SIGUSA redet mit Tobias Kremkau Teil 1
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00:00:00: Der steile Berg ist eine ehemalige Kita.
00:00:02: Die musste damals in größere Räume umziehen.
00:00:05: Wo früher Windeln gewechselt wurden, verfeinern Gründerinnen heute ihre Geschäftsmodelle und die Spielecke von damals ist jetzt Treffpunkt für Gespräche am Kaffee voll Automaten – so was nennt sich Co-Working!
00:00:17: Wir haben jemanden zu Gast der das noch viel besser erklären kann.
00:00:20: Mein Name ist Jan Wagner und ich führe im Podcast SieGusa redet mit, Gespräche über soziale Innovation, gemeinwohrorientierte Unternehmen und Sachsen-Anhalt.
00:00:30: Tobias Kremkau berät bei Coworkland, eine Genossenschaft für neue Gemeinschaftsorte.
00:00:36: Wie kommt man zu diesem Job?
00:00:38: Und weshalb sind Coworking Spaces eine vielseitige Lösung für Herausforderungen im ländlichen Raum?
00:00:43: Darüber sprechen wir heute – viel Freude beim Zuhören!
00:00:53: Erzähl doch erst mal gern den Leuten, den Zuhörer, wer du bist und was man so über dich wissen sollte oder was du findest, was man über dich wissen sollte.
00:01:02: Man muss auf jeden Fall wissen, dass ich aus Macht überspillen.
00:01:07: Ich wohne da seit kurzem sogar wieder.
00:01:13: Politikwissenschaft München studiert.
00:01:15: Ich gehöre zu dieser Generation, die weggeschickt wurde in dem Westen um diesen Marke der ostdeutschen Herkunft im Lebenslauf nicht betonen zu müssen und sagen zu können ja ich habe natürlich in München Studiert.
00:01:25: Und ich merke das jetzt wo ich gerade zurück bin.
00:01:27: in Magdeburg ist es noch niemand anderes zurückgekommen aus meinem Jahrgang was eine ganz interessante Erfahrung ist zeitgleich.
00:01:34: ich war zwanzig Jahre weg.
00:01:36: dieses Stadt hat sich krass verändert.
00:01:37: ich verlaufe mich nicht aber ich erkenne auch nichts wieder.
00:01:42: München studiert, in Berlin gelebt.
00:01:44: Ich habe in Venedig studiert und mein Auslandssemester da gemacht – auch eine sehr schöne Erfahrung!
00:01:52: Ich habe erkannte meinen Praktikats im Brüssel, dass ich nicht mit der Politik oder Verwaltung zu tun haben möchte.
00:01:58: Und bin dann sehr stark umgeschwenkt, hatte einen ganz... also an sich ein sehr tolles Studentenjob gehabt.
00:02:05: Ich war Powerpoint Designer bei einer der großen Unternehmensberatungen
00:02:09: Und
00:02:11: das war so ein total faszinierender Einblick in Wirtschaft, den ich natürlich überhaupt noch nicht hatte und bin danach sehr auf dieses Thema also Wirtschaft gegangen.
00:02:21: In Berlin dann ... Das waren Start-ups, Digitalwirtschaft und muss sagen, inzwischen arbeite ich als Berater für das Thema Co-Working Spaces mit einem besonderen Fokus auf ländlichen Raum.
00:02:33: aber das war Das Studium war toll und wichtig.
00:02:37: Er hat mir sehr viel vermittelt, aber ich habe nicht das gemacht, was ich studiert hab.
00:02:44: Ich finde es immer eine ganz schöne Erfahrung.
00:02:46: Es hat sich alles angereichter zu dem Punkt wo ich heute bin.
00:02:49: Ja, das ist glaube ich etwas, was sich jetzt immer wieder merken in den Gesprächen wenn man so die Lebensläufe von den Leuten anguckt dass sich am Anfang irgendwo man das Gefühl hat oh das geht in alle möglichen Richtungen und das wo die Leute dann ankommen oder in dem Moment ankommen ist ja auch nicht ein endgültiges Ankommen.
00:03:02: Dass das häufig dann erstaunlich Gutes Muster aus all den Stationen vorher irgendwie ist.
00:03:08: Also das doch alles reinspielt und dass sich das da individuell zusammensetzt, finde ich immer wieder sehr interessant zu sehen.
00:03:14: Und weswegen bist du am Ende wieder zurückgekommen?
00:03:17: Aus persönlichen Gründen oder aus beruflichen Gründe?
00:03:20: Aus persönlichem Gründen also zwei Sachen.
00:03:25: oder eine Sache Kinder bekommen und das führte dann so zwei Sachen.
00:03:28: einerseits wollte ich wieder ein bisschen näher meine Familie sein, dass die Kinder was von ihrer Familie haben Und andererseits die Wohnraumfrage in Berlin.
00:03:37: Wir sind dann erst mal nach Ständer gezogen, weil ich hab meinen Herz in der Altmarkt.
00:03:42: da wohnt niemand mehr von meiner Familie aber da kommt sie her und ich habe da quasi noch so jüngte Erinnerungen wie Ferien bei den Großeltern in Arneburg an der Elbe Und da haben wir jetzt drei Jahre gewohnt, sind aber nicht angekommen.
00:03:58: Im Falle nicht alle als Familie und das fand ich auch noch mal eine sehr lehrreiche Erfahrung, weil ich ja viel im ländlichen Raum zu tun habe was braucht es für Gegebenheiten?
00:04:08: Auch für Landebahnen vielleicht, für Leute aus der Großstadt die in den ländischen Raum ziehen Befasse mich gerade in einem Forschungsprojekt, den nächsten drei Jahre.
00:04:16: Genau mit dem was meiner Familie quasi entstanden hat passiert ist.
00:04:20: oder also diese Frage warum sind wir nicht angekommen?
00:04:22: und das versuche ich grad zu erforschen.
00:04:24: Und in diesen drei Jahren aber durch die Nähe zum Magdeburg haben wir dieses Stadt ganz neu entdeckt.
00:04:29: Also ich hatte nie den Plan zurückzugehen nach Magdeborg.
00:04:32: Drei Jahre immer aus Wochenende im Magdebock verbracht und dachte wow dieser Stadt hat sich toll entwickelt.
00:04:37: als wir dann den Entschluss fassen mussten wie geht es jetzt weiter?
00:04:39: Haben wir gesagt dann ziehen wir nach Magdenburg halt rein Und da wohnen wir jetzt ein paar Monate und total faszinierend wieder zurück zu sein.
00:04:48: Aber nicht da, wo man herkommt sondern in einem ganz anderen Magdeburg.
00:04:53: Wie war das für dich?
00:04:54: Also ich kann das glaube ich grob nachvollziehen.
00:04:57: dieses Gefühl von... Man hat das auch vielleicht aus idealistischen Gründen das Gefühl es wäre cool da zu wohn'n aber dann irgendwie zu merken so die Lebensrealität gibt das nicht her.
00:05:06: wie war das festzustellen, wir werden nicht hier bleiben.
00:05:11: Wir müssen woanders sind weil das einfach nicht passt.
00:05:14: Die Realität passt einfach nicht zum Wunsch.
00:05:18: Das ist eine schwere Erkenntnis aber dann auch eine leichte Entscheidung.
00:05:26: Es war klar es muss sich was ändern damit dass uns als Familie auch mental gut geht Und in dem Sinne war es dann leicht, weil man tut für seinen Wohlbefinden einfach alles muss ich sagen.
00:05:40: In Magdeburg musste ich mir kurz die Frage stellen so... Also ich habe mir noch nie solche persönlichen Fragen gestellt.
00:05:47: vorher muss ich sein aber da muss ich war das jetzt ein Rückschritt.
00:05:50: Ich bin wieder da, wo ich mal angefangen habe und ich war einmal in der großen Welt draußen und fand es ganz cool.
00:05:56: Warum bin ich hier?
00:05:57: Aber dann habe ich für mich erkannt, nee, das ist es nicht.
00:05:59: Das ist einfach der nächste Schritt so ein bisschen vielleicht wie du gerade meintest im beruflichen.
00:06:03: Es baut sich alles aufeinander auf.
00:06:05: Also ich bin jetzt am Magdeburg und ich hab Sachen aus anderen Städten mitgebracht und vermutlich wird Magdeburger auch nicht die Endstation sein.
00:06:11: also kann mir auch noch mal vorstellen nochmal ganz woanders hinzuziehen aber vielleicht gerade nicht jetzt in der Phase mit den kleinen Kindern.
00:06:17: ja Wie reagieren Leute um drumherum auf dieses Rückkehrer-Thema?
00:06:24: Also ich weiß, dass vielen Menschen dann auch so geht.
00:06:27: Die sind weggezogen und sind zum Studieren irgendwo an eine der gerade sowas wie München aber auch ein Typing oder was rummer Hamburg, Köln entsteht wo ja die auch ne starke Identität haben wo dann irgendwie vielleicht auch eben dann war man da waren die Aussies die dann irgendwie dort zum Studieren kam.
00:06:43: Man kam quasi dort, da war man der Outsider und dann kommt man zurück und ist der Typ, der irgendwie nach München gegangen ist zum Studierenden in Brüssel, Praktikum machte, hat in Venedig und irgendwie... Bist du jetzt auf beiden Seiten verortet oder eigentlich auf keiner Seite?
00:06:59: Also ich muss sagen, im München war dieses Ostdeutsch zu sein ganz selten Thema Und sozial war okay, man war nicht aus Franken und damit ist meine München sowieso ganz gut aufgestellt.
00:07:10: Nee die haben einfach das Schienen zwischen wir und alle anderen.
00:07:14: also hätte ich auch aus Ämnen kommen können da wäre ich genauso viel quasi angesingen gewesen wie aus Macht über.
00:07:22: Also da habe ich jetzt kaum negative Erfahrungen gemacht und es wohnen unfassbar viele ostdeutsche Menschen.
00:07:29: Als ich hinzu gab, sogar noch ein Laden für Ostprodukte weil damals gab's hier nicht ganz normal in den Kauferhändler.
00:07:34: Das hat sich auch geändert.
00:07:40: Die Leute, die ich jetzt erkennengelernt habe oder die Orte und Geschäfte, die es als sehr prägend finde für meinen magdeburgere Eiter.
00:07:48: Das sind auch Rückkehrerinnen?
00:07:49: Oder das sind Zugezogene von woanders kommen so dass das für die Eitag ist, dass da einer mal weg war oder überhaupt von wo anders her kommt.
00:07:57: Und wie gesagt mit den Leuten, mit denen ich aufgewachsen bin, die sind nicht da.
00:08:02: Also die wohnen selber noch in München und Schüttgart.
00:08:06: Das heißt solche Fragen hab' ich noch gar nicht gestellt bekommen.
00:08:09: Und ist das eine der Unterschiede zwischen Ständer und Magdeburg denn jetzt?
00:08:13: In Ständer gibt es auch vier Zuzug.
00:08:18: In so einer ländlichen Region wie der Eidmark, es herkommt unfassbar wichtig.
00:08:23: Ich habe das sehr gespürt... Also Kremkau ist ein über achthundert Jahre alter Name aus der Eitmark aber das ist nicht mein Geburtsname.
00:08:30: ich hab den erst vor neun Jahren angenommen als ich meine Frau geheiratet habe.
00:08:34: Und ich habe einen Unterschied gemerkt, wenn ich früher als Tobias Schwarz in der Eidmark beruflich unterwegs war.
00:08:40: Und wenn ich jetzt als Tobías Kremker unterwegs war?
00:08:42: Ich war auf einmal vier Akzeptierte am Tisch und war eine ganz spannende Erfahrung weil die haben mich verortet.
00:08:50: In der Eitmark kommt es sehr oft vor dass Leute nach Dörfern an der EITMARK benannt sind.
00:08:54: Das ist so ein Code woran man erkennt das muss einer von hier sein.
00:08:59: Und ich kam als Tobias Kremkow, fand ich sehr gut in der Eidmark an.
00:09:04: Auch in Netzwerke und Kreise.
00:09:07: Ich habe es geschafft, aber das ist bei meiner Familie passiert... ...und das ist etwas was ich eigentlich bei allen zugezogenen Familien die ich kennengelernt hab gesehen habe.
00:09:17: Ein Partner kommt schnell an, der andere nicht.
00:09:21: Wir haben viele oder am Anfang nur zugezogener kennengelernen weil wir auch erstmal verstehen mussten, wie die Eidmark oder auch Ständer sozial funktioniert.
00:09:30: Also in Berlin sind wir auf den Spielplatz gegangen und kannten nach ein paar Wochen Dutzende Eltern, die rund um uns wohnten.
00:09:36: Wir sind in Stände auf dem Spielplatz gegangen und da war niemand.
00:09:40: Und drei Wochen später war der Angriffskrieg auf die Ukraine und dann waren die ersten die auf den Spiegelplätzen waren ukrainische Familien, die kein Deutsch sprachen.
00:09:48: Das ist jetzt sehr zugespitzt und pauschalisiert aber... So eine Region, wo jeder einen Garten hinter hat.
00:09:54: Jeder seinen Mindestspielplatz im Garten und es fehlen diese Orte, wo man trifft und das macht es für Zugezogen schwer anzukommen.
00:10:00: Und dann haben wir gewordet nach einem halben Jahr, da hatten wir das erste Kind in der Kita und dachten okay, jetzt haben wir andere Kitaeltern kennen Aber die haben alle ihre Freundeskreise und sie sind sozial gesättigt, sag ich mal.
00:10:11: Und die haben nicht auf uns gewartet.
00:10:13: Man muss sich das stückweise erarbeiten überhaupt anzukommen.
00:10:17: Das gelingt einigen Menschen leichter an den anderen.
00:10:19: Schwieriger muss man sagen.
00:10:21: Ich kenne Leute, die da sind und noch Probleme haben.
00:10:24: Ich kenn Leute, wie vor uns weggezogen sind.
00:10:26: ... den es da gut geht und dieser auch langfristig bleiben wollen.
00:10:33: Menschen sind einfach sehr verschieden, dann gibt's auch sehr verschiedene biografische Entscheidungen.
00:10:40: Bevor wir zur Co-Work lernen.
00:10:41: kommen wir noch ein Thema.
00:10:43: du hattest im Digitalrat Sachsen-Anhalt.
00:10:47: was macht man im Digitalrad Sachsen Anhalt?
00:10:49: Und wie kommt man da rein?
00:10:53: Man wird berufen in dem Digitalrat.
00:10:57: Ich bin mir nicht ganz sicher, wer mich der intern vorgeschlagen hat.
00:11:00: Aber es gab ein zwei Verknüpfungen sozusagen muss man sagen.
00:11:06: also der Staatssekretär Herr Schlömer war früher immer Abgeordneter in Berlin und die Büros im Abgeordnetenhaus sind sehr klein.
00:11:15: dann hat er für zwei seiner Mitarbeiter einen Büro in einem Co-Breakin Space was ich verweitet habe gebucht was nah am Abgeordnetenleuchten.
00:11:24: nicht dass wir einen privaten Kontakt hatten, aber wir hatten schon mal miteinander zu tun und vielleicht hatte er mitbekommen.
00:11:31: ach ich bin jetzt auch wieder in Sachsen-Anhalt.
00:11:33: Und andererseits hat mich, weil ich habe in Berlin einen sehr berühmten Corwecken Space jahrelang leiten dürften, hatte ich oft Besuche von Leuten aus Sachsen Anhalt.
00:11:44: also dann kam eine Landtagsfraktion atmen, denn dieses Start-ups für eine Luft und können
00:11:51: wir das dann kapieren?
00:11:53: Genau.
00:11:54: Weil dieser Co-Wagon Space Sankt Oberhautsafe sehr berühmt war.
00:11:57: Und dann gab es halt eins oder zwei Kontakte, da waren mal andere Buschschülte da, die ehemalige Schrümmerin aber damals hat sie in der Schasstransler gearbeitet Und ich habe ja auch mal einen Praktikum für die Landesvertretung Sachsen-Anath gemacht und auch da gab es Kontakte.
00:12:16: Aber ich weiß gar nicht, wie... Ich hab' die Anfrage bekommen unteren für zwei Jahre und dann habe ich gesagt, oh das mache ich sehr gerne!
00:12:24: Ich bringe so die Perspektive lindlicher Raum in diesen Rat, ich bringe die Perspective eines Rückkehrers und ich wurde glaube ich sehr viel dieser Expertise Co-Work gegen neue Arbeitswelten angesprochen Denn die anderen im Digitalrat haben alle eine Expertise, die kommen aus der Forschung oder auch aus der Verwaltung.
00:12:44: Und wir haben uns mit verschiedenen Digitalthemen beschäftigt und keine Ahnung es gibt vier Sitzungen im Jahr und bei drei Sitzung höre ich total erstaunt zu und stelle Fragen und dann ist die Sitzing von meinem Thema und da bin Und dann wurde es nochmal um zwei Jahre verlängert dieser Digitalrat.
00:13:02: Ich wollte noch mal da rein berufen und was man da macht ist, die Ministerin oder Staatssekretär geben einen Impuls, was sie vorhaben was sie planen.
00:13:17: Oder wir haben uns mal Gäste eingeladen, weil wir wissen wollten wie ist das für die Kommunalverweiterung mit der Digitalisierung?
00:13:22: Dann haben wir in Bernburg getagt und haben mit dem Landkreis Mitarbeitenden gesprochen.
00:13:29: oder vor ein paar Monaten waren wir im Dessau Rathaus und haben den IT-Leiter der Stadtverleitung gesprochen.
00:13:35: Und reden und stellen Fragen und geben dann Ideen und vielleicht kennen wir einen Projekt.
00:13:42: Und dann gibt es noch so diese zweite Ebene, die nicht direkt im Digitalrat stattfindet.
00:13:46: Sondern es sollte vor ein paar Jahren einen Förderprogramm für Coburken Spaces geschrieben werden und weil ich im Digitalrad war kam der Staatssekretär zu mir meinte ob ich Empfehlungen geben kann.
00:13:58: wie muss man ein Förderprobe aussehen?
00:13:59: was sollte da rein?
00:14:00: worauf sollten sie achten wenn Sie das schreiben?
00:14:03: Das ist ja auch nochmal ein Weg wie man wirken kann indem man seine Expertise da reingebt.
00:14:10: Ja, also manchmal ist man sehr wegen seiner Expertise gefragt.
00:14:13: Manchmal auch vielleicht.
00:14:14: der Blick von außen war auf ein ganz anderes Thema und wir befassen uns mit allem was mit Digitalisierung zu tun hat, konnten das uns aber ein bisschen auch raussuchen?
00:14:23: Also wenn wir eine Frageraten doch nicht stellen, wir konnten Themen vorschlagen, wir haben aber auch Themen auf den Tisch bekommen und dann wollte man unsere Meinung dazu wissen...
00:14:32: Das heißt, seid ihr ein Beratungsgremium dann für die Politik auch oder habt ihr eine Entscheidung auch zu euch gegeben?
00:14:38: Nein das ist wirklich rein beratend.
00:14:42: Wir haben keine Entscheidungskompetenzen sind nicht weisungsbefugt oder sowas.
00:14:48: Wir konnten eine Impulse geben und es gab ja dann die Digital Agenda Einig von meinem Pulsen dann beim Thema COVID wiedergefunden, wo man sich natürlich auch freut dass man Gehör findet.
00:15:00: Aber es ist nicht so das sein muss.
00:15:03: also kann das ein bisschen negativ als quasi Bude darstellen?
00:15:07: Das ist es aber glaube ich gar nicht weil es lohnt sich über Themen zu sprechen und ich habe gesehen dass auf uns als Rat gehört wurde.
00:15:15: Aber im Sinne davon dass man sich hat inspirieren lassen oder Sachen aufgenommen hat die man erzählt oder erklärt bekommen
00:15:21: hat Wir gereden in der nächsten Folge noch intensiver Politik, aber ich glaube das Politik ja häufig so funktioniert dass da Menschen Entscheidungen treffen müssen und dann brauchen die irgendwo eine Quelle wo sie sagen, der vertraue ich für das Thema.
00:15:32: Und die gibt ihnen Puls und dann gehe ich in die Richtung erstmal sozusagen vielleicht nicht in jedem Ding weil dann kommen natürlich andere Themen dazu.
00:15:37: Parteipolitik, andere Themen Verhandlungen Aber diesen Puls braucht es natürlich.
00:15:42: deswegen finde ich auch gar nicht so negativ wie ein Rat erst mal nur berät Weil das ist wichtiger manchmal als man denkt
00:15:48: Ja also was war am Anfang so einen Kritikpunkt den ich gehört hatte?
00:15:51: als man so überhaupt in Frage gestellt hat, braucht es ein Digitalrat.
00:15:54: Und ich habe das jetzt vier Jahre gemacht und ich fand das sehr bereichernd und muss auch sagen also vollkommen unabhängig von Teilpolitik.
00:16:02: Ich fand das Arbeitsverhältnis zu den Leuten im Ministerium für Infrastruktur und Digitalisierung zu dem Staatssekretär zur Frauenministerin sehr respektvoll.
00:16:15: Man sieht noch mal so Spitzenleute, in dem Gegner ich ja auch ganz selten nochmal auf einer anderen Art.
00:16:21: Auch als die Menschen, die sie sind.
00:16:22: und also für mich war es eine positive Erfahrung und ich bin froh dass sich zumindest beim Thema Co-Working etwas für Sachsen Annett über diesen Digitalrat erreichen konnte.
00:16:32: Dann lass uns gerne das Thema Coworking kommen!
00:16:34: Du arbeitest ja bei der Co-workland Genossenschaft.
00:16:38: Erzähl doch gern mal was die Co- Workland Genrossenschaft macht?
00:16:41: Warum ist es eine Genossenschaft?
00:16:47: Aber was macht Coworkland?
00:16:50: Wir sind ein Zusammenschluss von Coworking Spaces in ländlichen Räumen, in Kleinstädten und teilweise vielleicht auch in Wohnquartieren.
00:16:58: Inzwischen sieht man eine gewisse Entwicklung.
00:17:02: Naja, wir haben uns oder diese Genossenschaft wurde gegründet nach einem Forschungsprojekt der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein.
00:17:10: Da ist jemand monatelang mit zwei umgebauten Containern durch Schlesweg-Holtzscheing gefahren und hat Co-Working auf dem Land getestet.
00:17:19: Es stand ein paar Wochen auf dem Resthofen, ein paar wochen am Strand, ein paar Wochen am Pendlerbano.
00:17:26: Dieses Projekt hat Awe Wiesens funktioniert, es hat auch wunderbare Geschichten verursacht.
00:17:31: Ich war damals kein Teil davon und ich habe das selber von außen beobachtet.
00:17:35: Und dann gab es so eine Abschlussveranstaltung und das hat so viele Leute angezogen die selbst schon Co-Wagon Spaces in ländlichen Räumen gegründet hatten oder die es vorhatten.
00:17:45: Das war so im Jahr twohundneinzehn, zwanzigzwanzig rum dass sie gesagt haben Wir müssen zusammen bleiben.
00:17:51: Da war auch so eine Stimmung, das ist was Großes.
00:17:54: Das war schon vor Corona, das hat aber natürlich dann in der Pandemie auch nochmal... da wirkte die Pandemie wie ein Brandbeschleuniger muss man mal sagen weil dachten jetzt ziehen wir alle raus und jetzt wollen wir alle nicht mehr rein pendeln.
00:18:05: Und die Zahlen haben sich auch verdoppelt.
00:18:08: Also wenn man zurückblickt kann man ja sagen Ja diese Utopie ist nie wahr geworden.
00:18:13: Aber man muss sagen dass der Anzahl der mobil arbeitenden Menschen sich verdoppelte so zwölf-dreizend Prozent auf fünfundzwanzig.
00:18:21: Und das ist ja schon erheblich eigentlich, was es hat und das haben wir glaube ich auch alle immer vorsichtig gesagt.
00:18:28: Coworking oder Coworkin auf den Land ersetzt nichts sondern es erweitert nur die Möglichkeiten.
00:18:34: Ja Leute pinnen immer noch ins Büro aber vielleicht jetzt etwas weniger.
00:18:38: Vielleicht haben sie auch den Job aus dem Wohnort gewechselt weil sie mobil arbeiten können.
00:18:42: Das waren ja alles Leute die bisher allein unterwegs waren oder die vorhatten zu gründen Und die haben sich zusammengeschlossen, um sich gegenseitig zu unterstützen.
00:18:52: Was ja auch so ein guter Zweck in der Genossenschaft ist.
00:18:56: und dann hat diese Genossenschaft angefangen Leute anzustellen, die operative Erfahrung haben wie dann zum Beispiel meine Person ich habe vorher über fünf jahrelang co-working spaces in berlin geleitet und aufgebaut hatte sich jetzt keine Ahnung vom ländlichen Raum.
00:19:11: das kleinste was ich gemacht hatte war frankfurt oder es ist kein Dorf.
00:19:14: aber aus Brandenburg muss man auch mal sagen und die haben mich dann in diese Genossenschaft angestellt um vor allem die Mitglieder zu beraten bei operativen Fragen.
00:19:26: Sehr viel Gründungsberatung, das hat jetzt nach fünf sechs Jahren ein bisschen abgenommen gibt immer noch regelmäßig Gründungen aber der große Schub ist erstmal durch muss man sagen.
00:19:37: Und dann entstanden aber auch Beratungsprojekte, weil dann Unternehmen wissen wollten ist das was für uns.
00:19:42: Dann haben wir zum Beispiel mit der Dativ rund um Nürnberg Co-Breaking für die Angestellten getestet damit sie nicht jeden Tag nach Nürnenberg reinprenden müssen, was sie nicht mehr wollten.
00:19:53: oder wir haben das auch mal Landkreise Städte fragen und manchmal machen Kommunen selber Co- Breakin Spaces.
00:20:00: Manchmal ist es aber auch was für Bedingungen bräuchten wir hier?
00:20:03: Oder was kann ja funktionieren?
00:20:06: besser suchen kann, jemanden der hier vielleicht einen Co-Working-Space aufbaut.
00:20:10: Das heißt als Genossenschaft sind wir im Zusammenschluss von Leuten die selber Co-workingspaces machen und wir forschen aber auch in Projekten und wir beraten.
00:20:20: Und das sind so unsere drei Themenfehler, kann man sagen.
00:20:24: Lass uns gerne nochmal ganz sozusagen auf die Basics gehen was so Co-working angeht.
00:20:29: warum nutzt jemand Co-Working und wie sieht gibt es so was wie ein typisches Co-, einen typischen Co-working Space?
00:20:36: oder wie groß ist das?
00:20:37: Was haben wir Co-workings beschreibt?
00:20:39: also ich weiß dass wir im steilen Berg hier immer nicht typisches co-working kann ich schon mal sagen.
00:20:43: aber was ist denn typisches Coworking.
00:20:46: Und wie sieht so eine Nutzung aus?
00:20:49: Alles sehr unterschiedlich muss man sagen denn zwei Sachen prägen immer einen Co- working space und das eine ist die Infrastruktur.
00:20:58: was für Räume gibt es, wie ist der Grundriss?
00:21:01: Habe ich nur einen großen Saal.
00:21:04: Dann wird das Co-Wagon Space so aussehen dass da eine lange Tafel in der Mitte ist und alle am selben Tisch sitzen Und das ist dann natürlich für selbstständige interessant die sich zu Hause isoliert fühlen.
00:21:14: Manche Leute können super Zuhause allein arbeiten.
00:21:16: manche brauchen aber das andere Menschen im Raum sind.
00:21:19: Das heißt auch das ist sehr individuell.
00:21:21: deshalb oder habe ich viele kleine Gründungen dann brauche ich Büros, dann brauch ich kleinere Räume noch die ich sage mal links und rechts von deinem Flur liegen.
00:21:32: Habe ich die passende Mobilität dafür?
00:21:34: Und das zweite ist die Nachfrage vor Ort.
00:21:36: was brauchen die Leute eigentlich?
00:21:38: Da muss man sich mit den Menschen und ihren Herausforderungen beschäftigen.
00:21:44: Man kann ein bisschen in Klischees denken da war Berlin auch eine ganz gute Schule.
00:21:50: Zum Beispiel die ersten Co-Wagon Spaces, die flexible Kinderbetreuung angeboten haben sind alle im Prenzauer Berg entstanden.
00:21:57: Das ist ein sehr klischeehafter Blick auf diesen Stadtteil aber macht Sinn!
00:22:02: Der erste Co- Wagon Space in Zehendorf auch jetzt schon über zehn Jahre alt hat eine Zielgruppe Frauen Ende vierzig Anfang fünfzig deren Kinder aus dem Haus sind und diese sich noch mal beruflich verwirklichen wollen.
00:22:15: Das ist ein Klischee-Afterblick.
00:22:17: West-Berlin, ältere Bevölkerung wo esituiert möglich noch mal zu gründen mit Ende vierzig einfach fünfzig.
00:22:26: Daran sieht man, Kroberken ist keine Blaupause sich überall ausrengen kann.
00:22:30: ich muss gucken was passt.
00:22:31: So nennt diesen Raum haben wir oft zwei Nutzungsszenarien Leute wollen nicht pennen oder Leute wollen Nicht alleine sein.
00:22:38: und wenn Leute nicht allein sein wollen nützen jetzt auch nicht viele kleine Einzelbüros sondern dann muss man gucken dass man Gemeinschaftsschlechenschaft Und die sind aber auch nicht jeden Tag da, weil die ja immer noch zwei, drei Tage vielleicht in ihre zentrale Pende müssen für den Austausch mit Kollegen.
00:22:51: Die sind an den Tagen da wo sie die Kinder früher aus der Kita abholen wollen oder wo Sie Ihre Eltern besuchen wollen, die jetzt auch schon vielleicht etwas älter sind?
00:22:58: Also dann haben wir auf einmal bei Vereinbarkeits-Themen und dann kann man schon sagen, der Correken Space sollte vielleicht eine kleine Kinderecke haben, weil diese Leute könnten nochmal ihr Kind nachmittags für ne Stunde noch dabei haben, also noch E-Mail schreiben müssen, muss man sagen, sehen alle Spaces anders aus.
00:23:18: Sie sind natürlich im ländlichen Raum kleiner, da reden wir vielleicht so über hundertzwanzig Quadratmeter bis fünfhundert in Berlin, in den groß stehtenden Co-Wrackenspaces immer größer bei Mieten auch höher sind.
00:23:31: Man muss einfach skalieren um sie wirtschaftlich zu betreiben auch weil die Nachfrage größer ist.
00:23:36: ich habe jetzt diese sehr steile nicht überprüfbare These.
00:23:39: in berlin wissen genau so viele Menschen was Co-Racken Spaces sind wie in Ständer.
00:23:44: Aber in Berlin macht das ein Markt aus und den Ständer macht das im Freundeskreis aus.
00:23:49: Das heißt, daran sieht man wie unterschiedlich nachfragen sind aber jetzt nur so prozentualer Gesamtbevölkerung.
00:23:57: Was Co-Rack'n Spaces haben ist Tischstuhe, Lampe, WLAN.
00:24:02: ja es sind Orte der professionellen Arbeit.
00:24:05: sie haben manchmal die lange Tafel wo man zusammenkommen kann.
00:24:08: Das kann auch beabsichtigt sein vom Co-Wagen Space, weil man vielleicht auf ein Gemeinschaftserlebens setzen will.
00:24:14: Ja und das ist ja ein ikonisches Bild was wir seit dem letzten Abend mal kennen wenn Leute an einer langen Tafel zusammenkommen entsteht eine Gemeinsacht.
00:24:22: So ähnlich passiert es auch wenn Leute in der langen Tafe sitzen also... ...das Faszinierende ist zuerst jetzt man sich so weit weg wie's geht von der ersten Person die da hat.
00:24:31: Aus Höflichkeit allein schon
00:24:33: Mit der Zeit fühlt es sich Und dann passiert etwas ganz Interessantes.
00:24:36: Man sieht dass die anderen das gleiche machen wie ich.
00:24:39: Die Tippmann Laptop, die trinken ihren Kaffee, die fragen mal nach dem WLAN weil sie es wir vergessen haben und das senkt im Kopf die Hürde die anderen anzusprechen.
00:24:48: Und schon entsteht Gemeinschaft, Stück für Stück.
00:24:51: Man kennt das wenn man in einer Bibliothek ist und da greift jemand zum selben Moment, zum selten Beruf wie man selber weil die Person das auch lesen will, denkt man okay der wird ganz cool sein, er hat einen guten Geschmack und der will das nämlich auch lesengleiche.
00:25:02: So ist es auch im Co-Working indem man einfach zusammen.
00:25:05: jetzt entsteht stückweise Gemeinschafter.
00:25:07: Das heißt es kann sein dass zwei Menschen Begeister vom Co-working gezielt sind, die eine Person sagt zu Hause da ist super viel los, da ist laut.
00:25:16: mein Büro kann ich nutzen kommen dann doch immer wieder rein.
00:25:19: Ich freue mich endlich an Co-Working, ein Ort für ruhige Arbeit, endlich für mich allein
00:25:22: sein.".
00:25:22: Die andere Person sagt ich bin im Co-working.
00:25:25: Ich sitze die ganze Zeit zu Hause alleine.
00:25:26: Endlich habe ich einen Ort wo ich andere Menschen treffe in meiner Selbstständigkeit und beide nutzen Co-working aber die Bedürfnisse sind quasi diametral unterschiedlich.
00:25:34: Das beschreibt trotzdem den selben Arbeitsalltag?
00:25:36: Genau!
00:25:37: Es ist ja auch nicht laut um Co- worken und in den Leuten nicht allein sein wollen, dann geht es ja nicht darum ständig zu quatschen.
00:25:43: Die müssen auch fokussiert arbeiten aber die wollen einfach im Augenwinkel Bewegung sehen.
00:25:47: Die wollen wissen dass sie nicht alleine sind und vielleicht auch mit dem an Mittagessen.
00:25:51: Und allein das Erlebnis hilft.
00:25:55: Also ich bin so jemand der das braucht, aber ich kann das nicht immer haben.
00:25:59: Manchmal muss ich alleine zu Hause arbeiten Und ich habe vor Jahren da eine App für mich entdeckt, die spielt mir Hintergrundgeräusche aus Cafés vor.
00:26:06: In der Bezahlversung kann ich sogar zwischen Kantine-Restaurants auf der ganzen Welt aussuchen und wenn Ich das mache merke ich dass ich manchmal in so ein Flow eintauche.
00:26:16: Ich merke gar nicht wie ich arbeite und wenn ich wieder auftauche sind auf einmal vier Stunden vergangen und ich hab was runtergeschrieben.
00:26:22: So dann mach' ich das wenn ich kreativ arbeiten muss.
00:26:25: es gibt natürlich auch Momente wo ich fokussiert arbeiten muss.
00:26:27: dann brauche Meine Kinder in der Kita sind zu Hause, wo ich die absolute Ruhe habe.
00:26:33: Manchmal kann die aber auch störend sein.
00:26:35: Ich glaube es gibt Menschen... Die können das und sie können nicht.
00:26:38: Und dann gibt's Menschen, wo es gerade auf die Tagesformen, auf die Aufgabe angeht ist es sehr bunt eigentlich.
00:26:44: Es ist kein schwarz-weiß Aber ich würde immer wollen dass Leute sich damit mal beschäftigen um nicht immer zu poschalisieren.
00:26:52: Von wegen Co-Breaking Space brauchen wir nicht.
00:26:54: Homeoffice reicht oder wir müssen alle ins Büro?
00:26:56: Also jeder dieser Antworten ist für sich genommen falsch.
00:26:59: die Mischung macht, sie die Option zu haben und da berühren wir dann so Themen von neue Arbeit als Philosophie.
00:27:07: Nicht unbedingt die Wahlfreiheit zu haben zwischen Büro und Homeoffice, sondern die Handlungsfreiheit.
00:27:12: Zu entscheiden welche Aufgabe mache ich wann wo?
00:27:16: Wann gehe ich ans Büro mit Kollegen dann zu sprechen für Austausch oder Vernetzung?
00:27:20: Wir haben Impulse in einem Projekt.
00:27:23: Wann ziehe ich mich zurück für meine Fokusarbeit?
00:27:26: Wo mache ich sie?
00:27:26: Mache ich sie zu Hause?
00:27:27: Mange ich sie mal im Lieblingscafé oder gehe ich dafür an einen Co-Breakin Space?
00:27:32: Das sollten Menschen finde ich stärker darüber nachdenken wie Sie arbeiten!
00:27:35: Du hast gesagt, bei euch das ist quasi Gründungsbegleitung.
00:27:38: Das heißt die meisten Co-Working Spaces, wenn sie gegründet werden sind ja auch ein eigenes Modell, ein Geschäftsmodell.
00:27:44: da gibt es wahrscheinlich eine große Vielfalt soweit ich weiß.
00:27:48: Ich will auch häufig dass Co-working Spaces irgendwie noch ein ergänzendes Modell haben gerade wo es vielleicht die Skalierungsoptionen wie in Berlin nicht gibt weil es nicht unbegrenzt Nachfragen gibt und gleichzeitig sitzen ja wahrscheinlich auch viele Gründer.
00:28:01: Co-Working Space ist selber, denn das ist eine einfache Möglichkeit.
00:28:03: Ich muss nicht direkt ein Mietvertrag irgendwo für einen Büro abschließen.
00:28:08: Was macht das?
00:28:09: Also wie ist die Auswirkung davon wenn quasi da Gründer in Co- Working Space bei mir sitzen Gründern?
00:28:14: Es gibt es also einen Multiplikationseffekt von Gründeren und von diesen zwei Ebenen.
00:28:20: oder würdest du eher sagen, dass die Co- Workings Bases den tut es auch gut, wenn die aus der Gründungsphase raus sind dann sind sie ein bisschen stabiler.
00:28:26: Wie ist diese ganze Gründungsthematik rund um Co-Waking Spaces?
00:28:31: Die ist im ländlichen Raum anders als in den Städten.
00:28:34: Im ländischen Raum sind es oft Gründerinnen, die in Teilzeit noch fest angestellt sind und meist etwas in ihrem beruflichen Feld, in ihrer Branche gründen.
00:28:47: Da haben wir nicht die klassischen Startups wie wir sie aus der Stadt kennen, ja?
00:28:51: Die zwei drei Menschen, die ein Projekt einen Firma von Null versuchen hochzufahren, sondern da ist das fast nebenbei.
00:29:00: Da kann es schon interessant sein, die zu haben weil sie andere Blickwinkel einbringen.
00:29:07: Und dann passiert beim Mittagessen etwas man tauscht sich über ein Problem aus und eine Person sagt hast du schon mal so versucht?
00:29:14: Dieser Lösungsvorschlag kommt, weil die Person anders ist.
00:29:19: Anderes Alter, anderes Geschlecht, anderer Herkunft Bildung, anderer Erfahrung gemacht hat.
00:29:23: Der für Sie naheliegende Blick dieses Hast du schon einmal so versucht einer, den ich womöglich bei aller intellektuellen Leistung niemals einnehmen könnte.
00:29:32: Und das nennt man sie Rentipitätsmomente etwas schlecht mit glücklicher Zufall übersetzt aber es meint eher eine überraschende Entdeckung die sich als ja wertvoll für mich erweisen kann und dass ist kein Zufalls so.
00:29:48: was entsteht weil man Leute zusammenbringt Leute mit verschiedenen Perspektiven.
00:29:52: da finde ich ländliche Co-Working Space wesentlich interessanter als stetischer sind sich dann doch alle mit der Zeit etwas ähnlicher, weil Nachbarschaften ähnlich sind.
00:30:02: Und wenn es dann ein Correken Space-Verlass Startups ist haben alle dieselben Herausforderungen.
00:30:06: ja wie mache ich das eigentlich mit den Buchern?
00:30:09: Muss ich schon Steuern zahlen?
00:30:10: Wie mache ich meine Gewerbeanmeldung?
00:30:12: also da ähnen sich die Probleme.
00:30:14: im ländlichen Raum sind die Communities immer kleiner und fassbar bunter als in der Stadt und deshalb aus meiner Sicht vielleicht auch viel spannender.
00:30:24: Es ist aber wirtschaftlicher, das in der Stadt zu machen.
00:30:26: Ganz klar!
00:30:27: Du hast einen Aspekt angesprochen.
00:30:28: Das ist auch etwas, was wir in den letzten sechs Jahren gesehen haben und worauf wir jetzt Genossenschaft uns verändern mussten.
00:30:35: Die machen nicht nur Co-Working weil Nur Co-working trägt den Ort nicht.
00:30:43: zwei, drei andere Geschäftsmodelle kombiniert mit dem Cobalt.
00:30:47: Cobalten ist oft der Kern auch der Grund warum ich ja da sitze sozusagen wenn ich das betreibe.
00:30:52: vielleicht machen sie auch ein zwei Sachen die gar kein Geld bringen aber helfen vor Ort integriert zu werden die Akzeptanz erhöhen und wir haben das jetzt so oft gesehen dass wir inzwischen davon einen eigenen Ott Typ versuchen zu sprechen um es besser unterscheiden und erklären zu können.
00:31:07: Wir nennen das Mehrwertorte Ja, die sind auch interessanterweise überall anders.
00:31:13: Aber Co-Working ist immer der Kern.
00:31:15: das heißt wir haben auf den paar Arbeitsplätze ein Besprechungsraum vielleicht auch ein zwei Büros und dann ist nebenbei noch, das kann jetzt ja viel sein einen Fahrradverleih weil wir naturistischen Regionen sind oder es ist die Kinderbetreuung dabei oder ein Café Gastronomisches Angebot, Touristeninformation haben wir schon gesehen.
00:31:37: Fahrkartenverkäufer weil der Correken Space im alten Bahnhofsgebäude ist.
00:31:42: Wir erkennen ein Muster dass die Bedürfnisse vor Ort auf diesen neuen Ort Correcken Space projiziert werden.
00:31:50: Das ist relativ exotisch.
00:31:51: das hat etwas mit Zukunft zu tun.
00:31:53: das klingt nach Kalifornien zu seinen besten Zeiten.
00:31:58: Und zum Beispiel, wenn irgendwo Lastenradverleihe eingeführt werden.
00:32:04: Dann ist immer der Co-Rackerspace die Station wo das Lastenfahrrad steht obwohl ich dir nichts damit zu tun habe.
00:32:09: aber bei alle auf diesen neuen exotischen Ort alles progressive Alles neue Proizieren ja und fast schon erwarten dass es da sein muss so erweitern sich Nutzungszenarien rund ums eigene Co-racking.
00:32:22: Ich hab jetzt auch schon einen Ort schönerweise bei mir in Ständer gesehen der nach den Prinzipien des Co-backen organisiert ist, aber auch in Co-Backen anbietet.
00:32:32: Also Co- Backing als Kultur von Orten die verschiedene Nutzung verbinden.
00:32:37: Auch noch mal eine ganz interessante Mieter-Ebene bei diesem Thema.
00:32:41: Genau und das nennen wir Mehrwertorte.
00:32:42: Das versuchen wir jetzt zu erforschen, auch zu gucken wie können wir diesen Orten helfen?
00:32:48: Wir haben jetzt im ersten Schritt als Genossenschaft uns um zwei weitere Beratungsthemen erweitert.
00:32:57: Also wie gesagt, es können sehr viele baugastenartige Anschlüsse an Krobacken sein.
00:33:01: Aber die ersten beiden für die wir uns entschieden haben Expertise aufzubauen ist der Dorflahn und Mobilitätsangebote weil das sind zwei Punkte im ländlichen Raum also Konsumversorgung und wie bewege ich mich von A nach B die immer entscheidend sind?
00:33:17: Und dann ist auch sehr interessant zu sehen wer nutzt Dorflehen.
00:33:20: Das sind gar nicht, da hilft das Klischee bei Nicht.
00:33:23: oder das Klischee hilft zu erkennen dass es falsch ist.
00:33:25: Es sind nicht ältere Leute die nicht dem Weg in den nächsten Kleinstadt schaffen um in die Kaufhalle zu fahren.
00:33:32: Nein!
00:33:32: Es sind junge Familien in ihren dreizehn und vierzig Jahren berufstätig die sich aber mit Ernährung viel intensiver beschäftigen.
00:33:42: So das sind also Familien die beruflich rausgezogen sind.
00:33:47: Ich habe eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie an Computern arbeiten und ihre Arbeit mitgebracht haben.
00:33:53: Und schon haben wir wahnsinnige Schnittmengen zwischen Dorflehnen und Correken Spaces.
00:33:56: Und es lohnt sich die zusammen zu denken ja?
00:33:59: Und wenn man dem Correcken ist kann der Dorfladen vielleicht auch länger auf sein.
00:34:03: Und Mobilität ist ja genauso ein Thema im ländlichen Raum.
00:34:06: gerade mit dem oft sehr dünn öffentlicher Nahverkehr kommt ein bisschen darauf an wo man wohnt glaube ich.
00:34:12: also wird die Eidmark-Bahntechnik immer super empfinden.
00:34:15: Busttechnik wird schwieriger, aber in Sachsen-Einheit haben wir ja dieses Mein-Takt-System.
00:34:20: Das finde ich wieder toll!
00:34:21: Also ich habe kein Auto und arbeite im ländlichen Raum und schaffe es überall hin.
00:34:25: So schlimm ist der öffentliche Nahverkehr nicht, aber ich muss jetzt auch nicht jeden Tag pendeln damit.
00:34:30: Ich fahre immer zu Projekten und so... Aber man muss ja mal sagen das ist nicht allso schlecht wie es manchmal in der öffentlichen Wahrnehmung scheint.
00:34:37: Und wann kommen, wann sollten Leute zu euch kommen?
00:34:39: Das ist das Forschungsthema.
00:34:41: Einzelmal erwähnt aber auch das Beratungsthema.
00:34:43: wenn ich jetzt sage ich möchte irgendwo einen Raum leer stehen Ich weiß das Thema Kirche zum Beispiel.
00:34:47: in der Kirchen steht immer leer.
00:34:49: die Kirche fragt sich an vielen Stehen was machen wir mit unseren Gebäuden?
00:34:51: und dann gibt es jetzt ein Gemeindemitglied was sagt können wir nicht ein Co-Working Space reinbauen?
00:34:55: ich habe keine Ahnung wie das geht Aber ich hab das irgendwie gelesen und ich rufe jetzt mal Dann wird gegoogelt und dann findet man irgendwie Was ist so der nächste Schritt?
00:35:05: Was ist das, was ihr anbieten könnt.
00:35:08: Also sowas kommt sehr oft vor leider viel zu selten von der Kirche.
00:35:11: obwohl die Flächen und Bedarfe hat würde ich sagen versucht es auch noch zu knacken woran das liegt.
00:35:18: aber kirche funktioniert sehr von unten nach oben.
00:35:21: also ich glaube es muss wirklich des gemeinderatsmitglied anrufen weil oben kommt diese Initiative nicht und das hat vielleicht was mit der Kultur zu tun.
00:35:29: Das meine ich gar nicht als Kritik, dass die nicht anrufen.
00:35:33: Das erste ist, was wir bei Gründerinnen oft machen, wir schauen uns die Fläche an, die sie im Sinn haben.
00:35:40: Wir machen dann eine Grundrissplanung und sagen, na ja in diesen Grundrissen könntest du folgende Co-Workenprodukte anbieten.
00:35:46: Das kann ein Besprechungsraum sein, das ist ein Büro, dass Einzelnutzungen.
00:35:50: bei der Größe könnte diese Wirtschaftlichkeit erwartbar sein.
00:35:54: Bei fünfzig Prozent Auslastung könntest Du so viel verdienen.
00:35:57: So weit geht es wirklich?
00:36:00: Jetzt wissen wir wie das Haus funktioniert.
00:36:03: Berauch ist dieses Angebot, was die Grundfläche kann vor Ort.
00:36:07: In einem zweiten Produkt würden wir eine lokale Untersuchung machen nach Zielgruppen.
00:36:14: Wer wohnt hier eigentlich?
00:36:15: Was sind deren Bedürfnisse?
00:36:17: Das kann man natürlich nicht... also da führen wir auch Interviews und machen Datenanalysen.
00:36:22: aber dann ist auch, ja so etwas haben wir schon mal dargesehen, da funktioniert das weil wir sind ja ein Netzwerk von Also nur wir als Genossenschaft, es gibt weit über tausend.
00:36:33: Und im dritten Schritt das Buchen dann gar nicht.
00:36:35: Gründerin des buchenden Landkreise.
00:36:37: könnten wir einen sogenannten regionalen Untersuchung machen da könnte mir sagen dass Geschäfts- und Tourismus würde hier am besten klappen.
00:36:44: das Geschäftsmodell Co-Working für Pendlerinnen hier und Co-Walken für Gründerungen hier.
00:36:50: Das bieten wir Landkreisen für die Wirtschaftsförderung an, dass sie ein bisschen ... Wenn einer kommt und sagt, ich will einen Co-workings-Space machen mit Touristen dann können die sagen ja aber unsere Untersuchung nach wäre das hier nicht so gut da ist es besser.
00:37:02: Aber den Gründeren wollen wir quasi eine Wirtschaftlichkeitsberechnung auf Basis des Grundrisses anbieten Prognosen erstellen, wir sind die Zielgruppen für hier und aus unserer Erfahrung.
00:37:13: Was haben sie für Bedürfnisse?
00:37:14: Und was brauchen die eigentlich in dem Co-Working Space?
00:37:17: Hast du ein Beispiel, das du beschreiben könntest jetzt vielleicht ständig da, aber ich weiß nicht... Ich habe gesehen, ihr habt den Stand an einen Co-working space bei euch im Netzwerk, aber es ist ein anderes Beispiel von euch aus der Region wo du diesen Prozess so beschreiben kannst, die sich vielleicht auch mit einer Idee reingegangen sind und wo etwas ganz anders rausgekommen ist.
00:37:31: oder hast du zum Beispiel was du so beschreimen kannst wie man reingeht und wie man rausgeht aus einem Prozess?
00:37:36: Ja, also so geht man in den Prozess oft rein und dann kann es dauern.
00:37:41: Also ich habe schon manchmal, wo ich zur Eröffnung vom Corebacking Space fünf Jahre später eingeladen war weil man auf Fördermitte gewartet hat, weil umgebaut werden musste die verschiedensten Sachen.
00:37:54: Ein Beispiel könnte zum Beispiel sein in Kroppenstedt Was ist das Landkreis Westische Börde?
00:38:03: Auf dem Weg von Magdeburg in den Harz gibt es einen kommunalen
00:38:07: Co-Wagon Space.
00:38:08: Und der wurde mit dem Ziel gemacht, Unternehmen anzusiedeln aber der wurde im ersten Stock einer Schule gebaut.
00:38:17: die Schülerzeilen sind gesunken und werden alle im Erdgeschoss unterrichtet.
00:38:20: oben war Platz und da war die Überlegung naja wir wollen Unternehmen hier ansiedeln Und die ganzen Eltern fahren ihre Kinder zu dieser Schule und dann fahren sie nach Halle und Magdeburg zur Arbeit.
00:38:31: Können die nicht hier bleiben?
00:38:32: Ja.
00:38:33: So, den Corrections-Base gibt es jetzt eineinhalb Jahre.
00:38:37: Ich meine zu wissen ich bin noch täglich nicht da.
00:38:40: das mit den Eltern hat interessanterweise nicht geklappt.
00:38:42: Spannend.
00:38:42: Auf uns total logisches und naheliegend was geklappt hat waren die Unternehmensansiedlungen.
00:38:48: also das erste Unternehmen was sich angesiedelt hat ist aus Oschers Leben gekommen.
00:38:52: Oschersleben ist die größere Stadt, hat den Bahnanschluss.
00:38:55: Eigentlich so viel Verkehrsrecht nicht besser gelegen aber der wollte Netzwerk haben, er wollte mit anderen Unternehmen gleich gesinten sein und es deshalb in den Co-Wagon Space gegangen.
00:39:04: Und dann kam noch weitere Firmen.
00:39:05: also da hat sie wieder ganz gut funktioniert.
00:39:08: So was hatten Sie Schule?
00:39:10: Ist ein Gang mit Klassenräumen das heißt die Warn in der Büro Nutzung ... so eine Art Lobbyversuch zu bauen für Veranstaltungen.
00:39:18: Ja, das ist vielleicht nicht optimal aber man muss sich ein bisschen an den Grundriss richten.
00:39:23: Ein anderes Beispiel... Also ich habe ja gesagt, ich hab diesen Codex-Base in Frankfurt oder gemacht,... ... der war in dem Sinne sehr herausfordernd, den habe ich für eine Bank gemacht und die Bank wollte eigentlich wissen wie weit kann sie Bank als Ort nach hinten schieben und Codex nach vorne schieben?
00:39:41: Weil Banken mit Vier Jahren kein Geld verdienen, verdient mit Beratung Geld.
00:39:46: Und das Interessante an dieser Spaderbank Berlin in Frankfurt, oder?
00:39:51: Die haben also diesen Co-backen Space gebaut und wir haben unten einen Cafetresen gemacht.
00:39:55: Ufermisch!
00:39:56: Und links bekommt man Kaffee und rechts kann man sich beraten lassen.
00:39:59: Und oben waren dann die Büros und unten hatten wir dieses offene Café Veranstaltung Beratung.
00:40:05: Das war für die Bank so interessant zu lernen dass es geht, dass es ihre Präsenzstrategie in den fünf Jahren danach verändert hat.
00:40:15: Ist das aufgegangenes Konzept für die Bank?
00:40:17: Ja, dieser Co-Beckenspace hat funktioniert.
00:40:23: Aber was aufgegangen ist nicht weil sie es geplant hatten aber es hat sich verändert weil Sie auf einmal erkannt haben dass sie anders arbeiten können und diese die Präsenzstrategie hat sich geändert wäre davor arbeiten worden neue Regien eingeführt und sie sind auch dazu gekommen.
00:40:38: naja dann können wir jetzt ein Beratungsteam dort gründen wo wir keine Viale haben wenn es dort einen Co-Backen Space gibt.
00:40:45: Und das Erste, was sie gemacht haben.
00:40:47: in Jena hatten die eine Viale.
00:40:48: Die haben sich geschlossen und sind in den Co-Wagonspace gezogen und waren da zwei Jahre lang.
00:40:53: Dieser Co-wagonsbase musste leider schließen, was er mit dem Gebäude zu tun hatte aber es war interessant zu sehen wie so ein Erkenntnis oder wie ein Erlebnis zu neuen Erkenntnissen führte und sich etwas änderte.
00:41:07: Manchmal kommen auch Leute erst zu uns, die haben schon gegründet.
00:41:14: bei der Gründung beraten lassen, sondern die wollen dann in das Netzwerk und wollen so einen operativen Unterstützung haben.
00:41:21: Was heißt im Operativ?
00:41:22: Also wenn jetzt ein Co-Working Space, also den Co-Walking Space gibt es jetzt schon ein paar Jahre hier beim Steinberg warum wäre es attraktiv für uns Teil der Genossenschaft zu werden?
00:41:32: Man hat nach drei, fünf, zehn Jahren an der Herausforderung als bei der Kründung.
00:41:38: Jetzt Fluktuation ist ein Thema ... weil Nutzungsverhalten sich ändert.
00:41:42: Wie erschließe ich mir neue Zielgruppen?
00:41:44: Wer sind die neuen Zielgruppe?
00:41:46: Wie mache ich Marketing, mache ich das noch wie vor fünf Jahren oder gehe ich da Neuwege?
00:41:51: Es gibt neue Software, neue Türschlossysteme... ...die wir kennen als Beratende, weil das müssen wir um besser beraten zu können.
00:41:59: Man kann aber auch indem man in dieses Netz ergeht den Austausch suchen.
00:42:03: Oft fragen mich Coincidence-Betreibern, ich würde gerne ein neues Flugblatt machen.
00:42:06: was soll da drauf?
00:42:08: Das kann ich dir sagen!
00:42:10: Aber wenn du jetzt mal in die Genossenschaft rein fragst, schicken dir zehn Leute ihr zu.
00:42:14: Kann wesentlich inspirierender sein und sie können sagen hat es funktioniert!
00:42:19: Wer kam?
00:42:19: Wen hat das erreicht?
00:42:21: Ein Correcting Space hat man so mit Kreider auf dem Boden versucht zu arbeiten sehr erfolgreich.
00:42:28: Wann mache ich ein Plakat?
00:42:29: Wann scheitere ich online Werbung?
00:42:31: Dazu habe ich Erkenntnisse, die kann ich auch beratend weitergeben.
00:42:34: Aber ich betreibe jetzt seit fast fünf Jahren keinen Co-Breakin Space mehr selber.
00:42:40: Das heißt auch, ich bin sehr auf operative Erkenntnisse aus unserem Netzwerk angewiesen.
00:42:44: Deshalb versuche ich mit unseren Mitgliedern viel zu sprechen und dadurch Erfahrungsaustausch zu indizieren.
00:42:49: Als Abschlussfrage der ganz große Blick was würdest du sagen wenn wir es auf den ländlichen Raum insbesondere fährt man Sachsen-Anhalt gucken?
00:42:57: Wenn das Konzept so einigermaßen gesättigt angekommen wäre oder sein wird, vielleicht irgendwann im gesamten ländlichen Raum in Sachsen-Anhalt.
00:43:06: Was würde sich ändern?
00:43:08: Was würden wir sehen?
00:43:09: was anders wäre bei den Menschen auf dem ländischen Raum?
00:43:13: Also wenn es gut verteilt Co-Wagon Spaces in der Fläche geben würde, was das noch nicht tut dann glaube ich Wir werden sehr verschiedene Faktoren sehen.
00:43:25: Wir würden zum Beispiel sehen, dass Innenstädte belebter sind weil Leute ihre Mittagspause dann wieder am Markt machen und ich sage mal nicht in Berlin in der Friedrichstraße oder an Magdeburg auf dem breiten Weg.
00:43:35: das heißt die lokale Wirtschaft wird gestärkt weil mein Mittagessen Geld auf einmal wieder im Ort bleibt und nicht woanders geht.
00:43:42: Ich würde auch nicht meinen Kofferraum wenn ich aus der Großstadt rausfahre in einer Kaufhalle vollmachen sondern ich werde wieder in den nächsten Kaufhallen einkaufen.
00:43:50: gehen kürzere Wege.
00:43:52: Jetzt kann ich sagen, okay das reduziert Mobilität.
00:43:54: Das spart CO-Zweih ein und verbessert vielleicht die Luft.
00:43:59: Wie hat mein Bürgermeister gesagt?
00:44:00: Wenn die Leute weniger pendeln muss er einen Straßenbelag.
00:44:02: Vielleicht alle dreißig Jahre neu machen nicht alle zwanzig.
00:44:05: Also vielleicht gibt es dann auch weniger Baustechen.
00:44:08: Es führt aber auch dazu dass Leute einfach zufriedener sind weil statistisch pendeln die Leute über eine Stunde in Deutschland.
00:44:16: So jetzt fallen also zwei Stunden weg.
00:44:18: Die zwei Stunden kann ich mit meiner Familie verbringen.
00:44:21: Ich bin auf einmal, wenn ich Feierabend mache, bin ich bei mir wo ich wohne und nicht noch eine Stunde hinzu.
00:44:28: Ich habe vielleicht auch wieder Zeit in dem Verein zu gehen mich zu engagieren Sport zu machen, Kommunalpolitik oder einfach Kultur.
00:44:38: Ich glaube das tut den Leuten gut.
00:44:42: Es wird immer steil an den Thesen, dass erzeugt aber mehr Begegnung und mehr Austausch.
00:44:48: Und ich glaube das tut dann auch wieder unser Demokratie gut weil Leute mehr ins Tun kommen, aber auch mehr Sichtweisen kennenlernen und nicht vielleicht so einseitige Sachen.
00:44:58: Sondern jetzt spitze ich es nochmal ein bisschen zu die sagen ach ist gar nicht so schlimm alles eigentlich besser als man denkt.
00:45:04: vor allem Ich selber kann es besser machen.
00:45:07: ich habe auf einmal wieder Zeit.
00:45:10: Das ist jetzt eine große Utopie, aber all diese Sachen kann ich in Teilen bei Corrack & Spaces auf dem Land nachweisen und ich würde es jetzt einfach mal hoch skalieren.
00:45:21: Vielen Dank dir!
00:45:23: Wenn Leute Interesse haben mit euch in Kontakt zu kommen wie wischen sie euch?
00:45:27: Am besten online Corraceland.de.
00:45:29: Wir sind bundesweit tätig.
00:45:31: wir sind dann nach Regionen aufgeteilt.
00:45:33: Ich berate zum Beispiel Sachsen-Anhalt Brandenburg und Sachsen Brandenburg und Sachsen-Anhalt, weil ich das gut kenne.
00:45:40: Sachsen da haben wir noch so wenig Mitglieder, da haben ja noch niemand gefunden der aktiv sein will.
00:45:45: Wir sind sehr... Weil wir aus Schleswig-Holstein kommen in der Gründung, da sind wir super stark.
00:45:50: Da hatten wir so eine Regionalbüros irgendwann.
00:45:53: Aber hier muss noch einer drei Bundesländer machen weil es ist dann doch noch dünner und mich erwischt man auch ständig in irgendwelchen Zügen.
00:46:03: Da kann man mich auch gerne ansprechen.
00:46:05: Sehr gut!
00:46:05: Also wenn ihr im Regionalbahn an der Altbank unterwegs seid, tue ich das mal ansprechen.
00:46:10: Vielen Dank dir.
00:46:11: Wir machen noch eine weitere Folge, in der wir gleich noch über Politik reden.
00:46:15: ein bisschen noch ein sehr akutes, ein bisschen krisenbesetzteres Thema.
00:46:20: vielleicht mal gucken wo wir dahin kommen.
00:46:46: Schau doch mal auf Sigusa.de vorbei.
00:46:48: oder folge Sigunetzwerksachsen-Anhalt bei Instagram bzw.
00:46:52: Sigusa bei LinkedIn.
00:46:54: Ich hoffe, das Gespräch hat dir gefallen.
00:46:55: Bis zum nächsten Mal!
00:46:57: Bei Sigusa redet mit.
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