SIGUSA redet mit Tobias Kremkau Teil 2
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00:00:00: Sachsen-Anhalt erlangt, endlich die Berühmtheit, die ihm zusteht.
00:00:04: Fernsehsendung, Social Media Content, Artikel und Besuche – der Fokus liegt auf dem Bundesland im Herzen Deutschlands!
00:00:12: Aber es geht leider nicht um Strukturwandel den Harz, Luther oder die Elbe… Oder Schlösser & Burgen sondern um Landtagswahl und die hohen Prognosewerte der AfD.
00:00:22: Grund genug sich das Thema hier auch mal anzuschauen.
00:00:25: Mein Name ist Jan Wagner Gespräche über soziale Innovation, gemeinwollorientierte Unternehmen und Sachsen-Anhalt.
00:00:34: In der zweiten Folge mit Tobias Kremkau sprechen wir über sein politisches Engagement, welche Wünsche er an die Politik der nächsten Jahre hat und wie sich Menschen im Alltag einbringen können – viel Freude beim Zuhören!
00:00:57: Das vielleicht für die Transparenz.
00:00:58: Einmal am Anfang kannst du nochmal erzählen, welche Rolle du in der Politik grad hast und dann lass uns danach noch mal so überall gemein über die Politik reden weil, genau, erzähl erst mal gerne was du gerade in der Politik so machst um was sich darum treibt.
00:01:12: Genau also meiner Freizeit bin ich quasi ehrenamtlich unterwegs und zwar als Vorsitzender vom Kreisverband Eidmark von Bündnis Neunzig-Die Grünen oder Kohlkreisversitzender.
00:01:24: Wir haben diese Doppelspitze, dafür sind wir ja berühmt als Partei.
00:01:29: Das heißt ich teile mir dieses Amt mit einer anderen Person, einer weiblich gelesenen Person und ich organisiere dann gerade den Wahlkampf und werde aber auch selber im Wahlkreis zwei Garde legen heiß der das ist aber gade legen übers Felde so ein Stück Eid machen, ein Stück Börde.
00:01:47: als Direktkandidat für meine Parteiantreten
00:01:50: Wie war so dein Berührungspunkt?
00:01:52: Wie bist du von, sagen wir mal jemandem der vielleicht politisch interessiert ist.
00:01:56: Sich engagiert über Gesprächen und irgendwo diskutiert.
00:02:00: Ist doch jemanden geworden, der sich mitbeteiligt.
00:02:02: was war da der?
00:02:03: gab es so einen Ausgangspunkt?
00:02:05: ich weiß das in meinem Umfeld jetzt auch dieses Thema.
00:02:07: oh jetzt muss ich mich jetzt engagieren weil der Rechtsruck in Deutschland kommt ein Thema eine Rolle spielt.
00:02:12: Gab's aber dir auch so einen konkreten Ausgangspunkt?
00:02:17: Es gab einen Punkt, warum ich in dieser Partei gelandet bin bei dem Bündnis Grün.
00:02:23: Ich habe meinen Studium einfach Praktikars machen müssen und das erste Praktikum war bei einer CSU Landtagsabgeordneten Und das ist sicherlich nicht meine Partei, aber das ist eine Person von der ich heute noch sehr viel halte.
00:02:38: Eine sehr tolle Politikerin die jetzt im Ruhestand ist, red ich mal von.
00:02:42: sie war eine sehr toller Politiker und ich habe dann auch einen Praktikum in einem Politikfeld machen wollen Netzpolitik was damals noch sehr neu und jung waren.
00:02:52: da gab es nicht so viele Leute.
00:02:54: Dann gab's aber ein Bündnisgrün-Politiker Meiter Spitz hieß er, der war damit zum Bundesvorstand der Grünen.
00:03:01: Da habe ich ein Praktikum gemacht.
00:03:04: Während meines Praktikums fand einen Sonderparteitag statt zum Atomausstieg, das war kurz nach Fukushima.
00:03:13: Ich hab diesen Parteitag als parteiloser Praktikanter hinter den Kulissen erlebt und was mich bei den Bündnisgrünen unfassbar fasziniert hat, war die Debattenkultur ... nach diesem Praktikum bin ich Mitglied bei den... ... Bündnisgrünen geworden, ja.
00:03:28: Also habe ich auch Anknümpfungspunkte zu anderen Parteien und... Ich bin vielleicht auch nicht so der klassischste Bündniskrühner also... Klar, ich finde Fahrrad- und Solarstrom auch besser aber war noch nie in Goal leben.
00:03:40: Also diese Sozialisierung hab' ich eigentlich gar nicht!
00:03:44: Aber es gibt viele Schnittmengen und am Ende hat mich das Miteinander wie debattiert wird, wie man sich zur Entscheidung durchregt.
00:03:51: An dieser Partei ja meistens fasziniert und deshalb bin ich da beigetreten vor fünfzehn Jahren.
00:03:58: Du hast ja studiert in München und auch in Berlin gelebt und ich würde sagen Berliner hat ja immer noch mal so eine Sonderrolle unter den ostdeutschen Bundesländern.
00:04:05: Wie war so dein Blick, hattest du ein Blick von außen auf Sachsen-Anhalt als du nicht in Sachseneinhalt gewohnt hast?
00:04:12: Oder war Sachsenanhalt irgendwie gut geklärt durch einen anderen Bezug durch deine Herkunftsschung gehabt.
00:04:17: Ich merke immer bei mir wenn ich sage auf Sachsener Anhalt, guck, wenn ich drüber nachdenke wie habe ich Sachsernanhalt wahrgenommen bevor ich hier hergezogen bin würde ich immer sagen gar nicht!
00:04:23: Wie ging es dir vom Außen als du, ähm, als du Nicht-In-Sachs-Anhalt gewöhnt hast.
00:04:29: Man schaut natürlich immer zurück, man ist ja auch mindestens an den Feiertagen da.
00:04:35: Ich verstehe deine Wahrnehmung, ich war mal beim Abendessen mit einem einer Professorin also da reden wir so von im Jahr zwei Tausend Acht und er meinte ich bin der erste Mensch aus Sachsen-Anhalt, den er kennengelernt habe.
00:04:48: Das kann nicht mein Alleinstellungsmerkmal in dieser Welt sein.
00:04:52: Aber ja, der war ganz fasziniert und ich war darüber fasziniert dass er faszineert war.
00:04:58: Ich habe natürlich auch drauf geschaut.
00:05:01: Mein Blick hat sich in dem Sinne verändert weil ich natürlich Sachen woanders gesehen hab die funktionieren wo ich dachte warum klappt das bei uns nicht?
00:05:09: In dem Sinne war mein Blick vielleicht lange Zeit etwas kritischer.
00:05:14: Ich habe sich auch eine Zeit lang versucht, ein bisschen Abstand zu gewinnen.
00:05:16: Also einerseits wurde man weggeschickt von seinen Eltern andererseits wollte man natürlich aus so weit weg wie es geht.
00:05:22: also ich bin nach München gegangen weil das die zweitweit entfernteste Uni war die mich angenommen hat nicht weil ich irgendein Bezug zum München hatte.
00:05:30: meine erste oder die weiteste war Freiburg.
00:05:34: das wirkte für mich zu klein.
00:05:36: dann München ist groß das passt.
00:05:39: Ich bin am Tag meiner Immatrikulation zum ersten Mal in München gewesen.
00:05:43: Ich wollte nur weit weg.
00:05:45: Und muss aber sagen, das ist sicher bei jungen Leuten auch vollkommen okay und man soll rausgehen... Und man schaut natürlich trotzdem immer wieder zurück.
00:05:54: Man freut sich, wenn Sachsen Anett auf einmal irgendwo Erwähnung findet.
00:05:59: Damals reden wir so von dem Jahr zwei Tausend Sechs.
00:06:02: Das mag man heute kaum glauben aber sowas wie eine Polano-Spätsie gab es nicht in Berlin nur in München.
00:06:08: Aber in Münchern gab's keine Halorenkugeln.
00:06:10: die musste ich wiederum meinen Kompleton dann mitbringen.
00:06:12: Ähm, heute gibt's das auch im Münchner Kauf ein.
00:06:15: Aber damit gab es, glaubt ihr, was mit der Logistik damals zu tun gab so eine Ost-West-Nord-Süd Grenzen.
00:06:21: Da hat man noch keinen Hasseröder in München bekommen – heute schon!
00:06:25: Du hast gerade so gesagt, Sachsen-Anhalt war damals bisschen ja problembehaftet.
00:06:31: Siehst du so auch Politik in Sachsen halt?
00:06:33: Er als wie kann Politik Probleme lösen... Oder ist Politik auch für dich, also vielleicht das eine wirklich so der konkrete Deinangenschmauer?
00:06:41: Aber ich meine auch grundsätzlich die Anforderung oder der Anspruch an Politik.
00:06:45: Oder wie viel, sagen wir mal gestalterisches Visionäres siehst du vom Anspruch erstmal drin.
00:06:50: Also jetzt gar nicht was der Istzustand ist.
00:06:52: aber wenn du überlegst, was soll denn Politik machen?
00:06:56: Meinst Du achten es in den seltensten Fällen wirklich Probleme lösen.
00:07:00: Politik soll eigentlich den Rahmen geben indem man selber Probleme auch lösen kann.
00:07:07: Es gibt sicher Probleme, die von dem Staat angegangen werden müssen.
00:07:12: Natürlich kann ich auch irgendwie selber einen Verein gründen und eine freie Schule aufbauen aber das schaffe ich nicht in der Masse um alle zu versorgen.
00:07:20: also habe schon gewisse Erwartungen an die Politik dass sie Infrastruktur ermöglicht.
00:07:25: Aber ganz grob oder sehr kurz ausgedrückt.
00:07:28: Politik soll nur mir einen Rahmen liefern, auf den ich mich verlassen kann Dass er auch so bleibt, den ich verstehe indem ich dann aber mich auch sehr frei bewegen und selber entscheiden kann.
00:07:39: Das heißt, ich erwarte schon dass die Politik mir eine Straße baut und eine Schule hinstellt für meine Kinder.
00:07:46: Aber ich würde mir gerne ausrufen auf welche Schule sie gehen und da hätte ich gern vielleicht auch eine Auswahl und da muss ich mich aber auch selber darum kümmern das es vielleicht eine Auswahl gibt.
00:07:58: Findest du das ein fairen Anspruch?
00:08:00: ... an alle Menschen, die du den... also da höre ich so ein bisschen einen Anspruch raus.
00:08:05: Dieses Engagement ist das fair?
00:08:09: oder wenn ich jetzt die These in meinem Raum stelle viele Menschen überfordert dass in der Größe natürlich desto komplexer, desto mehr muss ich mit einbeziehen und auf der kleinen Ebene dann vielleicht eher in der Lage zu sein konkret zu denken und zu sagen was können wir denn überhaupt hier leisten?
00:08:28: große Summen Geld.
00:08:30: Welche Beschränkungen haben wir?
00:08:32: Was kann ich jetzt machen, was wirklich ein Unterschied macht?
00:08:35: Lange Prozesse auch im Voraus, irgendwelche Planungsverfahren.
00:08:38: Ist das etwas, was von allen Menschen zu muten darf oder mutten muss?
00:08:46: Wahrscheinlich muss man den größten Teil der Menschen es wirklich zumuten weil es sonst nicht funktioniert aber auch deshalb Es ist sehr pauschal, es wir den Anspruch haben sollten mitzuwirken.
00:09:01: Teil zu haben.
00:09:02: und dann muss ich halt wenn ich teilhaben will mich auch vielleicht mit etwas Komplexes beschäftigen wie ein Bebauungsplan, von dem ich jetzt überhaupt keine Ahnung habe.
00:09:14: aufgrund der verschiedensten Faktoren in ihrem Leben vielleicht gar nicht in der Lage sind, sich zu engagieren.
00:09:19: Und auch das ist ja etwas was unser System bietet, Minderheitenschutz.
00:09:24: Also in dem Sinne sage ich nicht jeder muss der Schmied sein des eigenen Glücks sein.
00:09:29: wir müssen uns auch um alle als Solidargemeinschaft kümmern die das nicht können.
00:09:34: aber vieles es ist mehr möglich glaube ich als die Leute denken wahrscheinlich.
00:09:38: also es gibt komplexe Sachen aber Politik fängt schon von der Haustür an.
00:09:43: Und allein die Frage, warum wird dort gebaut?
00:09:46: Wer hat das entschieden?
00:09:49: bis zum Wohnbaugebiet oder ... was auf kommunaler Ebene auch entschieden wird so, wo wird eigentlich eine neue Schule gebaut?
00:09:57: Essensversorgung für Kinder hat bereits kleine Kinder.
00:10:00: Deshalb beschäftige ich mich das ein bisschen mehr aber in anderen Lebenslagen hat man noch andere Fragestellungen muss man sagen.
00:10:06: Mich hat auch als Schüler da war ich noch nicht in der Gymnase an Oberstufe, da gab es aber eine Schulreform in Sachsen-Annetz.
00:10:13: Das Abi wurde geändert und ich wusste diese Neugesetzgebung wird ab dem Jahrgang vor mir gelten
00:10:18: d.h.,
00:10:19: dass würde mich auch bedanken.
00:10:21: Dann haben wir da, bin ich mit anderen im Landtag in dieser... Da konnten wir nichts machen.
00:10:25: Wir konnten nur zuhören.
00:10:26: aber wir waren in der Ausschusssitzung wo entschieden wurde wie unser Abitur sein wird.
00:10:31: auch einfach sich zu informieren ist die erste Form von Teilhabe und Informationen werden angeboten.
00:10:37: Aber dann muss auch ich gehen uns sie abrufen.
00:10:39: Und dann gibt es Sachen die wären komplexer.
00:10:41: Es gibt Hürden finanzielle Natur rechtlicher, zeitlicher.
00:10:46: Wer kann überhaupt mitsprechen?
00:10:47: Was wird er von wem entschieden?
00:10:51: Da wird man nicht immer Erfolge haben.
00:10:54: Man wird auch nicht immer zufrieden sein.
00:10:56: aber auch hier glaube ich alles baut aufeinander auf und allein den anderen zu signalisieren da interessiert sich jemand dafür ist auch schon wieder finde ich ein gutes Zeichen in der Demokratie weil die Leute wissen ah da guckt jemand zu ich agiere hier nicht im luft leeren Raum.
00:11:11: Ich fand es spannend dass du jetzt gerade gesagt hast Es geht mehr als man denkt, weil ich glaube in der Praxis häufiger erlebe dass Leute in eine Politik oder häufig eher in die Verwaltung gehen.
00:11:23: Also ich erlebe mehr an der Praxise sollte in den Verwaltungen gehen jetzt in die Politik aber rein beruflich und herauskommen mit der Kenntnis ausgeht weniger als ich dachte.
00:11:31: also das Leute zum Beispiel irgendwo auf der engagierten Seite sind dann irgendwann die Chance haben in die Behörde zu gehen sagen vielleicht auch ja das ist doch ein gesichertes Arbeitsplatz da bekommt ihr ein faires Gehalt Da wird jede Überstunde aufgeschrieben.
00:11:44: Und dann denkt man, ja jetzt kann ich auch.
00:11:45: gleichzeitig bin ich auch näher an der Quelle der Macht da kann die auch mal Sachen mitentscheiden und das Ergebnis ist meistens eher Desilusion sowohl bei den Leuten selber als auch vielleicht bei den Leute drum herum, die jetzt dachten so Jetzt einer von uns ist in der Behörde oder so Ist das was du auch mitbekommst?
00:12:02: Bei den verschiedenen Menschen, denen es tun hast, dass Politik Politik und Verwaltung, immer sagen gemischt.
00:12:11: Weil Verwaltung natürlich das ist was bei den Menschen häufig dann am Ende ankommt
00:12:15: auch
00:12:16: langsam als man denkt Und dass weniger geht als man Denkt.
00:12:20: und wenn ja woran glaubst du liegt das?
00:12:22: oder ist es vielleicht sogar gut?
00:12:23: Das ist da gar nicht so viel das nicht ist eben das nicht.
00:12:25: einer mal eben sagt komm wir machen alles ganz anders So und dann alle vier Jahre oder so ganz wieder ganz anders.
00:12:31: Das ist der gute Punkt.
00:12:34: Die Langatmigkeit von manchen Prozessen beschützt uns auch davor, kurzfristig Fehler zu machen.
00:12:43: Man kann es positiv deuten wir können Entwicklungen abwarten Wir können uns mehr Zeit zum Nachdenken nehmen.
00:12:48: Es gibt immer noch Wege etwas auch vielleicht leicht zu ändern.
00:12:53: Nichts ist in Stein gemeißet.
00:12:57: Ja, das ist natürlich auch unbequem.
00:12:59: Das braucht man geduelt und was man auch wenn man sich mit sowas auseinandersetzt Man trifft auf so viele Interessen Und viele davon sind berechtigt und damit etwas funktioniert brauchst auch eine gewisse ordnung.
00:13:10: das heißt Auch ich kann nicht einfach was entscheiden oder mitsagen.
00:13:14: aber Ich war zum beispiel ich hatte die rolle als sachkundige einwohner in stadtrat ständer.
00:13:22: Das heißt ich darf nicht an den stadtratssitzungen teilnehmen.
00:13:24: ich bin auch nicht stimmenberechtigt.
00:13:26: Ich darf aber an gewissen Ausschusssitzungen, da wo ich für eingeladen wird, Sachkundige ein Wunderteil nehmen.
00:13:31: Da kann ich auch nicht abstimmen, aber ich habe das Fragericht!
00:13:35: Ich kann jemand aus der Stadtverwaltung Fragen stellen um mir etwas erklären zu lassen.
00:13:40: und doch das hilft schon manchmal was zu verstehen weil auch da sitzen Menschen die meinen es nicht böse.
00:13:45: Die haben auch ihre juristischen Zwänge und das ist komplex und manches ist zu kompliziert.
00:13:51: Bürokratie ist was sehr sinnvolles wie wir sie im Detail inzwischen gestaltet haben, darüber kann man diskutieren.
00:13:57: Dann kann man etwas entbürokratisieren oder man kann auch mehr Entscheidungsmacht auf andere Ebenen vielleicht verlagern nach unten natürlich wenn es möglich ist.
00:14:06: aber allein Fragen zu stellen ist schon glaube ich was Gutes das setzt.
00:14:09: auch Impulse war neulich ein Magdeburg bei einem Teilhabe-Prozess neben meinem Wohnung so eine neue Nachbarschaft entstehen und die Pläne des Bebauungsplans wurden vorgestellt.
00:14:22: Da haben also Leute sich professionell lange mit auseinandergesetzt.
00:14:25: Und am Ende habe ich einfach gefragt, wer soll hier mal wohnen?
00:14:28: Junge Familien und da meinte ich sie haben nicht einen Spielplatz hier geplant und als Anwohner kann ich denen sagen der nächste ist acht hundert Meter entfernt hat keiner dran gedacht.
00:14:36: aber auch das ist eine Wirkung.
00:14:38: keine Ahnung ob dieser Spielplatz gebaut wird Aber sich zu engagieren kann durchaus was Positives bewirken.
00:14:45: Was ist denn dann für dich?
00:14:46: Ist das für dich Demokratie, also dieses sich einbringen in diese Bürokratischen mal so formellen Prozesse?
00:14:54: oder was ist wenn man sagt so Demokratie der gelebte Demokratie.
00:14:58: Was ist das dann für Dich?
00:15:00: Also gelebter Demokratie ist glaube ich einfach alles allein Fragen zu stellen alleine sich zu melden seiner Meinung zu tun.
00:15:06: jetzt demokratiert politisches System braucht Leute die sich indem sie noch engagieren dass sie für den Stadtrat kandidieren.
00:15:14: Da sitzen ganz normale Menschen wie du und ich, die das in ihrer Freizeit machen.
00:15:18: Das sind ja keine hauptamtlichen Politikerinnen, wie wir das vielleicht aus dem Landtag kennen oder aus dem Bundestag.
00:15:24: Das heißt Politik fängt für mich im Verein an.
00:15:27: auch da sind demokratische Organisationen bis zu.
00:15:32: Leute gehen dort engagieren sich in der Politik und übernehmen auch Verantwortung Am besten in der Kommunalpolitik, sprich vor ihrer eigenen Haustür.
00:15:45: Jetzt steht ja dieses Jahr bei uns in Sachsen-Anhalt eine Wahl an und das... Ich habe das ein bisschen befürchtet oder ich glaube es war klar dass so kommt.
00:15:52: Das zieht ja unglaublich viel Aufmerksamkeit jetzt auf Sachsen Anhalt weil die AfD in den aktuellen Vorhersagen irgendwie die stärkste Partei ist.
00:16:01: Szenarien gibt das die AfD eine alleinige Mehrheit haben könnte im Landtag Und dadurch ist so eine unglaubliche Fokus gerade auf Sachs dann halt diesem Jahr Verstehrbar.
00:16:11: auch oder mir geht selber so, dass ich jetzt drauf gucke und denke das fühlt sich alles sehr unnachhaltig an diese Aufmerksamkeit.
00:16:19: Weil das so auf diesen einen Moment geht aber es wird sich wenig mit Sachsen-Anhalt selber beschäftigt ist einfach zufällig sind wir halt das nächste Bundesland wo's zum ersten Mal droht zu kippen.
00:16:30: da gäbe es andere Bundesländer wo das?
00:16:32: wenn die Reihenfolge anders gewesen wäre dann halt wer die Aufmerksamkeit bei denen?
00:16:38: was macht denn für dich Sachsens Anhalt überhaupt?
00:16:41: Also mal ganz unabhängig von der Politik aus, also wenn wir jetzt über Sachsen-Anhalt reden.
00:16:47: Ist da zum Beispiel spielt diese historische Rolle?
00:16:50: Diese Entwicklung das das Land zum Beispiel wahnsinnig wenig Identität hat?
00:16:54: ist das
00:16:55: z.B.,
00:16:55: wo du sagst, dass müsste man eigentlich viel mehr in den Fokus nehmen?
00:16:59: oder gibt es andere Faktoren, wo du sagtest so das ist eigentlich Sachsen Anhaltthemen und nur Sachsens Anhalt.
00:17:04: Da geht's gar nicht darum welche Partei wird gewählt sondern das Bundesland verstehen die dich beschäftigen.
00:17:10: Also ich glaube die Identitätsprache kriegt man nicht gelöst, weil Sachsen-Anhalt einfach historisch nicht diese eine Identität hat.
00:17:17: Und dann glaube ich tappen wir da auch in einer Falle, die kein anderes Bundesland vor allem nicht die westdeutschen Bundesländer machen, die denken in Regionen und das können wir in Sachsen Anhalt auch sehr gut eigentlich.
00:17:31: Wann ist jemand Altmerker oder Altmerkerin und wann ist jemand aus dem Harz?
00:17:35: Das funktioniert.
00:17:37: Und so sehen sich ja auch die Bayern als Schwaben, und Franken, und Oberbayern, und Fälzer, was weiß ich... Aber ganz selten sagen die einfach nur wir sind Bayern!
00:17:47: Und das kann man jetzt wirklich an allen Bundesländern ein bisschen durchdeklarieren gerade an den Bindestrich-Bundesländern.
00:17:56: Wir müssen gar nicht auf so eine Landeserzählung gehen.
00:17:59: Wir haben sicher Sachen wie eine gemeinsame Geschichte, aber keine Ahnung dann hat Wittenberg mehr mit Halle zu tun und Ständer hat mehr mit Magdeburg zu tun, aber Ständer und Halle haben wenig Anknüpfungspunkte in der Geschichte.
00:18:11: Das ist ja auch okay.
00:18:12: also dann würde ich sagen lasst uns eher regionaler denken als auf so einer Landesebene was man sagt.
00:18:21: Also nach Vermarktung finde ich sind wir eine unfassbar interessante Fläche, weil hier unfassbar vier Geschichten passiert ist.
00:18:31: Ich war in der Steiermark beruflich und bin damit jemand eine Stunde durch die Steiermarkt gefahren am Auto.
00:18:37: dann haben wir uns unterhalten.
00:18:38: Man hat ja katholisch aufgewachsen, als der noch gelernt hat Luther war der Teufel, ich komm genau aus der Region wo Luther herkommt von Luther gewirkt hat und so und allein so einen Austausch zu führen.
00:18:50: War ganz interessant und das können Otto, den ersten bis keine Ahnung Nietz kam aus dem heutigen Sachsen-Anhalt.
00:18:59: Also kann man glaube ich sehr viel erzählen was jetzt nicht so mit politischer Staatsidentität zu tun hat das Bundeslandes sondern mit dem Erlebten, dem Erfahrungsraum was heute Sachseneinheit ausmacht?
00:19:11: Ist das auch ein Blickwinkel den du dann hast wenn Leute also das erzählt vorher im Vorgespräch dass ihr jetzt auch in der politischen Arbeit ganz viele Aufmerksamkeit von außen bekommt weil Leute sich damit engagieren wollen?
00:19:21: Gibt es dann auch diese Perspektive zu sagen, toll dass du hier bist um uns politisch zu unterstützen.
00:19:27: Aber hast du eigentlich schon mal unsere wunderschönen Flüsse und Sehen kennengelernt?
00:19:30: Oder gibt's so eine Ebene das du einen regional stolz hast?
00:19:35: Ja gerade weil mir die Eidmache am Herzen liegt und was da passiert... nennt man Wahlkampfurlaub.
00:19:44: Also Leute engagieren sich dann, in dem Fall jetzt.
00:19:47: für die Bündnisregelparteien sagen du ich komm' für drei Tage übers Wochenende oder eine Woche zu euch helfe ich beim Wahlkampf.
00:19:53: Ich habe mir dafür Urlaub genommen.
00:19:56: Das ist ja unfassbar teuer dass das jemand macht von woanders herkommen und zu unterstützen.
00:20:00: Wir sind per se ne kleine Partei haben also weniger Mitglieder als vielleicht andere.
00:20:05: Und wie eintmacht es noch?
00:20:07: Eine riesengroße Fläche doppelt so groß wie das Saarland.
00:20:09: das heißt ich freue mich über externen Unterstützung.
00:20:11: jedes paar Hände was mir hilft, ein Infostand zu machen oder Plakate dann später zu hängen ist super relevant für mich.
00:20:19: So und jetzt hat man natürlich auch so eine persönliche Sicht da kommt jemand.
00:20:24: naja nehm ich mir Zeit für die Person.
00:20:26: Ich gehe auf jeden Fall mit dir essen.
00:20:29: Welches Restaurant gehe ich?
00:20:30: Worauf bin ich stolz?
00:20:31: hier in Ständer, wo schmeckt sozusagen.
00:20:33: Oder wo ist die Geschichte interessant?
00:20:35: und wir fragen bei den Leuten noch ein bisschen ab naja... Die Eidmark ist groß.
00:20:39: was interessiert das eigentlich ja?
00:20:41: Wo habt ihr Verbindung?
00:20:42: Habt ihr Freunde hier?
00:20:44: oder zum Beispiel haben wir Anfrage aus Lemgo.
00:20:49: Lemgus ist eine Hansestadt, ist die Partnerstadt von Stendal.
00:20:52: Wer aus Lembo kommt mit dem werde ich nicht nach Hafeberg gehen, mit denen werde ich was in Ständer machen.
00:20:56: Ja?
00:20:56: Hafewerk hat wiederum die Städtepartnerschaft mit Werden an der Aller.
00:20:59: Also wenn das Werdenunterstützung kommt dann gehe ich mit den Hafebergen.
00:21:03: damit eine persönliche Ebene.
00:21:06: Und wir fragen bei so einem Wahlkampfurlaub auch ab, ja was interessiert euch?
00:21:09: also Wir haben stolze Städter, wir haben hier acht Hansestädter in der Eidmarkt Höchste Dicht an Handel steht nur europaweit übrigens.
00:21:18: Wir haben aber auch unfassbare Naturreservate, Biosphärenreservaten.
00:21:23: also wenn euch sowas interessiert das eine was wir nicht in der Eidmark haben ist Industrie und Technik.
00:21:27: Also da kann ich euch leider nichts bieten.
00:21:31: Aber wollt ihr eine Radweg?
00:21:33: Wollen wir eine Fahrradtour machen?
00:21:34: oder das kann eine Wahlkampfaktion sein?
00:21:36: dann organisieren wir euch.
00:21:37: das heißt die Leute schreiben uns sagen wir wollen helfen Und dann müssen wir erklären, was interessiert euch.
00:21:43: Da wollen wir euch entgegenkommen.
00:21:45: Wenn jemand Stete sagt, gucke ich auch ob er vielleicht eine Stadtführung organisiert bekommen werden die schon mal hier sind weil man darüber diese Orte ja auch ganz anders wahrnimmt und vielleicht neue Verbindungen aufmacht, die man vorher nicht gesehen hat der.
00:21:59: Wie nimmst du denn gerade?
00:22:00: Die Stimmung war rund um die Landtagswahl.
00:22:05: Ist das, mit welchen Menschen redest du über die Landtagswahl?
00:22:09: Auch in privaten Umfeld auch beruflichen Umfeld.
00:22:11: Auch Leute aus außerhalb von Sachsen.
00:22:14: Wie ist dein Blick auf die Stimmung?
00:22:16: Sehr durchmüchtig.
00:22:17: Ich spreche aber auch so privat beruflich mit sehr unterschiedlichen Leuten.
00:22:22: Also ich arbeite für eine Genossenschaft von Co-Wagon Spaces.
00:22:26: Das sind also Unternehmerinnen von sehr kleinen Betrieben, die auch im Publikum angewiesen sind dass durchaus progressiv ist.
00:22:38: Viel mit Cobagging funktioniert einer Schrittstelle von Tourismus.
00:22:43: Letzte Woche war ich auf dem Barcam von Jungtouristikerinnen und Sachsen-Anhalt.
00:22:48: erste Bucking-Session war über die Landtagswahl bzw.
00:22:51: was passiert danach mit dem Tourismus im Land?
00:22:55: Es sind ja oft kommunale Betriebe, dass die Leute spüren einen hohe Neutralitätspflicht.
00:23:01: aber das Interessante ist von den Gästen kommen Anfragen.
00:23:06: wenn wir euch besuchen wollen in Sachsen-Anhalt würden wir ungern in ein Restaurant essen gehen was die AfD unterstützt.
00:23:16: Was sagt man jetzt als Touristiker?
00:23:18: Man muss erstmal sagen, alle Restaurants sind gleich gut.
00:23:20: Aber man versteht natürlich auch das, weil man muss ja auch diesen Sicherheitsgedanken wofür Leute sich wohl.
00:23:27: und die Frage ist wer kommt.
00:23:28: Also ich als weißer Heteroman, mir kann man ruhig zumuten mit jemandem von der AfD in einem Tisch zu sitzen da komme ich schon klar.
00:23:35: aber hätte ich eine andere Hautfarbe einen anderen Glauben oder äußerliche Merkmale, die auf jeden Fall sagen ich habe etwas an mir ist anders dann fühle ich mich vielleicht gar nicht so sicher mit jemand einer AfD am Tisch Und dann möchte ich das auch gar nicht in so ne Situation kommen.
00:23:49: Das muss man ja auch Leuten zugestehen Die die Sicherheit brauchen und suchen.
00:23:56: Ich spreche aber auch mit Leuten von hier, die weggezogen sind und noch nicht wiedergekommen sind wie ich.
00:24:02: Und ich rede auch mit meinen in Westdeutschland lebenden Kolleginnen, die natürlich auch von außen drauf schauen.
00:24:07: Es ist sehr bunt.
00:24:08: Manche Leute sind unfassbar besorgt.
00:24:13: Ich kenne viele Leute leider hier, der aktiv übers Weg ziehen nach Denken gerade Lehrerin und Kulturbetrieb genauso.
00:24:22: Die werden vermutlich die Ersten sein wenn der Schlimmste vereintritt, eine AfD-Landsregion das zu spüren bekommen.
00:24:29: Ich kenne auch Leute die wollen dann gar nicht mehr herkommen wo ich auch sage gerne Gedanken verziehen aber also nachverziehen.
00:24:36: Aber hier gibt es auch andere.
00:24:38: ja Dann sucht bitte das Weltoffen Hotel mit dem Personal im Tourismus.
00:24:45: nirgendwo in keinem Bundesland arbeiten so viele leute von woanders im Tourismus wie in Sachsen alle.
00:24:50: Hier ist Landwürde ohne Zuzug
00:24:52: kaputt
00:24:53: gehen Aber unterstützt die, die da sind.
00:24:56: Weil ich weiß, vierzig-einvierzig Prozent ist politisch grauenhaft.
00:25:01: aber es gibt noch andere Leute hier und die haben auch Arbeit und die führen auch Hotels und Astronomien oder sind in Sportvereinen dann trifft dich mit denen und mach' mit denen was und sag den allein.
00:25:12: du bist nicht alleine.
00:25:13: Ich war ein Wochenende Nordhausen und war in einem Café das offensichtlich Weltoffenheit signalisieren wollte.
00:25:22: Wir haben gefragt, wie ist es so?
00:25:23: und die Wörter meinte schwierig.
00:25:25: Sie ist eher so manche Leute kommen aus Prinzip nicht her weil sie Regenbogen flangen im Einsatz.
00:25:31: Und dann hat sie gefragt ob wir aus dem Westen sind.
00:25:32: Ich meine nicht ausm Osten und aus Magdeburg und wir fühlen mit aber ich meinte dann diese nicht allein und wir wissen dass sie hier sind.
00:25:40: Wir fühlen uns jetzt auch weniger allein.
00:25:42: Alleinen Sohn signal immer einmal zu senden.
00:25:45: Wir lassen mal davon ausgehen... Oder was auch immer für eine neue Regierung kommt, aber lass uns mal davon ausgehen.
00:25:50: Das ist ne Regierung wo wir das Gefühl haben man kann irgendwie Man kann offen die ist offen für Impulse dies offen für demokratischen Dialog.
00:26:01: Welche welche Erwartung oder welche welche wünsche hast du an der Regierung wenn es darum geht die nächsten fünf Jahre Auszugestalten weichen zu stellen weil ich sehe schon auch an vielen Stellen natürlich deutschlandweit, dieses Gefühl von es geht so nicht weiter an verschiedenen Ebenen.
00:26:19: Auf einer wirtschaftlichen Ebene wird das so kommuniziert auf einer politischen, auf einer gesellschaftlichen... An ganz vielen Stellen ist irgendwie so eine... Es braucht den großen Umbruch irgendwie, es braucht die große Veränderungsstimmung nämlich mal wieder wahr und in Sachsen-Anhalt habe ich manchmal das Gefühl hier fehlt an vielen Stellen überhaupt diese Diese Idee von, wir entwickeln uns irgendwo hin.
00:26:40: Es gibt wenig Visionen zumindest wie ich es wahrnehme.
00:26:42: Ich weiß nicht ob das an der regionalen Thematien die du angesprochen hast Aber was sind so Sachen wo du sagst?
00:26:46: So Dassen eigentlich Erwartungen wo ich sage dass hätte ich gerne von einer kommenden Landesregierung
00:26:52: Das haste jetzt genau angesprochen ein Zielbild.
00:26:56: Die Parteien verharren und das kann man mit ihren Kulturen und ihre Geschichte erklären zu sehr im hier und Jetzt.
00:27:04: Ja eine CDU als konservative Partei sehr pauschalisiert ausgedrückt, versucht zu erhalten was ist.
00:27:12: Und es ist ja auch vieles gut und uns geht's ja wirklich besser als vor dreißig Jahren und die Städte sind schöner und das ist ja ein berechtigtes Anliegen zu erhalten, was wir haben.
00:27:23: Eine SPD ist mir manchmal gerade beim Thema Arbeit und Wirtschaft zu sehr hier und jetzt gefangen über Mindestlohendebatten gute Arbeitsbedingungen Alles super wichtige Themen.
00:27:37: Die will ich auch eigentlich in Abrede stellen, aber... Ich hab das Gefühl die haben keine Vision für den nächsten fünf Jahre Und da muss jede Partei über den Schatten springen.
00:27:46: Als Bündnisgrüne, glaube ich haben wir sehr gute Vision sind aber oft nicht im Hier und Jetzt so verfangen.
00:27:50: Also uns kann man durchaus fragen was tust du heute für mich?
00:27:55: Dann meine ich weiß es nicht.
00:27:56: Ich versuche gerade den Grundstein für morgen zu legen.
00:27:58: Und dann ist ja auch das Schöne an Demokratien dass Teilen zusammenarbeiten muss.
00:28:02: vielleicht entsteht eine ganz gute Koalition zwischen Leuten im hier und jetzt und Leuten die was morgen nachdenken weil ich glaube man braucht ein Tierbild worauf man hinarbeiten kann.
00:28:12: Das wird niemals eins zu eins erreichbar werden, das ist auch okay.
00:28:16: Aber mir kann gerade niemand so richtig erklären was wollen wir eigentlich morgen haben?
00:28:22: Wir verpassen glaube ich gerade beim Thema Energiewende eine unfassbare Chance.
00:28:27: ja hier wird der Strom produziert also gerade so in der Altmark, ja, tausend acht Prozent erneuerbare Energie in Produktion aber der Strom wird bald weg fließen Wenn die Leitungen stehen, wir müssten jetzt eigentlich über Batteriespeicher nachdenken.
00:28:42: Wir müssen gucken dass wir mit unserem Strom vor Ort Geld verdienen.
00:28:45: Das tun ganz wenige Gemeinden.
00:28:47: Die Handelstadt Osterburg macht das.
00:28:49: Es ist eine Gemeinde, die hat auf einmal vierhunderttausend Euro mehr am Jahr im Haushalt und kann dafür Kita, Schwimm, Halle, Spottale finanzieren.
00:28:55: Zu wenig Also.
00:28:57: es gibt seit ein paar Monaten einen Beteiligungsgesetz.
00:28:59: an erneuerbaren Energien kam leider viel zu spät Und das ist ja nicht so, dass die Energie wir in einem Thema von vorgestern sind.
00:29:05: Darüber reden wir auch schon seit zwanzig Jahren.
00:29:08: Also mir fehlt es an Vision und dann wirklich einer praktischen Ausgestaltung – natürlich macht die Bauti Politik keine Batteriespeicher, sondern sie muss den Rahmen setzen als Unternehmen das machen!
00:29:20: Wir könnten gerade jeder Firma, die sich in Sachsenheit ansiedelt sagen, wir stellen euch einen Windrad im Hof und schon seid ihr unabhängig von Energiekosten.
00:29:28: Aber in ein paar Jahren wird es die Leitung zur Industrieregion in Deutschland geben und dann fließt der Strom nur noch weg.
00:29:35: Und dann haben wir nichts davon, wenn wir eine Chance hätten, so eine Vision mal aufbauen.
00:29:39: Das wäre was!
00:29:41: Was ist eine Region für den Altmark?
00:29:44: Auch da wieder jetzt die Herausforderung im Hier-und-Jetzt zu denken.
00:29:48: Wenn du heute quasi König von der Altmark werden würdest herrschen Tobias, der Erste.
00:29:59: Was werden die Sachen, die du ihm hier und jetzt als Erstes machen würdest?
00:30:04: Die Eidmark hat einen unfassbaren Vorteil in ihrer Lage.
00:30:07: Sie liegt eine Stunde östlich von Hannover, wenige Stunden westlich von Berlin.
00:30:13: Es sind nach Hamburg und Leipzig anderthalb Stunden.
00:30:16: Das sind alle Städte mit Wohnraumproblemen.
00:30:18: was wir in der Eidmarkt wirklich haben ist Platz.
00:30:22: Man braucht aber bessere Verkehrsbedingungen und damit meine ich gar nicht jetzt unbedingt die Autobahn, weil Berlin ist in der Treife schon beim ICE entfernt.
00:30:30: Allerbar spannender, anderthalb Stunden im Auto.
00:30:32: Wir brauchen also wirklich vier bessere Verkehrsbedienung.
00:30:35: Die Ost-West-Achse ist ganz gut muss ich sagen.
00:30:38: Die Nord-Süd-Aachse kann besser sein.
00:30:40: Also dass gerade ICE über Hamburg und Seidswedel fahren und Ständer liegt nur daran das bei Wittenberge gebaut wird.
00:30:46: Ich würde also den Nah-und Fernverkehr ausbauen und dann würde ich Wohnraum schaffen Aber vor allem Mietwohnraum.
00:30:55: Weil in der Altmache immer noch die denke ist, naja wir haben Platz also kriegt jeder sein Garten und seinen Eigenheimen.
00:31:00: aber es ist schwer im ländlichen anzukommen und man muss den Leuten auch gestehen dass sie diese Entscheidung ändern.
00:31:07: das heißt es braucht eigentlich Mietraum.
00:31:09: Leute müssen kommen und mieten für sie.
00:31:11: das ist, das Richtige.
00:31:12: Dann können Sie auch einfach Mietwattachkündigungen wieder wegziehen und haben keinen Kredit- und Hausbau an den Hacken.
00:31:19: Das heißt wir müssten eigentlich mehr Wohnraumsiedlungen schaffen als Eigenheimensiedlung.
00:31:24: Wir müssen die Verkehrslage ausbauen dann könnt ihr die Eidmark profitieren.
00:31:27: Und wir produzieren schon so viel Strom, wir müssen dafür sorgen dass der Strom bei uns bleibt und wie er das Geld in der Region damit verdient.
00:31:35: Was würdest du sagen wenn jetzt da Menschen sagen oh dann Also das heißt, wir haben mehr Windräder irgendwie direkt in den Firmen an den Ortsrendern.
00:31:43: Wir haben ganz viele Häuser wo Leute hinziehen die noch gar nicht, denen es gar nicht darum geht hier zu wohnen sondern die wollen in die nächste Stadt pendeln.
00:31:53: Die interessieren sich gar nicht für diesen abends müde wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen.
00:31:56: Das letzte was die machen ist jetzt hier irgendwie noch etwas engagiert aufbauen.
00:31:59: zum Beitreten gibt's nicht so viel und wenn ja Habe ich auch, haben wir weiß nicht, wann wir Lust haben.
00:32:04: Das Fußballteam... Wir haben elf Mitglieder im Fußballverein und brauchen nicht mehr.
00:32:08: Wenn jetzt irgendwie so mal über Spitz gesagt, so jemand denkt was ist die Vision für die Leute, die da jetzt wohnen?
00:32:16: Ihr müsst euch ändern damit sich etwas hier ändern kann?
00:32:18: oder gibt es eine Vision, die noch näher dran ist an den Menschen?
00:32:23: Ich glaube die Menschen müssen sich gleich ändern.
00:32:25: also Ich erlebe den ländlichen Raum als sehr progressiv und offen, als manchmal komplex auch im Miteinander.
00:32:33: Wir sind wenig Menschen die dann an wenigen Orten aufeinander hocken.
00:32:37: Man muss ja verstehen was bedeutet das wir Leute zuziehen?
00:32:42: Die haben gut bezahlte Jobs von woanders weil wir vor Ort gar nicht so viele Jobs haben und vor allem nicht so gut bezahlt hat.
00:32:48: Das sind also potenzielle Menschen die Steuern bezahlen.
00:32:53: So, Steuereinnahmen ist eines der wenigen Sachen über die die Kommunen frei verfügen können.
00:32:58: Das Land wird immer dafür sorgen dass ich sage mal vor Ort das Licht nicht ausgeht aber Geld in eine Hand haben und was zu ändern wird uns das Land als Kommune auch nicht geben.
00:33:06: Das heißt wir müssen über Steueneinnahm wieder handlungsfähiger werden.
00:33:11: Ja, die Penden weg!
00:33:13: Aber die meisten Berufe heutzutage sind mobil, also schon über fünfzig bis sechszig Prozent der Jobs sind teilweise mobil möglich.
00:33:20: Es ist ja gar nicht so dass sie jetzt alle nur bei VW am Fließband stehen.
00:33:23: Die in Hannover und gerade die in Berlin arbeiten nicht.
00:33:26: Das heißt die bleiben vielleicht an zwei drei Tagen der Woche im Sinne, die Arbeitswelt wandert sich auch vor Ort haben dann Feierabend und haben mehr Zeit für Vereinbarkeit, für Familie, für Sport, für Zivilgesellschaft.
00:33:39: Das erhöht, glaube ich auch die Lebensqualität.
00:33:41: Wenn wieder mehr Leute da sind, die sich engagieren.
00:33:43: Also ich kann nur sagen... Die Menschen der Eidmark sind nicht anders als anderswo.
00:33:49: Aber ländlicher Raum ist einfach erstmal herausfordernd wenn man von außen reinzieht.
00:33:55: Gibt es auch eine Anforderung, die man an alle Stellen muss?
00:34:00: Die sagen, eigentlich ist das doch schön hierher zu kommen und hier gibt's irgendwie, naja ihr könnt nicht günstig vielleicht dann in Zukunft was mieten.
00:34:07: Mit welcher Haltung würdest du empfehlen, sich dann in so einem solchen Altmarkt zu bewegen?
00:34:12: Ist das... wie viel Offenheit muss man da auch einfordern oder Engagement sogar.
00:34:18: Die Leute sind engagiert.
00:34:20: Das Problem ist wir sind so wenige dass wir meist so gleich an sieben Vereinen engagiert sein müssen um die Vereine am Leben zu erhalten.
00:34:28: mehr Leute hilft einfach Auch im Sinne, man muss mal sagen ein Generationswechsel.
00:34:33: Ich bin mit Anfang der Jüngsten engagiert in der Altma und das kann perspektivisch nicht gut gehen.
00:34:42: Man muss respektvoll sein wie immer wenn ich einen Raum betrete wo andere Leute sind.
00:34:53: Das was man vielleicht so manchmal sagt, da gibt es kulturelle Unterschiede zwischen den Großstädtern und den Leuten auf dem Land.
00:34:58: Viele Sachen hat man einfach noch nicht erlebt.
00:35:01: damit muss man sich erst auseinandersetzen.
00:35:03: Da fehlt das Erlebnis um daraus eine Erkenntnis zu ziehen.
00:35:07: Was in Berlin normal wirkt wird dann ständig seltsam und andersrum muss ich sagen.
00:35:12: Das fängt bei kleinen Sachen an.
00:35:15: also in Berlin kann ich gar nicht mehr mit Barriert bezahlen und in Ständer werde ich angeschlaut weil ich nicht passend gebe.
00:35:22: Aber so ist man es halt gewöhnt.
00:35:25: Und die Leute passen sich auch an, das anders anzunehmen.
00:35:29: Ich kenne auch... Das ist natürlich dann immer so vielleicht das eigene Netzwerk.
00:35:33: Viele Leute lieben das in Ständer aber gegen regelmäßig ins Theater in Berlin weil sie sehen wir sind so nah dran und nehmen das mit.
00:35:40: Dann kenne ich Leute, die fahren von Ständer nur einmal in ihrem Leben nach Magdeburg wenn sie sich einen Abi-Bah anzukaufen mussten.
00:35:47: Die haben gar kein Bedürfnis mobil zu sein.
00:35:49: ja ist auch okay.
00:35:50: Ich glaube man muss einfach pruspektvoll miteinander oben gehen und sich kennenlernen Ja?
00:35:56: Ich habe das ja selber erlebt.
00:35:58: also ja... ich bin bei Bündnis Nineties den Grünen.
00:36:02: Wenn aus Berlin Friede sein was jetzt echt eine grüne Hochbork ist in der Ständer gezogen Und war dann, ich bin ein Schachverein eingetreten.
00:36:10: Weil Schachspieler und es kamen dann raus die haben noch nie in Grünen meine Schachfreunde kennengelernt.
00:36:14: Die mussten erst mal ein persönlich kennenlernen.
00:36:16: Da denkt man sich auch so wie kann das sein?
00:36:18: Seien dreizehn Jahre nach der Wende habt ihr noch keinen grünen Bekannten gehabt aber sind halt sehr wenig.
00:36:23: Das ist ja ein gemeinsames Problem im Osterland.
00:36:26: Leute sind selten an Parteien engagiert was sicher historisch begründbar ist.
00:36:30: im Verhältnis zu Parteien hatte man auch ganz andere Probleme, einfach der Neunziger als noch sich zu engagieren extra.
00:36:39: Und trotzdem gibt es auch da Leute.
00:36:40: Es sind nur weniger und deshalb gibt's manchmal auch weniger Kontakte zu solchen... Man kann fast schon sagen Nischenaktivitäten wie politisches Engagement.
00:36:50: Gibt sogar Heimtipps was man zum Beispiel im ländlichen Raum meint aber vielleicht besonders in der Altmarkt wo man sich gut Also wo man gut Leute kennenlernt.
00:37:02: Ich weiß zum Beispiel, dass ich damals aus Hamburg nach Halle gezogen und der Spiti in dem Sinne war für mich kein Begriff.
00:37:10: Das war sowas, wo ich das kenne.
00:37:11: So was gibt es hier.
00:37:13: Es gibt halt so verschiedene Einrichtungen.
00:37:14: Sportvereine spielen eine ganz andere Rolle im ländlichen Raum wahrscheinlich als im städtischen wenn's darum geht irgendwie auch Treffpunkt zu sein.
00:37:22: Was würde ich sagen ist ja der Geheimtipp, wenn man in der Altmark aufschlägt
00:37:25: Ja, es ist nicht Geheimes.
00:37:27: Es ist der Verein.
00:37:29: Egal welche Sportart man betreibt.
00:37:30: also die Wege sind manchmal weiter in der Eidmark.
00:37:33: aber auch ich glaube Eishockeyverein haben wir nicht in einer Eidmark Aber sonst gibt's fast jede Sportart habe ich gefühlt ist doch bei uns irgendwie vertreten.
00:37:41: ja es gibt ein Bogen-Schießverein und so Natürlich viel Fußball viel Handball Aber auch hier sitzt Baal, haben wir einen Verein.
00:37:52: Manchmal ist es ganz faszinierend was alles gibt noch.
00:37:56: Ja man muss da reingehen das muss man leider sagen weil dazu funktioniert der ländliche Raum dann doch anders.
00:38:02: ja in Berlin bin ich als ich Vater wurde mit meinen Kindern auf den Spielplatz gegangen und nach kurzem kannte ich Dutzend Eltern um uns rum die vorher nicht kannte.
00:38:12: In Ständer geht niemand auf dem Spielplatz Auch sehr pauschal jetzt zugespitzt, alle ihren Minispielplatz im Garten und gehen deshalb nicht raus.
00:38:21: Wir sind ja bewusst zu anderen Spielplätzen gefahren aber waren oft die einzigen auch so auf den Dörfern.
00:38:27: Dann sind Leute an das Mobil, wir sind als Familie viel mit dem Fahrrad unterwegs.
00:38:32: Das sind in der Altmark gefühlt nur Touristen.
00:38:34: also manchmal haben uns Nachbarn... ... doof angeguckt quasi, ihr seid echt ins nächste Dorf gefahren?
00:38:39: Ich so ja da ist ein ganz toller Spielplatz.
00:38:43: Aber das ist halt anderes Nutzungsverhalten und das haben die Leute auch akzeptiert... ...und vielleicht hatte man da seinen Rufen bisschen weg.
00:38:49: aber hat jetzt mir niemand einen Vorwurf daraus gemacht dass ich gerne Fahrrad fahre.
00:38:55: Das ist eher so was?
00:38:57: zum Beispiel in Berlin gab es schon so Bike Sharing und E-Bike.
00:39:00: Das war gefühlt seit acht Jahren ein Standard im Berlin.
00:39:05: Ich finde es immer wieder interessant in der Altmark, sprechen mich so ältere Herren an die ich über Netzwerke kenne, die mir ganz begeistert von ihr im E-Bike erzählen.
00:39:14: Und dann erklären sie mal zwanzig Minuten wie skeptisch sie waren gegenüber Elektromobilität.
00:39:19: aber wir begeisterten sie jetzt.
00:39:20: und da dachte ich oh ja siehst du geht ja das wäre auch was Vernünftiges, du musst es nur mal erleben.
00:39:25: Ja?
00:39:26: Und ähnliche Sachen lernt man auch kennen bei Essen.
00:39:32: Essen ist ja auch so ein Thema.
00:39:34: Er hat jetzt eher so, wenn es eine eigene Küche hat wo ich sie jetzt deftiger und typisch Deutsch bezeichne.
00:39:40: Aber auch bei uns gibt's Leute die sehr regional kochen aber dann versuchen auch feiner und gesünder und durchaus vegetarisch und vegane Angebote zu machen für ein gewisses Publikum weil auch die Eidmark hat sich verändert.
00:39:56: manchmal nimmt man glaube ich Veränderung nur nicht so stark wahr wie Sie schon eingetreten sind und lebt noch sehr von seinen alten Vorstellungen.
00:40:03: Ist das dann also die Vereinslandschaft, wo Politik auch noch mehr unterstützen könnte und wenn ja wie?
00:40:10: Also wie könnte das aussehen.
00:40:12: Also noch ist die Unterstützung gut, finde ich.
00:40:13: Aber das ist eine freiwillige Leistung und wenn sich die Haushaltslage nicht verbessert dann ist es das Erste was kaputt geht.
00:40:19: Dann kommt der Sportverein ja nicht mehr in den kommunalen Thornhallen und da gibt es keinen Sportförderungszuschuss mehr für die Pflege der Außenanlage.
00:40:29: Da reden wir aber über etwas was nicht vor Ort gelöst werden kann.
00:40:33: Da braucht es die Entlastung der kommunalen Haushalte durch die höheren Ebenen, da brauchst du an sich eine Staatsreform für.
00:40:39: Das ist jetzt sehr groß, sehr abstrakt auch und ein unfassbar komplexes Thema.
00:40:44: Ich meine aber selten so oft die Debatte über eine Staats reform gehört zu haben wie in den letzten zwei Jahren.
00:40:52: Also ich hab das Gefühl, es nimmt zu dass Leute sagen Es ist ein Thema was ja dreißig Jahre geführt ignoriert wird oder auch die Ideenfach für einige.
00:41:01: Aber Den Kommunen steht das Wasser bis zum Heiz, das muss man ganz klar sagen.
00:41:05: Und ich bin beeindruckt gerade bei der Hansa-Stadt Schänder kann ich es direkt sagen.
00:41:10: aber es trifft auch auf andere Kommunen zu wie viel freiwillige Leistung die wichtig fürs soziale Miteinander sind für die Lebensqualität Die Kommunen sich eigentlich noch ja antun muss man ja fast sagen.
00:41:21: Aber wenn das wenn die Bibliotheken schließen die Schwimmbäder Auch soziale Veranstaltungen dann ist keine Lebensqualität vor Ort und man will nicht einfach nur verweitet werden mit Sachen wie, naja Hauptsache die Müllabfuhr funktioniert noch.
00:41:42: Da gibt es ein bisschen mehr im Leben über das man sich freuen sollte.
00:41:45: Ich finde da haben wir aber auch ganz spannend oder so ganz spannend diese Spannweite aufgemacht von was wird etwas Neues gebaut?
00:41:52: Und wie kommt es dazu dass dort einen Spielplatz ist oder nicht?
00:41:55: weil du hingegangen bist und gesagt hast, wer ist mit dem Spielplatz hier?
00:42:00: Da fehlt doch, wo man denken würde auf was gebaut wird.
00:42:02: Das ist wahnsinnig abstrakt und das entscheiden irgendwo Leute ganz groß.
00:42:05: Und auf der anderen Seite wenn es darum geht na wie kommt mein Verein?
00:42:08: Mein Fußballverein dazu dass er noch Geld dafür bekommt irgendwie den Rasen zu risken.
00:42:11: Das hängt dann vielleicht an der ganz großen also Langfrist ja einer ganz großen Reform sozusagen auf Bundesebene und ich glaube das ist dann so ein bisschen zeigt auch ganz gut diese Komplexität von Naja wir die Sachen zusammenhängen Was ist das was?
00:42:23: Wo wird es was entschieden wäre entscheidet etwas wo kann ich mich einbringen und wo kann Ich mich vielleicht auch nicht einbringen?
00:42:29: Wahrscheinlich was, das genau wo es am Ende auch nicht ganz ohne geht.
00:42:33: Dass man hingeht fragt mit denkt und bereit ist auch dazu zu lernen weil die Leute, wo man denkt ihr könnt doch einfach dem Verein mehr Geld geben Das geht vielleicht dann irgendwo gar nicht Weil es eben diese Thema freiwillige Leistung Pflichtleistungen Was ist was man jetzt also im normalen bürgerlichen Alltag Nicht nicht mitbekommt.
00:42:51: vielen dank dir für den Einblick Auch für dein Engagement Und ich bin sehr gespannt wo das dann dieses Jahr hingeht.
00:42:59: Und ich glaube, das eine ist natürlich die Spannung um die Wahl, die mich so rumtreibt.
00:43:04: aber ich bin jetzt schon viel mehr in Gedanken auch dabei wie können wir das die nächsten Jahre danach gut ausgestalten weiter die guten Sachen zu machen und nicht den Kopf... Schon jetzt vor der Wahl schon irgendwie sagen wir müssen Sachen lassen, wir müssen im Voraus einen Gehorsam irgendwie Sachen lassen entweder denken es wird ein eh alles verboten weil wir da viel zu pessimistisch sind was dann sofort alles passiert.
00:43:27: dann kriegen wir Gegenwind und sich weiter für die guten Sachen zu engagieren.
00:43:33: Ich glaube, das ist so etwas wo ich im Kopf sehr bin und wenn diese Folge ausgestrahlt wird, ich hoffe auch noch mehr Leute schaffen den Blick hinzuwenden und sich nicht direkt völlig zu demotivieren oder direkt irgendwie sagen muss ich das Bundesland verlassen weil dafür ist es doch zu wichtig sich hier einzubringen.
00:43:49: Ja, das ist eine schwere Entscheidung und ich werde jetzt nicht politisch oder historisch unsensibel sein.
00:43:54: Aber wenn man sich so Schicksale aus den Dreißigern durchliest, es gab mal dem Punkt wo's zu spät war zu gehen.
00:44:01: Ich will jetzt nicht überdramatisieren aber ja, man sollte finde ich noch nicht gehen.
00:44:05: Man sollte auch Gegenheiten, aber ich verstehe für jeden der diese Entscheidungen für sich fällt.
00:44:09: Und was aber recht fast egal wie dieser Wahlhaus geht.
00:44:15: Aber die nächsten drei Jahre werden sehr wichtig.
00:44:18: Wir kommen jetzt, wir hatten letztes Jahr Bundestagswahl, wir haben davor kommende an der Europawahl.
00:44:23: Wir hatten eigentlich nur Wahlkämpfe das heißt ein halbes Jahr vorher passiert weniger und alle die politisch engagiert sind mit dem Kopf woanders im Wahlkampf.
00:44:31: Wir haben nach dieser Landtagswahr wenn alle Regierungen stabil bleiben dann haben wir mal drei Jahre keinen Wahlkampfer in Sachsen-Anhalt Und das ist etwas, wo alle glaube ich sich Zeit und Ressourcen dann mal in die Kleinsachen.
00:44:44: In die Stammtische, in die Vereinsabende ins Miteinander stecken können und sollten bis wir dann quasi wieder neu wählen und dieser ganz politischen Zirkus des Wahlkampfes losgeht.
00:44:55: Egal wie die Wahllos geht, dass es wichtig da sich zu engagieren in den nächsten drei Jahren auch sich Zeit für Begegnungsformate zu nehmen einfach anwesend und sichtbar zu sein zum Bürgerin treffen zu gehen oder Stadtteil fest, einfach umzuzeigen.
00:45:12: Ich bin da und ich bin einer von hier.
00:45:16: Es steht mir auch gar nicht zu als Bundeskönner ständig Leute zu überzeugen aber ich werde einfach nur manchmal wieder Rede leisten im Sinne von.
00:45:23: Hier gibt es noch eine andere Beinung.
00:45:24: Du kannst ja so sehen wie du willst, aber du kannst nicht behaupten dass es die einzige Meinung ist von der du je gehört hast.
00:45:30: Einfach um auch so Vielfalt aufzuzahlen.
00:45:32: Weil das ist ja wieder eine ganz andere Ebene an Problemen weil Infrastruktur verloren geht gehen Begegnungen verloren und ohne jemandem Schutz nehmen zu wollen.
00:45:41: Aber wenn links und rechts von mir die beiden das so sehen als ich dann verstehe manchmal nicht wie sie es in Berlin anders sehen können.
00:45:50: Aber wenn dann Vierter ist ja sagt, ne ich verstehe durchaus warum wir das machen.
00:45:54: Dann müssen die drei schon mal ein bisschen nachdenken.
00:45:56: ach es gibt noch eine zweite Meinung.
00:45:57: heißt nicht dass sie richtig sein muss aber es fehlt oft so Die Vielfalt an Ansichten ganz einfach deshalb weil wir seltener zusammenkommen und uns treffen oder sowieso schon unseren Schubladen eigentlich organisiert sind.
00:46:11: Und auch das finde ich ist eine demokratische Leistung vielfalt aufzuzeigen.
00:46:16: Es wäre super, wenn Leute in die Politik gehen und sich kommunalpolitisch engagieren.
00:46:19: Es ist genauso wichtig, wenn jemand am Verein zwischen mir sagt, Leute denkt wie er wollt aber ich sehe das übrigens anders.
00:46:25: und jetzt lasst uns wieder weiterspielen.
00:46:45: Wir unterstützen euch gerne und kostenlos.
00:46:49: Wenn du mehr über Sigusa wissen willst, schau doch mal auf sigusa.de vorbei oder folge Sigu die Netzwerksachsen-Anhalt bei Instagram beziehungsweise Sigusa bei LinkedIn.
00:46:59: Ich hoffe das Gespräch hat dir gefallen.
00:47:01: Bis zum nächsten Mal!
00:47:02: Bei Sigusa redet mit.
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