SIGUSA redet mit Susanne Winge und Isabel Müller Teil 2

Shownotes


Abschlussbroschüre Kompetenzzentrum Soziale Innovation Sachsen-Anhalt 2022:
https://soziale-innovation.zsh-online.de/files/Publikationen/11.07.2022Abschlusspublikationklein.pdf

Wissensspeicher Mansfeld-Südharz:
https://www.wissensspeicher-msh.de/

Zentrum für Sozialforschung Halle:
https://www.zsh-online.de/

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00:00:02: Susanne und Isabel sind Wissenschaftlerinnen.

00:00:05: Sie bewegen sich aber weder im Labor noch in der Bibliothek oder im Hörsaal.

00:00:09: Stattdessen gehen sie zum Beispiel auf Dorffeste und beobachten und befragen.

00:00:13: Mit ihrer Forschung und Expertise bringen sie soziale Innovation in Sachsen-Anhalt voran.

00:00:19: Mein Name ist Jan Wagner und ich führe im Podcast die GUSA redet mit Gespräche über soziale Innovation, gemeinvolontierte Unternehmen und Sachsen-Anhalt.

00:00:28: Dies ist die zweite Folge.

00:00:30: mit Susanne Winge und Isabel Müller vom Zentrum für Sozialforschung Halle.

00:00:34: Wenn ihr Teil eins noch nicht gehört habt, empfehle ich dies zuerst zu tun.

00:00:38: In dieser Folge sprechen wir über ihre aktuelle Arbeit in der Region Mansfeld-Südharz und die Grenzen an die sie dabei stoßen.

00:00:45: Viel Freude beim Zuhören.

00:00:47: Was waren so die Kernerkennnisse dieser ganzen Zusammenarbeit, dieser ganzen Forschung, die damals passiert sind?

00:00:52: oder was waren Kernerkennnisse, wo man raus ging und wo ihr vielleicht festgestellt habt, entweder dem Bedarf gibt es.

00:01:00: So ist es schon, oder wie ist man rausgegangen aus diesen Forschungsprojekten?

00:01:04: Wenn ich jetzt auf das Jahr zwanzig, zwanzig zurückblicke, wir wussten damals schon sehr viel über das, was im Land passiert.

00:01:12: Das war wirklich eine wesentliche Erkenntnis und da haben alle Projekte beigetragen.

00:01:17: Also war ja auch Delfin und Sensor noch einen speziellen Schwerpunkt hatte.

00:01:22: Wir hatten schon das Gefühl, das ist ein starken Unterschied zwischen städtisch geprägten Regionen, Regionen mit einer Hochschule in der Nähe und den eher ländlichen Regionen gibt.

00:01:33: Das hat sich dann später nochmal bestätigt.

00:01:35: Wir haben immer gesagt, wir können gerade nur finden, was unser in unser Suchraster fällt.

00:01:40: Wir wussten, dass das Suchraster so auch funktioniert, aber nicht bis ganz nach unten.

00:01:46: Also das waren so wesentliche Erkenntnisse.

00:01:49: Wir hatten einen ziemlich guten Überblick über die Herausforderungen.

00:01:54: Also wo stehen die sozialen Innovationen, auch die Social-Entrepreneure im Land?

00:01:59: Wir hatten sie ja befragt, also wir konnten schon beschreiben, was da im Land wächst und agiert.

00:02:07: Das war wichtig.

00:02:09: Wir konnten aber auch beschreiben, welche Herausforderungen es gibt.

00:02:12: Und das ist ja immer dieser Weg von einer sozial innovativen Idee hin zum sozialen Unternehmen, Social Entrepreneurship, soziales Unternehmethom.

00:02:21: Der ist ja nicht so einfach, weil eigentlich... geht es den Personen am Anfang eher um das Machen.

00:02:26: An einer bestimmten Stelle.

00:02:28: irgendwann kommt dann die Idee vielleicht, dass das dazu beitragen könnte, den eigenen Lebensunterhalt zu sichern.

00:02:33: Meistens geht es ja noch nicht mal darum, dass man damit so expandiert, dass man noch mehrere anstellt, sondern das ist ja sehr, sehr kleinschrittig.

00:02:42: Und das war so auch ein wesentliches Ergebnis in dieser Zeit, dass wir das gemeinsam miteinander diskutiert haben, auch für Politik und Verwaltung.

00:02:50: Was heißt denn das eigentlich, wenn die sich über verschiedene Finanzierungsmodelle finanzieren?

00:02:55: Also wir haben da Diskussionen gehabt.

00:02:59: Ich verstehe das nicht, so kann man doch, das ist doch nicht Wirtschaft.

00:03:04: Und wir haben es immer wieder versucht, das kann funktionieren, wenn sie die Zielgruppe gut definieren, wenn die Zielgruppe das annimmt.

00:03:10: Und das war so eines der wesentlichen Ergebnisse, mit dem wir rausgegangen sind, wo wir aber gleichzeitig gesehen haben, wie viel Potenzial, also wie viel Luft da eigentlich noch nach oben ist.

00:03:21: die erste Saat zum Keim gebracht, aber den Acker noch nicht wirklich vollständig beackern können.

00:03:28: Und man hat schon gesehen, dass es so bestimmte Themengebiete gibt, wo das zum damaligen Zeitpunkt wahrscheinlich ist, dass das vielleicht in Richtung soziales Unternehmertum gehen könnte.

00:03:42: Das System Gebiete gibt, wo es wirklich schwer ist.

00:03:44: Gesundheit ist so ein Fall, weil doch sehr, sehr stark reguliert ist.

00:03:48: Es ist verdammt schwer, aus einer Modellgeschichte herauszukommen in wirklichen Regelfinanzierung, weil es ja auch immer noch rechtliche Rahmenbedingungen, Regularien gibt.

00:03:58: Also diese Hürden sind uns da schon sehr deutlich geworden, ich glaube.

00:04:04: Isabelle, du kannst da noch ein bisschen genauer ergänzen.

00:04:08: Also auch wenn es so eine

00:04:10: Hauptsache

00:04:11: gibt, die man benennen müsste, dann ist es glaube ich genau das, was du geschildert hast.

00:04:18: Wir haben mit ganz vielen Akteuren gesprochen, die hatten eine intrinsische Motivation, ihre Problemstellung zu bearbeiten.

00:04:26: Also die haben irgendwie ein Problem erkannt bei sich im Ort, im Viertel oder auch im Dorf und haben sich irgendwie zusammengeschlossen und haben gesagt, das müssen wir angehen.

00:04:35: Und da stand nie eine unternehmerische Intention dahinter.

00:04:40: Und das ist eine Herausforderung.

00:04:44: Also wir haben Akteure, die etwas verändern wollen.

00:04:47: die aber gar nicht daran denken, ich könnte das irgendwie gründen oder ich könnte daraus ein Unternehmen machen.

00:04:52: Das ist selten der Fall gewesen bei denen, die wir einfach untersucht haben.

00:04:57: Und da besteht einfach wahnsinnig Potenzial.

00:04:59: Also man sieht sich, als jemand, der eine neue Idee hat und was verändern möchte, aber nicht als Unternehmer.

00:05:04: Das ist einfach ein Großteil der Akteuren.

00:05:07: Da ist wahnsinnig viel Potenzial und auch wahnsinnig viel Potenzial in Sachsen-Anhalt da.

00:05:11: Ansonsten... ist natürlich also die Vielfalt, die wir kennengelernt haben, ist auch nochmal hervorzunehmen.

00:05:17: Also wir haben vielfältigste Innovationen gefunden und gesehen.

00:05:23: Grassroot ist so ein Begriff.

00:05:26: Also es sind wirklich Sachen, die aus der Gesellschaft entstehen, durch Leute.

00:05:30: Menschen sind ganz wichtig bei Sozialdemokraten.

00:05:32: Es gibt so Menschen, die einfach Ideen haben, die so Macher und Macherinnen sind, die etwas bewegen wollen und die andere auch mitziehen.

00:05:40: Die sind oft sehr entscheidend.

00:05:41: Die brauchen es auch.

00:05:42: Die brauchen auch eine gewisse Förderung.

00:05:44: Die sind auch irgendwann am Ende, wenn sie was ehrenamtlich machen mit Know-how und Zeit.

00:05:50: Was würdest du sagen, sind so die... Die Sachen, die sehr besonders sind in Sachsen-Anhalt oder anders sind in Sachsen-Anhalt als an anderen Orten.

00:05:57: Ihr habt erwähnt, es geht um Personen.

00:05:59: Das ganze Thema ist in Sachsen-Anhalt aufgekommen, weil ihr gesagt habt, da gibt es Personen neben einem bestimmten Serium dann damals, die das angestoßen haben.

00:06:06: Was ist das, was Sachsen-Anhalt spezifisch ist, würdet ihr sagen, nach der ganzen Forschung?

00:06:12: Also viele Projekte reagieren auf... Problemstellungen, die für Sachsen-Anhalt einfach typisch waren.

00:06:18: Wir haben hier in Bundesland mit einem hohen Altersdurchschnitt, mit einem starken demografischen Wandel.

00:06:23: Wir haben Regionen, die sind sehr ländlich geprägt einfach.

00:06:29: Das ist auch in anderen Bundesländern so, aber das ist auch ein Punkt, den Sachsanhalt eben auch ausmacht.

00:06:35: Und darauf haben viele eben auch reagiert.

00:06:37: Also sehr oft sind es so Leerstandprojekte auch gewesen.

00:06:40: Da ist irgendwie Platz.

00:06:41: Das ist das, was wir da haben, eine Ressource.

00:06:43: Und damit können wir auch, die können wir auch vielleicht sogar günstig erwärmen und damit machen wir was, weil es durch diesen Leerstand und dieses Fehlen auch von Daseinsvorsorge in bestimmten Orten, das ist ja... ein Problem, das will ich ändern.

00:06:58: Da gab es einfach Bedarf, das anzugehen und zu sagen, dann machen wir eben ein Kino oder einen kleinen Dorfladen oder wie auch immer.

00:07:05: Also das haben die Leute gespürt und konnten dafür auch innovative Ideen entwickeln und haben sich manchmal im Verein und manchmal in der Genossenschaft zusammengeschlossen.

00:07:14: Also da gibt es ganz unterschiedliche Rangensweisen.

00:07:18: Das ist aber so, was ich für Sachsen-Anhalt einfach sehr gesehen habe.

00:07:21: Ich selber habe dass sie nicht in dem Maße vergleichen können mit anderen Bundesländern, weil es eben auch den Datensatz, den wir damals im ComZ erarbeitet haben, nicht für andere Bundesländer gab.

00:07:33: Also das macht den Vergleich dann einfach so ein bisschen schwieriger.

00:07:36: Aber genau, ich kann eben beschreiben, was mir in Sachsen-Anhalt aufgefallen ist.

00:07:40: Eine Besonderheit kann ich noch ergänzen.

00:07:42: Das ist uns aber tatsächlich erst... im Verlauf des Kommzits so ein Stückchen später bewusst geworden.

00:07:50: Wir haben ja, gibt es ja in vielen ländlichen Regionen die Liederprojekte und Sachsen-Anhalt hat mit Lieder sehr schnell auf diese Community-Drillfen-Projekte gesetzt.

00:08:00: Also das war hier schon zu einer Zeit gesetzt.

00:08:03: Da war das in anderen Bundesländern noch nicht der Fall.

00:08:05: Also dieses auch nochmal, dieses Ansätzen bei den Graswurzeln, dass es von unten kommt, die Ideenentwicklung quasi, dass die Liederprojekte wirklich von unten entwickelt werden.

00:08:16: Es sind spezielle

00:08:18: Förderung, eine

00:08:20: EU-Förderung.

00:08:20: Genau, da gibt es wieder Aktionsgruppen.

00:08:22: Das ist manchmal landkreisbezogen, manchmal überschneidet sich das auch.

00:08:26: Manchmal sind es auch gewisse Naturschutzlandschaftsgebiete, die dazu zählen.

00:08:30: Und die kriegen, die haben die Möglichkeit, Projekte zu fördern.

00:08:34: Die haben inzwischen auch das Thema soziale Innovation ist da auch sehr präsent.

00:08:40: Und da hat Sachsen Anne sehr, sehr zeitig das Thema wirklich.

00:08:44: dass es Community-Driffen entstehen soll.

00:08:46: Also, dass es Beteiligungsprozesse geben muss, dass es über die Lokalität, über die Menschen vor Ort entstehen soll, diese Projekte.

00:08:57: Und das ist tatsächlich eine Besonderheit, die zu der Zeit, als wir unterwegs waren, auch schon in Sachsen-Anhalt war.

00:09:03: Aber diese Parallelität haben wir gar nicht so entdeckt.

00:09:07: Also, das kam erst zum Ende des COMZ, dass wir sehr viel stärker auf die Liederprojekte auch aufmerksam geworden sind.

00:09:13: was, wo ich rückblickend sagen würde, das hat Sachsen anderen auch besonders gemacht zu anderen Bundesländern.

00:09:22: Du bist jetzt ja im Forschungsprojekt, was sehr lokal und an der Basis ist, oder kannst du vielleicht noch mal ein bisschen beschreiben, was das genau ist für ein Projekt oder was ihr macht?

00:09:33: Genau, das Projekt, was ich aktuell betreue, nennt sich Wissensspeichermannsfeld Südharz.

00:09:39: Es ist auch so eine Folge aus dem Concert gewesen.

00:09:41: Wir haben im Concert dann auch mal so die Landkreise verglichen.

00:09:45: Und natürlich sind die Städte Magdeburg-Halle und Esau-Roslau ... mit vielen Innovationen versehen.

00:09:53: Da sind einfach viele Menschen, da sind auch Universitäten und da sind bestimmte Unternehmen angesiedelt und viel mehr vereine, wo soziale Innovationen auch sprießen.

00:10:02: Und dann gab es noch Landkreise, da war dann eine Hochschule, die hatten auch immer noch so ein positiveres Bild oder konnten einfach mehr soziale Innovationen verzeichnen.

00:10:10: Und dann gab es Landkreise oder Regionen, die haben wir uns angeschaut und da haben war für uns nicht sichtbar.

00:10:16: Da haben wir kaum soziale Innovationen gefunden.

00:10:19: Und der Landkreis Mansfeld Südharz gehörte eben dazu.

00:10:22: Und da war für uns klar, okay, wir suchen uns eben diesen Landkreis aus und schauen da nochmal genauer hin.

00:10:27: Gibt es da wirklich nichts?

00:10:29: Und wenn ja, was wären möglicherweise Gründe?

00:10:31: Oder gibt es doch was?

00:10:33: Aber wir... haben noch nicht die Methoden gefunden, um die Akteure, die dort wirken, zu finden und sie sichtbar zu machen.

00:10:42: Und der Wissensspeicher startete, zwanzig, zwanzig, direkt im Anschluss an das COMZ.

00:10:48: Und ich kann jetzt mit Sicherheit sagen, es gibt dort Akteure, die auch sozial innovativ wirken, die auch tolle Projekte machen.

00:10:55: Sie sind, sie unterscheiden sich, dass sie vielleicht von den urbanen Räumen, dass sie eher... sehr lokal wirken, sehr klein räumlich wirken.

00:11:06: Das sind dann auch kleine Orte, wo sie wirken, weil da eben die Leute ein Problem erkannt haben und sich dann zusammenschließen und sagen, okay, wir machen dies oder jenes oder wir schauen und entwickeln irgendwie eine Idee.

00:11:18: Kannst du so einen Akteur mal beschreiben oder eine Akteurin, dass wir uns ein bisschen, also die meisten Menschen außerhalb von... Sachsen-Anhalt, vielleicht sogar außerhalb von Süd-Sachsen-Anhalt, können mit Mansfeld Südharz noch nicht so viel anfangen.

00:11:31: Hier in der Region haben die meisten Bilder davon, aber wahrscheinlich stimmen die auch gar nicht oder vielleicht stimmen die auch gar nicht.

00:11:37: Also... Ein Projekt, was ich ganz am Anfang gleich aufgenommen habe in meinem Projekt Speicher, war das Projekt Last die Bildung im Dorf.

00:11:45: Das ist ein Projekt der Kreis Volkshochschule Mansfeld Südharz gewesen.

00:11:49: Und Mansfeld Südharz, Lutterstadt Eisleben ist in Mansfeld Südharz.

00:11:53: Das hat vielleicht der oder die andere schon gehört, genauso wie Sangerhausen.

00:11:57: Das sind so die größeren Städte.

00:11:59: Und dann wird es wirklich ländlich und eher in die Fläche.

00:12:02: Und es gibt eine Volkshochschule in Eisleben und es gibt auch eine.

00:12:07: Leitestelle in Sangerhausen.

00:12:09: Für die Dörfer gab es aber nichts so richtig, wenn man Erwachsenenbildungsangebote teilnehmen wollte.

00:12:16: Und jetzt fährt man aber innerhalb des Landkreises von Eisleben in den ganz westlichsten Ort trotzdem ne Stunde, mindestens mit dem Auto.

00:12:24: Also es sind

00:12:25: ein Auto nicht mit ÖPNV.

00:12:26: Genau, mit dem Auto, mit dem ÖPNV länger.

00:12:30: Also, es ist schon eine Fläche und man kommt auch nicht so gut von A nach B. Das ist Mobilität, das ist halt auch so ein Thema.

00:12:36: Ich kann da auch nicht in eine Tram steigen und irgendwo hinfahren, wie wir das in Halle machen.

00:12:40: Also, das sind dann wieder so ganz eigene Herausforderungen.

00:12:43: Und die Idee der Kreis Volkshochschule war, dann gehen wir in die Dörfer, dann gehen wir eben dort hin und man hat ... Auch damals in Zusammenarbeit mit dem ZSH, so Orte herausgefunden, wo man sagt, okay, da müssen wir hin, da müssen wir hin.

00:12:57: Und da machen wir einen Lernort und da.

00:12:59: Da sind jetzt sieben Lernorte entstanden, die auch in so kleinen Orten sind.

00:13:03: Das ist vielleicht, das ist einmal das Gemeinderhaus, das kann aber auch ein Raum irgendwie an der Kita dran sein.

00:13:09: Auf jeden Fall mussten es Räume sein, Räume, die schon vorhanden sind.

00:13:13: Und die Greifs Volkshochschule hat das dann über Projektmittel mit Infrastruktur ausstatten können.

00:13:19: Jetzt steht in jedem dieser... Lernräume, ein Smartboard, also eine digitale Tafel.

00:13:24: B-Laden vorhanden und Internet, ein ganz wichtiger Punkt.

00:13:29: Und so habe ich eben die Möglichkeit, dort Kurse anzubieten, mit entweder auch lokalen Dozentinnen oder eben auch jemanden zuzuschalten über das Smartboard.

00:13:38: Und dann trotzdem muss die Person von Stollwerk beispielsweise, was sehr weit außerhalb ist, nicht nach Eisleben fahren.

00:13:46: Und so hat man, das ist eben eine ganz neue Form dort gewesen und auch... Ja, die Idee ist, finde ich einfach wie clever zu sagen, wir machen dort die Räume und arbeiten da auch mit der Kommune zusammen, oft stellen die Kommunen irgendwie die Gemeindehäuser bereit, der Raum ist eh da, lass den öffnen und nutzen.

00:14:02: Und gleichzeitig, wenn man jetzt vorher wahrscheinlich gesagt hätte oder eine andere Person gesagt hätte, die Leute kommen nicht zu euch, dann geht doch zu den Leuten, der hätte wahrscheinlich vielen Leuten auch viele Gründe eingefallen, warum das nicht geht.

00:14:16: Was würdest du sagen, ist der Faktor, warum es zum Beispiel dieses Projekt zum einen das Rollen gekommen ist, funktioniert.

00:14:22: Erfolger jetzt was verändert was ist der warum warum das und nicht.

00:14:26: Ein anderes oder warum funktioniert dieses Projekt.

00:14:29: Das hängt dann auch wieder mit der Art und Weise zusammen, wie man vorgegangen ist oder auch vorgeht noch.

00:14:35: Eine Netzwerkarbeit ist total wichtig, also auch die Kreis Volkshochschule als Institution.

00:14:39: Volkshochschule hat irgendwie jeder schon mal gehört, aber selbst das muss man in die Räume streuen und muss dort hinfahren und vielleicht mal zu einer Veranstaltung fahren oder den Taktor auf eine Tür ins Dorf bringen und sagen hier, das sind wir, die und die Angebote haben wir.

00:14:53: Wir machen auch nicht nur den Englisch Sprachkurs, du kannst bei uns auch andere Sachen machen, also auch die Angebote.

00:14:58: so ein bisschen an die Zielgruppe anpassen.

00:15:00: Wir haben in diesen Regionen auch oft ein älteres Publikum, viele ältere Leute und Menschen.

00:15:07: Da gibt es aber Bereich von Floristik bis Digitalisierung Dinge, die man machen kann.

00:15:13: Das hat die Kreis Volkshochschule damals auch gemacht und macht es heute noch, also wirklich da auch mit den Ortsbürgermeistern auch mal ins Gespräch zu kommen hier.

00:15:22: Ihr kennt die Leute ja auch, macht mal die auf unseren Kurs aufmerksam, schickt die zu uns.

00:15:27: Also eine Netzwerkarbeit und überhaupt dieses ins Dorf gehen.

00:15:31: Das hat halt kein anderer gemacht.

00:15:33: Die Volkshochschule hat das gemacht.

00:15:34: Das war, denke ich, ist auch ein wichtiger Volksfaktor.

00:15:36: Und man hat das erkannt damals, dass das eine Bedarfslage ist.

00:15:42: Das waren ja wahrscheinlich dann auch konkrete Menschen, die da in dem Moment da waren, wo du sagst, man hat das erkannt.

00:15:48: Wahrscheinlich hat es da auch dann spezielle Menschen gebraucht, in dem Moment die ... die irgendwie mutig waren oder so, ihr habt schon angesprochen, als Ergebnis auch von dem KOMZ, die Motivation verstehen, Hürden verstehen, auch Potenziale verstehen.

00:16:03: Was würdet ihr sagen, sind so die Hürden, die wir in Sachsen-Anhalt haben, die müssen jetzt gar nicht Sachsen-Anhalt spezifisch sein, aber was sind so die größten Hürden, die dem gerade im Wege stehen?

00:16:13: Weil eigentlich kommt da, also soziale Innovation, sind ja schon die Reaktionen auf Probleme häufig oder auf irgendwie den Veränderungsbedarf.

00:16:20: Und dann kommt ja noch quasi irgendwie noch eine Hürdebene dazu, noch ein Problem, warum das Problem nicht angehen kann.

00:16:26: Was sind so die Sachen, die da im größten sind gerade?

00:16:31: Ich glaube, das ist ein Bündel und das stellt sich manchmal auch von Initiative zu Initiative ein bisschen anders dar.

00:16:38: Was eine Rahmenbedingungen, die über eine Rolle spielt, sind natürlich finanzielle Ressourcen.

00:16:43: Also habe ich auch die Kapazitäten, das Thema anzugehen.

00:16:47: Und das ist jetzt auch nicht, sage ich, spezifisch.

00:16:49: Das ist einfach überall so.

00:16:50: Es gibt halt eine sehr zerspitterte Vorderlandschaft.

00:16:53: Mal passt man hier rein, mal passt man da rein.

00:16:56: hat man damit noch keine Erfahrung, ist das unheimlich schwer, sich da durchzuackern.

00:17:00: Und dann erleben wir ja alle miteinander, die so Vorderanträge stellen.

00:17:08: auch nicht so einfach ist immer.

00:17:10: Also man muss alles gut verstehen, man muss alles gut begründen.

00:17:13: Das heißt, da ist auch so eine gewisse Hemmschwelle.

00:17:16: Wage ich mich jetzt wirklich daran, was passiert, wenn wirklich mal Mitte zurück gefordert werden.

00:17:21: Wie gehen wir damit um?

00:17:22: Also es erfordert schon in Richtung Vörte mit der Anträge eine gewisse Professionalisierung im Verein, also in der Initiative.

00:17:31: Das muss dem Menschen auch liegen.

00:17:33: Also nicht jeder, der aktiv werden will, hat Lust, sich damit auseinanderzusetzen.

00:17:39: Und dann muss man auch die Gelegenheit haben, das mit seinen zeitlichen Ressourcen.

00:17:43: Das ist ja der zweite Punkt.

00:17:44: Es ist ja nicht darauf ausgerichtet, dass ich jetzt vierzig Stunden in der Woche mich da einbringe, sondern viele machen das ja nebenbei oder noch.

00:17:54: sind schon im Ruhestand, stoßen noch was an, haben vielleicht ein bisschen Luft gerade.

00:18:00: Und dann meine zeitlichen Kapazitäten mit den Bedarfen, die wir dann auch haben, erst mal das geeignete Programm zu finden, zu entscheiden, passt das, passt das nicht, dann ändert sich das alle paar Jahre, weil es ja neue Rahmenrichtlinien gibt.

00:18:14: Das ist schon eine Riesenherausforderung.

00:18:17: Das sehen wir ganz viel, dass es Initiativen gelingt, so was anzustoßen und das muss dann aber auch nachgehalten werden.

00:18:28: Den wenigsten ist es möglich, ich sage mal, mit ein Jahr Forderung so etwas auf die Beine zu stellen, dass es sich dann von alleine trägt.

00:18:34: Das ist immer so ein bisschen die Hoffnung, die Politikverwaltung hat, dass es dann irgendwann läuft, aber in der Realität... funktioniert das so schnell einfach eben nicht.

00:18:44: Das heißt irgendwann kommt wieder der Punkt, man braucht nochmal Geld, dann geht es vielleicht nicht mehr in der Fötterrichtlinie.

00:18:50: Und das sind so die Sachen, die wir gesehen haben.

00:18:54: Wir sehen aber auch natürlich die personelle Komponente.

00:18:58: Also wie Isabel schon gesagt hat, manchmal ist es eine Person, die stößt auf etwas.

00:19:03: Man braucht aber Mitstreiter, Mitstreiterinnen.

00:19:06: Also das geht nicht alles alleine.

00:19:09: die Initiativen brauchen Commitment, dass Bürgermeisterinnen sich auch dahinter klemmt.

00:19:15: Das muss nicht immer heißen, dass sie Geld geben müssen, weil das wissen wir alle, dass das nicht möglich ist.

00:19:21: Aber einfach dieses Ja, das ist wichtig, wir wollen das, da wo ich euch unterstützen kann, würde ich euch gerne unterstützen.

00:19:27: Und das ist manchmal so wird es einem... wird es uns auch ab und zu gespiegelt.

00:19:32: Das ist schon so ein bisschen auch sehr viel handlungsreisender und eigener Sache.

00:19:37: Also man muss eben wirklich auch ein Netzwerk aufbauen, ein Unterstützer-Netzwerk aufbauen.

00:19:42: Und das alles schlägt sich dann wieder auf die personellen Ressourcen und man kommt vielleicht nur noch bedingt zu dem eigentlichen, was man machen möchte.

00:19:49: Und da fängt es dann an sich im Kreis zu drehen.

00:19:52: Wenn man es dann schafft, sich so eine gute Struktur aufzubauen, ein gutes... Unterstützer-Netzwerk, egal ob jetzt finanziell personell oder durch Commitment, das ist schon eine wesentliche Hörde, das vielleicht so zum Einstieg.

00:20:10: Und etwas, was noch zu wenig im Kontext der sozialen Innovation kommuniziert wird, nicht nur in Sachsen-Anhalt, sondern generell in der gesamten Debatte, ist... die Leistung oder die Rendite, die soziale Innovation auch schaffen können.

00:20:26: Also viele Projekte sorgen dafür, dass die Daseinsvorsorge erhalten wird.

00:20:31: Also es wird erkannt, der nächste Supermarkt ist fünfzehn Kilometer entfernt, dann tun wir uns irgendwie zusammen und machen hier den Dorfladen oder welches Modell auch immer.

00:20:41: Das heißt, sie schaffen damit Sachen, die weggebrochen sind, genauso wie das Beispiel mit den Bildungsorten.

00:20:50: Es wird eben über eine Institution dort versucht, Bildungsorte zu erhalten.

00:20:56: Und dadurch bringen soziale Innovationen eine Leistung und für die Gesellschaft einen gesellschaftlichen Mehrwert, eine gewisse Sozialrendite, die auch bleibt, die wird ja nicht, also bisher, die wird nicht irgendwie verrechnet oder eingepreist.

00:21:12: Sie muss auch generell erst mal sichtbar gemacht werden und messbar gemacht werden.

00:21:16: Das ist sowieso schon ein ganz schwieriger Punkt.

00:21:18: Da brauchen die Akteure auch Unterstützung.

00:21:20: Das können sie nicht allein.

00:21:23: Ich finde, ich kann auch weiter gefördert werden.

00:21:26: Die Kommunen selber sind oft finanzschwach, aber es gibt ganz andere auf anderen eben im Fördermittel, wo man sagen kann, wir unterstützen euch bei der Wirkungsmessung auch und was ihr eben auch in dem sozialen gesellschaftlichen Bereich tut, um das eben auch sichtbar und greifbar zu machen für eben die lokalen politischen Akteure auch.

00:21:44: Und zu sagen, hier, das machen wir eigentlich auch für... für die Region, dass es was was generell zu wenig gemacht wird.

00:21:56: Es ist aber auch sehr schwer solche Sachen zu messen.

00:21:59: Das merken wir dann als Wissenschaftler und Wissenschaftler und auch, dass eben die Prozesse sehr unterschiedlich und schwer messbar sind.

00:22:08: Wir selber machen viel Fallanalysen.

00:22:11: Das ist diese qualitative Arbeit, die ich einen Gang erzählt hatte.

00:22:14: Wir führen Interviews, wir verfolgen diese Prozesse der Akteure.

00:22:18: Wir sind sehr nah an den Akteuren dran.

00:22:20: Das sind aber dann bestimmte Fälle, die wir gut beschreiben können.

00:22:23: Und dann können wir auch eine Wirkungsdynamik beschreiben.

00:22:25: Ich kann auch schauen, was hat die Person da reingegeben, was ist konkret entstanden und welchen Einfluss hat das vielleicht nochmal auf andere und so.

00:22:33: Das geht alles.

00:22:35: in eine Zahl zu bekommen, das ist noch eine ganz andere Hausnummer, das ist auch schwerer, da sind aber auch sehr viele andere Wissenschaftlerinnen dran.

00:22:44: Nur das wäre einfach auch was total wichtig ist, um die sozialen Innovationen nach vorne zu bringen.

00:22:50: Dann der zweite Schritt, dass man die Akteure hilft, sich zu professionellisieren, was Susanne schon gesagt hat, dass man auch vielleicht hilft.

00:23:01: Ideen in eine unternehmerische Idee zu übertragen, bei Gründungen zu beraten und zu helfen, da müssten die Akteure aber wieder... ... aware sein, ich könnte überhaupt gründen und dahin wende ich mich dann auch mit meiner Sohne.

00:23:16: Also da haben wir auch wieder diese Diskrepanz.

00:23:18: Ich mache eben Bildungs-Innovation im ländlichen Raum für Erwachsene und dann finde ich das Fördermittel zum Thema Soziale Innovation.

00:23:27: Das finde ich ganz spannend, dass du es ansprichst, weil das war jetzt auch noch für mich so ein Punkt gewesen, das auf der einen Seite natürlich ... ... die Sprache oder soziale Innovation gerne auch wahrgenommen werden als so etwas, ein Bonus, ein Add-on.

00:23:39: Und irgendwie erfährt auch etwas, wo man sagen muss, ja jetzt werden die Zeiten gerade ein bisschen schwieriger, da müssen wir dort kürzen.

00:23:45: Und auf der anderen Seite, finde ich, haben wir sehr gut, die auch schon an mehreren Stellen gerade angesprochen, dass das eigentlich Lösungen für Probleme sind, nach denen über die vorher niemand nachgedacht hat, die deswegen vielleicht von außen gar nicht wahrgenommen werden als... ... eine gute Lösung für ein Problem und auch das, was das macht.

00:23:58: Also die Tatsache, dass es dann irgendwo Internet ... ... irgendwo entsteht, dass ein Internetzugang irgendwo entsteht ... ... durch Bildungsorte, die Tatsache, dass irgendwann Laden erhalten wird ... ... oder ein Zugang, dass man nicht einkaufen fahren muss, ... ... deswegen Menschen dort wohnen bleiben können, weil sie ... ... den nicht von den ÖPNV damit quasi ausgleichen, ... ... also diese ganzen Wirkungen, die wir sind vielleicht manchmal auch schwer ... ... so aufzuzeigen.

00:24:22: Und gleichzeitig ist wirtschaftlich auch eine Sprache, die jetzt gerade wieder mehr in den Mittelpunkt rückt und zu fragen, ja, was passiert in wirtschaftlich.

00:24:29: Und da kommt ja dieses Thema gemein volorientierte Unternehmen auch wieder rein.

00:24:33: Ist das was, was ihr auch den Leuten vorschlagt zu sagen, habt ihr schon mal darüber nachgedacht?

00:24:38: Oder ist das was, was ihr beobachtet?

00:24:40: Oder welche Rolle spielt so dieses, dieser wirtschaftlichere Gedanke als Erhaltung einfach auch von sozialen Innovationen, um das langfristig zu stabilisieren und unabhängig zu machen, vielleicht auch von Förderung.

00:24:50: Welche Rolle spielt das gerade so?

00:24:51: Vielleicht bei dir jetzt konkret in deinem Projekt?

00:24:54: Also zuerst sind wir natürlich Wissenschaftler und auch Sozialwissenschaftler.

00:24:58: Also wir beobachten eben diese Prozesse, um sie zu verstehen.

00:25:01: Daraus können wir ja aber eben verstehen und sagen, es fehlt eben an diesem Schritt, sich als Unternehmer selber überhaupt zu definieren und auch diesen nächsten Schritt zu gehen.

00:25:12: Wir selber unterstützen in verschiedenen Formaten, sei es auch Veranstaltungsformate, bei so einer Ideenentwicklung.

00:25:19: Und was könnte noch passieren?

00:25:21: Dann geben wir aber ab.

00:25:22: Also dann müssen andere Akteure ran, die eben Gründungsberatung machen und so weiter.

00:25:27: Da versuchen wir auch zu vermitteln und auch zu sagen, probier es da und da.

00:25:30: Also da sind auf jeden Fall, sind wir auch Schnittstelle und versuchen die Schnitte dann wieder zu anderen Schnittstellen.

00:25:36: Das ist uns auf jeden Fall ein Anliegen, was wir auch vor allem ich in Mannsfeld zu tut.

00:25:40: Ich bin da ja so intensiv.

00:25:42: gerade drinnen und auch gut vernetzt, dass das auf jeden Fall passiert.

00:25:47: Manchmal fehlt aber auch die Schnittstelle.

00:25:50: Wir haben ja gesagt, das COMZ hat aufgehört, zwanzig, zwanzig.

00:25:55: Jetzt gibt es die GUSA, zwanzig, fünfundzwanzig.

00:25:58: Da war auch eine Zeit dazwischen, die so ein bisschen ... Ja, wo einfach eine Lücke entstanden ist, die haben wir natürlich auch gemerkt.

00:26:06: Sachsen-Anhalt muss sich da generell wieder besser aufstellen.

00:26:10: Wir sind froh, dass es die GUSA jetzt auch gibt, so dass man da eben auch vermitteln kann oder dass man da einfach auch mehr machen kann.

00:26:19: Es braucht aber für... was wir eben auch wissen und erkannt haben, es braucht eben für diese speziellen Räume, wie man es mit Südhalts als ein Beispiel auch eher noch lokalere Ansprechpartner oder man muss eben dort auch sehr stark in die Räume rein.

00:26:33: Man kommt, die Akteure dort fahren nicht, sie könnten ja auch nach Leipzig fahren, ins Social Impact, oder nach Berlin zu SIGU oder im Brandenburg ist sehr super gut aufgestellt auch mit vielen.

00:26:44: Das macht man aber weniger.

00:26:45: Also man braucht dort schon eine regionale Verankerung der Unterstützungsstrukturen.

00:26:50: das wäre total wichtig.

00:26:52: Mhm.

00:26:54: Wir hatten von diesen Aspekt von, das kam auch auf, das Thema, weil die Probleme da waren, sich Menschen Lösungen gesucht haben und diese Lösungen dann vielleicht irgendwie neue Begrifflichkeiten hervorgerufen haben oder beschrieben wurden und dann aufgefallen sind, dass es da viele Lösungen gibt.

00:27:13: Jetzt haben wir gerade wieder so ein bisschen eine Zeit, die, ja, was heißt Krisenzeit, aber die, die glaube ich eher ... mit einer negativen Stimmung, sowohl in der Wirtschaft, ... ... dass gerade ein großes Thema, ... ... aber auch im Sozialen behaftet ist.

00:27:26: Wahlen sind eine große Herausforderung, ... ... Angst vor Terroranschlägen ist ein Riesenthema, ... ... gerade auch jetzt in Sachsen-Anhalt, ... ... wieder durch die Anschläge in Halle ... ... und auch in Magdeburg.

00:27:38: Hier lebt es in der Kultur auch ganz viel, ... ... dass dort wirklich gerade in Bezug auf die Wahlen ... ... im nächsten Jahr sehr negative Stimmung ist ... ... und sehr Angst getrieben.

00:27:46: Ich nehme so ein bisschen aus diesem Gespräch mit, ... ... zu sagen, das wird aber ... Das wird auch Innovationen und Lösungsansätze mit sich bringen.

00:27:54: Das heißt nicht, dass die anderen Probleme nicht da sind und dass die nicht auch andere Lösungen finden kann.

00:28:01: Aber mir macht das gerade ein bisschen Hoffnung zu denken, das wird auch wieder Lösungen, also das wird auch wieder Lösungsansätze mit sich bringen.

00:28:06: Das wird auch ein Gedanken von Innovationen bei den Stellen hervorbringen.

00:28:10: Und die, wie kann man die unterstützen?

00:28:13: Wie kann man die erhalten?

00:28:14: Wie kann man die sich erhalten auch für Zeiten, wo es dann besser ist, als wir sind nicht mehr wieder bei Null, sondern... Wir sind nachdem wir die Schleife gedreht haben, weitergekommen.

00:28:22: Gibt es was, was euch gerade so Hoffnung macht durch die Arbeit, die ihr macht an den aktuellen?

00:28:28: Ja, ich gehe ein Stückchen mit ihr mit.

00:28:32: Wir sehen... dass die Unsicherheiten, wir haben ja auch verschiedene Befragungen, die wir haben, z.B.

00:28:38: hart durchführen.

00:28:39: Und in einer Befragung wird sehr deutlich, dass die Unsicherheiten und die Befürchtungen, die sind gar nicht so in der engeren Umgebung, wo die Menschen wohnen.

00:28:47: Da manifestiert sich das gar nicht so, sondern je weiter weg, das ist eher bezogen auf den Staat, auf die europäische Situation, die Welt-Situation.

00:28:55: Also das sind so diffuse Unsicherheiten.

00:28:58: Es sind sehr multiple, wir leben halt einfach... Tatsächlich jetzt in Zeiten, wo unterschiedliche Arten von Veränderung mit enormen Zeitdruck kommen, mit denen wir umgehen müssen.

00:29:10: Und wir sehen ja auf der anderen Seite auch, dass wir so leichte Rückzugstendenzen haben in das Private, in das Regionale.

00:29:18: Und das... kann man tatsächlich auch als Chance werden, dass die Menschen tatsächlich den Fokus wieder dahin legen, wo sie leben, dass vor Ort sozusagen Sachen wieder neu entstehen werden, dass man sich anders nochmal findet und dass da diese Graswurzelbewegung... würde ich fast vermuten, wären noch stärker an Bedeutung gewinnen als so große Bewegungen, die von oben kommen, die wir adaptieren.

00:29:46: Das wird auch viel mit Adaption von anderen Ideen zu tun haben.

00:29:50: Für dieses Umso wichtiger, dass die sehen können, das passiert nicht nur bei uns, das passiert auch bei woanders.

00:29:56: Also diese Vernetzung, diese Achja, da gibt es auch Ansätze, man kann sich mal austauschen.

00:30:03: Wir müssen ja nicht alle das Rad neu erfinden, sondern wir wissen dann schon, es braucht für ein Speichen sozusagen zwei Reichen eben nicht für dieses Rad.

00:30:12: Das wird die Herausforderung sein, da wirklich auch gut zu unterstützen, dass dieses Engagement, was vermutlich noch stärker lokal regional sich zeigen wird, wirklich die Chance hat, sich auch zu empfalten.

00:30:27: Und was mir Mut macht, sind wirklich die... Akteure, die wir alle in MSH in Mansfeld Südhards gefunden haben, weil es war dann auf den zweiten Blick doch eine Anz heißt es, also der Projekt Speicher ist von ursprünglich sieben Projekten auf vierzig angestiegen.

00:30:43: Also wir haben echt Akteure gefunden und diese Akteure machen trotzdem großen Krisen, die sie so erleben.

00:30:52: ihre Alltagswirklichkeit besser.

00:30:54: Also sie machen eben das dann fürs Viertel, fürs Quartier.

00:30:58: Und ich habe Menschen kennengelernt und auch viel mit Menschen gesprochen,

00:31:02: die

00:31:04: sagen, wir gehen auch, also keiner verschanzt sich mehr hier hinter, privat, hinter seinem Garten und im Haus.

00:31:09: Und dann wir machen wieder Begegnungsorte und wir sprechen, die sind halt nicht groß, die sind halt auf das Dorf gemünzt.

00:31:15: Aber trotzdem erreichen sie an dann fünfzig bis hundert oder letztens war ein Hofmarkt dreihundert Leute.

00:31:24: Wir haben halt andere Größenordnungen, aber es sind meiner Meinung nach erfolgreiche und tolle Projekte.

00:31:28: Das macht mir wirklich Mut, dass es eben diese Akteure gibt und dass sie was bewegen wollen und dass sie trotz auch manchmal schwere Herausforderungen was machen und sich nicht klein kriegen lassen, sondern loslegen und sagen jetzt erst recht.

00:31:41: Und wir haben gesellschaftlich inzwischen sind wir gut auf dem Weg zu einem Bewusstsein hin, dass man Soziale Innovation, das wird in den seltensten Fällen eine Sprung Innovation, wo sich etwas sehr weitgreifen verändert.

00:31:54: Also, da hat Wissenschaft auch tatsächlich durch die Arbeit, durch den Blick auf die soziale Innovation viel bewegen können, dass man halt erkannt hat, es geht auch um das neue vor Ort, es geht nicht um das neue per se, sondern darum, für eine gewisse Region etwas neu umzusetzen.

00:32:09: und auch das ist jetzt ein Punkt, der ja auch so eine gewisse Diskussion, einen gewissen Diskussionsprozess hinter sich gebracht hat, der jetzt viel, viel verbreiteter auch im Bewusstsein ist.

00:32:19: Also auch das ist etwas, was ... uns in Zukunft auch helfen wird, dass da sich das Bewusstsein geschärft hat und nicht mehr die absolute Neuheit, die am besten übermorgen für alle erkennbar ist, sozusagen, da entwickelt wird, sondern wirklich regionale Lösungen für gegebenenfalls regionale Probleme, die aber auch ausstrahlen können auf ähnlich gelagerte Regionen.

00:32:47: Vielen Dank euch beiden.

00:32:49: Sehr schön, das zu hören und genau, vielen Dank für das Gespräch.

00:32:53: Hast du eine Idee, die du eigentlich gerne umsetzen möchtest, aber du bist davon entmutigt, dass jemand anderes woanders schon etwas ähnliches macht?

00:33:02: Möchtest du allein oder mit anderen das Leben um euch herum besser machen?

00:33:06: Hast du Fragen dazu, wie du oder ihr euer Vorhaben stabilisieren und finanzieren könnt?

00:33:10: Dann schreib eine Mail an beratungetsigusa.de.

00:33:12: Wir unterstützen dich gerne und kostenlos.

00:33:17: Wenn du mehr über Sigusa wissen willst, schau doch mal auf Sigusa.de vorbei.

00:33:21: Oder folge Sieg- und Netzwerksachsen-Anhalt bei Instagram bzw.

00:33:24: Sieg-Usa bei LinkedIn.

00:33:26: Ich hoffe, das Gespräch hat dir gefallen.

00:33:28: Bis zum nächsten Mal.

00:33:30: Bei Sieg-Usa redet mit.

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