2045 aussehen, und welche institutionellen und kulturellen Updates wären dafür notwendig?
- Wie könnten liberale Institutionen in Sachsen Anhalt so weiterentwickelt werden, dass sie transparenter, zugänglicher und wirksamer werden und damit Vertrauen zurückgewinnen, statt nur formal verteidigt zu werden?
- Wie können Politik, Verwaltung und Unternehmen von oben glaubwürdige Einladungen zur Mitgestaltung aussprechen und zugleich Individuen, Initiativen und Kommunen von unten ermutigen, Verantwortung für die Zukunft des Landes zu übernehmen?
- Wie kann wirtschaftliche Zukunft so organisiert werden, dass industrielle Kontinuität, neue Energie und Klimainfrastrukturen sowie regionale Wertschöpfung nicht gegeneinander ausgespielt, sondern strategisch miteinander verbunden werden?
- Welche konkreten Zielkonflikte zwischen Industrie, Klimazielen, Flächennutzung, sozialer Sicherheit und Migration prägen Sachsen Anhalt, und welche stabilen Verhandlungsräume braucht es, um diese Konflikte nachvollziehbar und legitim auszutragen?
- Welche Wechselwirkung zwischen lebendiger demokratischer Praxis im Alltag und handlungsfähigen Institutionen ist notwendig, damit Transformationsentscheidungen sowohl getragen als auch wirksam umgesetzt werden?
- Welche Formen langfristiger Koordination zwischen Landespolitik, Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft können strategische Orientierung sichern, ohne demokratische Rechenschaftspflicht auszuhöhlen?
Jonas Drechsel ist Zukunftsforscher und Vorstand der Initiative D2030. Außerdem bringt er als Projektleiter der Missionswerkstatt Menschen ihre eigene Zukunft näher.
D230-Szenarien
https://d2030.de/projekte/szenarien-deutschland-2030-eine-landkarte-fuer-die-zukunft/
Alte Grenzen - neue Gefahren 2035
https://d2030.de/alte-grenzen/
NEUE HORIZONTE 2045
https://d2030.de/neue-horizonte-2/
"Wenn der rechte Rand regiert" von Sally Lisa Starken
https://www.penguin.de/buecher/sally-lisa-starken-wenn-der-rechte-rand-regiert
Kleinstadt Akademie
https://kleinstadtakademie.de/
INFO: Wegen eines Mikrofonausfalls klingt Jan circa ab Minute 30 anders.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Würdest du deine Zukunft kennen wollen, wenn du es könntest?
00:00:03: Der Blick in die Glaskugel verspricht spannende Wendungen und Überraschungen.
00:00:07: Gleichzeitig haben wir oft den Eindruck schon zu ahnen was in der Zukunft auf uns wartet um Blicken sorgenvoll oder mit Vorfreude nach vorne.
00:00:15: Scheinbar ist das nicht ganz so einfach mit der Zukunft!
00:00:17: Mein Name ist Jan Wagner und ich führe im Podcast Siegusa Redet Mit Gespräche über soziale Innovation gemeinen wurde orientierte Unternehmen und Sachsen-Anhalt.
00:00:27: In dieser Folge spreche ich mit Jonas Drexel.
00:00:31: Er ist selbstständiger Zukunftsforscher und teilt des Vereins D-Zwanzigdreißig.
00:00:35: Viel Freude beim Zuhören!
00:00:38: Jonas, schön dich heute hier zu haben.
00:00:40: kannst du vielleicht kurz vorstellen wie man zum Titel Zukunfts Forscher kommt?
00:00:46: Und was sind so die typischen Reaktionen die du bekommst wenn du irgendwo erzählst ich bin ZukunftsForscher so acht Stunden Flug über in Atlantik.
00:00:54: Du selbst stellst sich sofort deinem Sitznachbar, deine Sitznahbarin.
00:00:57: Was macht die Person die nächsten acht Stunden mit dir?
00:01:01: Meistens erzählen mir die Leute eigentlich, was sie sich für Zukunft vorstellen und welche Zukunftsthemen ihnen besonders wichtig sind.
00:01:09: Hast du das Gefühl... Was ist dir denn besonders wichtig Jan heute?
00:01:12: Oh gute Frage!
00:01:13: Ja ich merke also dass meine Zukunftssicht sich sehr verändert in den letzten Jahren.
00:01:18: Ich glaube in den Letzten so zwölf Jahre nicht.
00:01:20: Ich sage immer mit dem Angriff der Russlands auf die Ukraine und auf die Krimm-Kirche im Jahr ... Weltbild schon ein bisschen verändert hat, so als West-Europäer in unserem sehr heilen Weltsheet, den wir sind.
00:01:37: Und ich merke sie verändert sich in den letzten Jahren auch weil es jetzt so konkreter immer diese Bedrohungsgefühl kommt so immer näher.
00:01:43: Da gehen wir gleich ja auch glaube ich noch darauf ein dass wir im Sachsen-Anhalt dieses Jahr Landtagswahl haben und auf einmal ist die Zukunft so... Die Ungewissheit kommt immer nähe, ich würde sagen früher war die Zukunft in zehn Jahren ungewiss gewesen, jetzt ist die Zukunft zu unserem Jahr sehr ungewisse.
00:02:00: Würdest du sagen, die Zukunftssicht verändert sich oder bleibt die Zukunftsricht so im Groben?
00:02:06: Bist das eine Charakterfrage oder ist da schon auch sehr eine Frage der Zeit?
00:02:11: Also Zukunft ist erstmal eine Zeitfrage vor allem und insbesondere... also es ganz interessant was du sagst, ich glaube früher, die Herangehensweise von Zukunftsforschung zu sagen, wenn man sich mal mit zehn, fünf, zwanzig Jahren in Zukunft auseinandersetzt können sich Leute viel leichter und Organisationen viel leicht darauf einlassen dass sich da wirklich Dinge geändert haben werden.
00:02:35: Aber ich glaube das Selbstverständnis verändert sich gerade auch ein bisschen weil inzwischen sich eigentlich alle damit auseinander setzen müssen, dass es morgen schon anders sein wird als heute weil irgendein verrückter Präsident wieder irgendwo eingefallen ist oder irgendwelche Sachen gemacht hat die?
00:02:51: Na ja, also ehrlich gesagt würde ich schon sagen mich überrascht gar nichts mehr.
00:02:54: Aber nicht aus so einem fatalistischen Ding heraus sondern wenn man einfach sieht was passiert und wer sich so wie verhält dann hat man ein ganz gutes Gefühl was da alles passieren könnte.
00:03:07: Und meine Herangehensweise ist meistens das eher leiser zu stellen und sich auf das zu konzentrieren was man denn tun kann.
00:03:14: auch
00:03:16: Jetzt sagst du, was man tun kann.
00:03:17: Das heißt für dich ist Zukunft schon sozusagen etwas das du immer als beeinflussbar siehst oder?
00:03:25: Das ist der Kern meiner Arbeit.
00:03:26: Ich würde mich auch, also das ist auf jeden Fall ein Stück aktivistischer Part dran.
00:03:32: ich würde auch sagen quasi, wir haben jetzt gar nicht über die ganzen verschiedenen Projekte in denen alle involviert bin gesprochen und es ist auch mal okay.
00:03:39: Also danke dafür!
00:03:41: Vielleicht packen wir das in die Fußnote oder so.
00:03:46: aber ich habe für mich auf jeden fall erwischt dabei dass das schon meine Coping-Strategie eigentlich ist anstatt zu sagen, mich die ganze Zeit überaufzuregen was Welt passiert, mir eben verschiedene Hebel zu suchen wo ich Einfluss nehmen kann und das ist eigentlich demokratisches Verhalten aus meiner Sicht zu sagen wir leben in einer Demokratie.
00:04:07: Wir können Sachen aussprechen, wir können Sachen anstoßen ja wir können Rahmenbedingungen auch verändern über Zeit und da kommt wirklich dieser Zukunftshorizont nochmal anders ins Spiel.
00:04:21: Ich sage eigentlich immer sehr gerne, dass Menschen überschätzen was sie in einem Jahr zu einem Thema erreichen können und sie unterschätzen das sie in fünf Jahren bewegen können.
00:04:34: Also so auch wenn du eine Gitarre anfängst zu spielen oder Klavier dann bist du nach einem Jahr bis zu ein bisschen besserer Amateur der halt die Grund-Dinge beherrscht.
00:04:46: normalerweise, wenn du jetzt nicht über Talent bist.
00:04:49: Du kannst so ein bisschen... Was?
00:04:52: paar einfache Lieder vielleicht spielen.
00:04:54: Aber wenn du es fünf Jahre machst, dann kannst du richtig gut sein.
00:04:58: Liegt das daran?
00:04:59: Oder liegt dieses Unterschätzen von dir was ich in fünf Jahren erreichen kann daran dass die meisten Menschen Dinge nicht fünf Jahre machen sondern... ...das ein Jahr sich mittlerweile schon sehr lang anfühlt in dieser Zeit?
00:05:10: Das würde ich sagen ja.
00:05:12: In dieser Aufmerksamkeitsökonomie muss halt alles immer sofort funktionieren.
00:05:18: Ich glaube ist auch ganz interessant irgendwie Und da komme ich ja eigentlich her aus dem Social Media auch.
00:05:26: In der Frustration bin ich dann eher ausgestiegen, weil das dann eben keine sozialen Innovation vorgebracht hat wie wenn sich das gehofft hätte sondern eher naja also asoziale, wenn man so will.
00:05:39: Auch ein belastetes Wort aber genau und...
00:05:43: Führt es dazu dass die Menschen durch Social Media oder sowas, dass die Samme sehr bewusst ... ganz kurzfristige Dinge machen, also zum Beispiel wie falt ich mich jetzt?
00:05:55: Ich scrolle durch meinen TikTok Feed und alle drei Sekunden oder zwei Sekunden guckt mir etwas Neues an.
00:06:01: Aber ich tue ja trotzdem noch dinge ein Jahr lang, ich tu ja trotzdem fünf Jahre lang.
00:06:06: Das heißt das was mich wirklich verändert diese fünf jahre Perspektive die du angesprochen hast... Die passiert viel unbewusster habe ich das Gefühl.
00:06:13: Das heisst wenn man sich anguckt was hast du in den letzten fünf Jahren gemacht?
00:06:16: Ich hab die letzten fünf Jahre ganz viel Zeit auf Social Media verbracht!
00:06:19: Das sorgt für eine große Veränderung.
00:06:21: Was hast du bewusst gemacht?
00:06:24: Was ist daran bewusst?
00:06:24: Bewusst war das eigentlich immer nur, wenn überhaupt dann die nächsten zwei Minuten was bewusstes zu machen weil ich auf dem Klo das Handy rausgeholt habe oder so.
00:06:32: Aber diese großen Veränderungen, die du angesprochen hast, die dadurch kommen dass ich etwas fünf Jahre lang mache... ...die passieren ja trotzdem bei jedem Menschen und wahrscheinlich auch bei uns allen zum Beispiel Aufmerksamkeitsökonomie oder so oder...?
00:06:42: Ja, genau.
00:06:43: Also ich habe meine Masterarbeit wie gesagt im Masterzukunftsforschung auch über einen Theorieentwurf zum Thema Zukunftsgestaltung geschrieben und da geht es eigentlich eine Kernthese dass dieses Zukunfts Gestaltung passiert eher bewusst und das ist nicht so ein Verhalten also wie du dich verhalten ist was wir gelernt haben und wie wir eben effektiv reaktiv durch die Welt gehen.
00:07:11: Ja, Karnemann würde das irgendwie das schnelle denken.
00:07:14: Davon haben vielleicht viele schon mal gehört nennen.
00:07:16: Das heißt es passiert irgendwas und du reagierst halt so.
00:07:19: Und der Mensch ist ja eigentlich eine Ansammlung von Routinen.
00:07:23: Und Zukunftsgestaltung ist im Prinzip sich dessen ein Stück weit bewusster zu werden um zu sagen ich füge jetzt dies oder jenes hinzu.
00:07:32: Dann ist die Frage wie weit man damit kommt bzw.
00:07:36: wie weit mein Gehen will.
00:07:38: Und ich will es auch nicht sagen, dass alles immer irgendwie vom Individuum ausgeht.
00:07:41: Am Ende kommt's ja auch immer wieder auf ein bisschen mit Systemien und Strukturen konfrontiert und dann ist das immer noch mal schwieriger die zu verändern oder mit denen in Kontakt zu kommen.
00:07:54: aber ich glaube eine gute Serie of Change keine Ahnung.
00:08:00: im Welt der sozialen Innovationen fand ich immer dieses dieses Einhorn-Beispiel ganz spannend, als die dann die Periodenprodukte auf den Markt gebracht haben.
00:08:12: Dann eben auch die Steuer damit mitzukippen und zu reduzieren.
00:08:19: Kannst du vielleicht
00:08:20: kurz erklären, worum es da ging?
00:08:21: Weil ich glaube das haben nicht alle mitbekommen.
00:08:24: Ja im ganzen Detail bin ich da auch nicht drin aber es ging halt so im Prinzip darum dass man dann in diese Produkt aus dem Kondomthema heraus das noch erweitern wollte, die Produktpalette und dann eben nicht nur... ...das eingeführt hat sondern eben auch politisch wirksam wurde.
00:08:45: Und sich an eine bestehende Petition.
00:08:47: also es ist ein bisschen umstritten, inwieweit Einhorn gemacht hat oder sie haben auf jeden Fall ihre Reichweite und ihre Bekanntheit mit eingebracht.
00:08:54: Dann ist die Petition ziemlich durch die Decke gegangen und dann wurde am Ende eben die Steuer, die auf Periodenprodukte erhoben wird deutlich reduziert ... wodurch es einfach noch mal einen anderen Status reingerutscht ist.
00:09:07: Und ich würde sagen, das ist für so eine Marke halt irgendwie schon ne gute Sache... ...dass du halt nicht nur sagst, hey wir haben hier irgendein Produkt,... ...weil wir denken, dass lässt sich gut verkaufen sondern wir sind Teil eines politischen Prozesses,... ...wo da eine Normalität oder eine Normalisierung eingesetzt hat,... ...das das eben kein Luxusgut ist mir.
00:09:26: Auch ein super Beispiel für, sagen man, das Win-Win was ja auch dann bei... ...gemeinfluorempzierten Unternehmertum... häufig mitkommt, dass man sagt natürlich profitiert das Unternehmen auch davon wenn die Produkte durch halt die Steuerreduzierung günstiger werden.
00:09:38: Aber am Ende ist es an der Stelle auch ein diskriminierender diskriminierte Praxis gewesen, die man damit gleichzeitig angegangen ist.
00:09:45: also dieses gut für beide Seiten und dass das eben auch nicht wirtschaftlichem Handeln gegenüberstehen muss immer total guter Punkt.
00:09:55: Wir haben gerade so über diese Beeinflussbarkeit von Zukunft gesprochen Und wie ich schon am Anfang mal erwähnt habe, Sachsen-Anhalt hat das gerade sehr geprägt glaube ich von sozusagen düsteren Zukunfts sichten.
00:10:08: Vielleicht sei in der Stelle gleich vorweg dass es natürlich alles relativ subjektiv ist was wir jetzt hier gleich erzählen.
00:10:13: Das heißt keiner kann für alle Menschen den Sachsen Anhalt sprechen.
00:10:17: Ich glaube selbst unser Ministerpräsident könnte nicht quasi würde sich nicht anmaßen und sagen er kann für all die Dimensionen alle Gruppen sprechen.
00:10:25: Das heisst natürlich sind wir jetzt ein bisschen subjektif.
00:10:27: aber Ich glaube, dass selbst Menschen die jetzt anders zum Beispiel sich politisch orientieren als ich und vielleicht eine Partei wählen, die irgendwie ich auf keinen Fall wählen würde.
00:10:37: Ich glaube selbst die würden in Sachsen-Anhalt nicht sagen sie sind super optimistisch sondern ich glaube auch die... Auch da ist sehr viel Unzufriedenheit und sehr viel negative Sicht auf die Zukunft.
00:10:46: also das ist so ein bisschen vielleicht der vereinende Faktor.
00:10:48: alle gucken gerade so n bisschen negativ in Sachsens Anhalt nach vorne so wie ich es erlebe.
00:10:52: ich sehe da wenig Leute die so richtig optimistische sind und sagen Die Kurve geht grad nach oben!
00:10:56: Ich glaube wie weit die Kurve nach unten geht.
00:10:58: Das ist dann so ein bisschen der Unterschied.
00:11:00: Und du hast Fragen mir geschickt und im Vorfeld erarbeitet, die dahin gehen wenn es darum geht zu fragen wie könnte denn ein demokratisches Erneuertes Sachsen-Anhalt im Jahr zwanzigfünfundvierzig aussehen?
00:11:15: Wie könnten wir da hinkommen?
00:11:17: Wie könnt ihr damit die Zukunftskurve doch sich nach oben bewegen?
00:11:22: Habe ich das so ganz gut zusammengefasst mit den Fragen
00:11:28: Genau, ich würde da nochmal den von dir angedeuteten reframe noch mal stärken.
00:11:33: Also Ich glaube alle Studien also die studienlage ist vielleicht beim klimawandel nochmal so eindeutig wie irgendwie bei dem thema.
00:11:44: Wenn wir Also dieses aufklärerische Die afd fällt durch fakten checks oder bietet angebote an die keine die sie nicht wirklich halten will und so weiter, also sich daran abzuarbeiten.
00:12:02: Das ist ja was extrem funktioniert hat.
00:12:05: diese Empörungslogik Und das auch als Zukunftsforscher ist das etwas was mich seit Anfang an eigentlich beschäftigt weil unsere Aufgabe ist es eigentlich Alternativen anzubieten Zu bestehenden Dingen.
00:12:20: und ich würde sagen Ja wenn man einfach sich die Geldflüsse im Hintergrund anschaut sind das halt mächtige Milliardäre, die dort in dieser Partei ihr Interessen verwirklichen wollen.
00:12:33: Und dann ist es eigentlich keine Alternative in dem Sinne sondern einfach eine Maximierung von so einem.
00:12:40: there is no alternative was man irgendwie vom Tetscher kennt aus den siebziger Jahren der ehemaligen britischen Premierministerin.
00:12:49: und genau Ich habe mich gefragt, als ich die Einladung bekommen habe will ich jetzt eine halbe Stunde über die AfD reden und für mich sehr klar gehabt.
00:12:59: Nein!
00:13:00: Ich würde sehr gerne eigentlich über einen Sachsen-Anhalt und aber auch über ein Deutschlandreden als einem Ort an dem so autoritäre, extrem neoliberale Versprechen weniger verfangen.
00:13:15: Das heißt nicht widerlegen Also das quasi nicht so einen sich auf den Diskurs einlassen, wie wir ihn in einem demokratischen Raum gewohnt sind.
00:13:28: Wo man aber nur verlieren kann sondern wirklich sagen ja Wie kann man eine wünschenswerte Zukunft konkret machen?
00:13:35: Und wie kann man vor allem demonstrieren was echte Alternativen sind.
00:13:40: und genau damit habe ich mich so ein bisschen beschäftigt.
00:13:41: und wir können gerne darüber reden wie man das mit einer In der Zukunftsforschung wird immer ein Backcasting-Methode.
00:13:48: Wenn man so ein bisschen über Ziel bildet, wie geht das dann wieder rückwärts ins Heute?
00:13:52: und eben über längere Horizonte?
00:13:54: Wir haben gerade über die fünf Jahre gesprochen aber auch noch länger.
00:13:57: Wie kann das mit Leben gefüllt werden?
00:14:00: Vielleicht nochmal ganz kurz als Kontext Ich bin ja eben auch als Vorstand von dem Verein D-二zig dreizig da Und wir haben zwei Sennalienreports für Deutschland entwickelt.
00:14:13: Könnte ich jetzt auch in der nächsten halbe Stunde drüber reden?
00:14:15: Ich erwähne Sie einfach nur mal kurz, das eine ist der neue Horizontereport für Deutschland im Jahr twenty-fünfvierzig mit sieben wirklich so Zielszenarien.
00:14:23: Mit der Frage was können wir wollen und gerade frisch erschienen sind alte Grenzen zwanzig fünfunddreißig wo es wirklich um diese Demokratie Erosion geht mit einem Befund ja eher so schleichend über die Mitte und über die Aushöhlung der Mitte, was auch tatsächlich die Grundlage für den Spiegelbestseller wenn er rechte Rand regiert von sehr lilieser starken bildet.
00:14:47: also Empfehlung empfehlung.
00:14:49: Unsere Studie Open Source können wir gerne anhängen und gerne genau der Link zu dem Buch der ist glaube ich auch durchaus lohnenswert dass man Demokratieverteidigung als etwas erzählt, was es auch wirklich zu verteidigen lohnt und nicht in so einem... Na ja das ist halt das beste System, was wir jemals hatten.
00:15:15: Aber ich glaube, das haben viele in Sachsen-Anhalt auch anders erlebt?
00:15:19: Ja genau!
00:15:20: Ich glaube an der Stelle, das ist auch total wichtig zu sagen, dass es natürlich ganz verschiedene Blickwinkel darauf gibt.
00:15:26: Das ist also gerade die Perspektive in der DDR.
00:15:28: aufgewachsen zu sein verändert den Blick auf das, was da gerade aktuell passiert ... enorm.
00:15:33: und das zum Beispiel kann ich nicht von mir behaupten, ... ... ich bin in neunzehnundneinzig geboren.
00:15:38: So und da merke er auch, dass mehr prägt an manche Perspektiven oder ... ... manche Blickwinkel.
00:15:44: Du hast die erste Frage, die du geschickt hast ist... Wenn wir davon ausgehen, dass demokratische Prozesse im Sachsen-Anhalt gestärkt ... ... und zugleich modernisiert werden wie könnte das Land im Jahr ... ... zwanzigvormundvierzig aussehen?
00:15:57: Und welche Institutionellen und kulturellen Updates wären dafür notwendig ?
00:16:03: Ich bin direkt hingeblieben an diesem Wort demokratische Prozesse, weil ich gemerkt habe so demokratische.
00:16:08: Prozisse geht bei mir ganz stark dieses Blick auf Wahlen an aber ich glaube eigentlich ist das ja viel zu gut, dass er viel zu kurz gegriffen, weil demokratische prozesse passieren drum herum.
00:16:18: also das sage ich gerade auch mal wenn es um die Landtagswahl geht jetzt diesjahr in Sachsen-Anhalt Die Wahl ist ja das was zwischen fünf Jahren demokratischen Prozessen sozusagen passiert.
00:16:28: Also da passieren fünf Jahre demokratischeprozesse und dann kommt dann kommt eine Wahl, die sozusagen nur Ausdruck dessen ist.
00:16:36: Aber dazwischen passiert ja was?
00:16:38: Was würdest du sagen... ...was sind so die wichtigsten, die du immer auf die du guckst wenn es um demokratische Prozesse
00:16:42: geht?".
00:16:43: Ja das ist ein demokratischer Prozess.
00:16:45: also ich glaube dass das ist das was ich vorhin schon mal kurz angedeutet habe.
00:16:50: für mich ist halt also ein lebendiger Demokrat zu sein ist an den Sachen die mir besonders wichtig sind und da gibt's natürlich auch die Kapazität beschränkt, aber da eben aktiv wirklich teilzunehmen hier jetzt da zu sein und mir anzumaßen aus Berlin kommend über Sachsen-Anhalt zu versuchen vielleicht ein paar interessante Talking Points mit reinzubringen.
00:17:16: Das ist auch... Teil meines Verständnisses als Demokrat.
00:17:23: Und genau wie du gesagt hast, es geht halt im Zweifel viel weniger darum diese Kreuze zu setzen sondern sich eigentlich den Raum zurückzuholen über das mitzubestimmen was einem wichtig ist und was einen betrifft und ich würde sagen da ist ja auch.
00:17:43: Also hat Halle, Magdeburg in ähnliche Städte mit den Montagsdemos riesige Tradition auch eine gewisse demokratische Selbstermächtigung beispielsweise zu praktiziert haben.
00:17:58: Und damit kenne ich mich nicht im Detail aus aber wie ich das gesehen habe Die Verfassung halt die letzten Jahre mirfach angepasst und zum Beispiel Kinderrechte sind aufgenommen worden oder sind anders verhandelt worden, geschärft worden.
00:18:13: Und ja das sind Themen die sozusagen und das würde man als Zukunftsforscher immer so als schwaches Signal sehen oder im Sinne der Montagsdemonstrationen und dann auch dem Mauerfall mehr als schwache Signale sondern wirklich Ja, wirklich massive Manifestationen und Verschiebungen der Lebensrealitäten.
00:18:35: Als etwas das Hoffnung gibt, dass eben mitbestimmt werden kann und sich Dinge auch zum Guten weiterentwickeln.
00:18:45: Und ja ich glaube können wir vielleicht sogar übergehen direkt.
00:18:50: also meine nächste Frage wäre wie könnten liberale Institutionen so weiter entwickelt werden?
00:18:56: dass sie transparenter, zugänglicher und wirksamer werden.
00:18:58: Und damit Vertrauen zurückgewinnen statt eben – das meinte ich vorhin – Demokratien nur so formal zu verteidigen weil es halt als so einen hoher Wert für uns angeht.
00:19:10: Da würde ich sagen, das lässt sich am Ende des Tages vor allem dadurch machen, dass man in die konkrete Sache reingeht.
00:19:18: Ich habe auch gesehen nach Forschung wie verschiedenste Stiftungen sich nach der Wende neu aufgebaut haben und institutionelle Erneuerungen aus eigener Kraft leisten.
00:19:33: Das sind Aufgaben, die von Menschen dann immer gestaltet wurden auch.
00:19:38: Und das ist vielleicht eine Kernaussage Es ist undemokratisch zu sagen Ihr da oben solltet jetzt endlich mal euch um uns sorgen und wir sind nur wütend.
00:19:55: Und das passt alles nicht, sondern also auf die Straße gehen und Wütend sein ist auch Teil von Demokratie natürlich.
00:20:05: aber wir hatten gerade sehr schön dieses Beispiel eben durch TikTok scrollen Informationen zusammen zu suchen, die irgendwie innerhalb von einer Blase einen in der Meinung bestärken.
00:20:21: Das ist nicht demokratisch das ändert nichts an der Welt.
00:20:25: Also das macht nur Polarisierung und ich glaube was halt.
00:20:30: also es ist schon gut wenn Menschen sich zusammenschließen und rausgehen aber wofür sind wir eigentlich?
00:20:37: Ist das auch eine Frage die schwieriger beantwortbar ist als früher.
00:20:43: Also ich sage mal so, wir haben jetzt zum Beispiel ganz konkret in Halle gerade diese Situation das der Haushalt der Stadt nicht durchgeht.
00:20:50: also wir haben nach vor keinem endgültig beschlossenen Haushalt am dreißigsten vierten des Jahres den wir heute aufnehmen und es liegt dann an einem.
00:20:58: genauer liegt daran dass die Stadt sozusagen einen Defizit hat was das Land nicht akzeptieren kann sozusagen deswegen den Haushaltsplan eigentlich freigibt soweit ich das nachvollziehen oder verstehe.
00:21:07: da gibt's natürlich extreme Auswirkungen weil gerade in den freiwilligen Leistungen der Stadt Gelder nicht freigegeben werden können, was extrem Auswirkung hat dass Menschen ihre Jobs einfach verlieren weil das Geld einfach nicht da ist Anfang des Jahres in manchen Institutionen.
00:21:21: Dagegen gibt es jetzt zum Beispiel Demonstration.
00:21:23: aber die Organisatoren sagen auch selber naja so eine richtig ganz konkrete Forderung ist auch schwer zu geben weil wohin schreit man?
00:21:31: Schreibt man zur Stadt die sagt Aber die Stadt macht ja Vorschläge, schreitet man zum Land ... die auch ihre Vorgaben haben, schreit man zum Bund.
00:21:40: Weil sie immer mehr Aufgaben sozusagen in die Kommune geben... Also dieses erstmal sagen ich bin da also dieser Ausdruck von Ich bin laut!
00:21:48: Ich bin dagegen!
00:21:49: Ich finde das nicht gut was gerade passiert.
00:21:52: Dann würde ich dann auch sagen verstehe ich warum der wichtig ist?
00:21:54: Ich merke aber auch dass es mir ganz schwer fällt überhaupt auf die Straße zu gehen und daran zu glauben, dass das quasi gehört wird.
00:22:00: Das ist sowas was mich persönlich schon schwierig finde für mich da aufzuraffen.
00:22:05: Aber ich merke, es wird umso schwieriger.
00:22:07: Wenn ich bei so einem Thema drauf gucke und denke... ...ich wüsste gar nicht wem ich jetzt hier eigentlich das sind Gegenrufe?
00:22:13: Und ich habe das Gefühl zum Beispiel beim Thema Klimawandel ist das auch so ein Thema.
00:22:17: Das ist so groß da hat jeder erstmal eine gute Begründung warum er selbst nicht verantwortlich ist.
00:22:23: Wie würdest du sagen wie kann man denn wir könnten den jetzt so also ne demokratische Prozesse demonstrieren zum Beispiel wie könnte der modernisiert werden?
00:22:32: ... damit es da wieder mehr Wirksamkeit empfinden gibt, hast du da Ideen?
00:22:41: Demonstrationen sind immer ein bisschen wie Wählen.
00:22:45: So einen Kreuz zu setzen für eine Sache und so sagen hier war ich Teil davon... ...und dann wurde ich damit gezählt als das Thema hat gerade nach außen hin eine gewisse Relevanz.
00:22:55: Ich habe als nächstes Thema tatsächlich sehr, sehr konkreten mitgebracht.
00:22:59: Dazu das Strukturstärkungsgesetz, das beschlossen wurde und dass für Sachsen-Anhalt bis zu zwanzig achtunddreißig mehrere Milliarden Euro vorsieht.
00:23:09: Und ich glaube da ist noch ziemlich viel offen gerade auch ohne da im Detail drinzustecken wie das Wie die Verteilung aussehen soll.
00:23:20: Also das könnte zum Beispiel eine Kampagne sein.
00:23:23: Oft sind solche politischen Entscheidende, die ja gehen dann so ein bisschen unter aber genau damit zu gestalten vielleicht einen Teil irgendwie auch für Lückenstopfen zu nutzen, aber eben auch um gewisse Dinge zu entwickeln.
00:23:39: und ich hatte letztes Jahr mit verschiedenen Bürgermeisterinnen aus verschiedenen Kleinstätten auch Interviews geführt für ein Projekt, für die Kleinstadtakademie.
00:23:49: Guckt da gerne mal vorbei gute Sache.
00:23:54: und ja diese sind super motiviert diesen sehr gestalterungs motiviert und haben aber einfach auch so dürfen über viele Sachen nicht entscheiden ist soßenseitig da einfach Probleme und können das nicht so machen wie sie wollen.
00:24:18: Und müssen dann oft einfach vor allem sich auf irgendwo beschlossene Ausschreibungen bewerben, um überhaupt an Geld dazu kommen.
00:24:28: Und einer hat mir halt eins zu eins gesagt naja, da nimmt man das halt mit und macht dann irgendwie nochmal irgendeine Renovierung von irgendwas obwohl man das Geld eigentlich für ganz was anderes wirklich brauchen würde.
00:24:40: Und ich glaube dass es gerade etwas was einfach Na ja, was Sichtbarkeit braucht das Thema und dann eben demokratische Aushandlung.
00:24:50: Und wie funktioniert demokratische aushandlungen in dem Leute sich da mehr mit beschäftigen?
00:24:55: Da Vorschläge auch entwickeln, Alternativen entwickeln wie damit umgegangen werden kann weil das Geld ist da es wird verteilt und die Frage ist halt wie es verteilt wird und wer sich bemüht darum damit zu sprechen wie es.
00:25:09: Du
00:25:10: hast die Frage gestellt, wir können Politikverwaltung und Unternehmen von oben glaubwürdige Einladungen zur Mitgestaltung aussprechen.
00:25:17: Und zugleich individuellen Initiativen und Kommunen von unten ermutigen Verantwortung für die Zukunft des Landes zu übernehmen?
00:25:24: Ich glaube so da ist diese Frage nach Transparenz und auch runterbrechen, ohne quasi zu entmündigen.
00:25:33: Das ist so eine ganz spannende Balance die ich auch wahrnehme.
00:25:36: also wie kann ich auf der einen Seite in einem TikTok Format ein Gesetz was du gerade angesprochen hast ne?
00:25:40: Wie kann ich ein Gesetz das jetzt gerade irgendwo verhandelt wird wo hunderte Menschen dransitzen tausende von Seiten Papier zu verhandeln bis ausletzte Wörtchen runterzubrechen mit Lobbyverbänden mit Milliarden Interessen wahrscheinlich im Teil für alle nicht nur beiden Seiten sondern allen vier fünf sechs Seiten die so ein Gesetz dann noch hat?
00:25:59: Wie kann ich an der Stelle so einen Menschen dazu bringen, da ranzukommen sich ran zu trauen ohne so sehr zu verkürzen dass ich falsch schliege.
00:26:10: Dass ich falsche Informationen verbreite aber gleichzeitig genug zu verkirzen das die Leute das Gefühl haben Ich habe da was Handhabbares.
00:26:17: Das finde ich schon eine spannende Frage wenn es darum geht sich in der Politik zu beteiligen.
00:26:21: weil natürlich ist die Antwort auch wie wir ganz am Anfang hatten man muss geduldig bleiben Man muss bereit sein ein Prozess reinzugehen und ... das, was man vielleicht dies eine gesetzt.
00:26:29: Das ist dann nur der eine Schritt... aber es sind halt wahrscheinlich die nächsten sieben acht Gesetze,... ...die man halt jeweils so um zehn Prozent mit beeinflussen kann oder fünf Prozent auf der kommunalen Ebene vielleicht oder so.
00:26:41: Und ich glaube diese Geduld zu kombinieren mit der schnellen Kommunikation und das zu durchblicken diesem Prozess, ich glaub' ich find', dass ne wahnsinnig herausfordernde Aufgabe also da in der Politik zu sein und zu sagen Ich kommuniziere mit den Menschen durch meinen Social Media Kanal ... ohne zu entzweien, aber gleichzeitig pointiert zu sein... ... um überhaupt durchzukommen durch das Medium.
00:27:02: Das finde ich eine extrem schwierige Aufgabe.
00:27:05: und jetzt bin ich immer... Ich merke, ich rutsche mal in so eine Zweiflerrolle hier gerade... Und du bringst die Vision, aber vielleicht ist das unvermeidbar gerade!
00:27:15: Naja, weil es auch so eine gewisse Dominanz hat.
00:27:18: Also so Polarisierungszuspitzungsgeschichten.
00:27:20: Ich meine Trump hat die Wahl gewonnen.
00:27:22: mit in zwei Wochen beendet er den Ukraine Krieg nachdem er gewählt wurde.
00:27:26: Er ist ja beendete.
00:27:30: Der hat doch den nächsten Krieg angefangen der Aussage er beendeten innerhalb von zwei Tagen.
00:27:33: also
00:27:35: Und genau, auf einer kommunalen Ebene hat die AfD eine Wahl gewonnen.
00:27:39: Ich weiß gerade nicht mehr wo genau das tun sie auch tatsächlich sehr selten aber Sie sind dann wirklich an die Macht gekommen und haben halt Wahlwirkungen damit gemacht dass sie Anti-U natürlich sind und in Euro abschaffen.
00:27:51: jetzt ist da neulich ein Journalist augenzwingkant mal hingefahren einige Monate später und hat rumgefragt ob man noch mit Euro bezahlen kann.
00:27:59: überraschung Man kann auch mit euro bezahlen weil das überhaupt nicht die Ebene ist wo man irgendwas in die Richtung tun kann.
00:28:05: Also und die Straßen verfallen weiter oder Geschäfte werden nicht entsprechend gefördert, soziale Innovationen gemeinden, wo orientierte Unternehmen interessiert sind in dem Moment überhaupt nicht.
00:28:18: Und also vielleicht eine Folge, die ich mir gerne bei euch Podcast auch anhören würde es gab das Ibar Stadtumbau Verfahren in Sachsen-Anhalt, Jahrzehnteinzehn, wo neunzehnt Städte entsprechend gefördert wurden über eine lange Zeit, als das Leben des Sauköten etc.
00:28:39: Und da gab es ein umfassendes Beteiligungsverfahren in den Bürgerinnen wirklich mitentscheiden konnten.
00:28:44: Das ist jetzt schon einige Jahre her würde mich mal interessieren wieder mit Rückblick sozusagen diese Erfahrungen eingeschätzt werden oft dass es ja leider so dass die Verfahren ein bisschen wenig einladend aufgesetzt sind und das ist ja quasi diese Frage von oben und unten.
00:29:05: Und wie kommt man zusammen?
00:29:09: Wenn du so viele Millionen hast, dann musst du den Leuten vielleicht auch mal irgendwie eine Aufmerksentschädigung zahlen, dass sie sich die Zeit nehmen damit zu wirken und muss wirklich... Ein Freund von mir hat für die gelosten Bürgerinnenräte irgendwie das aufsuchende Verfahren mitentwickelt.
00:29:28: Das heißt, dass die Leute, die ausgelost werden und dann eingeladen werden zu den entsprechenden Bürgerinräten... dass die nicht nur normalen Brief kriegen, weil da reagieren immer nur dieselben drauf.
00:29:42: Sondern das man dann wirklich auch zu der Tür geht und sagt hey wir sind es von der Demokratie!
00:29:48: Und wir möchten, dass du als Teil dieses demokratischen Prozesses wirst, weil wir wollen deine Stimme hören so ne?
00:29:54: Also das sind diese Dinge im Sinne von... Das ist auch die Balance, die ich immer versuche zu halten, weil einerseits ist es total wichtig, dass Menschen anfangen und dass Menschen Sachen machen und Zukunft gestalten Und gleichzeitig ist das natürlich in irgendeiner Art und Weise auch eine privilegierte Position, sich gewisse Dinge überhaupt durchschauen zu können.
00:30:15: Sich diese Zeit zu nehmen finanziell aber auch eine Unabhängigkeit zu haben oder vielleicht nicht drei Kinder einen Vollzeitjob zu haben.
00:30:27: Das sind ja alles Zusammenhänge die das dann überhaupt erst ermöglichen.
00:30:33: Und quasi von oben sollte man kann man halt sagen, dann lädt man immer nur Jonas ein.
00:30:41: Oder man baut dann Systematiken wo eben möglichst alle auch teilnehmen können und nicht nur können so im Sinne von ja du darfst sondern auch können in dem Sinne von wir ermöglichen.
00:30:54: ist dir so sehr das also weil wir es wirklich wollen?
00:30:58: Ja, das Beispiel was du gerade genannt hast mit dem zu den Haustür in Gentwienchen total interessant ist.
00:31:02: Weil das zeigt so gut dass Modernisierung die Du irgendwie auch ja an der Frage oben angesprochen hast bei demokratischen Prozessen.
00:31:11: Also Modernisierung auch was total kontextabhängig ist.
00:31:14: Wir haben das schon öfter drüber geredet im Podcast, dass Innovationen immer abhängig davon sind wo sie denn statt.
00:31:20: also was in der Stadt modernisierung oder innovativ?
00:31:23: ist es nicht unbedingt aufm Land innovativ was in der einen Region innovativ ist, es ist in anderen Regionen total normal.
00:31:29: Und das finde ich ein sehr gutes Beispiel zu sagen, dass demokratische Prozesse modernisiert sind.
00:31:34: Das heißt nicht unbedingt wir müssen mehr zur TikTok gehen sondern das kann auch heißen und wir müssen das Gegenteil machen.
00:31:41: Wir müssen zu den Menschen hingehen mit dem Menschen reden, mit Menschen abholen.
00:31:44: Ein sehr gutes Beispiel auf das man glaube ich jetzt sonst erst mal nicht als kommen wäre wenn es um Modernisierung im politischen und demokratischen Prozess gehen würde.
00:31:55: Das nächste Thema, was du hast ist die wirtschaftliche Zukunft.
00:31:59: Wie kann wirtschaftlicher Zukunft so organisiert werden?
00:32:02: Dass industrielle Kontinuität, neue Energie und Klimainfrastrukturen sowie regionale Wertschöpfung nicht gegeneinander ausgespielt sondern strategisch miteinander verbunden werden?
00:32:14: Was ist denn dein Gefühl wie zukunftsbewusst ist denn die Wirtschaft?
00:32:19: oder sind Menschen mit aus der Offener oder sind die eher bewahren da?
00:32:27: Oder ist das eigentlich genauso, dass auch eine ganz normale Menschen gleichmäßig verteilt sind.
00:32:35: Naja ich würde sagen jedes System ist sein eigenes Klischee und Wirtschaft ist erst mal darauf ausgedichtet Und es ist ja auch so ein Selbstverständnis Durch weiter existieren durch Wachstum und durch Kontinuität Das System und die Kultur, die herausgebildet wurden.
00:32:56: Arbeitsplätze zu schaffen und einfach also wirtschaftlicher Beitrag als einen Wert für sich.
00:33:03: Und das kann aber sich ja auch wandeln.
00:33:05: Also auch da habe ich einfach mal ein bisschen recherchiert was es da in Sachsen-Anhalt so gibt.
00:33:09: und wenn man sich beispielsweise den Chemie Park in Leuna anguckt.
00:33:13: Den gibt's seit nineteen Hundertsechzehn.
00:33:16: Das war erst Stickstoff, dann war das sehr spezifisch DDR-Chemie.
00:33:19: Dann war es Spezialkemie und jetzt ist es Wasserstoff bzw.
00:33:24: grüner Wasserstoff.
00:33:25: also das sind ist Transformation um Transformation Um Transformation.
00:33:29: Also da gibt es oft so ein bisschen so eine.
00:33:33: also ja Wirtschaft lebt ja irgendwie Der Innovationsbegriff ist ja quasi ein wirtschaftlicher Begriff, deswegen finde ich es auch so interessant.
00:33:44: Denn Demokratie-Innovationen sind in dem Sinne viel selten.
00:33:48: Also, es ist eigentlich immer noch runtergebrochen auf irgendwie einen Kreuz setzen.
00:33:55: und größte Innovation war vielleicht das dann auch Frauenkreuze setzen durften.
00:34:02: Aber das hat jetzt nicht die Aushandlung in dem Sinne total verändert.
00:34:06: Es gab ja mal die Piratenpartei zwischenzeitlich, die Liquid Democracy einführen wollte also wirklich Themen digital gleichzeitig zu verhandeln.
00:34:19: Ja, einfach so lernen Loops digital abzubilden um eben nicht also als Bürgerinnen viel mündiger auch mitreden zu können.
00:34:29: Also wenn man sich das historisch anguckt... Ganz lustig, auch als Zukunftsforscher, bringe ich jetzt die ganze Zeit diese Vergangenheitsbeispiele.
00:34:36: Aber man wächst ja aus solchen Dingen heraus.
00:34:40: und wenn die Piratenpartei nicht gescheitert wäre, aus wahrscheinlich anderen Gründen aber sie hatte diesen riesigen Hype, die hatte teilweise in Umfragen über fünfzehn Prozent Phasenweise in Deutschland was klar dafür spricht dass es diesen Demokratiebedarf eigentlich dieses Mitwirken mehr gefragt werden als über das Kreuz hinaus total gibt.
00:35:02: und ich würde sagen, also mein großer Wunsch wäre der auf jeden Fall das... dass Innovation nicht nur wirtschaftlich gedacht wird.
00:35:13: Und Innovation ist ja irgendwie auch immer die Zukunft und Veränderung, sich für andere Ansätze zu öffnen.
00:35:21: Das müssen Unternehmen machen weil die Welt verändert sich und so wie sie vor dreißig Jahren irgendwas gefertigt haben das geht halt oft dann so nicht mehr.
00:35:31: Ist dieses, das geht so nicht oder eine der größten Konflikte, nicht auch die wir haben.
00:35:39: Dass Industrien das wahnsinnig teuer ist oder Wahnsinnig ineffizient ist sich zu verändern und etwas gleich bleiben zu lassen ist eben erstmal vom Geld her irgendwie der erste Reflex zumindest nämlich dass es immer wieder so war, also Autoindustrie wäre ein großes Beispiel von.
00:35:58: Da wird jetzt doch, da wird ganz stark damit gerungen irgendwie dass man sich möglichst gar nicht ändern muss.
00:36:03: Wenn es absolut sein muss dann bauen wir halt E-Autos.
00:36:06: aber das die Autoindustrie an sich vielleicht sozusagen, dass jeder ganz ständig sich ein neues Auto kauft, dass das gar nicht so zukunftsfähig ist.
00:36:16: Das gibt's absolut einen Kampf gegen.
00:36:20: Das ist vielleicht auch so ein Wirtschaftsthema von die Wirtschaft sagen ganz allgemein hat er eben ein etwas bewahrendes, weil die Leute erstmal Geld auf was mit Sicherheits tun hat.
00:36:32: Und diesen Konflikt den sehe ich auch.
00:36:35: Du hast ja auch diese Frage gestellt welche konkreten Zielkonflikte zwischen Industrie Klimazielen Flächennutzung sozialer Sicherheit und Migration prägensachsen Anhalt?
00:36:46: Welche stabilen Verhandlungsräume braucht es um diese Konflikte nachvollziehbar und legitim auszutragen?
00:36:52: Ich glaube dieses Thema Zierkonflikte das ist finde ich total elementar darüber zu reden, was wollen wir anzuerkennen.
00:37:01: Es gibt andere Menschen die wollen etwas anderes und dann an der Stelle nicht durchzudrehen oder zu sagen aber sie dürfen das nicht wollen dürfen sondern zu sagen okay aber wie schaffen wir das denn jetzt?
00:37:13: Und anzuerkennen da muss ich mein Ziel quasi auch schon etwas runterschrauben.
00:37:17: Ich werde meinen Ziel so in der Form nicht erreichen wie ich es gerne erreichen würde.
00:37:20: in einer Traumwelt Konnten das Menschen früher besser oder haben Menschen früher nicht so groß gedacht?
00:37:27: Oder wie kommt es, dass das so schwierig ist gerade.
00:37:32: Also Zielkonflikte sind einfach komplexer und schneller geworden.
00:37:36: Alles wirkt beschleunigter alles muss ja auch und das sind ja auch unsere Ausgangsthese von ganz am Anfang man braucht halt auch immer schnell dann die Antwort muss dann schnell irgendwas anbieten und irgendwie aktionistisch ins Handeln kommen.
00:37:55: Und eben in der medialen Öffentlichkeit, wenn du dir analysierst wie lange es ein Thema heißt das sind ja ein paar Wochen und es geht eigentlich nie darum was am Ende konstruktiv herausgekommen ist sondern es wurden halt ein paar Argumente hochgehangen.
00:38:13: Ich würde um nochmal zu dem Auto Beispiel, und da gibt es ja andere Beispiele.
00:38:18: Da würde ich sagen die Wirtschaft hätte sich geändert wenn sie nicht so erfolgreich lobbyiert hätte dass der Staat sie weiter aushält sozusagen und ich glaube das ist ein Teil der Demokratiefrustration auch das eben Vergangenes dann ja subventioniert wird.
00:38:44: Ja, aus so einem Nicht-Veränderungswillen oder eben auch so ein Identifikationsthema und dann erst wirklich zusammenbericht wenn es gar nicht mehr anders geht.
00:38:55: Und auch da ist ja quasi wenn wir zum Beispiel das Mitteldeutsche Revier uns angucken diese Gitarrebau inzwischen das größte Zusammenhängende Renaturierungs- und Infrastrukturflächengebiet Europas.
00:39:13: Und trotzdem ist das jetzt, also ist es auch immer noch kein Aufbruchssignal.
00:39:17: Also auch diese Zusammenbrüche über Gänge gut zu strukturieren und da demokratische Prozesse irgendwie zu haben die Leute mitzunehmen die Schmerzen von Veränderungen und dann aber auch dazu gehört werden.
00:39:33: Und sich damit irgendwie wohlzufühlen, das ist auf jeden Fall was.
00:39:36: da würde ich in unserer zweiten Folge zum Thema Missionsorientierung gerne noch ein bisschen mehr darüber reden weil das ist eigentlich die Kernthese der politischen Vordenkerin der Missions Orientierung dass Staat viel zu häufig kaputte Märkte subventioniert und erhält, anstatt Rahmen zu setzen in dem wirklich das Neue auch entstehen kann.
00:39:59: Ja ich glaube
00:39:59: diesen Blick darauf wie könnte denn eine Zukunft aussehen die lebenswert ist?
00:40:05: Ich habe das Gefühl dass es das ist ein der großen Themen die wir zwischen Sachsen-Anhalt besser gestalten könnten oder müssten weil offensichtlich die Vision sagen wir mal die jetzt in den letzten Jahrzehnte ganz viel getragen wurde von wirtschaftliches Wachstum und Schör schneller weiter, Technologisierung und solche Themen.
00:40:28: Ich habe das Gefühl, dass ist gar nicht so... Das fühlt sich für mich nicht so realistisch an.
00:40:33: Das fühlte ich für mich nach einer erreichbaren Zukunft an den Sachsen-Anhalt.
00:40:37: Wir haben aber ganz viele zukünfte, die wir erreichen könnten, wenn du schon sagst in der Tagebau da können Seen daraus entstehen.
00:40:44: Da kann ein total lebenswertes Bundesland haben und kann daraus noch lebenswerter entstehen.
00:40:52: Aber das Gegenargument ist an vielen Stellen dann ja aber wir brauchen mehr Wirtschaftswachstum Wir müssen woanders sind.
00:40:58: Und ich glaube so.
00:40:59: die Frage Ist es möglich überhaupt also ist es möglich in einem Bundesland zu überleben?
00:41:04: Anhand von von einem lebenswerter Natur und nicht anhand von großen Fabriken.
00:41:12: Ich glaube, das ist so eine Frage die sich da hinzustellen und zu sagen ich habe dann eine Vision auf und ich zeige dir den Menschen, dass es sowas fehlt mir zum Beispiel total.
00:41:23: Und ich möchte auch gar nicht nur auf die Politik immer gucken weil ich denke es kann nicht sein, dass nur Menschen aus der Politik verantwortlich sind dafür Visionen aufzumachen für die Menschen in dem Bundesland oder im Land leben
00:41:36: Voll.
00:41:37: Also ich möchte es nochmal betonen, was ich gelesen habe Sachsen-Anhalt ist führend bei grünen Wasserstoff.
00:41:43: Das ist ja erstmal eine Stärke und da gibt's einzelne Menschen die sich jahrelang dafür engagiert haben dass das so ist Und das kann man natürlich bei verschiedensten anderen Bereichen.
00:41:54: Im Zweifel seid ihr die erste Ausgründung, wenn ich das richtig gesehen habe von SIGU.
00:42:00: Das heißt, ihr könnt quasi in zehn Jahren dann dafür gestanden haben dass Sachsen-Anhalt für gemeinsame orientierte Unternehmen in Deutschland oder in ganz Europa.
00:42:11: Also das könnte ja so ein Ding sein, wenn man organisiert bekommt da lange genug dran zu sein.
00:42:19: Genau.
00:42:20: Und das ist dann auch wieder eine Wechselwirkung, also wo kommt die Förderung her?
00:42:23: Was ist das politische Gesamtklima?
00:42:25: Wer engagiert sich?
00:42:26: Es braucht auf der Mikroebene eben auch die erfolgreichen Beispiele, wo einzelne Unternehmen entsprechend zeigen was geht und mehr Werte darstellen.
00:42:41: koordinierte Kooperativen.
00:42:43: Ihr seid da ja auch mehrere Träger, die das irgendwie zusammen stemmen und dann braucht es von oben wieder irgendwie entsprechende Fördertöpfe überhaupt, die positiv genug Grundklima genug für dieses Thema offen sind.
00:42:55: und in dieser Wechselwirkung können dann entsprechende Zielkonflikte verhandelt werden weil selbst innerhalb der Gemeindenorientierung gibt's sehr unterschiedliche Interessen und das ist völlig normal und legitim.
00:43:09: Demokratie aus, das ist im Zweifel auch die nächste Frage oder eine der Letzten sozusagen.
00:43:15: Die Wechselwirkung zwischen lebendiger demokratischer Praxis im Alltag handlungsfähigen Institutionen, die Notwendigkeit davon damit Transformationsentscheidungen sowohl getragen als auch wirksam umgesetzt werden und all diese Fragen hier mit haben sind ja nicht.
00:43:31: also die Hangen immer sowohl als auch so ein Und dann muss man auch da noch hingucken und so ne?
00:43:36: Es ist so eine Alternativenwachsen halt über längere Zeiträume und ein Stück weit Komplexität, aber manchmal ist es auch ganz einfach irgendwo anzufangen.
00:43:50: Also beispielsweise gibt's gerade fortlaufend das Zukunftswege Ostförder-Programm wo man sehr niederschwellig irgendwie für ein paar tausend Euro beantragen kann um eine gute Sache zu machen bei sich vor Ort.
00:44:02: Da sind wir tatsächlich deswegen nicht gefördert worden.
00:44:06: Wir waren von Missionswerkstätten mit unserem Projekt auch schon im Gespräch und ich habe gesagt, nee Sie haben jetzt diese Prior.
00:44:10: Sie wollen jetzt im Osten gute kleine Projekte in besten Sinne von so Mikroförderung eben fördern.
00:44:15: Und dann ist das so oder ist das auch okay?
00:44:19: Ich glaube dass was wir ansprechen, das sind ja so Themen die lösen ganz viel einfach auch an Associationen auf.
00:44:24: also wo du gerade gesagt hast dieses Sachsen-Anhalt könnte ja berühmt dafür sein, dass hier gemeinorientiertes Unternehmertuben halt eine ganz große Rolle spielt.
00:44:32: Da merken auch mal wieder so die Mechanismen, die heutzutage an vielen Stellen für negative Dinge genutzt werden.
00:44:37: Also gerade im Wirtschaftsbereich wenn es um Wettkampf geht was dann an manchen Stellen eben zu Wettbieten führt das völlig auf Kosten der Natur geht.
00:44:46: Das könnte ja auch in die andere Richtung gehen.
00:44:48: also ich weiß dass es mit dem Silicon Filztal in Bayern eine Region gibt die total darauf gehen zu sagen wir sind hier eine nachhaltige gemeinbar orientierte wirtschaftende region und wir sind quasi Silicon Valley equivalent, sozusagen dafür.
00:45:04: Und wir haben dann schon gesagt, ja, guck mal wie toll wäre es denn wenn zwei Regionen in Deutschland quasi um die Wette gemeinwohl orientiert wirtschaften und gucken sich dazu reformieren?
00:45:14: Und damit sozusagen man eine positive Richtung geht, wenn's um diesen Wettkampf geht uns darum geht Wie kann ich meine Region noch lebenswerter gestalten, statt nur zu sagen wie kann ich mit meinem Firma noch die andere Firma mehr überbieten wenn es nur um Wurst und Umwachstum geht.
00:45:31: Und was eben belastet dann vielleicht ist für Mensch und Natur.
00:45:36: Und ich glaube das ist eben auch dieses Nähmwänster um geht Transformationsentscheidungen getragen und wirksam auch umzusetzen gerade bei der Wirksamkeit doch zu sagen Da gibt es ganz viele Methoden die schon bekannt sind, die man nutzen kann und wer weiß wie viele Methodes gibt.
00:45:48: Die wir jetzt noch nicht irgendwie hatten oder wo doch keiner auf die Idee gekommen ist.
00:45:52: das Beispiel eben was du hattest mit dem mehr zu den Menschen hingehen an Stellen wo man denkt man müsste digitaler werden zum Beispiel
00:45:59: Ja, in Berlin gibt es zum Beispiel Project Together die da auch missionsorientiert arbeiten und die an so einer Rechtsstaatreform auch arbeiten.
00:46:06: Und genau das braucht einfach dieses Demokratie-Update.
00:46:10: ich glaube da führt kein Weg dran vorbei um vielleicht an meiner letzten Frage in dem Rahmen auch nochmal welche Formen langfristiger Koordination zwischen und wirklich langfristig zwischen Landespolitik, Kommunen Wirtschaft, Zivilgesellschaft vielleicht auch Wissenschaft dann eben auch Wirtschaft im Sinne von gemeinwohl orientierter Wirtschaft können strategische Orientierung sichern, ohne eben demokratische Rechenschaftspflicht auszuhöhlen.
00:46:39: Also da gab es einfach vielleicht einen Tick zu lang irgendwie die Wirtschaft wird schon alles richten und Wirtschaft ist aber irgendwie gerichtet.
00:46:47: auch und du hast das ja vorhin schon gesagt eine gewisse Fortschrittsnarrative Tragen nicht mehr, haben vielleicht noch nie getragen.
00:46:56: Vielleicht war es in Westdeutschland... Nach Kriegsjahren, nicht nach Wende.
00:47:02: Da kommen wir gleich nochmal hin.
00:47:06: War es vielleicht einfach ein glücklicher Zufall dass verschiedene Dinge zusammengekommen sind.
00:47:09: das ist dann auf einmal so.
00:47:10: diesen Wirtschaftsboom gab und dann wollte man das irgendwie übertragen auf Ostdeutschland blühende Landschaften diesdass.
00:47:18: aber da war halt dieser glückliche Zufalls gerade gar nichts sondern da war schon ganz viel ausgehöhlt.
00:47:23: ... versteht man dann auch aus diesem, also versuche ich als Wessi... ...aus diesem Zusammenhang dann auch besser zu verstehen.
00:47:32: Warum gewisse Dinge dann da irgendwie nie so angekommen sind?
00:47:37: Weil es einfach nie, nie auch diese Erfolgserzählung im echten Leben gab!
00:47:44: Wie das halt irgendwie unsere Eltern am besten dann halt auch wirklich so erlebt haben,... ...als die aufgewachsen sind
00:47:51: ne?!
00:47:52: Und ich glaube, da braucht es einfach neue Formen der Koordinierung und der Aushandlung.
00:47:59: Das ist aber auch nichts Schlimmes.
00:48:01: Also das ist was eigentlich einfach nur dazugehört, aber was noch viel zu wenig auf dem Programm steht.
00:48:09: Ich glaube wenn man eine gute Zukunft für Deutschland, für Sachsen-Anhalt, für dich und mich und alle anderen die gerade zu hören guckt... Dann wird es so sein, dass wir in zwanzig Jahren Demokratie hoffentlich als etwas verstehen wo ein bisschen mehr als Kreuzchen sitzen ist und unsere Aktivitäten im Alltag.
00:48:32: Und da haben wir noch nicht über vierzig Stunden Woche gefangen in Wirtschaftsunternehmen gesprochen weil wie wir unseren Also den Tag wie nicht du und ich, sondern wie immer mehr Menschen ihren Tag gestalten.
00:48:45: Bestimmt natürlich auch darüber welche Möglichkeiten es gibt was sich in Zukunft entfalten kann.
00:48:55: Für viel mehr Details reicht in Zweifel die Zeit jetzt nicht mehr, aber ich hoffe das waren schon ein paar anlegende kleine Punkte Richtung Zukunft.
00:49:03: Die immer auch mit Vergangenheit zu tun hat und immer auch Mit einzelnen Beispielen zu tun Hat wo man glaube ich oft gut finden kann In Sinne von dass es unmöglich Naja hast du schon genau geguckt guck mal hier und hier und Hier gibt's schon Leute die zeigen ist gar nicht so unmöglich.
00:49:20: sprecht doch Mal mit denen.
00:49:22: Hol dir da Inspiration, mach was Eigenes.
00:49:25: Schließe dich mit anderen zusammen und dann ist es zukünftig gar nicht so eine Untergangserzählung wie sie sein.
00:49:33: Ja ich glaube das ist auch etwas was ich jetzt mitnehme als Fazit aus diesem Blick weil wir haben natürlich sieben große Fragen angesprochen.
00:49:40: Ich glaube wir nehmen die auch wirklich einfach nochmal in die Showbeschreibung sozusagen oder in die Folgenschreibungen mit rein.
00:49:45: Weil ich glaube die muss man auch ein paar mal lesen um irgendwelche Fragen zu verstehen.
00:49:49: um sie zu beantworten glaube müsste man wahrscheinlich ganz viele Jahrzehnte studieren oder in der Praxis sein, und am besten beides genau.
00:50:00: Ich glaube dieser Gedanke zu sagen es gibt für die Zukunft ganz verschiedene Wege, in denen das gehen kann und da gibt's auch verschiedene Varianten wie das gut sein kann.
00:50:11: aber es braucht auf jeden Fall die Bereitschaft neu zu denken und überhaupt mir eine Zukunft vorzustellen damit ich da in die Richtung mich bewegen kann.
00:50:20: Ich glaube, das ist so etwas was ich mitnehme und ich finde dieses Beispiel mit dem zu Fuß irgendwo hingehen als Innovationen also auch weg von Technologie sich möglich zu machen aber auch genauso technologisch irgendwie zusammen.
00:50:32: wie kann ich Technologie nutzen für neue Wege, für neue Ziele aber die gleiche Technologie zu benutzen?
00:50:38: Das sind zwei Gedanken die nehme ich auf jeden Fall mit.
00:50:40: Hast du noch einen Abschlussgedanken für uns?
00:50:45: Vielleicht in einem Satz wirklich dieses alternative Zukunft sind wichtig und richtig.
00:50:50: Und es braucht aber wertschätzende demokratische Aushandlungsräume, um daraus abzuleiten wie das Inzieekonflikten in unterschiedlichen Interessen zusammenkommen kann, um gestaltungsfähig zu sein und dann immer wiederkehrende Einladungen auszusprechen auch wenn man auf irgendwas guckt und sich denkt oh Mann Das ist ja dumm.
00:51:13: Das kann ich aber besser!
00:51:14: Naja, es gibt Gründe warum Leute das so machen und was vielleicht deren Interesse ist und herangehensweise und dann da immer wieder versuchen neugierig zu sein... Auf jeden Fall eine Lernreise, eine immer weitergehende
00:51:30: Wie geht es dir mit der Zukunft?
00:51:32: Ist eher ein bedrohlicher Schatten oder ein schnitzbares Stück Holz für dich?
00:51:37: In der nächsten Folge spreche ich mit Jonas über die sogenannten Missionswerkstätten die er beim Verein D-二zigdreißig durchführt und wie sie als Verein damit Menschen helfen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.
00:51:48: Wenn du gerade allein oder mit anderen an einer Idee dran bist und Fragen dazu hast, wie du oder ihr eure Zukunft in die handnehmen könnt dann schreib eine Mail an beratungerzigusa.de.
00:52:00: Wir unterstützen dich gerne und kostenlos!
00:52:02: Wenn Du mehr über Sigusa wissen willst schaut doch mal auf sigusa.com vorbei Oder folge SIGUNetzwerksachsen-Anhalt bei Instagram Beziehungsweise Sigusa bei LinkedIn.
00:52:12: Ich hoffe, das Gespräch hat dir gefallen!
00:52:14: Bis zum nächsten Mal – bei Sigusa redet mit.
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